Die verborgene Galaxie IC 342

Hinter dicht gestreuten, verschieden großen Sternen in unterschiedlichen Farben schwebt eine von oben sichtbare Spiralgalaxie mit ausgeprägten, losen Spiralarmen und einem gelb leuchtenden Kern.

Bildcredit und Bildrechte: Ed Henry (Hay Creek Observatory)

Beschreibung: IC 342 ist ähnlich groß wie andere helle Spiralgalaxien. Sie ist etwa 7 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Das ausgedehnte Inseluniversum IC 342 wäre eine markante Galaxie an unserem Nachthimmel, aber sie versteckt sich fast ganz hinter einem Schleier aus Sternen, Gas und Staubwolken in unserer Milchstraße.

Obwohl das Licht von IC 342 von kosmischen Wolken gedämpft wird, zeigt dieses bemerkenswert scharfe Teleskopbild den undurchsichtigen Staub, die blauen Sternhaufen und die leuchtenden rosaroten Sternbildungsregionen in den Spiralarmen der Galaxie, die weit vom Galaxienkern hinauslaufen.

In IC 342 hat vielleicht vor kurzer Zeit ein Ausbruch an Sternbildung stattgefunden. Die Galaxie ist so nahe, dass sie vielleicht durch ihre Gravitation die Entwicklung der Lokalen Gruppe und der Milchstraße beeinflusst hat.

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M82: Galaxie mit supergalaktischem Wind

Die verworrene, weißliche Galaxie veräuft von links unten diagonal durchs Bild, in der Mitte ist sie von rot leuchtenden Wolken überzogen.

Credit: NASA, ESA, das Hubble-Vermächtnisteam, (STScI / AURA); Danksagung: M. Mountain (STScI), P. Puxley (NSF), J. Gallagher (U. Wisconsin)

Beschreibung: Was befeuert die Zigarrengalaxie? Diese irreguläre Galaxie ist auch als M82 bekannt. Sie wurde in jüngerer Zeit durch eine Begegnung mit der großen Spiralgalaxie M81 durchgewirbelt.

Doch das erklärt den Ursprung des roten Leuchtens im expandierenden Gas nicht vollständig. Jüngste Hinweise lassen vermuten, dass dieses Gas von den gemeinsam austretenden Teilchenströmen zahlreicher Sterne angetrieben wird, die zusammen einen galaktischen Superwind erzeugen.

Dieses Fotomosaik betont eine spezifische Farbe von rotem Licht, die von ionisiertem Wasserstoff abgestrahlt wird. Dadurch werden detailreiche Fasern im Gas sichtbar. Die Filamente sind mehr als 10.000 Lichtjahre lang.

Die Zigarrengalaxie ist 12 Millionen Lichtjahre entfernt. In Infrarotlicht ist sie die hellste Galaxie am Himmel. Im sichtbaren Licht seht ihr sie mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Große Bärin (Ursa Major).

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M81 und Arps Bogen

Umgeben von bunt gemischten Sternen schwebt die Spiralgalaxie M81 in der Bildmitte, sie hat besonders schön ausgeprägte bläuliche Spiralarme und einen hellgelben Kern.

Bildcredit und -rechte: R Jay GaBany; Mitarbeit: A. Sollima (IAC),
A. Gil de Paz (U. Complutense Madrid) D. Martínez-Delgado (IAC, MPIA), J.J. Gallego-Laborda (Fosca Nit Obs.), T. Hallas (Hallas Obs.)

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie M81 ist eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde. Sie ist 11,8 Millionen Lichtjahre entfernt und ähnlich groß wie die Milchstraße. Man findet sie im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major).

Dieses detailreiche Bild der Region zeigt Details im hellen, gelben Kern, aber auch zartere Strukturen in den prachtvollen blauen Spiralarmen der Galaxie und den weitläufigen Staubbahnen und eine ausgedehnte, gebogene Struktur, die als Arps Bogen bekannt ist, sie verläuft rechts über die Galaxienscheibe.

