M42: Im Inneren des Orionnebels

Bildfüllend ist der Orionnebel in Magenta und Hellviolett abgebildet, im Zentrum leuchtet der Nebel weißlich.

Bildcredit und Bildrechte: Josep M. Drudis und Don Goldman

Der große Nebel im Orion ist eine riesige Region in unserer Nähe, in der Sterne entstehen. Er ist der vielleicht berühmteste astronomische Nebel. Leuchtendes Gas umgibt heiße, junge Sterne am Rand einer gewaltigen interstellaren Molekülwolke, die nur 1500 Lichtjahre entfernt ist.

Die Emissionen in Sauerstoff und Wasserstoff betonen dieses detailreiche Bild in spezifischen Farben. Es ist von markanten Fasern und Hüllen aus Staub und Gas geprägt. Den großen Nebel im Orion sieht man mit bloßem Auge. Er liegt in der Nähe des leicht erkennbaren Gürtels aus drei Sternen im beliebten Sternbild Orion.

Im Orionnebel liegen viele weitere Gebiete, in denen Sterne entstehen. Eins davon ist ein heller offener Sternhaufen, der als Trapez bekannt ist. Dort befinden sich viel Wasserstoff, heiße junge Sterne, Proplyden und stellare Strahlströme. Letztere stoßen Materie mit hoher Geschwindigkeit aus.

Der Orionnebel ist auch als M42 bekannt. Er ist etwa 40 Lichtjahre groß und liegt im gleichen Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne.

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Andromeda vor der Bildbearbeitung


Dieses Bild der Andromedagalaxie zeigt viele Mängel, die durch Flugzeuge, Satelliten und kosmische Strahlung entstehen.

Bildcredit und Bildrechte: Kees Scherer

Wie sieht die Andromedagalaxie wirklich aus? Dieses Bild zeigt die nächste galaktische Nachbarin der Milchstraße. So sieht sie aus, wenn man sie mit einer Digitalkamera hinter dem hektischen Himmel der Erde fotografiert. Bei langer Belichtungszeit weist es die üblichen Mängel auf. Das Bild entstand aus 223 gestapelten Aufnahmen. Sie wurden letztes Jahr in einer Sternwarte fotografiert, die in Portugal in einem Garten steht. Jede Aufnahme ist 300 Sekunden belichtet.

Einige Mängel im Bild sind offensichtlich. Flugzeuge ziehen helle Spuren. Die langen Streifen stammen von Satelliten. Manche Störungen entstehen durch kosmische Strahlung mit kurzer Wellenlänge. Dann gibt es noch fehlerhafte Pixel. Diese Mängel wurden nicht mit einem Grafikprogramm entfernt. Stattdessen reduzierte man sie stark mit mehreren Softwarepaketen. Zu diesen Programmen zählen Astro Pixel Processor, DeepSkyStacker und PixInsight.

Die ganze Arbeit soll keine Täuschung durch eine digitale Fantasie sein, die wenig mit dem echten Abbild der Andromedagalaxie M31 zu tun hat. Stattdessen soll sie soll irdische Artefakte minimieren, die nichts mit der fernen Galaxie zu tun haben. Das Ziel ist, das echte Aussehen von M31 besser zu zeigen.

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Die Wasserstoffwolken von M33

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Bildcredit: Subaru-Teleskop (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble; Bildbearbeitung: Robert Gendler; zusätzliche Daten: BYU, Robert Gendler, Johannes Schedler, Adam Block; Bildrechte: Robert Gendler, Subaru-Teleskop, NAOJ

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie M33 besitzt anscheinend mehr als ihren gerechten Anteil an leuchtendem Wasserstoff. M33 ist auch als die Dreiecksgalaxie bekannt und ein markantes Mitglied der Lokalen Gruppe. Sie ist ungefähr drei Millionen Lichtjahre von uns entfernt.

