Schlossaussicht

Durch die Öffnung im Turm der Burg Mörsberg sieht man den Großen Wagen und den Kometen Kometen 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak.

Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrees, TWAN)

Der Große Wagen ist die bekannteste Sterngruppe am Nordhimmel. Man erkennt ihn leicht, sogar wenn er kopfsteht. Manche sehen darin einen Pflug oder eine Schöpfkelle. Die Turmruine der französischen Burg Mörsberg rahmen die vertrauten Umrisse. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt oder diesem Link folgt, seht ihr die Sternnamen. Dubhe steht links unten. Er ist der Alphastern der Großen Bärin, dem Ursprungssternbild des Großen Wagens.

Dubhe bildet zusammen mit dem Betastern Merak eine Linie, die zum Polarstern und zum Himmelsnordpol führt. Er ist von den Steinen verdeckt. Das Bild wurde am 30. März fotografiert. Daher könnt ihr eine Linie von den Kastensternen Phecda und Megrez ziehen. Dort entdeckt ihr noch im Schlossblick das blasse grünliche Leuchten des Kometen 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak unter der Mitte. Der periodische Komet kam dem Planeten Erde am 1. April sehr nahe.

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67P in 3D

Zwei Bilder wurden in Rot und Cyan gefärbt und so übereinander gelegt, dass das Bild dreidimensional wirkt, wenn man es mit gefärbten Brillen betrachtet.

Bildcredit: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – Stereo: D.Romeuf, G.Faury, P.Lamy

Nehmt eure rot-cyanfarbige Brille und seht damit die Oberfläche des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko an. Er ist auch als Komet 67P bekannt. Für die Anaglyphe wurden zwei Bilder der Telekamera OSIRIS der Raumsonde Rosetta kombiniert. Die Bilder stammen vom 22. September 2014.

Die schroffe, felsige Landschaft in 3D liegt in der Region Seth auf dem zweilappigen Kern des Kometen. Sie ist etwa 985 mal 820 Meter groß und von runden Graten übersät. In den Vertiefungen und an den abgeflachten Regionen sind Felsbrocken und Trümmer verteilt. Die große runde Grube im Vordergrund mit steilen Wänden ist etwa 180 Meter groß.

Rosettas Mission zum Kometen endete im September 2016, als die Raumsonde bei einem kontrollierten Absturz zur Oberfläche des Kometen gelenkt wurde.

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Der Komet, die Eule und die Galaxie

Drei sehr unterschiedlich weit entfernte Objekte sind im Bild. Links oben der relativ nahe Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak, rechts oben der Eulennebel M97, unten liegt die Galaxie M108.

Bildcredit und Bildrechte: Barry Riu

Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak posierte für einen Messieraugenblick. Er teilt das 1 Grad breite Sichtfeld mit zwei bekannten Einträgen im berühmten Katalog aus dem 18. Jh. eines Astronomen, der Kometen jagte. Der Schnappschuss entstand am 21. März mit Teleskop.

Der blasse grünliche Komet zieht knapp unter dem Großen Wagen über den nördlichen Frühlingshimmel. Er war zirka 75 Lichtsekunden von unserem hübschen Planeten entfernt. Die staubige Spiralgalaxie Messier 108 (unten in der Mitte) ist von der Seite sichtbar. Sie ist an die 45 Millionen Lichtjahre entfernt. Der planetarische Nebel rechts oben ist der eulenartige Messier 97. Der Nebel hat einen alternden, aber sehr heißen Zentralstern. Er ist nur etwa 12.000 Lichtjahre entfernt und liegt in unserer Milchstraße.

Dieser blasse periodische Komet ist nach seinem Entdecker und Wiederentdecker benannt. Er wurde erstmals 1858 gesichtet und dann erst wieder 1907 und 1951. Die Berechnung seiner Bahn ließ den Schluss zu, dass derselbe Komet in großen Zeitabständen beobachtet wurde. Komet 41P nähert sich am 1. April seiner besten Sichtbarkeit und der größten Annäherung an die Erde seit mehr als 100 Jahren. Er umrundet die Sonne etwa alle 5,4 Jahre.

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Fast drei Schweife für Komet Encke

Mitten im Bild leuchtet die grüne Koma des Kometen 2P/Encke zwischen den Sternen. Nach rechts unten verläuft ein Schweif, nach links oben sogar zwei.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Wie kann ein Komet drei Schweife haben? Für gewöhnlich hat ein Komet zwei Schweife: einen Ionenschweif und einen Staubschweif. Der Ionenschweif besteht aus geladenen Teilchen des Kometen, die vom Sonnenwind fortgetrieben werden. Der Staubschweif besteht aus kleinen Teilchen, die hinter dem Kometen auf seiner Bahn herziehen. Er wird bis zu einem gewissen Grad ebenfalls vom Sonnenwind hinausgetrieben.

