Selbstporträt zeigt den Rover Curiosity auf dem Mars

Auf einer Anhöhe hockt der Rover Curiosity. Seltsamerweise sieht man seinen Arm nicht, obwohl er einen Schatten wirft. Der Grund dafür ist, dass das Bild ein Mosaik ist.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Habt ihr euch schon einmal auf dem Mars selbst fotografiert? Der Rover Curiosity auf dem Mars hat das getan. Dieses Selbstporträt entstand aus vielen kleineren Bildern. Darum ist der mechanische Arm, der die Kamera hält, nicht zu sehen (doch man sieht seinen Schatten!).

Dieses Bild wurde Mitte 2015 fotografiert. Es zeigt nicht nur den abenteuerlustigen Rover, sondern auch dunkles Schichtgestein, den hellen Gipfel des Mount Sharp und den rostigen roten Sand, der Mars bedeckt. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr sogar, dass in einem von Curiositys Rädern, die immer älter werden, ein kleiner Stein steckt.

Derzeit – Ende 2017 – erforscht Curiosity weiterhin die Schichten aus Sedimentgestein, die er am Vera-Rubin-Grat entdeckt hat. Die Untersuchung soll helfen, die urzeitliche geologische Geschichte des Mars allgemein besser zu verstehen. Vor allem möchte man herausfinden, warum diese Gesteinsarten dort existieren.

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Planetenweites Polarlicht auf dem Mars

Der Planet Mars ist zweimal abgebildet. In Violett ist die Ausbreitung eines starken Polarlichtes dargestellt. Die Daten stammen von der Raumsonde MAVEN im Marsorbit.

Bildcredit: MAVEN, LASP, Univ. Colorado, NASA

Letzten Monat löste ein Ereignis auf der Sonne ein heftiges Polarlicht auf dem Mars aus. Es breitete sich über den ganzen Planeten aus. Die linke Projektion entstand vor dem Sonnensturm, die rechte danach. Die Bilder zeigen, wie die Emissionen des Polarlichts in Ultraviolett auf dem Mars plötzlich zunahmen. Es wurde mehr als 25 Mal heller als alle Polarlichter, die das Raumschiff MAVEN im Orbit je zuvor entdeckte.

Die Sicheln auf der jeweils rechten Seite sind von der Sonne beleuchtet. Die Daten von MAVENs bildgebendem Spektrografen in Ultraviolett sind in der Simulation in violetten Farbtönen auf die Nachtseite des Mars projiziert. Das entspricht den Daten und Zeiten der Beobachtungen.

Auf dem Mars können Sonnenstürme Polarlichter auf dem ganzen Planeten auslösen. Denn anders als die Erde ist der Rote Planet nicht durch ein starkes Magnetfeld geschützt, das den Planeten umspannt und elektrisch geladene Teilchen zu den Polen leitet. Für die Sonden auf der Oberfläche des Mars waren die gefährlichen Strahlenwerte doppelt so hoch wie alles, was der Rover Curiosity je zuvor maß. MAVEN erforscht, ob die Atmosphäre des Mars verloren ging, weil es ihm an einem planetenweiten Magnetfeld mangelt.

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Drei Planeten im September am Morgenhimmel

Über Schloss Veszprém in Ungarn versammelten sich am Morgenhimmel der Mond und die Planeten Mars, Merkur und Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Am 18. September versammelten sich der Mond, drei Planeten und ein heller Stern am Morgenhimmel über dem ungarischen Schloss Veszprém auf der Ekliptik. Auf dieser himmlischen Landschaft leuchten Merkur und Mars in der Dämmerung am östlichen Horizont. Sie verschwanden aber bald im Glanz der Sonne. Regulus, der Alphastern im Sternbild Löwe, ist das helle Licht beim abnehmenden Sichelmond. Oben steht die gleißende Venus.

Morgens sah man auf dem ganzen Planeten Erde die schöne Konjunktion von Mond, Planeten und dem hellen Stern. Interessanterweise bedeckte der Mond an manchen Orten Regulus. Er wanderte am 18. September in nur 24 Stunden genau vor Regulus und an jedem der drei Planeten vorbei. Doch es war schwierig, die Beobachtung der Mondbedeckung zeitlich zu planen. Meist war es nur am Tageshimmel möglich.

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Phobos: Mond über Mars

Der Planet Mars leuchtet rot. Er füllt fast die rechte Seite des Bildes. Auf seiner Oberfläche sind dunkle und helle Flecken verteilt. Links oben taucht der winzige Marsmond Phobos hinter dem Planeten auf.

Bildcredit: NASA, ESA, Zolt Levay (STScI) – Danksagung: J.Bell (ASU) und M.Wolff (SSI)

Phobos ist ein winziger Mond mit einem gruseligen Namen. Er taucht auf diesem Serienbild hinter dem Roten Planeten auf. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit. Die 13 einzelnen Bilder wurden 2016 während mehr als 22 Minuten aufgenommen. Es war etwa zur größten Annäherung des Planeten Mars an die Erde. Marsbewohner blicken nach Westen, um zu sehen, wie Phobos aufgeht.

Der kleine Mond ist näher an seinem Heimatplaneten als jeder andere Mond im Sonnensystem. Er kreist nur etwa 6000 Kilometer über der Marsoberfläche. Für einen Umlauf braucht Phobos nur 7 Stunden und 39 Minuten. Er ist damit schneller als eine Marsrotation, die etwa 24 Stunden und 40 Minuten dauert. Daher geht Phobos auf dem Mars dreimal am Tag im Westen auf. Doch Phobos ist dem Untergang geweiht.

