Der helle Vollmond leuchtete diese Woche am 2. November die ganze Nacht. Er war auf der Nordhalbkugel der Jagdmond. Diese dramatische Ansicht der leuchtenden Mondkugel aus Sobreda in Portugal wurde einige Nächte früher aufgenommen: zu Halloween.
Ganz im Sinn der Jahreszeit nützt das Bild einen kleinen Trick: Es besteht eigentlich aus zwei Digitalfotos, einer kurz und einer lang belichteten Aufnahme. Die Bilder wurden kombiniert. Das Ergebnis zeigt Details der hellen Mondoberfläche und zartere Strukturen in den dunklen Wolken außen herum auf einem Bild. In den Wolken könnt ihr – neben dem Halloweenmond – auch einige gruselige Formen erkennen.
Credit und Bildrechte:Barry und Noemi Diacon (McMaster U.)
Beschreibung: Wie kann ein und dieselbe Sonne dreimal aufgehen? Am Freitag, 10. Juli 2009, wurde um etwa 4:30 Uhr über der Danziger Bucht in Danzig (Polen) ein spektakulärer Dreifach-Sonnenaufgang fotografiert. Natürlich geht unsere Sonne nur einmal auf. Irgendein optischer Effekt erzeugt mindestens zwei Trugbilder der Sonne – doch welcher?
Die überwiegende Mehrheit ähnlicher gemeldeter Fälle an Trugbildern des hellsten Objekts im Bildfeld kann auf Blendenflecke im Inneren der Kamera, mit der das Bild aufgenommen wurde, zurückgeführt werden. Dennoch ist das obige Bild verblüffend, weil ein ehrlicher Fotograf meint, der Effekt wäre mit bloßem Auge sichtbar gewesen, und weil der Fotograf mehrereweitereBilder fotografierte, welche Varianten desselben Effekts zeigen.
Daher sind die Leser eingeladen, darüber zu beraten ob das obige Bild ein besonders spektakuläres Beispiel gewöhnlicher Reflexionen in einer Standard-Digitalkamera oder eines der spektakulärsten Beispiele atmosphärischer Brechung, die je aufgezeichnet wurden, ist, oder ob es durch etwas völlig anderes hervorgerufen wurde. Falls die Diskussion zu einem Ergebnis kommt, wird der Konsens zu einem späteren Zeitpunkt hier veröffentlicht.
Beschreibung: Diese seltsame Ansicht des Vollmondes wurde am 7. Juni bei seinem Aufgang mit einem Teleobjektiv auf einem Balkon an der Küste nahe Nizza in Frankreich aufgenommen. Die dunklen Markierungen und die seltsame Form des orangefarbenen Mondes erinnerten den Fotografen an das Gesicht eines Außerirdischen, der auf das vorbeifahrende Schiff blickt. Natürlich entsteht die verzerrte Erscheinung des Mondes durch die ungewöhnliche Brechung (Refraktion) der Lichtstrahlen, wodurch Mehrfach- oder Trugbilder, ähnlich wie Sonnenuntergangs- und Sonnenaufgangs-Luftspiegelungen, entstehen. Die Effekte werden am häufigsten angekündigt, wenn durch Temperaturschichten in der Atmosphäre abrupte Unterschide der Luftdichte und des Brechungsindexes auftreten. Die Lichtbrechung, die entlang der weiten Sichtlinien zu auf- oder untergehender Sonne oder zum Mond auftritt, ändert den Weg der Lichtstrahlen erheblich, wodurch gekrümmte, verzerrte Bilder entstehen. Solche Trugbilder werden auch mit dem GrünenBlitz assoziiert.
Ist der Mond größer, wenn er nahe am Horizont steht? Nein. Oben seht ihr, dass der Mond immer fast gleich groß erscheint, egal wo er am Himmel steht. Es ist seltsam, dass die Ursachen für die bekannte Mondtäuschung immer noch diskutiert werden.
Zwei der häufigsten Erklärungen von früher hängen mit der Illusion zusammen, dass Objekte im Vordergrund den Mond am Horizont breiter erscheinen lassen. Die gängigste Erklärung lautete, dass der Verstand weiter entfernte Objekte als größer interpretiert. Dazu gibt es eine aktuellere Deutung, dass die Illusion der Distanz sogar dazu führt, dass das Auge anders fokussiert. Wie dem auch sei – der Winkeldurchmesser des Mondes beträgt immer etwa 0,5 Grad.
Diese Bildfolge des Mondes entstand 2007. Eine Aufnahme wurde länger belichtet und zeigt vorne die Bucht von Izmit in der Türkei. Zum 14. Jahrestag von APOD danken die Herausgeber allen Mitarbeitenden und Übersetzenden. Ihr ehrenamtlicher Einsatz bringt die Wunder der Astronomie Millionen von Menschen auf der ganzen Welt näher. Besonderer Dank geht an die Betreiber der türkischen Site für den Gruß. Er erscheint, wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt.
