Pan-STARRS über der Lagune

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Bilddaten-Credit: Pan-STARRS, Eric Coles, Martin PughBearbeitung: Eric Coles

Beschreibung: In den turbulenten kosmischen Tiefen des Lagunennebels gibt es Grate aus leuchtendem interstellarem Gas und dunklen Staubwolken. Die helle Sternbildungsregion ist auch als M8 bekannt und ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Sie ist auch ein beliebter Halt bei Teleskopspaziergängen im Sternbild Schütze, das in Richtung des Zentrums unserer Milchstraße liegt.

Diese atemberaubende Ansicht des Lagunennebels ist größer als 100 Lichtjahre, darin dominieren die verräterischen roten Emissionen ionisierter Wasserstoffatome, die mit abgestreiften Elektronen rekombinieren. Die helle, kompakte Sanduhrform in der Mitte besteht aus Gas, das von der energiereichen Strahlung und den extremen Sternwinden eines massereichen jungen Sterns ionisiert und geformt wird. Die vielen hellen Sterne des offenen Haufens NGC 6530, die im Nebel treiben, sind erst vor wenigen Million Jahren im Lagunennebel entstanden.

Für dieses breite, detailreiche Porträt des Lagunennebels wurden Breitbandbilddaten von Pan-STARRS (Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System) mit Schmalbanddaten von Amateurteleskopen kombiniert.

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Der Lagunennebel – Sterne, Gas und Staub

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Bildcredit und Bildrechte: Nelson Ortega

Beschreibung: Der stattliche Lagunennebel ist mit heißem Gas gefüllt und Heimat vieler junger Sterne. Der Lagunennebel hat einen Durchmesser von 100 Lichtjahren und ist nur ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Er ist so groß und hell, dass er ohne Teleskop im Sternbild Schütze (Sagittarius) sichtbar ist. Man sieht viele helle Sterne in NGC 6530, einem offenen Haufen, der vor wenigen Millionen Jahren im Nebel entstand. Der größere Nebel wird auch als M8 und NGC 6523 bezeichnet und wird wegen des Staubbandes links neben der Haufenmitte „Lagune“ genannt.

Dieses Bild wurde in drei Farben fotografiert, die Details wurden in Licht, das von Wasserstoff abgestrahlt wird, herausgearbeitet. Im Lagunennebel findet weiterhin Sternbildung statt, das die vielen dunklen staubbeladenen Globulen darin bezeugen.

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55 Nächte mit Saturn

Der Planet Saturn zieht auf dieser Mehrfachbelichtung vor den Sternen im Schützen vorbei. Rechts ist der Trifidnebel, unten der Lagunennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Vom 1. Juli bis zum 24. August 2018, also in 55 Nächte lang, war in diesem Sommer der mediterrane Himmel zumindest teilweise klar. Jede Nacht entstand eine Aufnahme, alle wurden zu diesem Bild kombiniert. Es folgt dem hellen Planeten Saturn, der scheinbar rückwärts über den Abendhimmel wanderte. Im August bremste die Bewegung des äußeren Planeten ab. Saturn zog vor dem sternklaren Hintergrund nach rechts. Er kam der Sichtlinie zur zentralen Milchstraße nahe. Dort leuchten der Lagunennebel (M8) und der Trifidnebel (M20).

Auch Saturns größter Mond Titan ist im Bild. Titan umrundet den Gasriesen alle 16 Tage. Das führt zu einer wellenartigen Bewegung. Man erkennt sie leichter, wenn man den fast zu hellen Saturn digital aus der Szene entfernt. (Schiebt dazu den Mauspfeil über das Bild.)

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Mond, Mars und Milchstraße

Links leuchten der rote Mond und der Planet Mars, rechts steigt die Milchstraße senkrecht auf mit ihren dunklen Staubbahnen, rot leuchtenden Nebeln und Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Im Nordiran bot der dunkle Himmel über der Wüste vor zwei Wochen diese faszinierende Schau. Das digitale Mosaik wirkt dramatisch. Es zeigt Mond und Mars neben den staubigen Rissen, Sternen und Nebeln in der Milchstraße. Eine Serie an Aufnahmen deckte einen größeren Umfang an Helligkeiten ab.

Der volle Mond tauchte in dieser Nacht in den Erdschatten. Viele beobachteten diese totale Mondfinsternis. Dabei wirkte der Mond sogar blasser und röter als der Rote Planet. Kosmischen Reisenden bietet die Landschaft am Himmel auch den Lagunennebel (M8), den Trifidnebel (M20) und den Planeten Saturn. Sie alle leuchten vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße. Doch der Mond hat noch nicht alle seine Schattenspiele vollbracht. Heute verdeckt der Neumond im Norden der Erde einen Teil der Sonne.

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Wolken der Erde und des Himmels

Aus wabernden weißen Wolken ragen die Gipfel der Dolomiten in Italien. Oben füllt die Milchstraße mit ihren rot leuchtenden und dunklen Nebeln den Himmel.
Bildcredit und Bildrechte: Angelo Perrone

Vielleicht findet ihr hoch in den Bergen einen Hochsitz, der euch einen malerischen Blick auf die Wasserwolken der Erde und die Sternwolken der Milchstraße bietet. Das passierte letzten Monat einem Bergsteiger und Astrofotografen. Vorne ragen die Gipfel der Dolomiten aus den weißen Wolken. Sie stehen im Norden Italiens. Das Bild entstand aus mehreren Aufnahmen, die auf dem Lagazuoi in den Dolomiten fotografiert wurden.

