NGC 3660 und Burçins Galaxie

In diesem Sternenfeld liegen zwei markante Galaxien. Oben ist eine helle Spiralgalaxie mit mehreren blauen Spiralarmen und einer Supernova. Unten ist eine blassere, runde Galaxie mit einem hellen Zentrum, die zwei Ringe aus Sternen hat.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, El Sauce Obs.

Die obere Galaxie NGC 3660 mag vielleicht fotogener sein. Dafür ist die untere Galaxie umso ungewöhnlicher. Die obere Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße sehr ähnlich. Beide haben mehrere blaue Spiralarme und einen zentralen Balken aus Sternen, Staub und Gas.

Als kleine Überraschung entpuppte sich die Supernova SN 2026cff rechts neben dem Balken. Sie wurde zufällig entdeckt, als diese farbige Aufnahme mit vielen Details entstand.

Burçins Galaxie ist weiter unten. Sie ist als LEDA 1000714 katalogisiert. Ihr Zentrum sieht wie eine alte elliptische Galaxie aus. Eigenartig ist, dass diese Galaxie nicht von einem, sondern sogar von zwei Ringen aus Sternen umgeben ist. Doch wie ist Burçins Galaxie entstanden? Dieses Rätsel wird nach wie vor erforscht. Wahrscheinlich hat sie eine oder mehrere kleinere Galaxien aufgenommen.

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NGC 3169 ergründen

Das Galaxienpaar NGC 3169 und NGC 3166 wechselwirkt miteinander durch Gravitation.
Bildcredit und Bildrechte: Simone Curzi und das ShaRA-Team

Die Spiralgalaxie NGC 3169 (links) wirkt, als würde sie sich wie ein kosmisches Garnknäuel entwirren. Sie ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt südlich des hellen Sterns Regulus im lichtschwachen Sternbild Sextant.

Die Gezeiten zerren an den eng gewundenen Spiralarmen. So entstehen die weit geschwungenen Schweife. Denn NGC 3169 und ihre Nachbarin NGC 3166 wechselwirken miteinander durch Gravitation. Auf lange Sicht verschmelzen sie zu einer einzigen Galaxie. So ein Schicksal ist im lokalen Universum sogar bei hellen Galaxien üblich. Das farbige Gruppenfoto zeigt lang gezogene Sternbögen. Sie sind klare Zeichen für eine Wechselwirkung durch Gravitation.

Der Bildausschnitt im Teleskop ist etwa 20 Bogenminuten breit. Bei der geschätzten Entfernung der Gruppe entspricht dies einer Breite von etwa 400.000 Lichtjahren. Rechts im Bild leuchtet zudem die kleinere, bläuliche Galaxie NGC 3165. NGC 3169 leuchtet nicht nur im sichtbaren Licht. Sie strahlt im ganzen Spektrum, von Radiowellen bis hin zu Röntgenstrahlen. In ihrem aktiven galaktischen Kern (AGN) lauert ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

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NGC 1300, eine Balkenspiralgalaxie

Die Galaxie NGC 1300 füllt das ganze Bild. Wir sehen sie frontal von oben, wie hat eine ovale Form. In der Mitte läuft ein breiter gelber Balken mit einer kleinen Spirale in der Mitte, der von rötlich-braunen Fasern überzogen ist. Außen winden sich zwei markante blaue Spiralarme, die rosa gesprenkelt sind.
Bildcredit: NASA ESA, Hubble-Kulturerbe

Mitten durch diese Spiralgalaxie geht ein Balken. In seinem Zentrum ist eine kleinere Spirale, die ein sehr massereiches Schwarzes Loch enthält. Das alles spielt sich in einer Balkenspirale ab, die als NGC 1300 katalogisiert ist. Sie ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild des Flusses Eridanus.

Das Komposit der schönen Sterninsel entstand aus Hubble-Aufnahmen. Es ist eines der detailreichsten Bilder, die das Weltraumteleskop je von einer ganzen Galaxie machte. NGC 1300 ist mehr als 100.000 Lichtjahre breit. Das Hubble-Bild zeigt viele Details im breiten Zentralbalken der Galaxie und in den Spiralarmen. Wie der riesige Balken entstanden ist, wie er seine Form behält und wie er die Entstehung von Sternen beeinflusst, bleibt wird weiterhin erforscht.

