M15: Dichter Kugelsternhaufen

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Bildcredit und Bildrechte: Bernhard Hubl (CEDIC)

Beschreibung: Messier 15 ist ein unermessliches Gewimmel von mehr als 100.000 Sternen. Er ist ein 13 Milliarden Jahre altes Relikt der frühen Entstehungsjahre unserer Galaxis und einer von ungefähr 170 Kugelsternhaufen, die immer noch im Halo unserer Milchstraße wandern.

M15 liegt in der Mitte in dieser scharfen Teleskopansicht, er ist ungefähr 35.000 Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Pegasus, weit hinter den gezackten Vordergrundsternen. Sein Durchmesser beträgt zirka 200 Lichtjahre. Doch mehr als die Hälfte seiner Sterne sind in einem Raum von 10 Lichtjahre gedrängt, somit herrscht dort eine der höchsten Sterndichten, die wir kennen. Mit Hubble durchgeführte Messungen der zunehmenden Geschwindigkeiten der Zentralsterne von M15 sind ein Hinweis, dass ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum des dichten Kugelsternhaufens M15 haust.

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NGC 1898: Kugelsternhaufen in der Großen Magellanschen Wolke

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Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble und NASA

Beschreibung: Juwelen strahlen nicht so hell – das tun nur Sterne. Und fast jeder Punkt in dieser glitzernden Schmuckschatulle dieses Bildes, das mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde, ist ein Stern.

Nun sind einige Sterne rötlicher als unsere Sonne, manche sind bläulicher – doch sie sind alle viel weiter entfernt. Obwohl Licht nur ungefähr 8 Minuten braucht, um von der Sonne zur Erde zu gelangen, ist NGC 1898 so weit entfernt, dass Licht zirka 160.000 Jahre bis hierher unterwegs ist. Diese riesige Sternenkugel NGC 1898 wird als Kugelsternhaufen bezeichnet und befindet sich im Zentralbalken der Großen Magellanschen Wolke (GMW), einer Begleitgalaxie unserer großen Milchstraße.

Dieses vielfarbige Bild vereint Licht von Infrarot bis Ultraviolett und wurde fotografiert, um herauszufinden, ob die Sterne von NGC 1898 alle gleichzeitig entstanden sind oder nicht. Es gibt immer mehr Hinweise, dass die meisten Kugelsternhaufen etappenweise Sterne bildeten, und dass insbesondere die Sterne in NGC 1898 kurz nach Begegnungen vor sehr langer Zeit mit der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW) und unserer Milchstraße entstanden sind.

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Von der galaktischen Ebene zu Antares

Die Himmelsregion um Rho Ophiuchi gehört zu den fotogensten am Himmel. Dort versammeln sich bunte Nebel, Kugelsternhaufen und Dunkelnebel neben der Milchstraße. Das Bild zeigt eine große Region in den Sternbildern Schlange, Schlangenträger, Skorpion und Schütze.

Bildcredit und Lizenz: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Hier seht ihr eine der fotogensten Regionen am Nachthimmel. Sie wurde hier eindrucksvoll abgebildet. Ganz links verläuft diagonal das Band unserer Milchstraße. Rechts neben der Mitte seht ihr die farbenprächtige Rho-Ophiuchi-Region mit dem hellen orangefarbenen Stern Antares. Der Nebel Sharpless 1 (Sh2-1) befindet sich ganz rechts. Vor dem Band der Milchstraße liegen mehrere berühmte Nebel. Dazu gehören der Adlernebel (M16), der Trifidnebel (M21) und der Lagunennebel (M8). Weitere namhafte Nebel sind die Pfeife und der blaue Pferdekopf.

Allgemein stammt Rot von Nebeln, in denen das Licht von angeregtem Wasserstoff stammt. Blau markiert interstellaren Staub, der bevorzugt das Licht heller junger Sterne reflektiert. Dichter Staub erscheint dunkelbraun, wenn er nicht beleuchtet wird. Auch große Sternkugeln sind zu sehen. Dazu gehören die Kugelsternhaufen M4, M9, M19, M28 und M80. Jeder davon ist auf dem beschrifteten Begleitbild markiert.

