LRO zeigt den rotierenden Mond

Videocredit: LRO, Arizona State U., NASA

Niemand kann derzeit sehen, wie sich der Mond so dreht wie in diesem Video, denn seine Rotation ist an die Erde gebunden. Er zeigt ihr immer dieselbe Seite. Doch mit moderner digitaler Technik entstand aus vielen detaillierten Bildern des Lunar Reconnaissance Orbiters LRO ein hoch aufgelöstes virtuelles Video, das zeigt wie der Mond rotiert.

Das Zeitraffervideo beginnt mit der normalen Erdsicht des Mondes. Bald rotiert das Mare Orientale knapp unter dem Äquator ins Bild. Es ist ein großer Krater mit dunklem Zentrum, das von der Erde aus schwer zu sehen ist.

Das Video zeigt einen ganzen Mondmonat in 24 Sekunden. Man erkennt deutlich, dass sich viele dunkle Mondmeere auf der Erdseite des Mondes befinden, während auf der Rückseite hauptsächlich helle Mondgebirge vorkommen. Derzeit entwickeln vier verschiedene Länder mehr als 20 neue Mondmissionen, deren Start dieses oder nächstes Jahr geplant ist.

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Mondphasen und Finsternis

25 Bilder wurden zu einer Matrix kombiniert. Sie zeigen die Phasen des Mondes bei einer Lunation, soweit man sie beobachten konnte. In der Mitte leuchtet der Vollmond rötlich, weil er bei einer Mondfinsternis in den Erdschatten getaucht war.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Gout, Tom Polakis

Wenn ihr jede Nacht den Mond beobachtet, seht ihr, wie sich der Anteil, den die Sonne beleuchtet, schrittweise verändert. Ein Mondzyklus wird auch Lunation genannt. Er verläuft in Phasen von Neumond über Vollmond und wieder zu Neumond und dauert etwa 29,5 Tage.

Die Bilder sind von links oben nach rechts unten geordnet. Sie zeigen die Mondphasen einer fast vollständigen Lunation in 25 Nächten ab dem 18. Jänner. Die zwei Tage nach Neumond und zwei Tage davor wurden ausgelassen, weil die Mondphase bestenfalls eine schmale Sichel in der Nähe der Sonne war, die man nur schwer erkennen konnte.

Für das Mondzyklus-Projekt wurde der meist klare Nachthimmel über Arizona und die Hilfe eines Freundes genützt. In der ersten Hälfte der Lunation wurden die Bilder am frühen und späteren Abend fotografiert. In der zweiten Hälfte entstanden sie früh am Morgen. Als Bonus wurde der Zyklus am Vollmond des 31. Jänner ausgerichtet. Es war der zweite Vollmond im Jänner, also ein blauer Mond, und der Mond stand nahe beim erdnächsten Punkt der Mondbahn (Perigäum). Außerdem wurde er bei der totalen Mondfinsternis rötlich.

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Wolken, Vögel, Mond, Venus

Links ragt eine helle Ambosswolke auf, die vom Sonnenuntergang dramatisch beleuchtet wird. Dahinter stehen der Sichelmond und die Venus am blauen Himmel. Unten zieht ein Schwarm Vögel vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Isaac Gutiérrez Pascual

Manchmal bietet der Himmel über uns eine ziemlich eindrucksvolle Schau. Anfang September 2010 zum Beispiel trafen sich Mond und Venus, was für Himmelsfreunde auf der ganzen Erde ein besonderer Anblick ist. Doch an manchen Orten war der Himmel sogar noch malerischer.

Dieses Bild wurde in Spanien bei Sonnenuntergang fotografierten. Darauf leuchten Sichelmond und ganz rechts der Planet Venus. Beide posierten vor dem tiefblauen Himmel. Vorne ragen dunkle Gewitterwolken über den unteren Bildrand, darüber dräut eine weiße Ambosswolke. Schwarze Flecken sprenkeln das Bild. Es ist ein Vogelschwarm auf der Flucht. Nachdem dieses Bild fotografiert worden war, zogen die Vögel weiter. Der Sturm ebbte ab, und Venus und Mond gingen unter.

Diesen Monat (März 2018) sehen wir wieder die helle Venus kurz nach Sonnenuntergang. Sie steht heute Abend und für den Rest der Woche ziemlich nahe bei Merkur.

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Das südwestliche Mare Fecunditatis

Die vier Krater im Bild wurden bei Apollo 8 im Dezember 1968 fotografiert. Sie sind hier dreidimensional abgebildet, wenn man sie mit rot-blauen Brillen betrachtet.

Bildcredit: Apollo 8, NASA – Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Im Dezember 1968 reisten Frank Borman, James Lovell und William Anders von der Erde zum Mond und wieder zurück. Die Stereo-Anaglyphe zeigt ihre Aussicht im Mondorbit auf Krater im südwestlichen Mare Fecunditatis. Die beste Aussicht hat man in einem Lehnstuhl auf der Erde mit rot-blauen Brillen.

Der große Einschlagkrater vorne ist Goclenius. Sein Boden ist etwa 70 Kilometer groß und mit Lava überflutet. Darauf verlaufen Rillen. Es sind lange, schmale Senken in der Oberfläche. Die Rillen kreuzen die Kraterwände und den Zentralberg. Sie entstanden wahrscheinlich später als der Krater. Die beiden großen Krater mit glatten Böden im Hintergrund sind Colombo A (oben) und Magelhaens. Der Krater im Hintergrund mit dem unregelmäßigen Boden ist Magelhaens A. Er ist etwa 35 Kilometer groß.

