Ein eleganter Bogen

Am dunklen Himmel wölbt sich die gesamte Milchstraße, die gerade über dem Horizont steht.

Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Beschreibung: Der zierliche Bogen der Milchstraße beginnt und endet auf diesem feierlichen Nachthimmelspanorama bei zwei Berggipfeln. Das Mosaik entstand aus 24 Einzelbildern. Die Aufnahmen, die Erde und Himmel folgten, wurden nacheinander aufgenommen.

Links befindet sich der Mount Lassen im Norden Kaliforniens und rechts Mount Shasta, genau unter den Stern- und Staubwolken des galaktischen Zentrums. Lassen und Shasta sind Vulkane der Kaskadenkette in Nordamerika, ein Bogen des vulkanischen Pazifischen Feuerrings. In den dämmrigen, schneebedeckten Gipfeln lässt der Planet Erde scheinbar das dezente Leuchten des nicht aufgelösten Sternenlichtes der Milchstraße nachklingen.

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Sommernacht in Astronomy Town

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie eine kommentierte Version.

Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese stimmungsvolle Ansicht zeigt den Nachthimmel im Spätsommer über den sanft geschwungenen grünen Hügeln des Planeten Erde. Sie wurde nahe dem ländlichen Dorf Saadat Shahr in der Provinz Fars im Süden des Iran aufgenommen.

Saadat Shahr ist auch als Astronomy Town bekannt, da die Einwohner eine bemerkenswerte Leidenschaft für Himmelsbeobachtung bewiesen haben. Passenderweise findet sich nahe der Bildmitte dieser Himmelsansicht über Astronomy Town ein hübscher Teil der Milchstraße.

Die drei hellsten Sterne gehören zum Sommerdreiecks – Deneb im Schwan (oben), Altair im Adler (links) und Wega in der Leier (rechts). In der Landschaft im Vordergrund, die von den Lichtern der Astronomy Town beleuchtet wird, stehen eine Art wilder Pistazienbäume, die typisch für diese Region sind. Um die Sterne und Sternbilder zu erkennen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild.

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Jupiter über dem Mittelmeer

Über einem dunklen Grund mit verschwommenem Horizont leuchtet ein violetter Himmel mit dem hell leuchtenden Jupiter und der senkrecht aufsteigenden Milchstraße.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Reise bot einen unvergesslichen Anblick. Oben seht ihr eine malerische Sternenlandschaft über einem stimmungsvollen Meerespanorama. Sie war letzten August in der Türkei zu sehen. Das Panorama wurde digital kombiniert. Im Vordergrund strahlt der Leuchtturm von Gelidonya vor dem ruhigen Mittelmeer.

Links leuchtet Jupiter. Er ist der hellste Punkt im Bild. Weil auf der gleichen Seite der Sonne steht wie die Erde, hatte er fast die größte Helligkeit des Jahres erreicht. Jupiter leuchtete mit –3 Magnituden. Er war heller als jeder Stern am Himmel, sogar heller als der Mars bei seiner berühmten hellen Opposition im August 2003.

Rechts verblasst das Band der Milchstraße am Horizont im fernen Dunst der Atmosphäre. Jupiter steht kurz vor dem sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Bei seiner nächsten Opposition im September 2010 leuchtet er deshalb sogar noch heller.

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Die Milchstraße über den Badlands

Über Bergen steigt die Milchstraße auf.

Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (AstroPics.com, TWAN)

Beschreibung: Warum ein Bild nur von den Badlands aufnehmen, wenn man eines fotografieren kann, das auch den spektakulären Himmel darüber zeigt? So ein Panorama aus vier digital zusammengefügten Bildern wurde Ende Juni gegen Mitternacht mit Blick nach Südwesten aufgenommen. Die ungewöhnlichen Spitzkuppen der Badlands Wall im Vordergrund, Teil des Badlands-Nationalparks in South Dakota in den USA, wurden vorübergehend während einer Langzeitbelichtung des Nachthimmels im Hintergrund mit einem Blitzlicht aufgehellt. Die bergähnlichen Spitzkuppen bestehen aus weichen Felsen, die scharfe Erosionsspuren von Wind und Wasser aufweisen. Die Badlands in South Dakota enthalten auch uralte Betten, die reich an leicht zu findenden Fossilien sind. Manche Fossilien sind mehr als 25 Millionen Jahre alt und enthalten Hinweise auf die evolutionären Ursprünge des Pferdes und des Säbelzahntigers. Der helle Jupiter dominiert links unmittelbar über den Spitzkuppen den Himmel, während die spektakuläre Milchstraßengalaxie rechts im Bild hinabläuft.

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Laserangriff auf das galaktische Zentrum

Zwischen zwei Teleskoptürmen steigt die Milchstraße mit markanten Staubwolken auf, vom linken Teleskop leuchtet ein Laserstrahl in die Sternwolken.

Credit: Yuri Beletsky (ESO)

Warum schießt hier ein heller Laserstrahl zum Zentrum der Galaxis? Zum Glück ist es nicht der erste Schritt zu einem galaktischen Krieg. Vielmehr messen Astronomys am Very Large Telescope (VLT) in Chile die Unruhe der Erdatmosphäre, die sich ständig verändert.