Dieses sehr breite Feld misst etwa 50 Grad. Es umfasst die Sternbilder Schütze links unten, Schlange links oben, Schlangenträger in der Mitte und rechts den Skorpion. Um dieses Bild zu erstellen, brauchte es mehr als 100 Stunden Himmelsfotografie, kombiniert mit minutiöser Planung und digitaler Bildbearbeitung.

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Magellanberg

Die Magellanschen Wolken flankieren einen Vulkan am Horizont. Er steht im Altiplano der Región de Antofagasta. Der klare südliche Himmel spiegelt sich in der Laguna Lejía.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Zwei Begleiterinnen der Milchstraße flankieren einen Vulkangipfel, der über dem zerklüfteten Horizont aufragt. Die Landschaft unter dem südlichen Nachthimmel blickt über die Laguna Lejía. Sie liegt im Altiplano der Región de Antofagasta im Norden von Chile.

Die Große und die Kleine Magellansche Wolke erweitern den Blick in den Raum hinter der Galaxis. Sie sind nach dem Portugiesen Ferdinand Magellan benannt, der im 16. Jahrhundert die erste Umrundung der Erde leitete. Die größere Wolke ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt. Die kleinere Wolke liegt 210.000 Lichtjahre hinter dem Berggipfel. Links neben der Kleinen Magellanschen Wolke leuchtet 47 Tucanae wie ein heller Stern. Er spiegelt sich in der sternklaren Nacht im ruhigen Wasser. 47 Tucanae ist ein Kugelsternhaufen, der ungefähr 13.000 Lichtjahre entfernt ist. Er wandert durch den Hof der Milchstraße.

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M22 und die Wanderer

Die Planeten Mars (rechts unten) und Saturn (oben) bilden ein Dreieck mit dem Kugelsternhaufen M22 (links unten) im Sternbild Schütze.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Die hellen Planeten Mars und Saturn wanderten durch das Sternbild Schütze. In den letzten Wochen traten sie gemeinsam am Morgenhimmel auf. Diese Aufnahme vom 31. März ist drei Grad breit. Die Planeten bilden hier am Himmel ein enges Dreieck mit dem großen Kugelsternhaufen Messier 22.

Der Sternhaufen M22 steht links unten. Die riesige Kugel ist etwa 10.000 Lichtjahre entfernt. Sie enthält über 100.000 Sterne, die viel älter sind als unsere Sonne. Der blassgelbe Saturn leuchtet oben, indem er Sonnenlicht reflektiert. Er ist etwa 82 Lichtminuten entfernt. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr den großen Mond Titan. Er ist ein winziger Lichtpunkt etwa auf der 5-Uhr-Position, den man im Glanz der überbelichteten Saturnscheibe kaum sieht. Der Planet Mars ist 9 Lichtminuten entfernt. Er ist etwas heller und röter.

Beide Planeten nähern sich ihrer Oppositionen. Dabei wird Mars im Juli noch viel heller. Um seine Opposition 2018 bietet er gute Ansichten im Teleskop. Er ist dann nur 3,2 Lichtminuten vom Planeten Erde entfernt.

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Hubble zeigt Messier 5

Der Kugelsternhaufen M5 im Sternbild Schlange wurde sehr detailreich vom Weltraumteleskop Hubble fotografiert.

Bildcredit: HST, ESA, NASA

„Schönen Nebel entdeckt zwischen der Waage [Libra] und der Schlange [Serpens] …“ So beginnt die Beschreibung des 5. Eintrags im berühmten Katalog der Nebel und Sternhaufen, den der Astronomen Charles Messier im 18. Jahrhundert anlegte. Zwar schien es Messier, als wäre er verschwommen, rund und ohne Sterne. Doch nun ist Messier 5 (M5) als Kugelsternhaufen mit 100.000 oder mehr Sternen bekannt, die durch Gravitation in eine etwa 165 Lichtjahre große Region gepackt sind. Er ist ungefähr 25.000 Lichtjahre entfernt.

