NGC 3521: Galaxie in einer Blase

Die prächtige Spiralgalaxie NGC 3521 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Löwe.

Bildcredit und Bildrechte: BeschaffungEric Benson, BearbeitungDietmar Hager

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie NGC 3521 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Löwe. Am Himmel des Planeten Erde leuchtet NGC 3521 relativ hell, sie ist mit kleinen Teleskopen leicht sichtbar, wird aber von Amateurfotografen häufig zugunsten anderer Spiralgalaxien im Löwen übersehen, etwa M66 und M65.

Auf diesem farbenprächtigen kosmischen Porträt kann man sie aber kaum ignorieren. Die Galaxie umfasst ungefähr 50.000 Lichtjahre und zeigt uns charakteristische unregelmäßige, irreguläre Spiralarme, die von Staub, rötlichen Sternbildungsregionen und Haufen junger, blauer Sterne gesäumt sind.

Außerdem zeigt dieses detailreiche Bild, dass NGC 3521 in gewaltige blasenähnliche Hüllen eingebettet ist. Die Hüllen sind wahrscheinlich Gezeitenschutt – Sternströme, die aus Begleitgalaxien herausgerissen wurden, die in der fernen Vergangenheit mit NGC 3521 verschmolzen sind.

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M64: Die Blaues-Auge-Galaxie

Messier 64, auch bekannt als Blaues-Auge- oder Dornröschen-Galaxie, hat scheinbar den bösen Blick.

Bildcredit: ESA/Hubble, NASA und das PHANGS-HST Team; Danksagung: Judy Schmidt

Beschreibung: Wer weiß, welches Übel im Auge von Galaxien lauert? Hubble weiß es – oder hilft im Fall der Spiralgalaxie M64, es herauszufinden. Messier 64, auch bekannt als Blaues-Auge- oder Dornröschen-Galaxie, hat scheinbar den bösen Blick. Denn in der Zentralregion rotieren all ihre Sterne in die gleiche Richtung wie das interstellare Gas, aber in den äußeren Regionen rotieren sie in die Gegenrichtung.

Dieses sehr detailreiche Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit fotografiert. Gewaltige Staubwolken verdecken die uns zugewandte Seite der Zentralregion von M64. Diese wird vom verräterischen rötlichen Leuchten von Wasserstoff gesäumt, das mit Sternbildung einhergeht.

M64 ist etwa 17 Millionen Lichtjahre entfernt. Somit wurde das heute von dort sichtbare Licht abgestrahlt, als die letzten gemeinsamen Vorfahren zwischen Menschen und Schimpansen auf der Erde lebten. Das staubige Auge und seine groteske Rotation entstanden wahrscheinlich bei der Verschmelzung zweier Galaxien, die Millionen Jahre zurückliegt.

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Die Antennen erforschen

Im südlichen Sternbild Rabe kollidieren zwei Galaxien, die als NGC 4038 und NGC 4039 katalogisiert sind.

Bildcredit und Bildrechte: Bernard Miller

Beschreibung: Etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernt kollidieren im südlichen Sternbild Rabe zwei große Galaxien. Nur sehr selten kollidieren im Zuge der schwerfälligen Katastrophe, die Hunderte Millionen andauert, einzelne Sterne in den beiden Galaxien, die als NGC 4038 und NGC 4039 katalogisiert sind. Doch die großen Wolken aus molekularem Gas und Staub in den Galaxien tun das häufig, was heftige Episoden an Sternbildung nahe dem Zentrum der kosmischen Karambolage auslöst.

Diese faszinierende Ansicht umfasst mehr als 500.000 Lichtjahre und zeigt auch neue Sternhaufen und Materie, die durch Gezeitenkräfte weit vom Schauplatz der Kollision fortgeschleudert wurde. Dieses scharfe, auf der Erde aufgenommene Bild enthält Schmalbanddaten, die das charakteristische rote Leuchten des atomaren Wasserstoffs in Sternbildungsregionen betonen.

Das vielsagende visuelle Gesamtbild der ausgedehnten bogenförmigen Strukturen gibt dem Galaxienpaar seinen geläufigen Namen: die Antennen.

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Das Löwe-Trio

Die Spiralgalaxien NGC 3628 (rechts), M66 (links oben) und M65 (unten) im Sternbild Löwe bilden zusammen das Leo-Triplett.

Bildcredit und Bildrechte: Francis Bozon

Beschreibung: Diese bekannte Gruppe taucht zu Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel etwa zur März-Tagundnachtgleiche am frühen Abendhimmel auf. Die drei prächtigen Galaxien sind das berühmte Löwe-Triplett, sie versammeln sich hier im markanten Sternbild Löwe in einem astronomischen Blickfeld.

Selbst mit kleinen Teleskopen sind sie Publikumslieblinge. Einzeln vorgestellt werden sie als NGC 3628 (rechts), M66 (links oben) und M65 (unten). Alle drei sind große Spiralgalaxien, doch sie sehen verschieden aus, weil ihre galaktischen Scheiben in unterschiedlichen Winkeln zu unserer Sichtlinie geneigt sind.

NGC 3628 ist auch  als Hamburgergalaxie bekannt. Wir sehen sie von der Kante mit Blick auf ihre undurchsichtigen Staubbahnen, die ihre gebauschte galaktische Ebene teilen. Die Scheiben von M66 und M65 sind beide ausreichend geneigt, um ihre Spiralstruktur zu zeigen. Die gravitativen Wechselwirkungen zwischen Galaxien der Gruppe haben verräterische Zeichen hinterlassen: Gezeitenschweife und die gekrümmte, aufgeblähte Scheibe von NGC 3628 sowie die herausgezogenen Spiralarme von M66.