Vor Hunderten Millionen Jahren waren die Dolomiten keine Berge, sondern Inseln. Tektonische Platten kollidierenden und hoben sie aus einem urzeitlichen Meer. Die Dolomiten haben eine wechselvolle Geschichte. Das erklärt die vielfältige Landschaft mit zerklüfteten Bergrücken und urzeitliche Fossilien aus dem Meer.

Über den Dolomiten kreuzt dunkler Staub die Ebene unserer Milchstraße. Helle rote Wolken aus leuchtendem Wasserstoff sprenkeln Sterne und Staub. Eine davon ist der Lagunennebel links über der Mitte.

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Von der galaktischen Ebene zu Antares

Die Himmelsregion um Rho Ophiuchi gehört zu den fotogensten am Himmel. Dort versammeln sich bunte Nebel, Kugelsternhaufen und Dunkelnebel neben der Milchstraße. Das Bild zeigt eine große Region in den Sternbildern Schlange, Schlangenträger, Skorpion und Schütze.

Bildcredit und Lizenz: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Hier seht ihr eine der fotogensten Regionen am Nachthimmel. Sie wurde hier eindrucksvoll abgebildet. Ganz links verläuft diagonal das Band unserer Milchstraße. Rechts neben der Mitte seht ihr die farbenprächtige Rho-Ophiuchi-Region mit dem hellen orangefarbenen Stern Antares. Der Nebel Sharpless 1 (Sh2-1) befindet sich ganz rechts. Vor dem Band der Milchstraße liegen mehrere berühmte Nebel. Dazu gehören der Adlernebel (M16), der Trifidnebel (M21) und der Lagunennebel (M8). Weitere namhafte Nebel sind die Pfeife und der blaue Pferdekopf.

Allgemein stammt Rot von Nebeln, in denen das Licht von angeregtem Wasserstoff stammt. Blau markiert interstellaren Staub, der bevorzugt das Licht heller junger Sterne reflektiert. Dichter Staub erscheint dunkelbraun, wenn er nicht beleuchtet wird. Auch große Sternkugeln sind zu sehen. Dazu gehören die Kugelsternhaufen M4, M9, M19, M28 und M80. Jeder davon ist auf dem beschrifteten Begleitbild markiert.

Dieses sehr breite Feld misst etwa 50 Grad. Es umfasst die Sternbilder Schütze links unten, Schlange links oben, Schlangenträger in der Mitte und rechts den Skorpion. Um dieses Bild zu erstellen, brauchte es mehr als 100 Stunden Himmelsfotografie, kombiniert mit minutiöser Planung und digitaler Bildbearbeitung.

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Mars zwischen den Nebeln

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Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Zwischen dem Lagunen- und dem Trifidnebel ist ein heller roter Fleck. Was ist es? Der Mars. Das detailreiche bunte Himmelsbild zeigt, wie der Rote Planet zwischen den beiden bekannten Nebeln durchzieht. Charles Messier, der kosmische Archivar des 18. Jahrhunderts, katalogisierte die Nebel als M8 und M20.

M20, der Trifidnebel, liegt rechts über der Mitte. Er zeigt einen markanten Kontrast aus Rot, Blau und dunklen Staubbahnen. Rechts unten breitet sich das weite, rote Leuchten von M8 aus, dem Lagunennebel. Beide Nebel sind nur ein paar Tausend Lichtjahre entfernt. Zum Vergleich: Zwischen den beiden steht vorübergehend der Mars als markantes „lokales“ Himmelslicht. Als der Rote Planet letzte Woche fotografiert wurde, war er nur etwa 10 Lichtminuten entfernt.

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Eine Dreiergruppe im Schützen

Zwischen zarten Sternen sind leuchtende Emissionsnebel verteilt. Unten ist der Trifidnebel, der von dunklen Staubbahnen dreigeteilt ist. Oben ist der rötliche Lagunennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis

Diese drei hellen Nebel sind beliebte Ziele bei Teleskopreisen im Sternbild Schütze und in den dicht gefüllten Sternfeldern der zentralen Milchstraße. Im 18. Jahrhundert kartierte der kosmische Tourist Charles Messier zwei davon. Der große Nebel links oben ist M8. Am unteren Bildrand leuchtet der farbenprächtige M20. Die dritte Emissionsregion ist NGC 6559. Sie liegt rechts neben M8. Eine dunkle Staubbahn trennt ihn vom größeren Nebel.

In allen drei Gebieten entstehen Sterne. Die Regionen sind ungefähr 5000 Lichtjahre von uns entfernt. Der ausgedehnte M8 ist mehr als 100 Lichtjahre breit. Man nennt ihn auch Lagunennebel. Der landläufige Name von M20 ist Trifid. Darin erzeugt leuchtender Wasserstoff die markante rote Farbe im Emissionsnebel. Die blauen Farbtöne im Trifid bilden einen starken Kontrast dazu. Sie stammen von Sternenlicht, das vom Staub reflektiert wird.

Das farbige Komposit der Landschaft am Himmel entstand mit zwei Teleskopen. Mit einem Teleskop entstand ein Weitwinkelbild der Region. Das andere Fernrohr nahm Bildausschnitte in höherer Auflösung auf.

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