Jupiter: 2 Stunden und 30 Minuten

Von links unten nach rechts oben sind 9 Einzelbilder des Jupiter angeordnet, auf denen man seine Veränderung im Laufe von 2,5 Stunden sieht.

Bildcredit und Lizenz: Aurélien Genin

Jupiter ist der Gasriese, der unser Sonnensystem regiert. Er ist auch der Planet, der sich am schnellsten dreht. Er rotiert in weniger als 10 Stunden einmal um seine Achse. Allerdings dreht sich der Gasriese nicht wie ein fester Körper. Ein Tag auf Jupiter dauert an den Polen etwa 9 Stunden und 56 Minuten. Nahe beim Äquator verringert sich die Dauer eines Tages auf 9 Stunden und 50 Minuten. Durch die schnelle Rotation des Riesenplaneten entstehen starke Strahlströmungen. Diese teilen seine Wolken in Bänder aus dunklen Gürteln und hellen Zonen auf, die um den ganzen Planeten reichen.

Diese scharfe Bildfolge entstand in der Nacht des 15. Januar mit einer Kamera und einem kleinen Teleskop in der Nähe von Paris. Jupiters schnelle Rotation ist gut erkennbar. Sein riesiges Sturmsystem, der große Rote Fleck, liegt südlich vom Äquator. Er bewegt sich mit der Rotation des Planeten von links nach rechts. Die Bildfolge verläuft von links unten nach rechts oben. Sie dauerte etwa 2 Stunden und 30 Minuten.

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Jupiter und der Geminid

Ein gleißend heller, grün-türkiser Meteor blitzt schräg durch das Bildfeld, im Hintergrund leuchten zarte Sterne, unter der Feuerkugel sind die Plejaden und die Hyaden erkennbar, rechts leuchtet der helle Planet Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Gaurav Singh

Für einen kurzen Moment überstrahlte der Meteor den Planeten Jupiter am Nachthimmel. Dieses Zufallsbild gelang am 14. Dezember mit einer Kamera im Zeitraffermodus bei der Jagd nach Sternschnuppen. Es entstand zum Maximum des Sternschnuppenstroms der Geminiden und wurde unter dem kalten Sternenhimmel von Kanada aufgenommen.

Der Sternschnuppenschauer der Geminiden ist das jährliche Geschenk des Asteroiden 3200 Phaethon im Dezember. Der Regen aus Sternschnuppen stammt von Staub, den der mysteriöse Asteroid auf seiner Bahn um die Sonne verliert. Die Staubpartikel fallen mit 22 Kilometer pro Sekunde in die oberen Schichten der Erdatmosphäre.

Die Sternschnuppen der Geminiden gehen scheinbar von einem Punkt im Sternbild Zwillinge aus. Er befindet sich links unten außerhalb des Bildes. Der helle Jupiter leuchtet rechts. Mitten im Bild befindet sich der Sternhaufen der Plejaden. Darunter ist der Sternhaufen der Hyaden (das nach links gedrehte V). Beide sind klassische Himmelsobjekte einer Dezembernacht.

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Juno zeigt Ganymed

Der Jupitermond Io ist fast bildfüllend dargestellt, links ist ein kleiner Teil nicht beleuchtet. Die Oberfläche wirkt sehr glatt mit dunklen breiten bandartigen Stellen, sie besitzt wenige sehr hellen großen Kratern.

Bildcredit und Bildrechte: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Wie sieht der größte Mond des Sonnensystems aus? Der Jupitermond Ganymed, der sogar größer als Merkur und Pluto ist, hat eine eisige Oberfläche, die mit hellen, jungen Kratern gesprenkelt ist, die über einer Mischung aus älterem, dunklerem, stärker zerklüfteten und von Rillen und Graten durchzogenem Terrain liegen. Die Ursache für das gerillte Terrain ist nach wie vor Gegenstand der Forschung, wobei eine führende Hypothese die Verschiebung von Eisplatten damit in Verbindung bringt. Es wird vermutet, dass Ganymed unter der Eisoberfläche einen Ozean besitzt, der mehr Wasser enthält als die Erde – und in dem möglicherweise Leben existiert. Wie der Erdmond ist auch Ganymed seinem Zentralplaneten, in diesem Fall Jupiter, zugewandt, man spricht von gebundener Rotation. Das hier gezeigte Bild wurde im Jahr 2021 von der NASA-Robotersonde Juno aufgenommen, die an dem riesigen Mond vorbeiflog. Durch den nahen Vorbeiflug verringerte sich die Umlaufzeit von Juno um Jupiter von 53 auf 43 Tage. Juno untersucht weiterhin die hohe Schwerkraft des Riesenplaneten, sein ungewöhnliches Magnetfeld und seine komplexen Wolkenstrukturen.