Arps Bogen wurde in den 1960er-Jahren untersucht und für einen Gezeitenschweif gehalten, also für Materie, die durch gravitative Wechselwirkung mit ihrer Nachbargalaxie M82 aus M81 herausgezogen wurde. Doch jüngere Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil von Arps Bogen wahrscheinlich in unserer eigenen Galaxis liegt.

Die Farben des Bogens im sichtbaren und infraroten Licht entsprechen den Farben der weitverbreiteten Staubwolken und den relativ wenig erforschten galaktischen Ranken, die nur wenige hundert Lichtjahre über der Ebene der Milchstraße schweben.

Die Sterne der Milchstraße und die Wolken liegen im Vordergrund dieser interessanten Ansicht. Der Zwergbegleiter von M81, Holmberg IX, ist links über der großen Spiralgalaxie zu sehen. Am Himmel ist dieses Bild etwa 0,5 Grad breit, das entspricht etwa die Größe des Vollmondes.

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M33: Dreiecksgalaxie

Mitten im Bild leuchtet eine flauschige Galaxie mit vielen Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Manfred Konrad

Beschreibung: Im kleinen, nördlichen Sternbild Dreieck befindet sich die prächtige, von oben sichtbare Spiralgalaxie M33. Ihre gängigen Namen sind Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist größer als 50.000 Lichtjahren. Sie ist nach der Andromedagalaxie (M31) und unserer Milchstraße die drittgrößte Galaxie der Lokalen Gruppe.

M33 ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Sie ist vermutlich eine Begleitgalaxie der Andromedagalaxie. Astronominnen* in beiden Galaxien haben wahrscheinlich tolle Ausblicke auf das jeweils andere große Sternsystem. Dieses scharfe, detailreiche Bild zeigt die Aussicht auf die Galaxie vom Planeten Erde. Entlang der lose gewundenen Spiralarme sind prächtige blaue Sternhaufen und rötliche Sternbildungsregionen verteilt.

Der höhlenartige Nebel NGC 604 ist die hellste Sternbildungsregion. Er ist hier vom Galaxienzentrum aus etwa auf der 4-Uhr-Position. Wie bei M31 half auch bei M33 die Population gut vermessener veränderlicher Sterne, diese Galaxie zu einer kosmischen Einheit auf der Messlatte der Entfernungsskala des Universums zu machen.

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Sternströme von NGC 4216

Im Bild sind Galaxien im Virgo-Haufen abgebildet. Das Bild ist mit einer alternativen Darstellung überlagert.

Bildcredit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Obs.), Mitarbeit: David Martinez-Delgado (MPIA, IAC) et al.

Beschreibung: Die von der Kante sichtbare Spiralgalaxie ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von fast 100.000 Lichtjahren, das ist etwa die Größe unserer Milchstraße. NGC 4216 befindet sich im dichten Virgo-Galaxienhaufen und schwebt in der Mitte dieses detailreichen Teleskop-Porträts, flankiert von den Virgohaufen-Begleiterinnen NGC 4206 (rechts) und NGC 4222.

Wie andere große Spiralgalaxien, etwa die Milchstraße, wuchs NGC 4216, indem sie kleinere Begleitgalaxien verschlang. Eigentlich wurde sie auf dieser Ansicht auf frischer Tat ertappt. Auch weiter entfernte Begleitgalaxien weisen zarte Sternströme auf, die Tausende Lichtjahre bis in den Hof von NGC 4216 reichen.

Das Bild entstand im Rahmen einer Durchmusterung, bei der nach Sternströmen in nahe gelegenen Spiralen gesucht wurde. Es wurde mit einem kleinen Teleskop und einer Kamera fotografiert, sodass die zarten, ausgedehnten Strukturen aufgezeichnet wurden.

Habt ihr Schwierigkeiten, die Sternströme zu erkennen? Schiebt euren Mauspfeil über das Bild, dann seht ihr eine negative Kompositansicht. Die Ströme zeichnen sich dann als dunkle Schwaden vor einem weißen Hintergrund ab und sind besser sichtbar.

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Stephans Quintett

Von den fünf Galaxien im Bild gehören nur vier zu einer Gruppe. Sie sind von wenigen Sternen umgeben.

