Komet Lemmon wird heller

Links unten ist die grünliche Koma des Kometen C/2025 A6 (Lemmon) abgebildet. Nach rechts oben verläuft sein leicht aufgefächerter Ionenschweif.

Bildcredit und Bildrechte: Victor Sabet und Julien De Winter

Der Komet Lemmon wird immer heller und bewegt sich Richtung Morgenhimmel der Nordhalbkugel. Neben den Kometen SWAN25B und ATLAS, ist C/2025 A6 (Lemmon) inzwischen schon der dritte Komet, den man mit Ferngläsern oder auf länger belichteten Aufnahmen sieht.

Der Komet wurde Anfang des Jahres entdeckt. Er befindet sich derzeit noch auf seinem Weg in das innere Sonnensystem. Am 8. November wird er die Sonne umrunden – nachdem er am 21. Oktober seinen erdnächsten Punkt erreicht hat. An diesem Tag ist er immer noch knapp halb so weit von der Erde entfernt wie die Sonne.

Auch wenn die Helligkeit von Kometen sehr schwer vorhersagbar ist, so gehen manche optimistischen Schätzungen davon aus, dass Lemmon dann tatsächlich mit dem bloßen Auge sichtbar wird. Bis Mitte des Monats Oktober findet man den Kometen am besten vor der Morgendämmerung. Danach ist er auch am Abend zu sehen.

Das Bild zeigt den Kometen mit seinem gespaltenen Ionenschweif, der sich rasch verändert. Es wurde Ende letzter Woche in Texas in den USA fotografiert.

Galerie: Komet Lemmon 2025

Zur Originalseite

Zwei fotogene Kometen am Himmel

Zwei Kometen ziehen nebeneinander über den Himmel. Von ihren grünlichen Köpfen zeigt ein Ionenschweif nach links oben. Der Schweif des rechten Kometen ist viel länger als der des linken. Er ist auch viel näher.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Es wirkt zwar, als würden diese Kometen um die Wette rasen, doch das tun sie nicht. Auf diesem Bild standen die Kometen C/2025 K1 ATLAS (links) und C/2025 R2 SWAN (rechts) zufällig nahe beisammen. Es wurde letzte Woche auf der französischen Insel Reunion im südlichen Indischen Ozean fotografiert.

Der blassere Komet ATLAS nähert sich der Sonne. Er erreicht die größte Annäherung und wohl auch seine größte Helligkeit Anfang Oktober. Wahrscheinlich sieht man ihn trotzdem nur auf lang belichteten Aufnahmen.

Der hellere Komet mit der Bezeichnung SWAN25B entfernt sich nun von unserer Sonne. Er erreicht seine größte Annäherung an die Erde Mitte Oktober. Es gibt optimistische Schätzungen, dass er hell genug für das bloße Auge wird. Beide Kometen haben eine grünliche Koma aus verströmtem Gas und einen Ionenschweif, der von der Sonne wegweist.

Galerie: Komet SWAN25B

Zur Originalseite

SWAN, ATLAS und Mars

Die Kometen C/2025 R2 (SWAN) und C/2025 K1 (ATLAS) begegnen einander auf diesem Teleskopfeld. Am unteren Bildrand begleitet sie der Planet Mars. SWANs Schweif breitet sich schräg nach rechts oben aus, der Schweif von ATLAS darüber ist im Vergleich nur sehr kurz.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block

Der Komet C/2025 R2 (SWAN) ist ein neuer Besucher im inneren Sonnensystem. Er wurde hier am 21. September fotografiert. Der Komet präsentiert einen langen Ionenschweif, der sich diagonal über das fast 7 Grad breite Teleskopsichtfeld ausbreitet.

Auch C/2025 K1 (ATLAS), ein weniger heller Komet, hat seinen ersten Auftritt im inneren Sonnensystem. Man sieht ihn links über SWANs grünlicher Koma. Dahinter ist ein Meer von Sternen im Sternbild Jungfrau (Virgo). Die beiden neuen Kometen wurden erst 2025 entdeckt. Auf diesem Himmelsausschnitt begleitet sie der rötliche Planet Mars (unten). Er ist ein besser bekannter Wanderer am Nachthimmel des Planeten Erde.

