Meteore in der Milchstraße

Im Hintergrund verläuft die Milchstraße diagonal am Himmel, davor strömen zahlreiche Meteore herab. Im Vordergrund steht auf einer Wiese mit Bäumen ein Fotograf mit Ausrüstung.

Bildcredit und Bildrechte: Ali Hosseini Nezhad

Unter dem dunklen und großteils mondlosen Nachthimmel konnten viele Menschen auf dem Planeten Erde dieses Jahr den Meteorstrom der Perseïden beobachten. Dieses Bild entstand bei einem grasbedeckten Hügel in Shiraz im Iran. Von dort aus gesehen zischen die Perseïden-Meteore am Sonntag, 13. August, vor der Dämmerung die nördliche Sommermilchstraße entlang. Die Einzelbilder, aus denen das Kompositbild entstand, wurden morgens fast zum Höhepunkt des aktiven jährlichen Meteorschauers zwischen 2:00 und 4:30 Uhr Lokalzeit fotografiert.

Der Radiant des Stroms befindet sich im heroischen Sternbild Perseus und ist auf dieser Nachthimmelslandschaft nicht abgebildet. Er steht hoch über dem Sichtfeld der Kamera. Wer nördliche Sommernächte mag, erkennt einen vertrauten Asterismus: Das Sommerdreieck aus den hellen Sternen Deneb, Wega und Altair legt sich über das helle Band der Milchstraße.

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Perseïden-Meteore aus dem Perseus

Hinter der Silhouette einer Sternwartekuppel zischen Meteore über den dunklen Nachthimmel. Im Hintergrund ist die Milchstraße zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek / Institut für Physik in Opava

Diese Woche ist günstig, um Meteore zu sehen. In den Nächten um den Höhepunkt des jährlichen Perseïden-Meteorstroms regnet Kometenstaub auf den Planeten Erde herab. Er blitzt dann über den dunklen Himmel. Das Kompositbild entstand bei den Perseïden 2018, und zwar im slowakischen Sternenhimmel-Nationalpark Poloniny. Vorne steht die Kuppel des Teleskops am Gelände des Kolonica-Observatoriums.

Die Teilchen aus Kometenstaub fliegen zwar parallel zueinander, doch die einzelnen Meteore des Schauers strömen von einem gemeinsamen Punkt aus. Dieser liegt am Himmel im namensgebenden Sternbild Perseus. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, denn die parallelen Spuren laufen scheinbar in der Ferne zusammen wie Bahngleise.

Der Meteorschauer der Perseïden erreicht seinen Höhepunkt am Samstag nach Mitternacht. In dieser Nacht geht der abnehmende Sichelmond erst sehr spät auf. Daher ist der wolkenlose Himmel dunkler als gewöhnlich, und wir sehen dieses Jahr vielleicht eine große Zahl an blassen Meteoren.

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Galaktische Zirren: Mandel Wilson 9

Vor einem Hintergrund voller bunter Sterne schweben beigefarbene Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Rodrigues Santos

Diese kosmischen Staubwolken schweben etwa 300 Lichtjahre über der Ebene unserer Galaxis und reflektieren das gemeinsame Licht der Sterne in der Milchstraße. Die Wolken werden auch als integrierter Flussnebel bezeichnet. Die blassen, staubigen galaktischen Zirren befinden sie meist in hohen galaktischen Breiten. Doch sie sind zu den galaktischen Nord- und Südpolen hin über weite Himmelsbereiche zu erkennen.

Studien zeigen, dass die Staubwolken neben der Reflexion von Sternenlicht auch ein blasses, rötliches Leuchten, da interstellaren Staubkörnchen unsichtbare Ultraviolettstrahlung in sichtbares rotes Licht umwandeln.

Das äußerst detailreiche Weitwinkelbild zeigt auch Milchstraßensterne in der Nähe sowie ferne Hintergrundgalaxien. Es erforscht einen Komplex blasser galaktischer Zirren, die als Mandel Wilson 9 bekannt sind. Der Wolkenkomplex umfasst am irdischen Himmel mehr als drei Grad im fernen südlichen Sternbild Paradiesvogel (Apus).

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Milchstraße über den Sternwarten von La Palma

Der Gipfel eines Berges ist von Gestrüpp bedeckt. Hinter dem Horizont sind mehrere Teleskope. Hinter dem Berggipfel ist eine detailreiche Aufnahme des des Himmels mit dem zentralen Band der Milchstraße und mehreren bekannten Sternen und Nebeln.

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński

Was spielt sich am Nachthimmel ab? Um das herauszufinden, werden überall auf der Welt Teleskope in die Tiefen des Weltraums gerichtet. Zu den Forschungsthemen zählt der Versuch, das frühe Universum zu verstehen; Asteroiden, die der Erde gefährlich werden könnten, zu finden und zu verfolgen; die Suche nach Planeten, die vielleicht außerirdisches Leben besitzen; und schließlich die Beobachtung von Sternen, um unsere Sonne besser zu verstehen.

Die Vordergrund- und Hintergrundbilder für dieses Kompositbild wurden im April auf einem Gipfel der Insel La Palma aufgenommen, die zu Spaniens Kanarischen Inseln gehört. Vor dem dunklen Nachthimmel seht ihr mehrere Teleskope der Observatorien auf dem Roque de los Muchachos. Im Vordergrund stehen – von links nach rechts – Magic 1, Galileo, Magic 2, Gran Telescopio Canarias und LST.

Die Hingucker im Hintergrund sind das zentrale Band unserer Milchstraße, die Sternbilder Schütze, Schlangenträger und Skorpion, der Adlernebel und der Lagunennebel, die beide rot leuchten, sowie die Sterne Alrami und Antares. Dank solcher Observatorien lernte die Menschheit in den letzten 100 Jahren mehr über unseren Nachthimmel als je zuvor in der gesamten Geschichte der Menschheit.