Oft besitzt ein Komet scheinbar nur einen Schweif, weil man den anderen von der Erde aus nicht gut sieht. Doch dieses ungewöhnliche Bild zeigt den Kometen 2P/Encke scheinbar mit drei Schweifen, weil sich der Ionenschweif geteilt hat. Der komplexe Sonnenwind ist manchmal turbulent. Dann erzeugt er im Ionenschweif ungewöhnliche Strukturen. Sehr selten wurde sogar eine Trennung des Ionenschweifs beobachtet.

Dieses Bild des Kometen Encke wurde zwei Tage später fotografiert. Hier ist die Perspektive etwas weniger verwirrend.

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Komet 45P zieht nahe an der Erde vorbei

Zwischen einem Teppich aus kleinen Sternen breitet sich die markant türkis-grüne Koma des Kometen 45P aus. Der Ionenschweif zeigt nach oben.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Ein großer Schneeball zog knapp an der Erde vorbei. Er ist als Komet 45P/Honda–Mrkos–Pajdušáková oder kurz 45P bekannt, und er kam der Erde gestern 10-mal näher, als die Erde je der Sonne kommt. Als der Komet vorbeizog, wurde er mit seinem dünnen Ionenschweif und seiner blassen, ausgedehnten Koma fotografiert. Die grüne Farbe stammt großteils von angeregten Kohlenstoffmolekülen.

Als Komet 45P im Dezember der Sonne am nächsten kam, wurde er gerade einmal hell genug für das bloße Auge. Nun verblasst er, während er zurück in die Nähe der Jupiterbahn zieht. Dort verbringt er einen Großteil seiner Zeit. Der kilometergroße Kern aus Eis und Schmutz kehrt 2022 ins innere Sonnensystem zurück.

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Komet 45P kehrt zurück

Rechts unten leuchtet die türkisgrüne Koma des Kometen 45P. Nach links oben strömt sein gespaltener Ionenschweif durch eine Landschaft voller Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Ein alter Komet kehrte ins innere Sonnensystem zurück. Der Komet 45P/Honda–Mrkos–Pajdušáková ist physisch uralt. Erstmals wurde er 1948 entdeckt, das war vor 13 Umläufen. Komet 45P verbringt die meiste Zeit draußen nahe der Jupiterbahn. Zuletzt näherte er sich 2011 der Sonne.

In den letzten Monaten wurde Kometen 45P bei seiner neuerliche Reise zur Sonne deutlich heller. Vor zwei Tagen passierte er den sonnennächsten Punkt seiner Bahn. Derzeit sieht man den Kometen kurz nach Sonnenuntergang mit Fernglas über dem westlichen Horizont. Er steht in der Nähe des viel helleren Planeten Venus.

Dieses Bild entstand letzte Woche. Es zeigt 45P mit einem langen Ionenschweif, der eine eindrucksvolle Struktur hat. Komet 45P kommt der Erde nächsten Monat relativ nahe.

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Das Strudelbecken M51 und zwei Kometen

Links oben ist die Strudelbeckengalaxie M51 klein zu sehen. Links unten und rechts oben sind zwei Kometen abgebildet.

Bildcredit und Bildrechte: José J. Chambó (Cometografia)

Messier 51 ist kein Komet, sondern eine helle Spiralgalaxie. Sie ist allgemein als Strudelgalaxie bekannt. Am nördlichen Himmel liegt sie unter der Deichsel des Großen Wagens. In diesem Bild vom 1. Dezember befindet sie sich links oben.

Das hübsche Sichtfeld ist 4 mal 2,5 Grad breit. Es enthält auch zwei Kometen. Beide sind neue Besucher im inneren Sonnensystem und sehen ziemlich unterschiedlich aus. Jetzt gerade sind sie blasse Objekte fürs Teleskop. Sie erreichen in der Morgendämmerung den höchsten Punkt über dem nördlichen Horizont.

Der neu entdeckte Komet NEOWISE (C/2016 U1) links unten hat eine runde, verschwommene Koma. Das grünliche Licht stammt von zweiatomigem Kohlenstoffgas, das im Sonnenlicht fluoresziert. Der stummelartige Schweif des Kometen Johnson (C/2015 V2) rechts oben reflektiert Sonnenlicht.

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Erforsche Rosettas Kometen!

Interaktive Animation: sci.esa.int/comet-viewer/

Credit: Science Office, ESA

Was sieht man beim Flug um einen Kometenkern? Seht selbst! Wartet, bis euer hoffentlich WebGL-kompatibler Browser ein detailliertes digitales Modell des Kometen 67P lädt. Dann forscht los!

Mit einer Standard-Maus könnt ihr mit der linken Taste den Kometen drehen. Mit der rechten Taste ihr den Kometen bewegen und mit dem Scrollrad vergrößern oder verkleinern. Die robotische Raumsonde Rosetta der ESA umkreiste den Kometen C67/P Tschurjumow-Gerassimenko ab Mitte 2014. Letzten Freitag wurde sie nach einer unglaublich erfolgreichen Mission wie geplant auf der Oberfläche abgesetzt und abgeschaltet.

Rosetta schaffte viele beachtliche wissenschaftlichen Leistungen. Dank Rosetta verstehen wir nun besser, wie auf Kometenstrahlen entstehen, wenn sich ein Komet der Sonne nähert.

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