Der Laser regt Atome in großer Höhe an. Dabei entsteht ein künstlicher Stern. Die Abbildungen der angeregten Atome ändern sich mit der Luftunruhe. So kann man die Unschärfe der Atmosphäre sofort messen. Mit dieser Information wird der beobachtende Teleskopspiegel am VLT leicht deformiert und gleicht die Unschärfe aus. Hier beobachtete das VLT das Zentrum der Galaxis. Daher wurde die atmosphärische Unschärfe in diese Richtung vermessen.

Was die intergalaktische Kriegsführung betrifft, sind im Zentrum unserer Galaxis keine Opfer zu erwarten. Das Licht dieses mächtigen Lasers erscheint dort – zusammen mit dem Licht unserer Sonne (!) – nur wie ein blasser ferner Stern.

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Fermis Gammastrahlen-Pulsare

Der ganze Himmel ist dunkelblau oval dargestellt, waagrecht verläuft ein rotes Band. Über das Bild sind einzelne Strahlungsquellen verteilt.

NASA, DOE, Fermi-LAT-Arbeitsgemeinschaft

Pulsare entstehen in Supernovae. Sie sind rotierende Neutronensterne. Das sind kollabierte Kerne von Sternen. Diese kollabierten Kerne bleiben bei finalen Explosionen massereicher Sterne übrig.

Pulsare werden meist entdeckt, indem man ihre regelmäßigen Radiopulse entdeckt und erforscht. Nun wurden zwei Dutzend Pulsare vom Weltraumteleskop Fermi in der Energie extremer Gammastrahlen entdeckt. 16 Pulsare fand man nur durch ihre gepulsten Emissionen in Gammastrahlen.

Diese Karte zeigt den ganzen Himmel in Gammastrahlen. In der Mitte verläuft die Ebene unserer Milchstraße. Die Positionen von Pulsaren sind markiert. Die 16 neuen Fermi-Pulsare sind gelb eingekreist. 8 Radiopulsare waren schon zuvor bekannt. Sie sind mit rosaroten Kreisen markiert.

Die hellsten bizarren Sternenreste am Gammastrahlenhimmel sind der Vela-Pulsar, der Krebs-Pulsar und der Geminga-Pulsar auf der rechten Seite. Die Pulsare Taz, Eel und Rabbit wurden nach den Nebeln benannt, die sie mit Energie versorgen. Auch die Pulsare Gamma Cygni und CTA 1 links gehören zu den expandierenden Supernovaüberresten gleichen Namens.

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Die Milchstraße

Auf einer Ebene steht ein Mensch, hinter ihm steigt die Milchstraße senkrecht vom Horizont auf.

Credit und Bildrechte: Larry Landolfi

Im Internationalen Jahr der Astronomie inspirierte der Nachthimmel auf dem Planeten Erde den Fotografen Larry Landolfi zu dieser fantastischen Ansicht. Das Kompositbild wirkt, als wäre die leuchtende Milchstraße eine himmlische Verlängerung der Landstraße.

Die Bezeichnung Galaxis oder Milchstraße (lateinisch: Via Lactea) bezieht sich auf ihre Erscheinung als milchiges Band oder Weg am Himmel. Das Wort Galaxie ist vom griechischen Begriff für Milch abgeleitet. Das leuchtende Himmelsband ist in mondlosen Nächten in Regionen mit dunklem Himmel zu sehen, aber nicht so hell und bunt wie im Bild. Es ist das vereinte Licht unzähliger Sterne in der Ebene unserer Galaxis, das zu zart ist, um in einzelne Sterne aufgelöst zu werden.

Das diffuse Sternlicht ist von dunklen Schwaden undurchsichtiger galaktischer Staubwolken durchzogen. Vor vierhundert Jahren richtete Galileo sein Fernrohr auf die Milchstraße und beschrieb sie als „… eine Ansammlung zahlloser Sterne …“.

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Östlich von Antares

Das sterngefüllte Bild ist von markanten dunklen Staubwolken durchzogen.

Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Östlich von Antares breiten sich quer in den dichten Sternfeldern im Zentrum der Milchstraße dunkle Muster aus. Anfang des 20. Jahrhunderts katalogisierte der Astronom E. E. Barnard undurchsichtige interstellare Staubwolken. Dazu gehören B59, B72, B77 und B78. Sie zeichnen sich als Schemen vor dem sternklaren Hintergrund ab. Ihre Formen erinnern an Pfeifenstiel und -kopf. Daher ist der landläufige Name dieses Dunkelnebels „Pfeifennebel“.

Die detailreiche Ansicht entstand unter dem dunklen chilenischen Himmel. Sie zeigt ein 10×7 Grad großes Feld im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Der Pfeifennebel ist Teil des Dunkelwolkenkomplexes im Schlangenträger. Er ist etwa 450 Lichtjahre weit entfernt. Dichte Zentren im Pfeifennebel aus Gas und Staub kollabieren und bilden Sterne.

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