Bilddaten: Hubble-Vermächtnisarchiv, ESA, NASA; Bearbeitung: Hunter Wilson

Beschreibung: Stephans Quintett ist die erste kompakte Galaxiengruppe, die als solche erkannt wurde. Sie ist auf diesem plakativen Bild dargestellt, das aus Daten aus dem umfangreichen Hubble-Vermächtnisarchiv erstellt wurde.

Nur vier Galaxien der Gruppe, die etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt ist, sind tatsächlich in einen kosmischen Tanz wiederholter naher Begegnungen eingebunden. Der Außenseiter ist allerdings leicht zu erkennen. Die vier miteinander wechselwirkenden Galaxien (NGC 7319, 7318A, 7318B und 7317) haben allesamt einen gelblichen Schimmer und neigen zu verzerrten Schleifen und Schweifen, die unter dem Einfluss zerstörerischer, von der Gravitation hervorgerufenen Gezeiten anwachsen.

Die größere, bläuliche Galaxie NGC 7320 ist viel näher als die anderen. Sie ist nur 40 Millionen Lichtjahre entfernt und gehört nicht zu der wechselwirkenden Gruppe. Die Einzelsterne in der Vordergrundgalaxie sind auf der scharfen Hubble-Ansicht erkennbar, was darauf hinweist, dass sie viel näher liegt als die anderen.

Stephans Quintett befindet sich im hoch fliegenden Sternbild Pegasus.

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Atome-für-Frieden-Galaxienkollision

Mitten im Bild, in dem Sterne gleichmäpig verteilt sind, leuchtet ein weißes Knäul von dem nach links und rechts oben Sternströme auslaufen.

Credit: ESO

Beschreibung: Wird das einst aus unserer Galaxis, der Milchstraße? Vielleicht – wenn wir in wenigen Milliarden Jahren mit der Andromedagalaxie kollidieren. Oben ist NGC 7252 abgebildet, ein Durcheinander aus Sternen, das bei der gewaltigen Kollision zweier riesiger Galaxien entstand. Die Kollision dauert Hunderte Millionen Jahre und ist daher im oben gezeigten Bild quasi in der Zeit eingefroren. Dieser Tumult wird wegen der Ähnlichkeit mit der Grafik eines Atoms „Atome-für-Frieden-Galaxie“ genannt.

Dieses Bild wurde vom 2,2-Meter-Teleskop von MPG und ESO in Chile aufgenommen. NGC 7252 ist 600.000 Lichtjahre breit und etwa 220 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann (Aquarius). Da die Seitwärtsgeschwindigkeit der Andromedagalaxie (M31) derzeit unbekannt ist, weiß niemand mit Sicherheit, ob die Milchstraße tatsächlich mit M31 kollidieren wird.

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Spiralgalaxie M66

Zwischen wenigen Sternen schwebt eine wild strukturierte Spiralgalaxie im Raum, sie wirkt außen wolkig, entlang von Spiralarmen verlaufen stark strukturierte Staubbahnen und blaue Sternhaufen. Das Zentrum leuchtet orangegelb.

Credit und Bildrechte: Russell Croman

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie M66 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Das prächtige Inseluniversum mit einem Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren ist Forschenden der Astronomie gut bekannt als Mitglied der Galaxiengruppe Leo-Triplett. Die Spiralarme von M66 sind von ausgeprägten Staubbahnen und jungen, blauen Sternhaufen gesäumt. Das vielsagende rosarote Leuchten verrät Sternbildungsregionen.

Diese farbenprächtige, detailreiche Ansicht zeigt auch zarte Auswüchse außerhalb der helleren galaktischen Scheibe. Die hellen Sterne mit Zacken befinden sich natürlich im Vordergund, innerhalb unserer Milchstraße. Auch viele kleine, ferne Hintergrundgalaxien sind auf diesem kosmischen Schnappschuss verteilt. Gravitative Wechselwirkungen mit ihren Nachbargalaxien prägten wahrscheinlich die Form der Spiralgalaxie M66.

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