Die Milchstraße geht unter

Über dem Horizont wölbt sich die Milchstraße mit diffusen Sternwolken und dunklen Staubwolken. Darunter bilden die Planeten Mars und Saturn mit dem hellen Stern Antares ein Dreieck knapp über den Bäumen.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Erde und Sterne)

Bei dunklem Himmel kann der Untergang der Milchstraße ein dramatischer Anblick sein. Unsere Galaxis ist von der Seite zu sehen. Sie verläuft über der staubigen namibischen Wüste fast parallel zum Horizont und reicht vom hellen, südlichen Zentauren links bis Kepheus rechts im Norden.

Das digital kombinierte Panorama zeigt eine Landschaft mit Nachthimmel von Anfang August mit den Sternwolken der Milchstraße und Flüssen aus kosmischem Staub. Die Farben der Nebel sind mit bloßem Auge nicht sichtbar.

Mars, Saturn und Antares sieht man sogar bei einem helleren Nachthimmel. Sie bilden das helle Dreieck, das die Bäume unter der Wölbung der Galaxis berührt. Unsere Milchstraße ist nicht die einzige Galaxie im Bild. Rechts schimmern bei der Milchstraße zwei weitere große Mitglieder der Lokalen Gruppe. Es sind die Andromedagalaxie und die Dreiecksgalaxie.

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Sommerplaneten und die Milchstraße

Über der Landschaft im Nationalpark Uludağ in der türkischen Provinz Bursa breitet sich ein Nachthimmel mit drei Planeten und der Milchstraße aus.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Landschaft mit Nachthimmel liegt im Nationalpark Uludağ in der türkischen Provinz Bursa auf dem Planeten Erde. Am Horizont breitet sich Licht aus, doch man sieht immer noch die Sterne und Nebel der Milchstraße. Sie schimmern in der nördlichen Sommernacht über den Lichtern. Oben glänzen drei andere Planeten. Ganz rechts steht Jupiter. Mars leuchtet nahe der Bildmitte und Saturn rechts neben dem gewölbten Zentrum unserer Galaxis.

Die Panoramaszene wurde am 6. Juli fotografiert. An dem Tag waren bei allen drei Planeten Roboter-Raumsonden von der Erde im Einsatz. Auf dem beliebten Mars tummeln sich fünf (von drei verschiedenen Raumfahrtagenturen): MAVEN (NASA), die Mars Orbiter Mission (Indien), Mars Express (ESA), Mars Odyssey (NASA) und der Mars Reconnaissance Orbiter (NASA). Um den beringten Saturn kreist die ausdauernde Raumsonde Cassini. Juno kam soeben beim markanten Gasriesen Jupiter an und umkreist ihn nun.

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Glühwürmchen blinken vor der Sommermilchstraße

Über einem See geht die Milchstraße auf. Links und rechts ist das Bild von den dunklen Silhouetten von Bäumen gerahmt. Vorne sind die Lichter eines blinkenden Glühwürmchens abgebildet, das von der Kamera zum See fliegt. Links hinten blinkt ein weiter entferntes Glühwürmchen.

Bildcredit und Bildrechte: Malcolm Park (Astronomischer Verein North York)

Es war ein nördlicher Sommerabend. Im Süden von Ontario hielt eine Kamera auf Stativ diese Bildserie fest, aus der eine heitere Landschaft mit Himmel entstand. Das Weitwinkelkomposit entstand aus vier Aufnahmen, die je 15 Sekunden belichtet wurden.

Der Blick zum See rahmt die hübsche Milchstraße über dem ruhigen Wasser und die Lichter der Nacht. Doch die Lichtspuren stammen weder von funkelnden Satelliten, noch sind es Meteorblitze oder Polarlichter. Rechts taucht ein pulsierendes Glühwürmchen auf. Es wandert zur Kamera und fliegt dann nach links zurück zum See, hinter dem die zentrale Milchstraße aufgeht.

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Weltatlas der künstlichen Himmelshelligkeit

Die Weltkarte zeigt farbcodiert die Aufhellung des Nachthimmels auf dem Planeten Erde. Schwarz markiert dunkle Gebiete, bei Rot verschwindet die Milchstraße, bei Weiß sind die Zapfen im Auge aktiv.

Bildcredit und Lizenz: F. Falchi et al., Atlas der Lichtverschmutzung, ISTIL

Wie weit seid ihr von einem natürlichen dunklen Himmel entfernt? Diese Weltkarte (groß) zeigt, wie stark sich künstliches Licht auf den visuellen Eindruck des Nachthimmels auswirkt. Die Helligkeit wurde mit hoch aufgelösten Daten von Satelliten modelliert. Die Daten wurden mit Tausenden Messungen der Helligkeit des Nachthimmels abgeglichen. Dann wurden Werte farbcodiert und mit der natürlichen Himmelshelligkeit an den einzelnen Orten verglichen.

Schon die Stufe Gelb der künstlichen Himmelshelligkeit verändert das natürliche Aussehen des Nachthimmels. Bei Rot verschwindet die Milchstraße im künstlichen Lichtnebel.

