IC 1871 im Seelennebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson

Beschreibung: Diese kosmische Nahaufnahme blickt tief in den Seelennebel. Die dunklen, brütenden Staubwolken links sind von hellen Graten aus leuchtendem Gas umrandet und als IC 1871 katalogisiert. Das Teleskopsichtfeld ist ungefähr 25 Lichtjahre groß und zeigt nur einen kleinen Teil des viel größeren Herz- und Seelenebels. Der Sternbildungskomplex liegt ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt im Perseus-Spiralarm unserer Milchstraße und ist am Himmel des Planeten Erde im Sternbild Kassiopeia zu sehen.

Die dichten Sternbildungswolken von IC 1871 sind ein Beispiel für ausgelöste Sternbildung, sind entstanden selbst durch die intensiven Winde und die Strahlung der massereichen jungen Sterne in der Region. Dieses Bild erscheint vorwiegend rot, wegen der Emissionen einer bestimmten Farbe des Lichts, das von angeregtem Wasserstoff abgestrahlt wird.

Zur Originalseite

Porträt von NGC 281

Der Pac-Man-Nebel im Bild leuchtet hier innen blau und ist von einem Rand aus orange leuchtenden Nebeln umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Jeremiah Roth

Beim Blick durch die kosmische Wolke mit der Katalognummer NGC 281 überseht ihr vielleicht die Sterne im offenen Haufen IC 1590. Die jungen, massereichen Sterne dieses Haufens sind im Nebel entstanden. Sie liefern die Energie für das überall vorhandene Nebelleuchten.

Die augenfälligen Formen auf diesem Porträt von NGC 281 sind die Silhouetten von Säulen und dichten, staubhaltigen Bok-Globulen, die von den starken energiereichen Winden und der Strahlung der heißen Haufensterne erodiert wurden. Wenn sie lange genug überleben, könnten in den staubigen Strukturen künftig auch Sterne entstehen.

NGC 281 wird wegen seiner Gesamtform verspielt Pac-Man-Nebel genannt. Er ist ungefähr 10.000 Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Kassiopeia. Dieses scharfe Kompositbild entstand mit Schmalbandfiltern. Es kombiniert die Emissionen der Wasserstoff- und Sauerstoffatome im Nebel und zeigt sie in roten, grünen und blauen Farben. Bei der geschätzten Entfernung von NGC 281 ist der Nebel größer als 80 Lichtjahre.

Zur Originalseite

IC 59 und IC 63 in Kassiopeia

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Obs.)

Beschreibung: Diese hellen Ränder und fließenden Formen wirken in kosmischen Dimensionen gespenstisch. Die farbenprächtige (vergrößerbare) Himmelslandschaft ist eine Teleskopansicht im Sternbild Kassiopeia, sie zeigt die zurückgefegten, kometenförmigen Wolken IC 59 (links) und IC 63. Die Wolken sind ungefähr 600 Lichtjahre entfernt und eigentlich keine Geister, aber sie verschwinden langsam unter dem Einfluss der energiereichen Strahlung des heißen, leuchtstarken Sterns γ Cas.

Gamma Cassiopeiae ist physikalisch gesehen nur 3 bis 4 Lichtjahre vom Nebel entfernt und steht rechts oben knapp außerhalb des Bildes. IC 63 liegt etwas näher an γ Cas und leuchtet vorwiegend in rotem H-alpha-Licht, das abgestrahlt wird, wenn Wasserstoffatome mit Elektronen rekombinieren, nachdem die Ultraviolettstrahlung des Sterns sie ionisiert hatte. IC 59 ist weiter vom Stern entfernt und weist anteilsmäßig weniger H-alpha-Emissionen auf, dafür mehr des charakteristischen blauen Farbtons, der entsteht, wenn Sternenlicht an Staub reflektiert wird. Das Sichtfeld umfasst in der geschätzten Entfernung von Gamma Cassiopeiae und seinen Freunden etwa 1 Grad oder 10 Lichtjahre.

Zur Originalseite

Leuchtende Elemente im Seelennebel

Der Seelennebel ist hier ohne seinen Nachbarn abgebildet, den Herznebel. Blaue Blasen sind von feurig leuchtendem Rot und Orange umgeben, außen herum ist sterngesprenkelte Dunkelheit.
Bildcredit und Bildrechte: Jesús M. Vargas und Maritxu Poyal

In der Seele der Königin von Aithiopia entstehen Sterne. Genauer gesagt: Im Sternbild Kassiopeia liegt eine große Region mit Sternbildung, nämlich der Seelennebel (IC 1898). In der griechischen Mythologie ist Kassiopeia die eitle Frau eines Königs, der vor langer Zeit im Land am oberen Nil herrschte.

Der Seelennebel enthält mehrere offene Sternhaufen. Seine große Radioquelle ist als W5 katalogisiert. Auch riesige entleerte Blasen finden sich darin. Sie entstanden durch die Winde der jungen, massereichen Sterne. Der Seelennebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt und an die 100 Lichtjahre groß. Meist bildet man ihn neben seinem himmlischen Nachbarn ab, dem Herznebel (IC1805).

Das Bild wurde aus Aufnahmen in drei verschiedenen Farben kombiniert: Wasserstoff leuchtet rot, Gelb stammt von Schwefel und Sauerstoff strahlt blau.

Zur Originalseite

NGC 7635: Der Blasennebel

Im rot gehaltenen Bild befindet sich in der Mitte ein Gebilde, das an eine Seifenblase erinnert. Es ist jedoch ein runder Nebel.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis-Team; neu bearbeitet von Maksim Kakitsev

Der Wind eines massereichen Sterns blies diese interstellare Erscheinung auf. Sie hat eine überraschend vertraute Form und ist als NGC 7635 katalogisiert. Man kennt sie auch schlicht als Blasennebel.