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Kleiner Planet mit Polarlicht

Mitten im Bild schwebt ein kleiner Planet, auf dem ein paar Menschen stehen. Links unten und oben ragen Berge über den Horizont. Links oben fällt ein Wasserfall in einen Fluss, der nach rechts fließt. Rechts leuchtet helles Licht. Rund um den Planeten leuchten starke Polarlichter.

Bildcredit und Bildrechte: Victor Lima

Dieser schroffe kleine Planet ist in ein unheimliches grünes Licht getaucht. Anscheinend gibt es dort atemberaubende Wasserfälle und einen unglaublich hohen Berg. Der Planet ist natürlich die Erde. In der Nacht vom 9. November 2023 entstand dieses 360°-Mosaik mit einer Digitalkamera in der Bergregion Kirkjufell, die im Westen von Island liegt. Das Bild ist auf den Nadir zentriert.

Schleier eines schimmernden Polarlichts beleuchten den Sternhimmel blassgrün. Die Polarlichter heißen im Norden auch Nordlichter oder Aurora Borealis. Ein starkes Polarlicht entsteht durch erhöhte Sonnenaktivität. Anfang November schüttelte ein Sonnensturm die Magnetosphäre der Erde durch und verursachte einen starken geomagnetischen Sturm.

Der Berg Kirkjufell ist oben am kreisrunden Horizont dieser stereographischen Projektion. Wer auf der nördlichen Halbkugel lebt, erkennt vermutlich vertraute Sternmuster, z.B. den Großen Wagen über der Spitze des Kirkjufell. Rechts unten leuchten der kompakte Sternhaufen der Plejaden und der Riesenplanet Jupiter am Nachthimmel des kleinen isländischen Planeten.

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Stereo-Jupiter nahe der Opposition

Das Bild zeigt zwei Abbildungen von Jupiter mit bandförmigen Wolkengürteln und dem großen Roten Fleck. Durch Schielen wirkt das Bild dreidimensional.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Jupiter sieht auf diesen Bildern gestochen scharf aus. Beide wurden am 17. November von Singapur aus mit einem Dachteleskop aufgenommen, nur zwei Wochen nach Jupiters Opposition im Jahr 2023. Der Riesenplanet ist derzeit fast die ganze Nacht hindurch zu sehen und steht um Mitternacht besonders hoch im Süden. Sein Licht war zum Zeitpunkt der Aufnahmen nur 33,4 Minuten zur Erde unterwegs, das sind ca. 4 Astronomische Einheiten oder etwas mehr als 600 Millionen Kilometer.

Die dunklen Gürtel und hellen Zonen des Planeten Jupiter sind in bemerkenswerter Detailtreue zu erkennen, ebenso wie die weißlichen, ovalen Wirbel des Riesenplaneten. Sein charakteristischer Großer Roter Fleck ist im Süden immer noch deutlich zu erkennen.

Jupiter dreht sich alle 10 Stunden schnell um seine Achse, so dass diese Bilder auf der Grundlage von Videobildern, die nur 30 Minuten auseinander liegen, ein Stereobild ergeben. Schaue auf die Mitte des Paares und stelle die Augen auf „Unendlich“ ein, bis sich die einzelnen Bilder überlagern und verschmelzen, um den größten Gasriesen des Sonnensystems in 3D-Optik zu sehen.