Die Kometen liefern sich hier scheinbar ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf ihrer Reise durch das innere Sonnensystem und um die Sonne. Doch der Komet SWAN hatte am 12. September sein Perihel bereits hinter sich. Das Perihel ist die größte Annäherung eines Himmelskörpers an die Sonne. Er zieht nun auf seiner Bahn hinaus. Der Komet ATLAS wandert noch nach innen. Er erreicht sein Perihel am 8. Oktober.

Zur Originalseite

Komet C/2025 F2 SWAN

Links unten ist der Kopf des Kometen C/2025 F2 SWAN mit grüner Koma. Nach links oben verläuft ein gerader dünner Schweif diagonal durchs Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Dan Bartlett

Ende März entdeckten die Bürgerwissenschaftler Vladimir Bezugly, Michael Mattiazzo und Rob Matson unabhängig voneinander einen Kometen, als sie öffentlich zugängliche Bilddaten untersuchten. Die Daten stammten von der Solar Wind ANisotropies Kamera (SWAN) auf der Raumsonde SOHO, welche die Sonne beobachtet. Der Komet wird nun als C/2025 F2 SWAN bezeichnet.

Die grünliche Farbe der Koma des Kometen SWAN ist auf die Fluoreszenz zweiatomiger Kohlenstoffmoleküle im Sonnenlicht zurückzuführen. Sie schimmert auf diesem Teleskopbild links unten. Der schwache Ionenschweif von SWAN reicht fast zwei Grad nach rechts oben über das Bildfeld. Die interplanetare Szene wurde am 14. April bei klarem, aber mondhellem Himmel am June Lake in Kalifornien aufgenommen.

Der Komet lag vor dem Hintergrund der Sterne im Sternbild Andromeda. Er war damals etwa 10 Lichtminuten von unserem schönen Planeten entfernt. Jetzt ist der Komet SWAN ein Ziel für Ferngläser und kleine Teleskope am Morgenhimmel der Nordhalbkugel. Er steuert am 1. Mai auf sein Perihel zu. Das Perihel ist seine größte Annäherung an die Sonne. Damit kommt dieser Besucher aus der fernen Oortschen Wolke der Sonne fast so nahe wie die Umlaufbahn des inneren Planeten Merkur.

Zur Originalseite

Parker: Das Sonnensystem in der Nähe der Sonne

Videocredit: NASA, JHUAPL, Forschungslabor der Marine, Parker Solar Probe; Hut ab: Richard Petarius III; Musik: Russische Ostern, konzertante Ouvertüre, Opus 36 von N. Rimski-Korsakow; Quelle: Musopen; Aufführung: Tschechisches Nationales Symphonieorchester (via Musopen); Musik-Credit: Wikimedia Commons

Wenn ihr lange genug wartet, kommt ein Komet. Davor seht ihr unser Sonnensystem von innerhalb der Merkurbahn. Dort umrundet die NASA-Sonde Parker Solar Probe die Sonne. Von ihr stammt dieses Video. Es zeigt koronale Ströme im Sonnenwind, einen kleinen koronalen Massenauswurf und Planeten. Die Reihenfolge ihres Auftritts ist: Merkur, Venus, Saturn, Erde, Mars und Jupiter.

Zwischen Erde und Mars taucht Komet Tempel 1 auf. Er hat einen markanten Schweif. Die ständigen flüchtigen Streifen stammen von energiereichen Teilchen der Sonne, die auf Parkers Kamera einschlagen. Die Kamera ist zur Seite gerichtet.

Das Zeitraffervideo wurde letztes Jahr bei der 21. Begegnung aufgenommen. Es war Parkers 21. Annäherung an die Sonne. Die Daten und Bilder der Raumsonde Parker werden untersucht. So versteht man besser, wie sich die dynamische Sonne auf das Weltraumwetter der Erde und die Stromnetze der Menschen, Raumsonden und Astronautinnen* im All auswirkt.

Zur Originalseite

Komet G3 ATLAS löst sich auf

Die Bildfelder wurden täglich von 18.-23. Januar aufgenommen. Anfangs hat der Komet noch einen hellen Kern und einen schmalen Schweif, am Ende verschwindet der Kern, der Schweif ist breit, lang und fahl.