Auf diesem prachtvollen Mosaik aus 25 Teleskopbildern sind die inneren 30.000 Lichtjahre der Galaxie dargestellt. Dieses Porträt von M33 entstand aus Bilddaten von Teleskopen im Weltraum und auf der Erde. Es zeigt die rötlichen ionisierten Wasserstoffwolken der Galaxie – so genannte HII-Gebiete. Die riesigen HII-Regionen von M33 sind entlang der losen Spiralarme verteilt, die sich zum Kern winden. Sie gehören zu den größten Sternbildungsgebieten, die wir kennen – Orte, an denen kurzlebige, aber sehr massereiche Sterne entstehen. Die intensive Ultraviolettstrahlung der leuchtstarken massereichen Sterne ionisiert den umgebenden Wasserstoff und erzeugt so das charakteristische rote Leuchten.

Um dieses Bild zu verbessern, wurde mit Breitbanddaten eine Farbansicht der Galaxie erstellt und mit Schmalbanddaten kombiniert, welche durch einen H-alpha-Filter aufgenommen wurden. Dieser Filter ist durchlässig für das Licht der stärksten sichtbaren Wasserstoffemissionsline.

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Das galaktische Zentrum, beschriftet

Diese Aufnahme der Richtung zum galaktischen Zentrum ist beschriftet. In der Nähe liegen bekannte Schätze am Himmel: M16, M17, Barnard 312, M24, IC1284, M23, M21, M20, M8, IC4685, Barnard 78.

Bildcredit und Bildrechte: Likai Lin

Das Zentrum der Milchstraße ist etwa 26.000 Lichtjahre entfernt. Es liegt im Sternbild Schütze (Sagittarius). Doch man sieht es nicht einmal in einer dunklen Nacht. Wenn ihr in diese Richtung schaut, wird die Sichtlinie bald von interstellarem Staub verdeckt, der dazwischen liegt. In der galaktischen Ebene und der Zentralregion unserer Galaxis liegen dunkle Staubwolken, leuchtende Nebel und dicht gedrängte Sternfelder.

Diese beschriftete Ansicht ist ein Mosaik aus Bildern des dunklen Himmels. Darauf sind einige Favoriten gekennzeichnet, die für Leute mit kleinen Teleskopen oder Ferngläsern interessant sind. Die beschnittene Version rückt die Richtung zum galaktischen Zentrum nach rechts. Bekannte Messierobjekte sind markiert. Dazu zählen der Lagunennebel (M8), Trifid (M20), die Sternwolke M24 und einige von E.E. Barnards dunklen Markierungen am Himmel. Eine Vollversion erweitert die Sicht nach rechts bis zum Sternbild Skorpion. Sie zeigt mehr als 20 Grad vom Zentrum der Milchstraße.

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Die Andromeda-Galaxie M31

Die große Andromeda-Galaxie liegt schräg im Bild. Sie ist farbig abgebildet. Man erkennt ihre leichte Krümmung. Unten ist die kleine Begleitgalaxie M101, darüber liegt M32. Der Hintergrund ist von Sternen gesprenkelt, die teils von roten Nebeln umgeben sind.
Bildcredit und Bildrechte: Amir H. Abolfath (TWAN)

Wie weit seht ihr? Das fernste Objekt, das man leicht mit bloßem Auge erkennen kann, ist M31, die riesige Andromeda-Galaxie. Sie ist mehr als zwei Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Andromeda. Ohne Teleskop wirkt die Spiralgalaxie wie eine blasse, nebelige Wolke. Das Bild ist ein Mosaik. Es entstand digital mit Teleskop und wurde sechs Stunden belichtet. Um den hellen, gelblichen Kern winden sich dunkle Staubbahnen, blaue Spiralarme und rote Emissionsnebel.

Heute beeindruckt das Wissen, dass es viele ferne Galaxien wie M31 gibt, sogar Leute, die nur ab und zu den Himmel beobachten. Diese grundlegende Idee diskutierte man in der Astronomie vor erst 100 Jahren. Sind diese „Spiralnebel“ nur ferne Gaswolken in unserer Milchstraße? Oder sind sie echte „Inseluniversen“? Damit meinte man ferne Galaxien aus Sternen, die man mit der Milchstraße vergleichen kann.

Diese Frage erörterte man 1920 bei der berühmten Shapley-Curtis-Debatte. Später löste man sie durch Beobachtungen, die zeigten, dass Andromeda eine Galaxie wie unsere Milchstraße ist. Dieses Fazit machte das ganze Universum viel gewaltiger, als viele sich je hätten vorstellen können.

