Büschel um den Pferdekopfnebel

Eingebettet in eine Weite aus rötlichen Fasern ist die dunkle Einkerbung des Pferdekopfnebels.

Credit und Bildrechte: Star Shadow Remote Observatory

Der berühmte Pferdekopfnebel im Orion ist nicht alleine. Diese lang belichtete Aufnahme zeigt die dunkle, vertraute Form unter der Mitte als Teil eines weitläufigen Komplexes aus dunklem Staub und leuchtendem Gas.

Um die Details der Pferdekopfwiese herauszuarbeiten, wurde am ferngesteuerten Star-Shadow-Observatorium in New Mexico (USA) ein kleines Teleskop länger als sieben Stunden auf die Region gerichtet. Ein Filter entfernte alles bis auf eine bestimmte Wellenlänge von rotem Licht, die von Wasserstoff ausgestrahlt wird. Dann wurde das Bild mit einer drei Stunden belichteten Farbaufnahme ergänzt.

Das spektakuläre Ergebnis zeigt ein komplexes Geflecht aus Gas und staubhaltigen Fasern, die im Laufe von Äonen von stellaren Winden und längst vergangenen Supernovae geformt wurden. Der Pferdekopfnebel ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Orion. Das Bild zeigt auch zwei Sterne im Gürtel des Orion.

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Der Adlernebel in Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel

Zwischen blau und gelb leuchtenden Staubwolken ragen zwei dunkle Staubwolken ins Bild. Die Linke wird als Fee bezeichnet, die rechte als Säulen der Schöpfung. Beide befinden sich im Adlernebel M16 im Sternbild Schlange.

Credit und Bildrechte: IAC, Daniel Lopez

In den dunklen Säulen des Adlernebels entstehen helle, blaue Sterne. Berühmt wurde der Sternhaufen durch ein Bild des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 1995. Es zeigt den dramatischen Prozess der Sternbildung.

Dieses Bild entstand mit einem 80-Zentimeter-Teleskop auf den Kanarischen Inseln. Es zeigt einen Teil von M16. Das ist der offene Sternhaufen, der gerade entsteht. Für mehr Detailreichtum wurde es in den Spektralfarben aufgenommen, die von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel abgestrahlt werden.

Die hellen blauen Sterne in M16 entstanden schrittweise in den letzten fünf Millionen Jahre. Die jüngsten davon liegen in den berühmten Gas- und Staubtürmen im Zentrum. Sie werden „Säulen der Schöpfung“ und „Fee“ genannt. M16 sieht man mit Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens). Der Sternhaufen ist etwa 20 Lichtjahre groß. Sein Licht braucht etwa 7000 Jahre, um zu uns zu gelangen.

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Der Pferdekopfnebel im Orion

Links im Bild sind der Flammennebel und der Pferdekopfnebel. Das Pferd ist eine dunkle Wolke, die vor einem roten Emissionsnebel liegt, daher sieht man sie überhaupt. Um die beiden bekannten Nebel leuchten einige helle, blaue Sterne. Das Bild ist von vielen kleineren Sternen übersät.

Credit und Bildrechte: Victor Bertol

Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Er ist die dunkle Kerbe im roten Emissionsnebel links unter der Bildmitte. Der hellste Stern links gehört zum Gürtel des bekannten Sternbildes Orion. Die Form des Pferdekopfes erscheint dunkel. Sie ist eine undurchsichtige Staubwolke und liegt vor dem roten Emissionsnebel.

Die kosmische Wolke hat zufällig eine erkennbare Form, ähnlich wie Wolken am Himmel. In vielen Tausend Jahren verändern die Bewegungen im Inneren der Wolke ihre Erscheinung. Die rote Farbe des Emissionsnebels entsteht, wenn Elektronen mit Protonen rekombinieren. Dabei bilden sie Wasserstoffatome. Im Bild liegen auch blaue Reflexionsnebel. Sie reflektieren blaues Licht von Sternen in der Nähe.

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Der Kokon-Nebel, aufgenommen vom CFHT

Links im Bild leuchtet ein runder, roter Nebel. Rechts daneben sind zwei Sterne von runden, blau leuchtenden Wolken umgeben. Die Nebel liegen in einem Teppich voller Sterne.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Wie entstehen die Farben im Kokon-Nebel? Er ist als IC 5146 katalogisiert. Der auffallend schöne Nebel ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schwan (Cygnus). Im Kokon-Nebel entsteht ein offener Sternhaufen.

Wie auch andere Orte mit Sternbildung enthält der Kokon-Nebel einen leuchtend roten Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und dunkle Staubwolken. Die turbulente Mischung der drei Prozesse bringt eine Menge Farbe ins Bild. Es wurde unlängst mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) auf Hawaii (USA) aufgenommen.

Aktuelle Analysen zeigen, dass der massereiche Stern links im Bild anscheinend ein Loch in einer Molekülwolke öffnete. Durch dieses strömt leuchtende Materie. Der Stern entstand vor etwa 100.000 Jahren. Er liefert nun die Energie für einen Großteil des abgestrahlten und reflektierten Lichts im Nebel.

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Die Milchstraße bei 5000 Metern

Die Milchstraße mit ihren wuchernden Staubwolken verläuft diagonal durchs Bild. Über der Mitte leuchten Jupiter und Antares, rechts am Rand steht die Kleine Magellansche Wolke.

