Planetenparade nach Sonnenuntergang

Abendhimmel mit allen 8 Planeten und hellen Sternen über dem türkischen Dorf Gökçeören.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Wenn ihr heute Abend nach oben schaut, könnt ihr eine ganze Reihe von Planeten sehen. Nach Sonnenuntergang sind Richtung Westen die Planeten Venus, Saturn, Jupiter und Mars gleichzeitig sichtbar. Von Westen nach Osten steht in dieser planetaren Reihe die Venus dem Horizont am nächsten und geht kurz nach der Sonne unter. Es spielt keine Rolle, wo auf der Erde ihr lebt, denn diese frühabendliche Planetenparade ist bei klarem Himmel auf der ganzen Erde zu sehen.

Dieses Bild wurde Ende des letzten Monats fotografiert. Es zeigt nicht nur all diese Planeten, sondern auch den Mond und den Planeten Merkur, die gleichzeitig sichtbar waren. Die Planeten Neptun und Uranus waren unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze, mit ihnen wäre es ein Panorama aller Planeten. Im Vordergrund liegen die Hügel um das kleine Dorf Gökçeören im türkischen Kaş nahe der Mittelmeerküste. Die hellen Sterne Atair, Fomalhaut und Aldebaran leuchten markant, ebenso wie der Sternhaufen der Plejaden. Im Laufe des Januars steigt die Venus bei Sonnenuntergang am Himmel höher, während Saturn tiefer sinkt.

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Jupiter rotiert, umkreist von Monden

Videocredit und -rechte: Makrem Larnaout

Jupiter und seine Monde bewegen sich wie unsere Sonne und ihre Planeten. Auch Jupiter rotiert, und seine Monde kreisen um ihn. Jupiters Rotation kann man beobachten, indem man zirkulierende dunkle Gürtel und helle Zonen verfolgt. Der große Rote Fleck ist der größte Sturm, den wir kennen, er taucht auf diesem 48-sekündigen Zeitraffervideo nach etwa 15 Sekunden auf.

Das Video entstand aus Kurzfilmen vom letzten Monat aus mehreren Nächten. Diese wurden digital so kombiniert, wie sie bei einer kontinuierlichen 24-Stunden-Belichtung erscheinen würden. Jupiters hellste Monde kreisen immer in der Ebene der Rotation des Planeten, auch wenn die Erdrotation das ganze System geneigt erscheinen lässt. Die Monde Europa, Ganymed und Io sind allesamt sichtbar. Europas Schatten trat auf, als der eisige galileische Mond die Jupiterscheibe kreuzte.

Jupiter bleibt diesen Monat noch nahe der Opposition, das bedeutet, dass er ungewöhnlich hell bleibt. Nahe seiner größten Annäherung an die Erde ist er fast die ganze Nacht sichtbar.

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In Ganymeds Schatten

Das Bild zeigt Jupiter mit dem großen Roten Fleck und einen Transit des Mondes Io mit Schatten

Bildcredit und Bildrechte: Andrew McCarthy

Jupiter stand Ende des letzten Monats in Opposition, also am Himmel der Erde gegenüber der Sonne. Anfang des nächsten Jahres nähert er sich dem Perihel, das ist der sonnennächste Punkt auf seiner elliptischen Bahn. Damit ist Jupiter unserem schönen Planeten besonders nahe, das führt derzeit zu ausgezeichneten Sichtverhältnissen auf den größten Planeten im Solarsystem.

Am 27. September wurde dieses scharfe Bild von Jupiter mit einem kleinen Teleskop in einem Hinterhof in Florence (Arizona) aufgenommen. Die kombinierten Einzelbilder des Videos zeigen die massereiche Welt, die von planetenweiten Winden umkreist wird. Dunkle Gürtel und helle Zonen umspannen den Gasriesen, zusammen mit rotierenden ovalen Stürmen und dem charakteristischen Roten Fleck.

Rechts unten leuchtet der galileische Mond Ganymed. Der größte Mond im Sonnensystem zieht mit seinem Schatten über Jupiters südliche Wolkendecken.

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Die Raumsonde Juno zeigt Jupiters Mond Europa

Junos Blick auf den Jupitermond Europa. Etwas mehr als die obere Hälfte des Mondes ist beleuchtet. Europa füllt das ganze Bild.

Bildcredit und Lizenz: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Andrea Luck

Welche Rätsel könnte man lösen, wenn man in diese Kristallkugel schaut? In diesem Fall ist die Kugel ein Jupitermond, der Kristall ist Eis und der Mond ist nicht nur schmutzig, sondern auch irreparabel brüchig. Doch es gibt Vermutungen, dass es unter Europas rissigen Eisebenen Ozeane gibt, die vielleicht Leben enthalten.

Europa ist ungefähr so groß wie der Mond der Erde. Dieses Bild wurde vor wenigen Tagen von der Roboter-Raumsonde Juno im Orbit um Jupiter aufgenommen. Sie zog weniger als 325 Kilometer über ihre zerklüftete und veränderliche Oberfläche. Die Ozeane unter der Oberfläche vermutet man, weil Europa in Jupiters veränderlichem gravitativem Einfluss auf seiner leicht elliptischen Bahn global durchgewalkt wird. Das erwärmt Europas Inneres.

Wenn man Junos Nahaufnahmen untersucht, hilft das vielleicht, nicht nur Europa und das frühe Sonnensystem besser zu verstehen, sondern auch die Möglichkeit, ob Leben anderswo im Universum existiert.