Die Blase ist 7 Lichtjahre groß. Sie wirkt zwar zart, ist aber ein Hinweis, dass gewaltsame Prozesse im Gange sind. Links über der Blasenmitte befindet sich ein heißer O-Stern. Seine Leuchtkraft und Masse sind mehrere Hunderttausend Mal größer als die Sonne. Der heftige Sternenwind und die intensive Strahlung des Sterns stemmten das Gebilde aus leuchtendem Gas in das dichtere Material einer umgebenden Molekülwolke.

Der faszinierende Blasennebel und der Wolkenkomplax, der ihn umgibt, sind ungefähr 7100 Lichtjahre entfernt. Sie liegen im stolzen Sternbild Kassiopeia. Für dieses Bild wurden Daten des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 2016 überarbeitet. Die intensive schmalbandige Strahlung ist hier in einem Farbschema dargestellt, das ungefähr den echten Farben entspricht.

Zur Originalseite

Im Herzen des Herznebels

Durch eine dunkelrot leuchtende Höhlung sieht man auf blau leuchtende Nebel. Die Öffnung ist herzförmig.

Bildcredit und Bildrechte: Alan Erickson

Was ist da im Herznebel? Der große Emissionsnebel mit der Bezeichnung IC 1805 sieht wie ein menschliches Herz aus. Seine Form passt vielleicht zum Valentinstag. Dieses Herz leuchtet in hellem rotem Licht, das von seinem häufigsten Element abgestrahlt wird: Wasserstoff.

Für das rote Leuchten und den Umriss sorgt eine kleine Sterngruppe nahe dem Zentrum des Nebels. Mitten im Herznebel liegen die jungen Sterne des offenen Haufens Melotte 15. Mit ihrem energiereichen Licht und ihren Sternwinden tragen sie mehrere pittoreske Staubsäulen ab.

Der offene Sternhaufen enthält einige helle Sterne mit der fast 50-fachen Masse der Sonne. Viele weitere blasse Sterne haben weniger als eine Sonnenmasse. Schließlich fehlt ein Mikroquasar. Er wurde vor Millionen Jahren ausgestoßen. Der Herznebel ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Er steht im Sternbild Kassiopeia, der mythologischen Königin von Aithiopia.

Zur Originalseite

NGC 7635: Der Blasennebel dehnt sich aus

Eine rote Blase liegt mitten im Bild. Rechts daneben ist eine rot leuchtende Wolke, doch das ganze Bild ist von einem Nebel durchzogen.

Bildcredit: Göran Nilsson und The Liverpool Telescope

Es heißt Blase gegen Wolke. Der Blasennebel ist als NGC 7635 katalogisiert. Er wird vom Sternenwind des massereichen Sterns BD+602522 ausgestoßen. Dieser leuchtet rechts im Nebel in Blau. Doch daneben liegt eine riesige Molekülwolke. Sie ist rechts in Rot abgebildet. Dort trifft eine stetige Kraft auf ein unbewegtes Objekt. Das macht die Sache interessant.

Die Wolke ist groß genug, um das Gas der Blase zu umfassen. Doch sie wird von der heißen Strahlung des Zentralsterns fortgeweht. Die Strahlung erwärmt die dichte Region der Molekülwolke und bringt sie zum Leuchten. Der Blasennebel ist etwa 10 Lichtjahre groß. Er gehört zu einem viel größeren Komplexes aus Sternen und Hüllen. Mit einem kleinen Teleskop sieht man den Blasennebel im Sternbild Kassiopeia, der Königin von Aithiopia.

Zur Originalseite

Cassiopeia A wiederverwerten

Die verworrene leuchtende runde Wolke im Bild ist der Überrest einer Supernova. Er ist als Cassiopeia A bekannt. Das Bild wurde mit dem Röntgenobservatorium Chandra im Weltraum aufgenommen.

Bildcredit: NASA, CXC, SAO

Die massereichen Sterne in der Milchstraße haben eine spektakuläre Existenz. Erst kollabieren sie aus riesigen kosmischen Wolken. Dann zünden ihre Kernbrennöfen. Durch Kernfusion entstehen im Inneren schwere Elemente. Nach ein paar Millionen Jahren explodiert das angereicherte Material und wird in den interstellaren Raum gesprengt. Dort kann die Sternbildung von Neuem beginnen.

Diese expandierende Trümmerwolke ist als Cassiopeia A bekannt. Sie ist ein Beispiel für diese Schlussphase im stellaren Zyklus. Das Licht der Explosion, die diesen Überrest einer Supernova erzeugte, war erstmals vor etwa 350 Jahren am Himmel des Planeten Erde zu sehen. Doch das Licht brauchte etwa 11.000 Jahre, um zu uns zu gelangen.

Dieses Bild ist in Falschfarben dargestellt. Es stammt vom Röntgen-Observatorium Chandra und zeigt die Fasern und Knoten im Überrest Cassiopeia-A, die noch heiß sind. Die energiereiche Strahlung bestimmter Elemente wurden farbcodiert. Silizium ist rot gefärbt, Schwefel ist gelb, Kalzium grün und Eisen violett. So erkennt man die Wiederverwertung von Sternenstaub in unserer Galaxis besser. Die Explosionswelle breitet sich immer noch aus. Es ist der blaue äußere Ring.

Das scharfe Röntgenbild ist in der geschätzten Entfernung von Cassiopeia A etwa 30 Lichtjahre breit. Nahe der Mitte ist ein heller Fleck. Es ist ein Neutronenstern, also der unglaublich dichte kollabierte Überrest des massereichen Sternkerns.

Zur Originalseite