Diese prächtige Ansicht der Region ist am Himmel breiter als ein Grad (zwei Vollmonde), das ganze Bild ist in der geschätzten Entfernung des Trios von 30 Millionen Lichtjahren mehr als eine halbe Million Lichtjahre breit. Die gezackten Sterne im Vordergrund liegen übrigens weit innerhalb unserer Milchstraße.

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Messier 81

Die Spiralgalaxie M81 in Ursa Major ist auch als NGC 3031 oder Bodes Galaxie bekannt.

Bildcredit und Bildrechte: Wissam Ayoub

Beschreibung: Eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde, die große, schöne Messier 81, ist etwa gleich groß wie unsere Milchstraße. Sie ist auch als NGC 3031 oder Bodes Galaxie bekannt – nach ihrem Entdecker im 18. Jahrhundert. Ihr findet die prächtige Spirale im nördlichen Sternbild Ursa Major, der großen Bärin.

Die scharfe, detailreiche Teleskopansicht zeigt den hellen, gelblichen Kern von M81, blaue Spiralarme, rötliche Sternbildungsregionen und ausschweifende kosmische Staubbahnen. Einige Staubstraßen verlaufen sogar quer durch die galaktische Scheibe (links neben der Mitte), aber in Gegenrichtung zu anderen markanten Spiralstrukturen. Die verirrten Staubspuren könnten das dauerhafte Ergebnis einer engen Begegnung zwischen M81 und der nahen Galaxie M82 sein, die sich außerhalb des Bildes befindet.

Unter der großen Spirale seht ihr die blasse, irreguläre Begleit-Zwerggalaxie von M81, Holmberg IX. Die Untersuchung der veränderlichen Sterne in M81 ergab eine genau bestimmte Entfernung für die externe Galaxie: 11,8 Millionen Lichtjahre.

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Die Spiralgalaxie M66 von Hubble

Die Spiralgalaxie M66 gehört zum Leo-Triplett, einer Gruppe aus drei Galaxien im Sternbild Löwe.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, Janice Lee; Bearbeitung und Bildrechtet: Leo Shatz; Text: Karen Masters

Beschreibung: Ein neuer Anblick einer alten Freundin ist immer wieder schön, zum Beispiel dieses faszinierende Bild des Weltraumteleskops Hubble, das die nahe Spiralgalaxie M66 zeigt.

M66 besitzt einen kleinen Zentralbalken. Sie gehört zum Leo-Triplett, einer Gruppe aus drei Galaxien, die ungefähr 30 Millionen Lichtjahre von uns entfernt sind. Das Leo-Triplett ist ein beliebtes Ziel für relativ kleine Teleskope, teils weil M66 und ihre galaktischen Begleiterinnen M65 und NGC 3628 allesamt etwa den Winkeldurchmesser eines Vollmondes voneinander entfernt erscheinen.

Dieses Bild von M66 wurde mit Hubble fotografiert, um den Zusammenhang zwischen Sternbildung und molekularen Gaswolken zu untersuchen. Gut erkennbar sind helle blaue Sterne, rosarote ionisierte Wasserstoffwolken, die entlang der äußeren Spiralarme verteilt sind, sowie dunkle Staubbahnen, in denen weitere Sternbildung versteckt sein könnte.

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Spiralgalaxie NGC 1350

Die Galaxie NGC 1350 liegt optisch am Rand des Fornax-Galaxienhaufens im Chemischen Ofen.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby, Warren Keller

Beschreibung: Dieses prächtige Inseluniversum ist ungefähr 85 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im südlichen Sternbild Fornax. Die eng gewundenen Spiralarme von NGC 1350 sind von jungen blauen Sternhaufen besiedelt und bilden anscheinend einen Kreis um den großen, hellen Kern. Dadurch entsteht der Eindruck eines kosmischen Auges.

NGC 1350 ist ungefähr 130.000 Lichtjahre groß, somit ist sie etwa so groß wie die Milchstraße. Astronom*innen auf der Erde sehen die Galaxie NGC 1350 im Randbereich des Fornax-Galaxienhaufens, doch ihre geschätzte Entfernung lässt vermuten, dass sie kein Mitglied des Haufens ist. Natürlich gehören die hellen, gezackten Sterne im Vordergrund dieses Teleskop-Sichtfeldes zu unserer eigenen spiralförmigen Milchstraße.

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Nahaufnahme von Messier 66

Die Spiralgalaxie Messier 66 ist auch bekannt als NGC 3627 bekannt, sie ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Leo Shatz

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie Messier 66 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Das prächtige Inseluniversum hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren, es ist ähnlich groß wie die Milchstraße.

Diese überarbeitete Nahaufnahme des Weltraumteleskops Hubble umfasst eine etwa 30.000 Lichtjahre breite Region um den galaktischen Kern. Sie zeigt die Scheibe der Galaxie, die auf dramatische Weise zu unserer Sichtlinie geneigt ist. Rund um den hellen Kern, der wahrscheinlich Heimat eines sehr massereichen Schwarzen Lochs ist, winden sich undurchsichtige Staubbahnen, und junge blaue Sternhaufen schweifen die Spiralarme entlang, die vom vielsagenden Leuchten rosaroter Sternbildungsregionen gesprenkelt sind.

Messier 66 ist auch bekannt als NGC 3627, sie ist die hellste der drei Galaxien im gravitativ wechselwirkenden Leo Triplett.

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