Meteor verfehlt Galaxie

Mitten im Bild ist eine Spiralgalaxie, die Dreiecksgalaxie M33. Darunter zischt ein Meteor diagonal durchs Bild, links oben leuchtet die Spur rot, rechts unten grün, nach unten strömen nebelartige Schwaden von der Spur aus.

Bildcredit und Bildrechte: Aman Chokshi

Die Galaxie war zu keiner Zeit in Gefahr. Einerseits ist die abgebildete Dreiecksgalaxie (M33) viel größer als das winzige Gesteinskörnchen im Kopf der Sternschnuppe (des Meteors). Andererseits ist die Galaxie auch viel weiter entfernt – in diesem Fall 3 Millionen Lichtjahre im Vergleich zu zirka 0,0003 Lichtsekunden.

Gleichwohl nahm der Meteor einen Weg, der ihn scheinbar unterhalb der Galaxie vorbei führte. Hinzu kommt, dass der Wind in der oberen Erdatmosphäre den glühenden, dampfenden Molekülzug des Meteors von der Galaxie weggeblasen hat; zumindest erscheint das in der Projektion an den Himmel so.

Dieser Astrophotograph hatte also ziemliches Glück, Meteor und eine Galaxie gleichzeitig in einem Bild erwischt zu haben. Nach der Aufnahme wurde die Galaxie mit zwei weiteren Aufnahmen von M33 verstärkt, um ihre Spiralstruktur und ihre Farben besser herauszuarbeiten. Schließlich war der Meteor nach einer Sekunde verschwunden, während die Galaxie für einige Milliarden Jahre bleiben wird.

Himmelsüberraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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M83: Sternenströme und tausend Rubine

Die Galaxie in der Bildmitte ist direkt von oben zu sehen, sie hat einen gelblichen Kern, blaue Spiralarme und ist von Staubwolken und roten Sternbildungsregionen überzogen.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Sidonio

Die große, helle und wunderschöne Spiralgalaxie M83 liegt nur zwölf Millionen Lichtjahre von uns entfernt in der südöstlichen Spitze des sehr lang gezogenen Sternbilds Hydra (der Wasserschlange). Die Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 40.000 Lichtjahren.

Wegen ihrer deutlichen Spiralarme wird M83 auch Südliches Feuerrad genannt. Doch die zahlreichen rötlichen Sternentstehungsgebiete entlang der dichten Staubbahnen in den Spiralarmen legen noch einen weiteren Spitznamen nahe: die Galaxie der tausend Rubine.

Die lang belichtete Digitalaufnahme zeigt auch den schwachen, ausgedehnte Halo der hellen Galaxie. Im unteren Teil des Bildes liegt ein gebogener Sternenstrom. Er entstand durch die Gravitation einer kleineren Galaxie, mit der M83 verschmolzen ist. Die Astronomen David Malin und Brian Hadley fanden diesen schwachen Sternenstrom Mitte der 1990er-Jahre durch verstärkte Ausarbeitung von Fotoplatten.

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NGC 602: Auster-Sternhaufen

Um einen Sternhaufen ist eine Gaswolke ausgebreitet, die wie eine Auster aussieht. Das Rollover-Bild zeigt denselben Haufen nicht nur im sichtbaren Licht, sondern auch im Röntgen- und Infrarotbereich.

Bildcredit: Röntgen: Chandra: NASA/CXC/Univ.Potsdam/L.Oskinova et al; Sichtbares Licht: Hubble: NASA/STScI; Infrarot: Spitzer: NASA/JPL-Caltech

Die Wolken sehen wie eine Muschel aus und die Sterne wie Perlen – aber es gibt noch viel mehr zu entdecken! Gegen den Rand der Kleinen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie, die rund 200 Tausend Lichtjahre entfernt ist, liegt der 5 Millionen Jahre alte Sternhaufen NGC 602.