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Ein X und ein V auf dem Mond

Kurz bevor der Mond von der Erde aus halb beleuchtet ist, kann man am Terminator ein Muster erkennen, das wie ein X aussieht. Hier ist es links. In der Mitte ist ein weiteres Muster: ein großes V. Oben ist der beleuchtete Teil des Mondes.

Bildcredit und Bildrechte: Henrik Adamsson

Schon mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop erkennt man leicht das markante X auf dieser Mondlandschaft. Trotzdem haben es nicht viele je gesehen. Der Haken dabei ist, dass das Mond-X flüchtig ist. Man sieht es nämlich nur ein paar Stunden vor dem zunehmenden Halbmond.

Die Illusion des X entsteht an der Schattenlinie zwischen Tag und Nacht durch eine Anordnung von Kratern, die hier links zu sehen sind: Blanchinus, La Caille und Purbach. Wenn eine Astronautin nahe bei dem Krater steht, sieht sie kurz vor zunehmendem Halbmond, wie die Sonne langsam am Horizont aufgeht. Für kurze Zeit wären die Kraterwände im Sonnenlicht, während die Kraterböden noch im Dunkeln liegen.

Wenn man die hellen Kraterwände vom Planeten Erde aus betrachtet, sehen sie im Kontrast zu den dunklen Böden zufällig wie ein X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 22. Februar fotografiert. Wenn ihr den Mond-Terminator absucht, dann seht ihr als Bonus auch das Mond-V.

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Apollo 17: Stereoblick aus dem Mondorbit

Mitten im Bild ragt das Südmassiv auf dem Mond auf, an seiner Spitze fliegt das Kommandomodul America der Mission Apollo 17. Links neben dem Berg liegt das dunkle Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Nehmt eure rot-blaue Brille und schaut diese fantastische Stereoansicht einer anderen Welt an. Eugene Cernan fotografierte die Szene am 11. Dezember 1972. Es war eine Umkreisung vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond. Cernan war Kommandant der Mission Apollo 17.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Cernan nahm sie an seinem Aussichtspunkt an Bord der Mondfähre Challenger auf. Er und Dr. Harrison Schmitt flogen gerade über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Die breite Seite des Südmassivs liegt im Sonnenlicht. Sie ragt in der Bildmitte über den dunklen Boden des Taurus-Littrow-Tals, das links daneben liegt. Hinter den Bergen breitet sich zum Mondrand hin das Mare Serenitatis aus. Ron Evans steuerte das Kommandomodul America. Es kreist im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs.

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Eine partielle Finsternis über der Manilabucht

Über der Silhouette der Manilabucht auf den Philippinen geht hinter Piers die partiell verfinsterte Sonne unter. Sie ist eine helle, breite Sichel am dunkelroten Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Armando Lee (Astron. League Philippines), F. Naelga Jr., 100 Stunden Astronomie (IYA 2009)

Was passiert mit der Sonne, die hier untergeht? Eine Finsternis! Anfang 2009 verfinsterte der Mond einen Teil der Sonne. Das konnte man in Teilen von Afrika, Australien und Asien beobachten. Dieses Bild entstand an der Ufermauer der Mall of Asia. Es zeigt die partiell verfinsterte Sonne, als sie über der Manilabucht auf den Philippinen unterging. Vorne stehen die Silhouetten der Piers.

Es war die einzige ringförmige Sonnenfinsternis des Jahres. Leute, die Finsternisse jagen und einen guten Ort für die Beobachtung hatten, schufen viele interessante, kunstvolle Bilder. Sie machten Filme, fotografierten die Schatten der Finsternis und Feuerringe.

Am Donnerstag bedeckt der Mond wieder kurz Teile der Sonne. Manche beobachten das auch diesmal als partielle Finsternis der Sonne. Die Finsternis am Donnerstag sieht man nur teilweise im Süden von Südamerika und in der Antarktis.

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Totale Finsternis von Sonne und Mond

Links ist der blutrote Mond bei einer totalen Mondfinsternis von Sternen umgeben. Das rote Licht wird von der Erdatmosphäre in den Kernschatten gestreut. Rechts beleuchtet die Erde die dunkle Mondoberfläche, weil sie Sonnenlicht reflektiert. Am Rand des Mondes sind rosarote Protuberanzen. Die Korona der Sonne bildet viele Schlieren und Schleifen.

Kompositbildcredit und Bildrechte: Wang Letian, Zhang Jiajie

Das Bild vergleicht zwei berühmte Finsternisse auf kreative Weise. Links ist die totale Mondfinsternis vom 31. Jänner. Rechts seht ihr die totale Sonnenfinsternis vom 21. August 2017. Die totalen Finsternisse wurden digital Rücken an Rücken verbunden und bearbeitet. Beide zeigen den Mond etwa zum Höhepunkt der Totalität.

Bei der Mondfinsternis beleuchtet der dunkelrote Erdschatten zart die Mondoberfläche. Doch bei der Sonnenfinsternis steht der Mond als Silhouette vor der hellen Scheibe der Sonne. Die Mondoberfläche ist an sich dunkel. Man sieht sie gerade noch im Erdschein. Die Bilder sind am Mond ausgerichtet. Am Nachthimmel um den verfinsterten Mond sieht man auch blasse Sterne. Die verfinsterte Sonne ist von vielschichtigen Details der Protuberanzen und koronalen Ströme umgeben.

Die totale Phase der Finsternis am 21. August dauerte auf dem Pfad, den der Schatten des Mondes zog, nur etwa 2 Minuten oder weniger. Dagegen dauerte die Totalität des blauen Super-Blutmondes am 31. Jänner auf der ganzen Nachtseite des Planeten Erde länger als eine Stunde.

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