Kugelsternhaufen wandern durch den Hof unserer Galaxis. Sie sind uralte Bestandteile unserer Milchstraße. M5 ist einer der ältesten Kugelsternhaufen. Seine Sterne sind ungefähr 13 Milliarden Jahre alt. Der schöne Haufen ist auf der Erde ein beliebtes Ziel für Teleskope. Seit dem 25. April 1990 ist das Weltraumteleskop Hubble im niedrigen Erdorbit im Einsatz. Von ihm stammt diese fantastische Nahaufnahme, sie bildet etwa 20 Lichtjahre der Zentralregion von M5 ab. Sogar in der Nähe seines dichten Kerns zeigt das farbige Bild alternde rote sowie blaue Riesensterne. Auch verjüngte blaue Nachzügler im Haufen treten in gelben und blauen Farben hervor.

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Hubble zeigt den Sternhaufen NGC 362

Der Kugelsternhaufen NGC 362 im Sternbild Tukan füllt das Bild. Die Sterne darin haben unterschiedliche Farben. Das Zentrum ist so dicht, dass es nicht aufgelöst werden kann.

Bildcredit: Hubble WFC3, NASA, ESA, J. Heyl und I. Caiazzo und Javiera Parada (UBC)

Wäre unsere Sonne im Zentrum von NGC 362, dann würde der Nachthimmel wie ein Schatzkästchen voller heller Sterne funkeln. Hunderte Sterne in vielen Farben wären heller als Sirius. Diese Sterne könnten zwar faszinierende Sternbilder und komplexe Sternsagen bilden. Doch es wäre dort für Bewohner von Planeten schwierig, das größere Universum dahinter zu sehen und zu verstehen.

NGC 362 ist einer von nur etwa 170 Kugelsternhaufen in der Milchstraße. Er ist einer der jüngeren Kugelsternhaufen und entstand wahrscheinlich viel später als unsere Galaxis. Wir sehen NGC 362 mit bloßem Auge. Er liegt fast vor der Kleinen Magellanschen Wolke und nahe beim zweithellsten Kugelsternhaufen, den wir kennen, nämlich 47 Tucanae. Dieses Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Es soll besser erklären, wie massereiche Sterne nahe dem Zentrum mancher Kugelsternhaufen enden.

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Der Sternhaufen Omega Centauri in HDR

Der Kugelsternhaufen Omega Centauri ist der größte, den wir kennen. Er füllt dieses Bild, das aus Aufnahmen mit verschiedener Belichtungszeit entstand.

Bildcredit und Bildrechte: Mike O’Day

Omega Centauri ist die größte Kugel aus Sternen in unserer Galaxis. Er ist vollgepackt mit etwa 10 Millionen Sternen. Viele davon sind älter als unsere Sonne. Sie drängen sich in einem Volumen mit einem Durchmesser von nur etwa 150 Lichtjahren. Der Sternhaufen ist der größte und hellste von ungefähr 200 Kugelsternhaufen, die wir kennen. Sie wandern im Halo unserer Milchstraße umher.

In den meisten Sternhaufen sind die Sterne etwa gleich alt. Sie sind auch ähnlich zusammengesetzt. Doch der rätselhafte Omega Cen weist unterschiedliche Sternpopulationen auf. Sie sind unterschiedlich alt. Die Häufigkeit ihrer Elemente ist verschieden. Daher ist Omega Cen vielleicht der übrig gebliebene Kern einer kleinen Galaxie, die mit der Milchstraße verschmolzen ist.

Dieses Bild zeigt so viele Sterne, weil unterschiedliche Belichtungen mit hohem Dynamikumfang (HDR-Technik) kombiniert wurden. Omega Centauri ist auch als NGC 5139 bekannt. Er ist zirka 15.000 Lichtjahre entfernt und liegt im südlichen Sternbild Zentaur.

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