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Der Hügel Ireson auf dem Mars

Der Hügel Ireson im Bild ragt ungewöhnlich hoch auf, denn das Bild wurde waagrecht komprimiert. Aus dem dunklen Sand ragen unten helle Steine, oben sind graublaue Steine im Sand verteilt. Der Himmel dahinter ist rötlich.

Bildcredit:  NASA, JPL-Caltech, MSSS

Wie entstand dieser ungewöhnliche Hügel auf dem Mars? Seine Geschichte wird jetzt erforscht. Mit seiner Form und dem zweifarbigen Aufbau ist er einer der ungewöhnlicheren Hügel, denen sich der Roboterrover Curiosity auf dem Mars genähert hat. Der Hügel wird Ireson genannt. Er ist ungefähr 5 Meter hoch und 15 Meter breit.

Ireson liegt im Bagnold-Dünenfeld am Hang des Mount Sharp im Krater Gale auf dem Mars. Das Panorama entstand aus 41 Bildern. Es wurde waagrecht komprimiert, um den ganzen Hügel zu zeigen. Fotografiert wurde es am 2. Februar, letzte Woche wurde es veröffentlicht. Weil der Mars von der Erde aus gesehen hinter die Sonne wandert, sendet die NASA bis etwa 1. August keine Anweisungen mehr zu den Orbitern und Rovern auf dem Mars.

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3D-Lavafälle auf dem Mars

Das graue Bild hat rote und cyanfarbene Ränder. Wenn man es mit farbigen Brillen betrachtet, wirkt es dreidimensional, und die Hänge wirken dann sehr plastisch.

Bildcredit: NASA, MRO, HiRISE, JPL, U. Arizona

Nehmt eure rot-cyanfarbenen Brillen und seht euch Lavafälle auf dem Mars an. Die Stereo-Anaglyphe wurde aus zwei Bildern kombiniert. Diese wurden mit der Kamera HiRISE aufgenommen, die sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters befindet.

Die Fälle haben mehrere Stufen. Sie sind entstanden, als fließende Lava durch Abschnitte in der nördlichen Wand eines 30 Kilometer großen Marskraters brach. Der Krater liegt im westlichen Teil der vulkanischen Tharsis-Region auf dem Roten Planeten. Die geschmolzene Lava floss die Kraterwand und die Terrassen hinab. Als sie den Kraterboden erreichte, blieben auf den steileren Hängen die typischen rauen, fächerförmigen Lavaströme zurück.

Norden ist oben. Die Stereo-Ansicht ist 5 Kilometer breit.

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Ein ungewöhnliches Loch im Mars

Die Oberfläche im Bild wirkt wie eine relativ glatte altrosarote Schicht, die durchlöchert ist. Darunter kommt ein dunklerer, strukturierter Grund zum Vorschein. Rechts oben ist ein dunkles Loch, in seinem Inneren ist etwas von der graurosa Schicht.

Bildcredit: NASA, MRO, HiRISE, JPL, U. Arizona

Wie entstand dieses ungewöhnliche Loch auf dem Mars? Diese Landschaft erinnert an einen Schweizer Käse. Sie hat zahlreiche Löcher. Alle bis auf eines zeigen den staubigen dunklen Marsboden unter dem verdampfenden hellen Kohlendioxideis.

Das ungewöhnlichste Loch ist rechts oben. Es ist ungefähr 100 Meter groß und reicht anscheinend tiefer hinab. Warum dieses Loch existiert und wieso es von einem runden Krater umgeben ist, kann man nur vermuten. Eine Hypothese besagt, dass es durch einen Meteoriteneinschlag entstanden ist.

Solche Löcher sind sehr interessant. Sie könnten nämlich Zugänge zu tieferen Schichten bieten, die vielleicht in weitläufige Höhlen unter der Oberfläche münden. In diesem Fall wären die natürlichen Tunnel recht gut vor der unwirtlichen Marsoberfläche geschützt. Das macht sie zu relativ guten Kandidaten für mögliches Leben auf dem Mars. Diese Gruben sind daher wichtige Ziele für künftige Raumsonden, Roboter und sogar interplanetare menschliche Forscher.

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Einsturz in Hebes Chasma auf dem Mars

In einer Senke auf dem Mars steht ein Tafelberg, von dem vorne eine hufeisenförmige Vertiefung abgerutscht ist. Doch das abgerutschte Material verschwand scheinbar.

Bildcredit und Lizenz: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Was passierte bei Hebes Chasma auf dem Mars? Hebes Chasma ist eine Senke. Sie liegt nördlich der riesigen Schlucht Valles Marineris. Die Senke ist nicht mit anderen Strukturen auf der Oberfläche verbunden. Daher ist nicht klar, wohin das Material aus dem Inneren verschwand. In Hebes Chasma befindet sich Hebes Mensa. Das ist 5 Kilometer hoher Tafelberg, bei dem es offenbar einen ungewöhnlichen Teileinsturz gab. Dieser Einsturz ist vielleicht aufschlussreich.

Das Bild stammt von der robotischen ESA-Raumsonde Mars Express. Sie umkreist derzeit den Mars. Wir sehen großartige Details der Schlucht und die ungewöhnliche, hufeisenförmige Einkerbung mitten im Tafelberg. Das Material des Tafelbergs floss anscheinend abwärts. Am unteren Ende sammelte sich eine dunkle Schicht, die aussieht wie Tinte.

Eine aktuelle Hypothese lautet, dass einige der tieferen Schichten in Hebes Chasma aus salzigem Gestein bestehen. Das Salz löste sich in geschmolzenem Eis auf. Diese Ströme aus geschmolzenem Eis flossen durch Löcher in eine Grundwasserschicht ab, die unter der Oberfläche liegen könnte.

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