Früher war es normal, nachts die Milchstraße zu sehen. Die Ergebnisse zeigen, dass das es mehr als einem Drittel der Menschheit verloren gegangen ist. Dazu gehören 60 Prozent der Europäer und fast 80 Prozent der Menschen in Nordamerika und in allen dicht bevölkerten, lichtverschmutzten Regionen auf dem Planeten Erde.

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Federwolken über Paris

Dunkle Federwolken überziehen den Nachthimmel von Paris. Der Himmel dahinter ist noch hell. Rechts unten steht der Eiffelturm, er wird beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Bertrand Kulik

Was schwebt da über Paris? Es sind Federwolken. Sie erscheinen meist weiß oder grau, wenn sie Sonnenlicht reflektieren. Doch bei Sonnenuntergang oder -aufgang können sie vor dem besser beleuchteten Himmel dunkel erscheinen. Cirren gehören zu den höchsten Wolkenarten. Sie sind gewöhnlich so dünn, dass man hindurchsehen kann.

Zirruswolken können aus Luftfeuchte entstehen, die über Sturmwolken aufsteigt. Manchmal kündigen sie einen merklichen Wetterumschwung an. Zirruswolken wurden auch auf dem Mars, auf Jupiter, Saturn, Titan, Uranus und Neptun beobachtet. Dieses Bild wurde vor zwei Tagen aus einem Fenster im 15. Arrondissement in Paris in Frankreich auf der Erde fotografiert. Das hell beleuchtete Objekt rechts unten ist natürlich der Eiffelturm.

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Nordlichter über Lofoten

Polarlichter über Reine auf Lofoten in Norwegen. Die Küste ist hell erleuchtet und zeigt, dass sogar entlegene Gebiete mit Lichtverschmutzung kämpfen.

Bildcredit und Bildrechte: Alex Conu

Nordlichter sind vertraute Besucher am Nachthimmel über Reine auf Lofoten in Norwegen, Planet Erde. Dieser Szenerie wurde auf einem Zeltplatz auf einem Gipfel fotografiert. Hier rufen die Polarlichtschleier trotz der Lichter an der Küste eine schaurige Spannung hervor.

Das fantastische Bild ist eine moderne Perspektive der Welt bei Nacht. Es wurde zum Gesamtsieger beim internationalen Wettbewerb für Erd- und Himmelsfotografie 2016 von The World at Night (TWAN) gekürt. Die Aufnahme wurde aus mehr als 900 Einsendungen gewählt. Sie zeigt die Schönheit des Nachthimmels und den Kampf mit der Lichtverschmutzung.

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Die Milchstraße über dem Köcherbaumwald

Über den Silhouetten von Köcherbäumen im Köcherbaumwald bei Keetmanshoop wölbt sich die zentrale Milchstraße mit ihren markanten Dunkelwolken. Links stehen die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Florian Breuer

Der Hintergrund aus Sternen und Galaxien ist vertraut. Davor stehen etliche sehr ungewöhnliche Bäume der Erde. Es sind Köcherbäume. Sie zählen zu den Aloen, diese sind Sukkulenten. Sie können so groß werden wie Bäume. Der Name Köcherbaum erinnert an die frühere Verwendung der ausgehöhlten Zweige als Köcher. Man findet sie vorwiegend im Süden von Afrika.

Das Komposit entstand aus 16 Einzelbildern. Die Bäume stehen im Köcherbaumwald im Süden von Namibia. Einige der größeren Köcherbäume im Park sind um die 300 Jahre alt. Hinter den Bäumen strahlt das Licht der kleinen Stadt Keetmanshoop.

In der Ferne wölbt sich das majestätische zentrale Band der Milchstraße am Himmel. Links leuchten die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Sie sind weit entfernte kleinere Begleitgalaxien der Milchstraße. Beide leuchten markant am Himmel der Südhalbkugel.

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Die Milchstraße im Mondlicht über der Schlucht

Über der Schlucht von Dschabal Schams auf der arabischen Halbinsel leuchten der abnehmende Mond und die Milchstraße am Morgenhimmel. Die Schlucht wirkt nebelig, dadurch wirkt das Bild wie eine Traumlandschaft.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Der abnehmende Mond, die Dämmerung und die Stadtlichter von Al Hamra am Horizont leuchten auf dieser himmlischen Landschaft vom Planeten Erde. Doch sie können die zentrale Milchstraße nicht überstrahlen.

Die traumartige Szenerie wurde auf einer einzigen Aufnahme fotografiert. Sie blickt nach Süden über die die große Schlucht von Dschabal Schams, den Sonnenberg. Das Tal liegt nahe beim höchsten Gipfel im Oman auf der arabischen Halbinsel. Noch ziehen Dunst, Mondlicht und Schatten die steilen Wände der Schlucht entlang.

Die dunklen Risse im leuchtenden Band der Milchstraße sind kosmische Staubwolken in der Galaxis. Sie sind Hunderte Lichtjahre entfernt und verdecken das Sternenlicht in der galaktischen Ebene. Wir sehen die Galaxis vom Sonnensystem aus von der Seite.

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