Der Komet R3 PANSTARRS im Wandel der Zeit

Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht auf diesem Kompositbild von unten nach oben an den leuchtenden Nebeln im Sternbild Orion vorbei. Die Barnard-Schleife leuchtet rot, darin befinden sich der Orionnebel und viele weitere ionisierte Staubwolken. Rechts unten ist die markante V-Form der Hyaden im Sternbild Stier.
Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák und Martin Mašek (FZU der Tschechischen Akademie der Wissenschaften)

Wenn ein Komet ins innere Sonnensystem kommt, wird das normalerweise von großen Ankündigungen und Hoffnungen begleitet. Wird er besonders hell und fotogen? Doch was passiert, wenn der Komet das Sonnensystem wieder verlässt? Die Sonne erwärmt den Kometenkern nicht mehr so stark. Er stößt dann weniger Gas und Staub aus. Die Koma um den Kern schrumpft und verliert an Helligkeit, und der Kometenschweif wird kürzer.

Viele Kometen ziehen in die äußeren Bereiche des Sonnensystems. Von dort kehren sie oft erst nach Hunderten oder Tausenden Jahren wieder. Doch manche Kometen schleudert die Gravitation der Planeten hinaus. Sie verlassen dann das Sonnensystem für immer. Zu diesen Kometen gehört Komet C/2025 R3 (PANSTARRS).

Der Komet R3 (PANSTARRS) wurde für diese Aufnahme in vielen Nächten lange belichtet. Die Bilder entstanden in der ersten Mai-Hälfte nahe dem Cerro Paranal in Chile. Die oberen Aufnahmen entstanden später. Der Ionenschweif wird dort immer kürzer.

Zur Originalseite

C/2025 R3 (PANSTARRS): Ein Komet im Orion

In einem Sternenfeld mit vielen hellen Sternen schimmern rote Nebel und ein Komet. Vorne ragen schneebedeckte Berge auf. Der Komet links oben hat einen Schweif, der nach rechts oben zieht. Dort trifft er auf einen hellen Stern.

Bildcredit und Bildrechte: Chester Hall-Fernandez

Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) bleibt wohl vor allem als Orion-Komet in Erinnerung. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass der Komet gerade dann am spektakulärsten war – was die Sichtbarkeit seines Schweifs angeht – als er vor dem bekannten Sternbild vorbeizog. Es kommt zwar nur selten vor, aber auch andere helle Kometen haben sich schon in den Orion gewagt. Dazu gehören Lovejoy im Jahr 2015, Hale-Bopp im Jahr 1997 und der große Komet von 1264.

Dieses Bild wurde letzte Woche von der Craigieburn-Bergkette in Neuseeland aus aufgenommen. Im Hintergrund des Bildes stehen der Orionnebel und die Barnardschleife. Der Schweif des Kometen trifft den hellen Stern Saiph. Er ist der sechsthellste Stern im Sternbild Orion. C/2025 R3 (PANSTARRS) wird langsam schwächer. Dabei bewegt er sich weiter nach Süden und tritt in den nächsten Tagen in das Sternbild Einhorn (Monoceros).

Zur Originalseite

Konjunktion von Komet R3 PANSTARRS und Orionnebel

Das Panorama zeigt links den rosa-lila Orionnebel, rechts fächert sich der Schweif des Kometen PANSTARRS nach unten auf.
Bildcredit und Bildrechte: Julien De Winter, Sascha Ebeler; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Diese Fotomontage zeigt etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues.1 Komet R3 PANSTARRS zieht sich rechts durch das Bild. Er kommt vermutlich aus der Oortschen Wolke. Das heißt, er ist ein altes Objekt, das im Sonnensystem vor Milliarden von Jahren entstand. Sein heller, langer Ionenschweif leuchtet blau, weil das Gas, das aus dem Kern des Kometen austritt, vom Sonnenlicht ionisiert wird.

Kometen faszinieren aus mehreren Gründen. Sie sind unberührte Zeitkapseln und enthalten die Bausteine der Planeten im Sonnensystem. Kometen brachten womöglich Wasser auf die junge Erde. Das Verhalten des Kometenschweifs lässt auf Wechselwirkungen mit dem Wind und der Strahlung der Sonne schließen.