Bildcredit: Lionel Majzik

Was passiert mit dem Kometen G3 ATLAS? Mitte Jänner zog er nahe an der Sonne vorbei. Danach wurde der Kopf des Kometen immer blasser. Ende Jänner wurde Komet C/2024 G3 (ATLAS) ein kopfloses Wunder. Trotzdem zeigte er nach Sonnenuntergang weiterhin eindrucksvolle Schweife am Himmel der irdischen Südhalbkugel.

Diese Bilder des Kometen G3 ATLAS wurden in aufeinanderfolgenden Jännernächten im chilenischen Río Hurtado aufgenommen. Der Kopf des Kometen ist in den früheren Tagen (links) eindeutig heller und kompakter als in den späteren Tagen (rechts). Wahrscheinlich ist der Hauptgrund, dass der Kern des Kometen aus Eis und Gestein am Kopf zerbrochen ist.

Komet G3 ATLAS zog weit innerhalb der Bahn des Planeten Merkur um die Sonne, als er ihr am nächsten kam. In dieser Nähe zerstört die Hitze viele Kometen. Einige Bruchstücke des Kometen G3 ATLAS werden weiterhin um die Sonne kreisen.

Galerie: Komet G3 ATLAS

Zur Originalseite

Der Komet ATLAS umrundet die Sonne

Oben im Bild breitet ein Komet einen prächtigen Schweif aus. Unten in der Mitte ist eine dunkle Scheibe eines Sonnenteleskops, sie verdeckt die Sonne.

Bildcredit: NASA, Raumsonde SOHO, LASCO C3; Bearbeitung: Rolando Ligustri

Warum hat Komet ATLAS so farbige Schweife? Letzte Woche erreichte Komet C/2024 G3 (ATLAS) seine größte Annäherung an die Sonne. Diese lag weit innerhalb der Merkurbahn. Dabei wurde er drastisch heller. Leider hatte der Komet dabei einen so kleinen Winkelabstand zur Sonne, dass es für Menschen sehr schwierig war, ihn zu sehen.

Doch die Raumsonde SOHO der NASA sah ihn. Hier ist ein Bild des Kometen ATLAS von SOHO (LASCO C3). Das Komposit wurde mit Filtern für verschiedene Farben erstellt.

Der Komet zeigt mehrere Schweife. Die mittleren weißen Schweife bestehen wahrscheinlich aus Staub, der Sonnenlicht reflektiert. Die Schweife in Rot, Blau und Grün sind wahrscheinlich Ionenschweife. Ihre Farben stammen von Licht, das von bestimmten Gasen abgestrahlt wird, die der Kometen ausgestoßen hat. Sie werden von der Sonne angeregt.

Derzeit zeigt Komet ATLAS lange Schweife am Südhimmel. Doch er verblasst, während er aus dem inneren Sonnensystem hinauswandert.

Galerie: Komet ATLAS (G3)

Zur Originalseite

Meteor und Komet

Links verläuft ein oben türkisfarbener, unten weißer Streifen von einem Meteor durchs gestirnte Bild. In der Mitte fächert sich eine rot leuchtende Verdunstungsspur auf. Rechts zeigt der Schweif des Kometen Tsuchinsan-Atlas fast in dieselbe Richtung.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Hao; Bearbeitung: Song Wentao

Wie unterschiedlich sind diese beiden Streifen?

Der Streifen rechts oben ist der Komet Tsuchinshan-Atlas mit einem beeindruckenden Staubschweif. Ein Komet ist ein großer und schmutziger Eisberg, der in das innere Sonnensystem eingetreten ist und Gas und Staub abwirft, während er vom Sonnenlicht erwärmt wird.

Der Streifen links unten ist ein Meteor, der eine beeindruckende Verdunstungsspur zeigt. Ein Meteor ist ein kleiner, kalter Felsbrocken, der in die Erdatmosphäre eindrang und Gas und Staub abgibt, während er durch Molekülkollisionen erhitzt wird.

Der Meteor war wahrscheinlich einst Teil eines Kometen oder Asteroiden – vielleicht bildete er später einen Teil seines Schweifs. Der Meteor war blitzschnell verschwunden und wurde nur zufällig während einer Belichtungsreihe aufgenommen, die den langen Schweif des Kometen dokumentierte.

Dieses Bild wurde vor etwas mehr als einem Monat in der Provinz Sichuan in China aufgenommen.

Galerie: Komet Tsuchinshan-ATLAS in 2024

Zur Originalseite