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Alle Messier-Objekte im gleichen Maßstab

Alle 110 Objekte des Messier-Katalogs wurden im selben Maßstab fotografiert und zu diesem Raster zusammengefasst. Manche Bildfelder enthalten zwei oder mehr Objekte (z. B.: M31, M32 und M110).
Bildcredit: Sylvain Villet; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Nachts sieht man viele astronomische Objekte. Welche sind besonders interessant? Mit einem guten Fernglas oder einem kleinen Teleskop könnt ihr auf der Nordhalbkugel nach den Objekten im Messier-Katalog suchen, die sehr beliebt sind. Viele davon sieht man auch auf der Südhalbkugel, aber nicht alle.

Der Katalog enthält 110 Objekte. Charles Messier erstellte ihn im 18. Jahrhundert, weil er sich für Kometen interessierte. Dieses Bild zeigt sie alle im gleichen Maßstab. Der Katalog ist eine Liste bekannter Objekte, die Kometen ähnlich sehen. Wenn man Kometen beobachtete oder nach ihnen suchte, sollte man sie vermeiden.

Der Katalog enthält eine Vielfalt an Himmelsobjekten. Dazu zählt zum Beispiel der Krebsnebel (M1), ein Supernovaüberrest. Galaxien wie die Andromeda-Galaxie (M31). Nebel wie der Orionnebel (M42), in dem Sterne entstehen. Oder Sternhaufen wie die Plejaden (M45). Sie sind ein offener Haufen aus hellen jungen Sternen.

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Supernova in der gekippten Spirale NGC 5907

Videocredit: Hunter Outten und Kaleb Jordan; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Vor langer Zeit zerstörte eine Supernovaexplosion in einer fernen Galaxie einen massereichen Stern. Ihr Licht dieses reiste viele Millionen Jahre lang. Letzte Woche erreichte es als Supernova 2026kid die Erde. Das Video zeigt ihre Heimatgalaxie NGC 5907 drei Nächte lang in Zeitraffer. In dieser Zeit wird die Supernova heller.

NGC 5907 ist eine spiralförmige Galaxie, die wir von der Kante sehen. Man kennt sie auch als Splitter- oder Messerschneiden-Galaxie. Gelegentlich blitzen Streifen aus Licht auf. Sie stammen von Satelliten im Orbit.

Wenn eine Supernova den Höhepunkt erreicht, leuchtet sie oft heller als alle anderen Sterne in ihrer Galaxie zusammen. Die Supernova 2026kid wirkt eher schwach. Der wahrscheinliche Grund ist, dass sie hinter der staubigen Scheibe ihrer Galaxie liegt.

In Galaxien, die der Milchstraße ähnlich sind, gibt es typischerweise etwa einmal in hundert Jahren so eine Explosion. Es kann Monate dauern, bis ihr Licht wieder verblasst. Die hellste Supernova der Geschichtsschreibung war SN 1006. Es gibt Berichte, dass sie heller strahlte als die Venus. Man sah sie sogar am Tageshimmel.

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Das Universum im großen Maßstab

Diese Karte des Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI) zeigt die Struktur des Universums in großem Maßstab. In der Mitte ist die Erde. Die schwarzen Keile zeigen den Bereich, wo die Galaxis die Sicht versperrt.
Bildcredit: Claire Lamman/DESI collaboration; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese Karte zeigt das Universum. Sie entstand mit dem Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI). DESI führt astronomische Durchmusterungen mit Spektrographen an weit entfernten Galaxien durch. Es befindet sich am Nationalobservatorium auf dem Kitt Peak in Arizona. Nun schloss DESI seine geplante Durchmusterung des Himmels ab. Sie dauerte fünf Jahre. DESI beobachtete dabei mehr als 47 Millionen Galaxien und Quasare. Mitten in der 3D-Karte liegt die Erde.