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Das Weltraumteleskop Webb zeigt Jupiter

Das Bild zeigt Jupiter in Infrarotlicht, aufgenommen vom Weltraumteleskop James Webb. Jupiters Wolken sind ungewöhnlich dunkel, darunter leuchtet der Große Rote Fleck, ein Ring, mehrere Monde und ein helles Polarlicht.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, Jupiter-ERS-Team; Bearbeitung: Ricardo Hueso (UPV/EHU) und Judy Schmidt

Dieser neue Blick auf Jupiter ist erhellend. Hoch aufgelöste Infrarotbilder des neuen Weltraumteleskops James Webb zeigen Unterschiede auf Jupiter, die man zuvor nicht kannte, zum Beispiel zwischen hoch schwebenden hellen Wolken wie dem großen Roten Fleck und tief liegenden dunklen Wolken.

Webbs Bild zeigt den Staubring um Jupiter, helle Polarlichter an den Polen und die Monde Amalthea und Adrastea. Das Magnetfeld des großen vulkanischen Mondes Io lenkt beim südlichen Polarlicht geladene Teilchen auf Jupiter. Manche Objekte sind so hell, dass das Licht an Webbs Optik merklich gebeugt wird und Streifen bildet.

Webb umrundet die Sonne in der Nähe der Erde. Sein Spiegel ist mehr als sechs Meter groß. Damit ist es das größte astronomische Teleskop, das je gestartet wurde. Es hat 15 Mal mehr Lichtsammelfläche als Hubble.

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Perijovum 11 – vorbei an Jupiter

Bildcredit: Lizenz: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstädt; Musik: Mondscheinsonate (Ludwig van Beethoven)

Hier kommt Jupiter! Die robotische Raumsonde Juno der NASA zieht auf stark elliptischen Bahnen um den größten Planeten im Sonnensystem. Das Video entstand beim Perijovum 11 Anfang 2018. Damals zog Juno zum elften Mal seit ihrer Ankunft Mitte 2016 nahe an Jupiter vorbei. Ein Perijovum ist die größte Annäherung an Jupiter.

Dieser Zeitrafferfilm ist farbverstärkt. Er rafft etwa vier Stunden zusammen und entstand aus 36 Bildern der JunoCam. Wenn das Video beginnt, nähert sich Juno vom Norden her. Dabei steigt Jupiter auf. Die kürzeste Distanz, die Juno erreicht, beträgt etwa 3500 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen. Dabei zeigt die Raumsonde fantastische Details des prächtigen Planeten. Juno zieht an hellen Zonen und dunklen Wolkengürteln vorbei, die um den ganzen Planeten reichen. Von den vielen wirbelnden runden Stürmen sind viele größer als Wirbelstürme auf der Erde.

Nach dem Perijovum verschwindet Jupiter in der Ferne. Dabei zeigt er die ungewöhnlichen Wolken an Jupiters Süden. Damit Juno die erwünschten wissenschaftlichen Daten erhält, zischt Juno so nahe an Jupiter vorbei, dass ihre Instrumente einer sehr hohen Belastung durch Strahlung ausgesetzt sind.

Lehrende und Studenten: APOD für Lehre und Unterricht

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Webb zeigt Jupiter und seinen Ring in Infrarot

Das Bild zeigt Jupiter im infraroten Licht, aufgenommen vom vom Weltraumteleskop James Webb aufgenommen wurde. Man sieht die Wolken, den Großen Roten Fleck, der hell erscheint, und einen auffälligen Ring um den Riesenplaneten.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Warum hat Jupiter Ringe? 1979 entdeckte die vorbeifliegende NASA-Raumsonde Voyager 1 Jupiters Hauptring. Sein Ursprung war damals ein Rätsel. Von 1995 bis 2003 kreiste die NASA-Raumsonde Galileo um Jupiter. Ihre Daten bestätigten die Vermutung, dass dieser Ring durch Einschläge von Meteoroiden auf kleinen, nahe gelegenen Monden entsteht. Wenn zum Beispiel ein kleiner Meteoroid den winzigen Metis trifft, bohrt er sich in den Mond, verdampft und schleudert Schmutz und Staub in einen Orbit um Jupiter.

Dieses Bild des Weltraumteleskops James Webb zeigt Jupiter in Infrarotlicht. Wir sehen nicht nur Jupiter und seine Wolken, sondern auch den hellen Ring. Rechts ist Jupiters großer Roter Fleck (GRF) in hellen Farben. Links ist Jupiters großer Mond Europa mit Beugungsspitzen. Europas Schatten fällt neben den GRF. Einige Strukturen im Bild sind noch nicht gut erforscht. Dazu zählt die scheinbar getrennte Wolkenschicht an Jupiters rechtem Rand.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Voyager 1 zeigt Europa und Jupiter

Die Raumsonde Voyager 1 zeigt Jupiter mit dem großen Roten Fleck, dem Mond Europa, dem Schatten von Io und dichten Wolken.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte und am weitesten entfernte Fleck rechts neben der Mitte ist der große Rote Fleck – ein riesiges Sturmsystem, das vielleicht schon seit der Zeit auf Jupiter wütet, wahrscheinlich seit Giovanni Cassini es vor 357 Jahren beschrieb. Wir wissen noch nicht, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist einer von Jupiters größten Monden: Europa. Bilder von Voyager aus dem Jahr 1979 stützen die heutige Annahme, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt und daher ein guter Ort ist, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Was aber ist der dunkle Fleck rechts oben? Das ist der Schatten eines weiteren großen Jupitermondes: Io. Voyager 1 zeigte, dass Io so vulkanisch ist, dass dort keine Einschlagkrater zu finden waren.

Sechzehn Aufnahmen vom ersten Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert. Vor 45 Jahren startete Voyager 1 im August von der Erde und begann eine der bisher großartigsten Forschungsreisen ins Sonnensystem.

Frei herunterladen: Voyager-Poster
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