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M45: Der Sternhaufen der Plejaden

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Bildcredit und Bildrechte:  Marco Lorenzi (Glittering Lights)

Beschreibung: Haben Sie schon einmal den Sternhaufen der Plejaden gesehen? Selbst wenn – Sie haben ihn sicherlich noch nie so staubig gesehen. Die hellen Sterne der Plejaden sind vielleicht der berühmteste Sternhaufen am Nachthimmel. Man kann sie sogar mitten im Sumpf einer lichtverschmutzten Stadt ohne Fernglas sehen. Doch wenn man an einem dunklen Ort eine Langzeitbelichtung macht, treten die Staubwolken, welche den Plejaden-Sternhaufen umgeben, sehr markant hervor. Diese Aufnahme wurde länger als 12 Stunden belichtet und zeigt einen mehrere Vollmonde großen Himmelsbereich.

Die Plejaden sind auch als die sieben Schwestern oder M45 bekannt, und sie liegen ungefähr 400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier (Taurus). Ein weitverbreiteter Mythos mit aktueller Wendung lautet, dass seit der Benennung des Sternhaufens einer der helleren Sterne verblasste, und nur sechs mit bloßem Auge sichtbare Sterne übrig geblieben sind. Die tatsächliche Zahl an sichtbaren Plejadensternen kann jedoch mehr oder weniger als sieben betragen, je nach Dunkelheit des umgebenden Himmels und Sehvermögen des Beobachters.

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M27 ist kein Komet

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Bildcredit und Bildrechte: Bob Franke

Beschreibung: Auf der Suche nach Kometen am Himmel über dem Frankreich des 18. Jahrhunderts führte der Astronom Charles Messier sorgfältig eine Liste an Dingen, die er fand, und die eindeutig keine Kometen waren. Dieses Objekt ist die Nummer 27 auf seiner inzwischen berühmten Kein-Komet-Liste. Astronomen des 21. Jahrhunderts würden darin einen planetarischen Nebel erkennen, doch es ist auch kein Planet, obwohl er in einem kleinen Teleskop rund und planetenähnlich aussieht.

Messier 27 (M27) ist ein ausgezeichnetes Beispiel eines gasförmigen Emissionsnebels, der entsteht, wenn im Kern eines sonnenähnlichen Sterns der Nuklearbrennstoff zur Neige geht. Der Nebel entsteht, wenn die äußeren Hüllen des Sterns in den Raum ausgestoßen werden. Dabei entsteht ein visuelles Leuchten, indem seine Atome durch das intensive, aber unsichtbare Ultraviolettlicht des sterbenden Sterns angeregt werden.

Die schöne, symmetrische interstellare Gaswolke ist unter dem beliebten Namen Hantelnebel bekannt. Dieser ist größer als 2,5 Lichtjahre und liegt ungefähr 1200 Lichtjahre entfernt im Sternbild Fuchs. Dieses eindrucksvolle Farbkomposit betont Details der gut erforschten Zentralregion sowie blassere, selten abgebildete Strukturen im äußeren Hof des Nebels. Das Bild verwendet Breit- und Schmalbanddaten, die mit Filtern aufgenommen wurden, welche für die Emissionen von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen durchlässig sind.

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Nahaufnahme von Messier 61

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, ESO, Amateurdaten; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler und Roberto Colombari

Beschreibung: Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble, der Europäischen Südsternwarte und kleiner Teleskope auf dem Planeten Erde wurden zu diesem prächtigen Porträt der von oben sichtbaren Spiralgalaxie Messier 61 (M61) kombiniert.

M61 liegt ungefähr 55 Millionen Lichtjahre entfernt im Virgo-Galaxienhaufen und ist auch als NGC 4303 bekannt. Man hält sie für ein Beispiel einer Balkenspiralgalaxie, ähnlich wie unsere Milchstraße. Wie viele Spiralgalaxien besitzt M61 ausladende Spiralarme, kosmische Staubbahnen, rötliche Sternbildungsregionen und junge blaue Sternhaufen. Der helle galaktische Kern ist auf dieser 50.000 Lichtjahre großen Nahaufnahme nach links versetzt.

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