Das Bild zeigt einen Querschnitt durch die Daten über und unter der Ebene unserer Galaxis. Die schwarzen Keile markieren Bereiche, wo unsere Milchstraße den Blick auf ferne Objekte verdeckt. Das federartige Netz im Einschub zeigt die großräumige Struktur des Universums. Das Licht der Galaxien, die hier am weitesten entfernt sind, war 11 Milliarden Jahre lang unterwegs, bis es die Erde erreichte. (Das Universum ist fast 14 Milliarden Jahre alt.)

Galaxien bilden im Laufe der kosmischen Geschichte Gruppen. Dafür sorgen die Einflüsse von Gravitation und Dunkler Energie, die miteinander konkurrieren. Die Dunkle Energie ist für die beschleunigte Expansion des Universums verantwortlich. Albert Einstein beschrieb die sie als kosmologische Konstante. Erste Ergebnisse von DESI deuteten an, dass die Dunkle Energie vielleicht doch keine Konstante ist. Ihre Natur ist derzeit das größte Rätsel der Kosmologie.

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M82: Galaxie mit heftiger Sternbildung und Superwind

Die längliche Galaxie Messier 82 im Sternbild Große Bärin ist von einem Superwind umgeben. Aus der Mitte strömen rote Gasfäden, außen herum erkennt man zarte Schleier. Im Hintergrund sind lose Sterne verteilt.
Bildcredit und Bildrechte: Arnaud Malleval

In der Galaxie Messier 82 gibt es heftige Sternbildung und einen Superwind. Die Explosionen von Supernovae und starke Winde von massereichen Sternen sorgen für die turbulente Bewegung der Gase. Das scharfe Bild entstand mit einem Teleskop. Es zeigt klare Hinweise auf den Superwind, der mitten aus der Galaxie strömt. Die Daten für dieses Bild wurden 33 Stunden lang mit Schmalbandfiltern aufgenommen. Atomarer Wasserstoff zieht in langen Fasern aus dem Inneren. Seine Emissionen sind hier rot gefärbt.

Ein Teil des Gases im Superwind entweicht in den intergalaktischen Raum. Davor wird es mit schweren Elementen angereichert, die in den massereichen Sternen entstanden sind. Eine nahe Begegnung mit der benachbarten großen Galaxie M81 löste die heftige Sternentstehung aus. Der Ausbruch an Sternbildung in M82 dauert wohl noch etwa 100 Millionen Jahre an.

Die Galaxie M82 ist länglich. Wegen ihrer Form nennt man sie Zigarren-Galaxie. Sie ist ca. 30.000 Lichtjahre breit und 12 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Am irdischen Sternhimmel liegt M82 am nördlichen Rand des Sternbildes Große Bärin (Ursa Major).

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Die Antennen erkunden

Zwei Galaxien bilden ein verworrenes Knäuel in der Bildmitte. Nach links unten und rechts oben sind lange Gezeitenschweife ausgeworfen.
Bildcredit und Bildrechte: BeschaffungMike Selby BearbeitungRoberto Colombari

Im südlichen Sternbild Rabe (Corvus) stoßen zwei große Galaxien aufeinander. Es sind NGC 4038 und NGC 4039. Die beiden sind 60 Millionen Lichtjahre entfernt. Nur selten kollidieren dabei die Sterne in den Galaxien. Die kosmische Karambolage dauert Hunderte Millionen Jahre. Doch in den Galaxien sind große Wolken aus molekularem Gas und Staub. Diese kollidieren häufig. Dabei kommt es mitten im kosmischen Trümmerfeld zu Phasen mit heftiger Sternbildung.

Das Teleskopbild ist etwa 50.000 Lichtjahre breit. Es zeigt auch neue Sternhaufen und Materie, die von den Kräften der Gezeiten weit vom Ort des Zusammenstoßes weggeschleudert wurde. Das scharfe Bild zeigt die blassen Gezeitenströme und einige weit entfernte Galaxien im Hintergrund. Die bogenförmigen Strukturen im Panorama gaben dem Galaxienpaar seinen Namen: Antennengalaxien. Man kennt sie auch als Arp 244.

Artemis II: Aktuelles von der Mission

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