Im Hintergrund zeigt das Bildmosaik den Orionnebel (M42). Es wurde im Laufe von zwei Beobachtungsnächten aufgenommen. Der Komet wurde in der dritten Nacht fotografiert. Der Orionnebel ist das uns am nächsten gelegene Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es ist mit etwa 2 Millionen Jahren noch relativ neu bzw. jung.

Der Komet R3 PANSTARRS ist nur geborgt. Er ist nun etwa 127,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und verlässt unser Sonnensystem wieder.

  1. Der Reim lautet:
    Something old,
    something new,
    something borrowed,
    something blue,
    and a sixpence in her shoe.
    ↩︎

Zur Originalseite

Komet R3 PANSTARRS und Orion

Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht mit einem langen Schweif durch ein Sternfeld. Der Schweif reicht von unten nach links oben. Links neben dem Kometen leuchtet der helle Stern Rigel. Rechts über dem Kometen schimmert der rot-weiße Orionnebel.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Noch nie hatte Orion so ein Schwert. Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht nun aus dem inneren Sonnensystem ab. Dabei bietet er ein wahres Spektakel, wenn man ihn lange mit einer Kamera belichtet. Gerade sieht man ihn beim Sternbild des Jägers Orion. Rechts oben schimmert der ferne Orionnebel.

Komet R3 PANSTARRS hat nun zwei getrennte Schweife. Ein kurzer Staubschweif zeigt zum oberen Bildrand und ein langer, sehr welliger Ionenschweif zieht nach links oben. Der Ionenschweif zeigt von der Sonne fort. Er leuchtet blau, weil die Sonne das Kohlenmonoxid darin anregt (ionisiert). Große Teilchen im Staubschweif widerstehen dem Strahlungsdruck, der sie von der Sonne forttreibt. Daher sie folgen dem Kometen kurze Zeit auf seiner Bahn. Der Staubschweif glänzt, weil er Sonnenlicht reflektiert.

Dieses Bild wurde vor ein paar Tagen auf der französischen Insel Reunion fotografiert. Sie liegt im südlichen Indischen Ozean.

Zur Originalseite

R3 PANSTARRS: Ein Komet im Orion

In einem Sternenfeld leuchten drei große Objekte. Ganz oben ist ein heller Stern. In der Mitte leuchtet ein kleiner hellblauer Nebel. Und ganz unten ist ein Komet, dessen langer Schweif nach links oben ragt. Er zieht vor dem Stern und dem blauen Nebel vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák und Martin Mašek (FZU of the Czech Academy of Sciences)

Wohin zieht der Komet R3 PANSTARRS? Nein, nicht zum hellen Stern oben. Das ist Rigel. Er liegt weit im Hintergrund und hat nichts mit dem Kometen zu tun. C/2025 R3 fliegt auch nicht durch den Hexenkopfnebel mitten im Bild. Auch der ist viel zu weit entfernt, als dass ihm der Komet nahe sein könnte. Er befindet sich in der Nachbarschaft von Rigel!

Auch zum Nordhimmel bewegt er sich nicht: Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) wanderte im Lauf der letzten Wochen an den Südhimmel der Erde. Inzwischen sieht man ihn am besten auf der Südhalbkugel. Dort steht er kurz nach Sonnenuntergang im Westen. Langsam zieht Komet R3 PANSTARRS nach rechts oben, jede Nacht ein bisschen weiter. Bald steht er im Sternbild Orion.

Langsam verlässt er auch das innere Sonnensystem, bleibt aber wohl noch etwa eine Woche für Kameras sichtbar. Das Bild wurde vorige Woche nahe beim Cerro Paranal in Chile fotografiert.

Zur Originalseite

Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) hinter Spuren von Satelliten

Über einem Horizont, auf dem ein rot beleuchteter Mast steht, ziehen Satelliten und Flugzeuge kreuz und quer helle Striche. Der Komet schimmert mittendrin, doch hinter den Spuren ist er kaum erkennbar. Rechts über der grünlichen Koma ragt sein schmaler Schweif leicht nach rechts.
Bildcredit und Bildrechte: Uli Fehr

Findet ihr den Kometen in diesem Netz aus Spuren von Satelliten? Mittendrin versteckt sich der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS). Er besucht gerade das innere Sonnensystem.