In diesem beeindruckenden Hubble-Bild, das mit Röntgenbildern des Chandra Observatory und Infrarotbildern des Spitzer-Teleskops ergänzt wurde, sieht man NGC 602 umgeben von seiner Geburtshülle aus Gas und Staub.

Fantastische Rillen und zurückgeschleudertes Gas deuten darauf hin, dass energiereiche Strahlung und Schockwellen der massereichen jungen Sterne in NGC 602 das staubige Material abgetragen und den Prozess der Sternentstehung ausgelöst haben, der sich vom Zentrum des Sternhaufens entfernt.

Bei der geschätzten Entfernung der Kleinen Magellanschen Wolke erstreckt sich das Bild über etwa 200 Lichtjahre, aber eine beeindruckende Auswahl an Hintergrundgalaxien ist in dieser gestochen scharfen Ansicht ebenfalls zu sehen. Die Hintergrundgalaxien befinden sich Hunderte von Millionen Lichtjahren – oder mehr – hinter NGC 602.

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JADES-GS-z14-0: Neues fernstes Objekt

Zwischen zahllosen Galaxien ist ein kleines Objekt mit einem weißen Quadrat markiert und rechts oben in einem Einschub vergrößert.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI, B. Robertson (UC Santa Cruz), B. Johnson (CfA), S. Tacchella (Cambridge), P. Cargile (CfA)

Was wäre, wenn wir bis zum Beginn des Universums zurückblicken könnten? Wir könnten sehen, wie Galaxien entstehen. Doch wie sahen Galaxien damals aus? Der Antwort auf diese Frage kamen wir kürzlich einen Schritt näher, als die Analyse eines Bildes veröffentlicht wurde, das mit dem James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) aufgenommen wurde.

Die Aufnahme zeigt das fernste Objekt, das je entdeckt wurde. Die meisten Galaxien entstanden etwa 3 Milliarden Jahre nach dem Urknall, doch einige entwickelten sich früher. Der Kasten im Bild zeigt JADESGS-z14-0. Es ist der blasse Fleck einer Galaxie, die nur 300 Millionen Jahre nach Beginn des Universums entstand.

Technischen gesehen liegt diese Galaxie bei der gemessenen Rotverschiebung z=14.32. Sie existierte also schon, als das Universum erst ein Fünfzigstel seines jetzigen Alters hatte. Praktisch alle Objekt im Bild sind Galaxien.

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Hubble zeigt NGC 1546

Eine Galaxie mit Spiralstruktur wird von ausgeprägten Staubnebeln stark abgedunkelt.

Bildcredit: NASA, ESA, STScI, David Thilker (JHU)

Am 14. Juni konnte das Hubble-Weltraumteleskop dank seines neuen Ausrichtungsmodus in der Erdumlaufbahn den wissenschaftlichen Betrieb wieder aufnehmen und dieses scharfe Bild der Spiralgalaxie NGC 1546 aufnehmen.

Diese Welteninsel befindet sich in einer Entfernung von gerade mal 50 Millionen Lichtjahren und gehört zur Dorado-Galaxiengruppe. Die galaktische Scheibe von NGC 1546 ist zur Sehlinie geneigt. Das gelbliche Licht der alten Sterne und die bläulichen Bereiche neu entstandener Sterne schimmern durch die Staubschwaden in der Galaxie hindurch.

Weiter entfernte Hintergrundgalaxien sind über das gesamte Gesichtsfeld von Hubble verstreut. Das Hubble-Weltraumteleskop wurde 1990 gestartet und erforscht den Kosmos seit mehr als drei Jahrzehnten. Vor kurzem konnte es sein 34-jähriges Bestehen feiern.

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Nahaufnahme von Messier 66

Die Galaxie M66 ist schräg von oben zu sehen. Nach hinten und vorne breiten sich ausladende Spiralarme aus, die von dunklen Staubbahnen und rötlichen Sternbildungsgebieten gesäumt sind. Links oben ist das helltelb leuchtende Zentrum der Galaxie.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI/AURA)-ESA/Hubble-Arbeitsgemeinschaft. Danksagung: Davide De Martin und Robert Gendler

Die große, wunderschöne Spiralgalaxie Messier 66 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Diese spektakuläre Sterneninsel misst einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren und ist damit mit der Milchstraße vergleichbar.