Beschreibung: Das auffällige X nahe der Mitte dieser Mondlandschaft ist leicht mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu sehen. Dennoch haben es noch nicht allzu viele Menschen gesehen. Der Grund dafür ist, dass dieses lunare X nur vier Stunden lang unmittelbar vor der ersten Viertelphase des Mondes zu sehen ist. Am Terminator (der Schattenlinie zwischen Mondtag und -nacht) entsteht diese X-Illusion durch eine Anordnung der Krater Blanchinus, La Caille und Purbach. Kurz vor der ersten Viertelphase des Mondes würde ein Astronaut, der in der Nähe dieser Krater steht, die langsam aufgehende Sonne sehr nahe am Horizont sehen. Vorübergehend würden die Kraterwände im Sonnenlicht stehen, während die Böden noch dunkel wären. Vom Planeten Erde aus sehen die gegensätzlichen Abschnitte heller Wände vor den dunklen Böden zufällig wie ein X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 3. März 2009 gegen 11:59 UT aufgenommen. Der Mond war am 4. März um 7:46 UT halb beleuchtet.
Beschreibung: Was ist mit dem Mond passiert? Nichts, obwohl der Februar-Vollmond vor zwei Wochen von einigen Orten aus seltsam verzerrt erschien, als er aufging. Zu sehen war auch ein seltsamer seitenverkehrter Bildabschnitt, der nahe dem Horizont abgeklemmt war – ein Effekt, der wegen der ähnlichen Form vom Sciencefiction-Pionierschriftsteller Jules Verne als etruskische Vase bezeichnet wurde. Dieses seltsame Mondbildstück entstand durch Mondlicht, das durch eine atmosphärische Inversionsschicht auf der Erde, wo kalte Luft nahe der Oberfläche gefangen war, gebrochen wurde. Der Fotograf bemerkte auch, dass, als der Mond aufging, ein roter Rand im unteren Teil des Mondes schwach zu sehen war, während oben ein grüner Rand erschien. Ähnlich wie der berühmte grüne Blitz der Sonne entstehen diese Effekte, wenn sich die Erdatmosphäre wie ein Prisma verhält und unterschiedliche Lichtfarben auf geringfügig unterschiedliche Bahnen lenkt. Das obige Bildmosaik wurde mit dem Computer waagrecht gestaucht, damit es auf einen Standardbildschirm passt.
Bildcredit und Bildrechte:E. Winfree, K. Fleischer, A. Barr et al. (Caltech)
Beschreibung: Sagt dieses Bild mehr als tausend Worte? Dem holografischen Prinzip zufolge beträgt die größte Menge an Information, die ein Bild erhalten kann, bei einen normal großen Computerbildschirm etwa 3 x 1065 Bit.
Das holografische Prinzip, das noch nicht bewiesen wurde, besagt, dass es ein Maximum an Informationsgehalt gibt, den aneinandergrenzende Bereiche auf jeder beliebigen Fläche enthalten können. Daher hängt, entgegen jeden Hausverstand, der Informationsgehalt innerhalb eines Raumes nicht vom Volumen des Raumes, sondern von dem Bereich der ihn umgebenden Wände ab.
Das Prinzip ist von der Idee abgeleitet, dass die Plancklänge – jene Länge, bei der die Quantenmechanik beginnt, die klassische Gravitation zu beherrschen – eine Seite eines Bereichs ist, die nur etwa ein Bit an Information enthalten kann. Diese Grenzgröße wurde erstmals 1993 von dem Physiker Gerard ‚t Hooftpostuliert.
So kann sich aus der Verallgemeinerung von Mutmaßungen aus der Ferne ergeben, dass die Information, die in einem Schwarzen Loch enthalten ist, nicht von dem von ihm eingeshlossenen Volumen vorgegeben ist, sondern von der Oberfläche des Ereignishorizonts.
Der Begriff „holografisch“ stammt von einer Hologramm-Analogie, bei der dreidimensionale Bilder mit projiziertem Licht durch einen flachen Schirm entstehen. Aufgepasst, andere Leute, die dieses Bild betrachten, könnten behaupten, die sehen nicht 3 x 1065 Bit, sondern eine Teekanne!
Beschreibung: Warum erscheint die Kuppel dieser Sternwarte durchsichtig rot? Während eines der Teleskope des Etscorn-Observatoriums von New Mexico Tech darauf wartete, kleine Ausschnitte des Nachthimmels zu beobachten, beschlossen verspielte Beobachter dieses ungewöhnliche Bild zu fotografieren.
Mit diesen Tricks gelang die scheinbar unmögliche Aufnahme: Die Kuppel wurde ein klein wenig geöffnet, der Innenraum mit rotem Licht beleuchtet, die Kuppel gedreht und mit langer Belichtungszeit aufgenommen. Durch den offenen Kuppelspalt wurde das Innere der Sternwarte mit Teleskop schrittweise abgebildet. Eine zufällige Wolkenlücke ließ schließlich noch die Sterngruppe des großen Wagen durchscheinen.
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