Credit und Bildrechte: Serge Brunier

Wenn ihr in der Nähe des Cerro Chajnantor in den nördlichen chilenischen Anden auf 5000 Meter Seehöhe klettert, zeigt der Nachthimmel vielleicht diese kosmische Aussicht. Sie wurde an diesem hohen und trockenen Schauplatz fotografiert. Die prächtige Weitwinkelaufnahme zeigt Myriaden Sterne und wuchernde Staubwolken unserer Milchstraße.

Im Zenit in der Bildmitte blickt man zum Zentrum der Galaxis. Doch das galaktische Zentrum ist vor direktem Blick verborgen. Es liegt hinter dem dichten Staub. Der helle Jupiter über der zentralen Wölbung der Milchstraße betont die Szenerie. Rechts daneben leuchtet der schwächere gelbliche Riesenstern Antares. Am rechten Bildrand steht klein und schwach eine Begleitgalaxie der Milchstraße, die Kleine Magellansche Wolke.

Lesung eines APOD-Herausgebers am 4. Januar im American Museum of Natural History

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Sternenstaub im Perseus

Die dicht verteilten Sterne sind von Nebeln durchzogen, die teils bräunlich, teils rötlich schimmern. Im Bild findet man viele Hinweise auf neu entstandene Sterne.

Credit und Bildrechte: Jeff Lunglhofer

Diese kosmische Weite aus Staub, Gas und Sternen ist am Himmel im heroischen Sternbild Perseus etwa vier Grad breit. Mitten in der prächtigen Himmelslandschaft steht der staubhaltige blaue Reflexionsnebel NGC 1333. Er ist etwa 1000 Lichtjahre entfernt. In dieser geschätzten Entfernung wäre das Bildfeld fast 70 Lichtjahre breit.

Zwischen dem zart rötlichen Schimmer von Wasserstoff sind noch mehr Reflexionsnebel und dunkle Staubnebel verteilt. Diese Nebel liegen am Rand einer riesigen Molekülwolke. Sie enthalten Hinweise auf Regionen mit Sternbildung. Außerdem verstecken sie neue Sterne und junge stellare Objekte vor neugierigen optischen Teleskopen. Junge stellare Objekte bezeichnet man auch als Protosterne. Sie entstehen in den dichten Kernen von Molekülwolken, wenn die Kerne durch ihre eigene Gravitation in sich zusammenstürzen.

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Der Milchweg

Ein nicht befestigter Fahrweg führt zum Horizont, darüber steigt die Milchstraße mit hellen Sternwolken und dunklen Staubbahnen auf.

Credit und Bildrechte: Larry Landolfi

Der Fotograf Larry Landolfi besuchte Fort Davis in Texas, den Standort des McDonald-Observatoriums. Es ist bekannt für dunkle Nachthimmel. Landolfi ließ sich zu diesem fantasievollen Bild inspirieren. Das Kompositbild vermittelt den Eindruck, als wäre die Milchstraße die himmlische Fortsetzung einer einsamen Landstraße.

Der Name unserer Galaxis – Milchstraße (lateinisch Via Lactea) – bezieht sich auf ihre Erscheinung als milchiges Band oder Weg zum Himmel. Das Wort „Galaxis“ leitet sich vom griechischen Begriff für Milch ab. Das schimmernde himmlische Band ist das gesammelte Licht von Myriaden von Sternen. Sie befinden sich in der Ebene unserer Galaxis und leuchten zu schwach, um sie einzeln zu sehen. Man sieht die Milchstraße in mondlosen Nächten an Orten mit dunklem Himmel, wenn auch nicht so farbenprächtig wie auf diesem Bild.

Das diffuse Sternenlicht wird von Schwaden dunkler galaktischer Staubwolken durchzogen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts richtete Galileo sein Fernrohr zur Milchstraße und berichtete, sie wäre aus unzählbar vielen Sternen zusammengesetzt.

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Die farbenprächtigen Wolken von Rho Ophiuchi

Um den Stern Rho Ophiuchi im Sternbild Schlangenträger sind bunte Wolken angeordnet, sie leuchten rot, blau und gelb. Der Kugelsternhaufen M4 bringt weiße Farbe ins Bild.

Credit: Adam Block, KPNO-Besucherprogramm, NOAO, AURA, NSF

Die vielen prachtvollen Farben der Rho-Ophiuchi-Wolken zeigen viele Prozesse, die dort stattfinden. Die blauen Regionen leuchten hauptsächlich in reflektiertem Licht. Das blaue Licht des Sterns Rho Ophiuchi und anderer Sterne in der Umgebung wird von diesem Teil des Nebels effizienter reflektiert als rotes Licht. Der Tageshimmel der Erde erscheint aus demselben Grund blau.

Die roten und gelben Regionen leuchten wegen der Emissionen des atomaren und molekularen Gases im Nebel. Blaue Sterne in der Umgebung sind energiereicher als der helle Stern Antares. Ihr Licht stößt Elektronen aus den Hüllen der Atome. Das Gas leuchtet, wenn diese Elektronen sich wieder mit den Atomen verbinden. Die dunklen Regionen sind Staubwolken. Diese Staubwolken entstehen in den Atmosphären von Sternen. Sie verdecken Licht, das hinter ihnen abgestrahlt wird.

Die Rho-Ophiuchi-Sternenwolken sind viel näher als der Kugelsternhaufen M4. Er liegt links oben im Bild. Die Wolken enthalten sogar viel mehr Farben, als Menschen sehen können. Sie strahlen Licht in jeder Wellenlänge ab – vom Radiobereich bis zu Gammastrahlen.

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