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Drei-Planeten-Fels

Eine Meereslandschaft umgibt einen großen Hügel, auf dem Bäume wachsen. Um den Hügel herum leuchten am Nachthimmel drei helle Punkte. Es sind die Planeten Jupiter und Venus sowie eine Mondsichel.

Bildcredit und Bildrechte: Giovanni Passalacqua; Text: Liz Coelho (Pikes Peak)

Die Dunkelheit verschwand schon in der Dämmerung. Ein schräges Dreieck balancierte scheinbar auf einer Felsspitze am südlichen Ende Siziliens. Drei der vier hellsten Objekte, die wir am irdischen Himmel sehen, bilden die Ecken des Dreiecks. Es waren Jupiter, Venus und der Mond.

Das Bild entstand am 27. April 2022. Der Mond war eine schmale, abnehmende Sichel. Doch dank des Erdscheins sah man einen Großteil der Scheibe. Venus (Mitte) und Jupiter (links) waren ungefähr drei Grad voneinander entfernt. Sie näherten sich später bei einer engen Konjunktion.

Konjunktionen von Venus und Jupiter gibt es etwa einmal pro Jahr. Dann stehen die beiden entweder vor Sonnenaufgang im Osten oder nach Sonnenuntergang im Westen. Dieses Bild entstand etwa eine Stunde, bevor das hellste Objekt am Himmel der Erde aufging – nämlich die Sonne.

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Jupiter im Mondlicht

Rechts oben leuchtet der Vollmond, am unteren Rand ist ein Teil vom Erdschatten bedeckt, er ist von einem irisierenden Nebelring umgeben. Links unten leuchtet der Planet Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer

Das helle Licht, das kurz nach Sonnenuntergang im Osten aufgeht, ist Jupiter. Der größte Gasriese im Sonnensystem steht um Mitternacht hoch am Himmel. Er erreichte am 2. November seine Opposition des Jahres 2023 und stand am Himmel des Planeten Erde gegenüber der Sonne.

Nur ein paar Tage früher, am 28. Oktober, stand der Mond in Opposition. Vollmond und Jupiter teilten sich diese Nahaufnahme. Die himmlische Szene entstand aus zwei Aufnahmen, eine davon war lang belichtet, die andere kurz. Beide Bilder wurden übereinandergelegt, um den hellen Planeten und den noch helleren Mond bei der partiellen Mondfinsternis an diesem Abend darzustellen.

Das Mondlicht scheint durch dünne, hohe Wolken über Norditalien, dabei entstehen das bunte Schillern und die Mondkorona. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr auch einige von Jupiters galileischen Monden.

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Die Raumsonde Juno zeigt den Mond Io

Der Jupitermond Io ist etwas mehr als halb beleuchtet, seine rotbraune Oberfläche ist von Vulkanen bedeckt.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung und Bildrechte: Ted Stryk und Fernando García Navarro

Da ist noch einer! Immer wieder brechen auf dem Jupitermond Io Vulkane aus. Um das zu erforschen, startete die robotische NASA-Raumsonde Juno eine Besuchserie zu diesem merkwürdigen Mond. Io ist etwa so groß wie der Erdmond. Durch die Gravitation von Jupiter und den anderen Monden wird Io durchgewalkt und sein Inneres aufgeheizt. Daher ist seine Oberfläche von Vulkanen übersät.

Dieses Bild entstand beim Vorbeiflug letzte Woche, als Juno knapp 12.000 Kilometer über die gefährlich aktive Welt flog. Ios Oberfläche ist mit Schwefel und gefrorenem Schwefeldioxid bedeckt, daher erscheint er gelb, orange und braun. Wie erhofft brach gerade ein Vulkan aus, als Juno vorbeiflog. Seine blasse Aschewolke leuchtet beim oberen Bildrand im Dunkeln.

Durch die Erforschung von Ios Vulkanen und ihren Ausgasungen soll die Menschheit besser verstehen, wie Jupiters komplexes System aus Monden, Ringen und Polarlichtern zusammenspielt. Im Dezember und im Februar 2024 sind für Juno zwei Vorbeiflüge an Io geplant, bei denen die Raumsonde dem Mond fast 10-mal näher kommt.

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