Raumfähre Enterprise über New York

Die Skyline von New York zeigt in der Mitte die Freiheitsstatue und das Empire State Building. Links neben den beiden sieht man am Horizont eine Boeing 747 mit der Test-Raumfähre Enterprise.

Bildcredit: NASA, Bill Ingalls

Was fliegt da im Hintergrund? Dieses Foto wurde letzte Woche fotografiert. Es zeigt zwei berühmte New Yorker Ikonen. Links steht die Freiheitsstatue, ein universelles Symbol für Freiheit, rechts erhebt sich das Empire State Building, es ist nun das zweitgrößte Gebäude der Stadt.

Einzigartig an diesem Jahrhundertfoto ist jedoch das dritte Wahrzeichen links neben der Freiheitsstatue. Im Hintergrund fliegt die Raumfähre Enterprise auf einer Boeing 747 durch die Luft. Sie ist auf dem Weg in ihr neues Zuhause. Im Big Apple ist die Test-Raumfähre ab 19. Juli im Intrepid Sea-Air-Space Museum an der West Side von Manhattan zu bewundern.

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Supermond über Paris

Der gelb-bräunlich leuchtende Mond mit dunklen Flecken leuchtet hinter der Spitze des Eiffelturms, die als Silhouette zu sehen ist.

Bildcredit und Bildrechte: VegaStar Carpentier

Habt ihr Samstag Nacht den Vollmond gesehen? Dieser letzte voll beleuchtete Mond, der als Supermond bezeichnet werden kann, erschien etwas größer als sonst, weil er sich ungewöhnlich nahe beim erdnächsten Punkt seiner Bahn befand.

Hier wurde der Supermond am Samstag hinter der Spitze des Pariser Eiffelturms in Frankreich fotografiert. Die Winkelbreite des Mondes kann im Vergleich mit Objekten im Vordergrund auch durch eine andere Distanz zwischen Beobachter und Vordergrundobjekt verändert werden. Wenn man nahe gelegene Objekte mit dem Mond vergleicht, erscheint er winzig. Wenn man ihn aber mit fernen Objekten vergleicht, wirkt der Mond riesig.

Nächsten Monat gibt es wieder einen Vollmond, diesmal wirkt er etwa ein Prozent kleiner.

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Die Discovery reist ab

Auf einer Boeing 747, die zu einem Spaceshuttle-Flugzeugträger umgebaut wurde, reist die Raumfähre Discovery am dramatisch beleuchteten Wolkenhimmel ins Museum.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Die Raumfähre Discovery (OV-103) hob am Dienstag um 7 Uhr Ortszeit vom Kennedy-Raumfahrtzentrum ab und stieg zum bewölkten Himmel auf. Es war ihre letzte Abreise vom KSC. Diesmal ritt sie auf einem umgebauten Boeing-747-Shuttleträger-Flugzeug.

Nach ihrem Abschiedsflug über die „Weltraumküste„, das Goddard-Raumfahrtzentrum und Washington DC, steuerte die Discovery den internationalen Flughafen Dulles in Virginia an. Dort bleibt sie am Udvar-Hazy-Zentrum des Smithsonian Nationalen Luft- und Raumfahrtmuseum.

Die Discovery ist die am weitesten gereiste NASA-Raumfähre, die außer Dienst gestellt wird. Sie legte bei 39 Missionen eine Strecke von mehr als 238 Millionen Kilometern zurück. Zu ihren Missionen zählt das Aussetzen des Weltraumteleskops Hubble in die Umlaufbahn. Die Discovery war von 1984 bis 2011 in Betrieb und verbrachte insgesamt ein Jahr im Weltraum.

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Das Cockpit der Raumfähre Endeavour

Der Blick ins Cockpit der Raumfähre Endeavour zeigt unzählige Bildschirme und Schalttafeln.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography), Spaceflight Now

Wie ist es, mit einer Raumfähre zu fliegen? Inzwischen wurde die letzte der NASA-Raumfähren außer eingemottet. Trotzdem macht es immer noch Spaß, an den Schalthebeln einer der komplexesten Maschinen der Menschheit zu sitzen.

Die Endeavour ist die jüngste Raumfähre und die vorletzte, die je gestartet wurde. Das Bild zeigt das Cockpit mit vielen Paneelen und Bildschirmen. Der computergesteuerte Raumgleiter trat schneller als mit Schallgeschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein und landete nur dreißig Minuten später wie ein Flugzeug auf einer Landebahn.

Die ausgedienten Raumfähren kommen nun an Museen: die Endeavour ins California Space Center in Los Angeles (Kalifornien), die Atlantis in den Besucherkomplex des Kennedy-Raumfahrtzentrums auf Merritt Island in Florida und die Discovery in den Udvar-Hazy-Zubau des National Air and Space Museum in Chantilly in Virginia. Vielleicht könnt ihr eines Tages selbst im Pilotensessel einer Raumfähre sitzen und die Aufregung der Raumfahrt spüren.