Das Hubble Space Telescope hat diese Nahaufnahme festgehalten, die eine Region mit einem Durchmesser von rund 30.000 Lichtjahren um das Zentrum der Galaxie herum zeigt. Es zeigt die Galaxienscheibe dramatisch gegenüber unserem Sichtwinkel geneigt.

Rund um den hellen Kern, der vermutlich die Heimat eines supermassereichen Schwarzen Lochs ist, schweifen Staubbahnen und junge blaue Sternhaufen durch die Spiralarme, die wiederum von pinken Sternentstehungsregionen durchzogen sind.

Messier 66, auch als NGC 3627 bekannt, ist die hellste der drei Galaxien im Leo-Triplett, einer kleinen Galaxiengruppe im Sternbild Löwe.

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Pandoras Galaxienhaufen

Das Bild ist voller Galaxien, es zeigt den Galaxienhaufen im Sternbild Bildhauer. Mitten im Bild ist ein Stern, der die Beugungesspitzen zeigt, die für das Weltraumteleskop Webb typisch sind.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, Ivo Labbe (Swinburne), Rachel Bezanson (Universität Pittsburgh); Bearbeitung: Alyssa Pagan (STScI)

Dieses tiefbelichtete Mosaikbild zeigt einen atemberaubenden Blick auf den Galaxienhaufen Abell 2744, aufgenommen von der NIRCam-Kamera des James Webb Space Telescope. Abell 2744 wird auch Pandoras Galaxienhaufen genannt und scheint das Ergebnis der Verschmelzung von drei verschiedenen massereichen Galaxienhaufen zu sein. Er ist etwa 3,5 Milliarden Lichtjahre von und entfernt, und befindet sich im Sternbild Bildhauer (lat. Sculptor).

Der von Dunkler Materie dominierte Mega-Haufen verdrillt und verzerrt die Raumzeit und macht als Gravitationslinse weiter entfernte Objekte sichtbar. Viele dieser gelinsten Galaxien sind sehr weit entfernte Galaxien aus dem frühen Universum und daher noch röter als die Galaxien des Pandora-Haufens. Ihre verzerrten Bilder sind zu Bögen langgezogen und verzerrt.

Ausgepräge Beugungskreuze markieren Sterne der Milchstraße im Vordergrund. Angesichts der angenommenen Entfernung des Pandora-Haufens erstreckt sich diese kosmische Box über etwa 6 Millionen Lichtjahre. Aber keine Panik: Sie können die faszinierende Region in einer 2-minütigen Videotour erkunden.

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NGC 4565: Galaxie auf der Kante

Die Galaxie im Bild ist von der Kante zu sehen und ganz schmal. In der Mitte ist eine helle Wölbung, außen verläuft ein Staubring die ganze Galaxie entlang.

Bildcredit und Bildrechte: Lóránd Fényes

Wir sehen die prachtvolle Spiralgalaxie NGC 4565 von der Erde aus von der Kante. Wegen ihres schmalen Profils wird sie auch Nadelgalaxie genannt. Die helle Galaxie NGC 4565 ist eine Station bei vielen Teleskopreisen am Nordhimmel. Sie befindet sich im blassen, gepflegten Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices).

Dieses scharfe Farbbild zeigt den kastenartig gewölbten Zentralkern, der von undurchsichtigen Staubbahnen geteilt wird, welche die dünne galaktische Ebene von NGC 4565 säumen. NGC 4565 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren. Sie ist leicht mit kleinen Teleskopen erkennbar. Manche halten NGC 4565 für ein markantes himmlisches Meisterwerk, das Messier übersehen hat.

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