Während Satelliten um die Erde kreisen, ziehen sie im Bild lange Streifen. Dafür sorgt die lange Belichtungszeit der Kamera. Hier waren es über 10 Minuten. Mit dem bloßen Auge sehen wir Satelliten als Lichtpunkte, die im Sonnenlicht glänzen. Sie ziehen langsam über den Nachthimmel. Kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang sehen wir sie besonders gut.

Dieses Foto entstand vor zwei Wochen in Bayern in Deutschland, kurz bevor Sonne aufging. Derzeit sehen wir den Kometen C/2025 R3 (PANSTARRS) aus einem anderen Grund nur schwer: Der Winkel zwischen ihm und der Sonne ist sehr klein.

Auf seiner Bahn um die Sonne sieht man ihn in den kommenden Wochen am besten auf der Südhalbkugel der Erde. Dann macht er sich auf den Weg in den interstellaren Raum und verblasst. Kein Grund zur Verzweiflung, falls ihr den Kometen im Bild noch nicht entdeckt habt: Schaut einfach etwas genauer direkt über der Mitte hin!

Zur Originalseite

Komet R3 PanSTARRS über einem Tal im Himalaya

Über einer Kerbe zwischen zwei Hängen, die nach links und rechts aufragen, steigt der Komet PanSTARRS mit seinem langen schmalen Schweif auf. Unten sind die Lichter einer Siedlung.
Bildcredit und Bildrechte: Basudeb Chakrabarti und Samit Saha

Der Komet R3 PanSTARRS zeigt seinen langen Schweif am besten auf Fotos. Der Komet wird nun heller. Diese Woche sieht man ihn am nördlichen Himmel morgens vor der Dämmerung im Osten. Doch mit bloßem Auge erkennt man ihn nur schwer.

Auf lang belichteten Bildern wird sein Ionenschweif sichtbar. Er ist mehrere Grad lang. Das liegt daran, dass wir ihn von der Erde aus fast von der Seite sehen, während er von der Sonne fortströmt. Auf einem Bild, das kürzlich fotografiert wurde, leuchtet der Schweif des Kometen C/2025 R3 (PanSTARRS) zwischen zwei Anhöhen im Himalaya in Indien.

Gestern erreichte der Komet seinen sonnennächsten Punkt. Nächste Woche kommt er der Erde am nächsten. Dann sehen wir vielleicht einen staubigen, buschigen Staubschweif. Allmählich verschwindet der Komet vom nördlichen Himmel. Ende des Monats sieht man ihn nach Sonnenuntergang am südlichen Himmel. Dann wird er blasser und verlässt unser Sonnensystem.

Galerie: Komet R3 PanSTARRS 2026

Zur Originalseite

Der lange, zarte Schweif des Kometen R3 (PanSTARRS)

Der Komet R3 (PanSTARRS) hat einen langen, zarten Ionenschweif, der von der Sonne wegzeigt. Er zieht diagonal durch das ganze Bild.
Bildcredit und Bildrechte: Haythem Hamdi

Warum hat der Komet R3 (PanSTARRS) so einen zarten Schweif? Der neueste Besucher im inneren Sonnensystem ist der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS). Er stößt bereits eine eindrucksvolle Menge an leuchtendem Gas aus. Sein Schweif beginnt beim Zentralkern, der aus schmutzigem Eis besteht und nicht sichtbar ist. Wahrscheinlich ist er nur ein paar Kilometer groß.

Die Sonne erwärmt den Kern. Daraufhin stößt er eine Wolke aus neutralem Gas aus, das die sogenannte Koma um den Kern bildet. Sie leuchtet hellgrün. Sehr energiereiches Sonnenlicht ionisiert das Gas, und der Sonnenwind drückt es in einen Schweif, der von der Sonne wegzeigt. Er leuchtet hellblau. Der Sonnenwind, der sich ständig ändert, verursacht auch die zarte Struktur im Ionenschweif.

Das Bild wurde vor zwei Tagen auf Rhode Island in den USA aufgenommen. Es zeigt den Ionenschweif des Kometen. Am besten sehen wir den Kometen R3 (PanSTARRS) auf der Nordhalbkugel in den nächsten 10 Tagen, und zwar früh am Morgen. Dann wird er zu einem Objekt für den Südhimmel.

Galerie: Komet R3 im Jahr 2026

Zur Originalseite