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Mondaufgang hinter dem Lick-Observatorium

Vor der riesigen orangefarbenen Scheibe des Vollmondes ragt die Silhouette des Lick-Observatoriums auf.

Bildcredit und Bildrechte: Rick Baldridge

An einem gut gewählten Ort ging am 7. März bei Sonnenuntergang der Vollmond hinter dem Mount Hamilton östlich von San Jose in Kalifornien auf. Die Mondscheibe umrahmte das historische Lick-Observatorium auf dem 1280 Meter hohen Gipfel.

Mond und Observatorium widerspiegeln die warmen Farben des Sonnenlichtes, das auf dem langen Weg durch die Atmosphäre gefiltert wird. (Mondlicht ist reflektiertes Sonnenlicht.) Die beträchtliche Brechung in der Atmosphäre führt zum ausgefransten grünen Rand des Mondes.

Der Vollmond im März ist auch als „Wurmmond“ bekannt. Das Teleskopbild zeigt links die Kuppel des 40-Zoll-Nickel-Teleskops am Lick-Observatorium. In der großen Kuppel rechts steht der große 36-Zoll-Refraktor.

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Leuchtturm und Meteor

Auf einem düster wirkenden Gebäude steht ein Durm mit einem beleuchteten Glasaufbau. Das Gebäude ist von Bäumen umgeben. Das Bild wurde in der Nacht fotografiert, am dunklen Himmel sind Sterne und ein Meteor zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Der Meteorstrom der Quadrantiden wurde nach einem vergessenen Sternbild benannt. Er ist ein jährliches Ereignis auf der Nordhalbkugel der Erde. Seinen Höhepunkt erreicht er normalerweise in den kalten, frühen Morgenstunden des 4. Jänner.

Der Radiant des Stroms liegt am Himmel im astronomisch veralteten Sternbild Quadrans Muralis. Diese Position liegt an den Grenzen der aktuellen Sternbilder Herkules, Bärenhüter und Drache.

Viele Quadrantiden-Meteore dieses Jahres leuchteten schwach, aber der eine, der auf dieser nach Norden gerichteten Ansicht abgebildet wurde, ist hell und leicht erkennbar. Im Vordergrund steht der Leuchtturm East Point Light an der Südspitze von New Jersey an der Ostküste der USA.

Als wahrscheinliche Quelle des Staubstroms, von dem die Meteore der Quadrantiden stammen, wurde 2003 ein Asteroid erkannt.

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Mondfinsternis über indischer Friedenspagode

Über der Shanti Stupa im indischen Neu-Delhi ereignet sich eine totale Mondfinsternis, deren Verlauf auf vielen Bildern festgehalten wurde, die dann zusammengefügt wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Chander Devgun

Unser Mond lief letzte Woche rot an, denn am 10. Dezember ereignete sich eine totale Mondfinsternis. Für dieses digital zusammengefügte Bildmosaik wurde der Mond während der Finsternis viele Male fotografiert. Die Aufnahmen starteten vor dem Eintritt des Mondes in den Erdschatten und lieben bis nach dem Austritt aus dem Schatten.

Im Vordergrund der Bildfolge steht die Friedenspagode Shanti Stupa im Zentrum von Neu-Delhi in Indien. Dort war die Mondfinsternis fast, aber nicht ganz total. Die rote Farbe des verfinsterten Mondes entstand durch Sonnenlicht, das zuerst durch die Erdatmosphäre passierte. Die Erdatmosphäre streut bevorzugt blaues Licht, das färbt den Himmel blau. Sie ist für rotes Licht durchlässiger und bricht es, danach wird es vom Mond reflektiert. Durch unterschiedlich dichte Bewölkung und Vulkanstaub in der Erdatmosphäre sieht jede Mondfinsternis anders aus.

Die nächste totale Mondfinsternis findet erst 2014 statt.

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Sonnenfleckenschloss

Hinter der Silhouette einer Ruine leuchtet eine gelborangefarbene Sonne in der Dämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Jens Hackmann

Jeder Tag kann ein schönes Ende haben, wenn die Sonne am westlichen Horizont untergeht. Diese Woche bot die untergehende Sonne zusätzlich Sonnenflecken, die man mit bloßem Auge sehen konnte, weil riesige aktive Regionen über die abgedunkelte, rötliche Sonnenscheibe rotierten.

Dieses Bild wurde am 7. November mit Teleobjektiv fotografiert. Es zeigt in der Sonnenmitte Flecken der Aktiven Region 1339. Die Aktive Region 1339 ist größer als Jupiter. Sie sorgte am 3. November für eine mächtige Sonnenfackel der Klasse X.

Im Vordergrund steht die dramatische Silhouette der Turmruine einer mittelalterlichen Burg. Sie steht in Igersheim in Deutschland. Traditionell ist sie als Burg Neuhaus bekannt. Doch für diese gut komponierte Szenerie könnte man sie in „Sonnenfleckenschloss“ umbenennen.

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