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Meteor und Milchstraße über den Alpen

Im Vordergrund jubelt ein Himmelsbeobachter über einen hellen Meteor, der neben der Milchstraße leuchtet. Im Tal sieht man die Lichter von Siedlungen.

Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Roemmelt (Venture Photography)

Diese Aussicht sorgte für Gänsehaut. Vom Tschirgant in den Alpen seht ihr nicht nur nahe gelegene Städte und weiter entfernte Tiroler Gipfel, sondern bei gutem Wetter auch Sterne, Nebel und das Band der Milchstraße.

Der mühsame Aufstieg in dieser Nacht war wegen eines weiteren Höhepunktes besonders lohnenswert – der Meteorstrom der Perseïden 2018 erreichte sein Maximum. Wie erhofft lösten sich die Wolken auf und erlaubten eine malerische Himmelsbeobachtung mit vielen blassen Meteoren. Eine sorgfältig postierte Kamera nahm alle Sternschnuppen als Bildserie auf.

Plötzlich blitzte ein heller, farbenprächtiger Meteor direkt neben dem fast senkrechten Band der Milchstraße auf. Wie der Zufall es wollte, fing ihn die Kamera ein. Daher wurde rasch ein weiteres Bild in die Serie eingefügt: einer der Himmelsbeobachter posierte auf dem nahen Gipfel. Später wurden alle Bilder digital kombiniert.

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Milchstraße und Polarlicht über der Antarktis

Das Panorama zeigt ein Himmelsband von Horizont zu Horizont einer verschneiten Landschaft. Die Milchstraße mit Dunkelwolken verläuft entlang des Bildes, an den Horizonten oben und unten leuchten Polarlichter.

Bildcredit und Bildrechte: LI Hang

Es war einer der besseren Himmel in dieser langen Nacht. In Teilen der Antarktis ist nicht nur Winter, sondern die Sonne bleibt auch wochenlang unter dem Horizont. In der chinesischen Station Zhongshan wagen sich manchmal Menschen in die Kälte hinaus, um einen spektakulären Nachthimmel zu fotografieren.

Dieses Bild wurde Mitte Juli 2015 bei so einem Ausgang kurz vor Ende der Polarnacht fotografiert. Das nach oben gerichtete Weitwinkelobjektiv zeigt nicht nur unten den Boden, sondern auch oben. Im Vordergrund knipste ein Kollege. Im Hintergrund seht ihr einen kugelförmigen Satellitenempfänger und mehrere Windmühlen.

Am Nachthimmel funkeln Sterne, zum Beispiel Sirius und Kanopus. Weit hinten reicht das zentrale Band unserer Milchstraße von Horizont zu Horizont. Oben leuchten die Große und Kleine Magellansche Wolke als ausgedehnte Flecken, sie sind noch weiter entfernte Begleitgalaxien in der Nähe unserer riesigen Milchstraße.

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Das Nandu in der Milchstraße

Das Foto is doppelt abgebildet. Links steigt die Milchstraße hinter einer Silhouette auf, rechts ist der Vogel in der Milchstraße markiert.

Bildcredit und Bildrechte: Fefo Bouvier

Habt ihr schon einmal den Vogel in der Milchstraße gesehen? Der Nachthimmel ist voller Geschichten, eine davon ist der Mann im Mond. Viele Kulturen projizierten im Lauf der Jahrhunderte ihre ältesten Sagen in die Sterne und den Staub über ihnen. Generationen von Menschen sehen diese Himmelsbilder, hören die damit verbundenen Geschichten und geben sie weiter.

Hier seht ihr links einen Ausschnitt aus dem Zentralband der Milchstraße und rechts dasselbe Bild mit den Umrissen eines großen Vogels namens Ñandú aus dem Brauchtum mehrerer Urvölker in Uruguay. Der Asterismus Kreuz des Südens wird als Ñandús Fußabdruck gesehen.

Im Vordergrund seht ihr die Silhouette einer Statue von María Micaela Guyunusa. Diese indigene Frau der Charrúa lebte in den 1800er-Jahren und gilt als Symbol des kolonialen Widerstands. Das Kompositbild wurde Mitte April in Cabo Polonio in Uruguay fotografiert. Im Hintergrund liegt der Atlantik.

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Milchstraße über einem türkisfarbenen Paradies

Das Bild zeigt eine Küstenlinie mit blau leuchtendem Plankton. In der Ferne stehen Bäume. Darüber befindet sich ein Sternenhimmel mit roten Nebeln und dem zentralen Band unserer Milchstraßengalaxie.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek / Institut für Physik in Opava

Was leuchte hier? Die Frage ist: im Meer oder am Himmel? Das ungewöhnliche blaue Leuchten im Meer ist Biolumineszenz. Genauer gesagt stammt das Leuchten von Noctiluca scintillans, das ist einzelliges Plankton, das vom Plätschern der Wellen stimuliert wird. Durch das Licht erschreckt und beleuchtet das Plankton Fressfeinde. Auf einer Insel der Malediven war dieses Schauspiel Mitte Februar so intensiv, dass der Astrofotograf es als türkises Paradies bezeichnete.

Am Himmel leuchten die vertrauteren Sterne und Nebel. Das weiße Band, das von künstlich beleuchteten grünen Pflanzen aufsteigt, stammt von Milliarden Sternen in der zentralen Scheibe unserer Milchstraße. Links seht ihr den Sternhaufen Omega Centauri und in der Mitte die berühmte Sterngruppe Kreuz des Südens. Zu den rot leuchtenden Nebeln zählen der helle Carinanebel neben der Mitte und der ausgedehnte Gum-Nebel rechts oben.

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