Sterne, Gas und Staub kämpfen im Carinanebel

Eine riesige, dunkle Staubbahn teilt dieses bunte Bild des Carinanebels. Sie hat die Form eines V. Die Nebelwolken sind rot und blau abgebildet und von kleinen Sternen übersät.

Bildcredit und Bildrechte: Bastien Foucher

Im Carinanebel entstehen und vergehen massereiche Sterne, und es regiert das Chaos. Diese plakative Nahaufnahme zeigt viele Details in einem Teil des berühmten Nebels. Das Licht wird von Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blau) abgestrahlt. Die Sterne in Carina besitzen viel Masse und Energie. Sie verströmen Winde und Strahlung, die dramatische dunkle Staubknoten formen und komplexe Strukturen freilegen. Oben ist eine kultige Struktur im Carinanebel, es ist eine dunkle, v-förmige Staubbahn.

Der Carinanebel ist etwa 200 Lichtjahre groß und 7500 Lichtjahre entfernt. Mit einem Fernglas sieht man ihn im südlichen Sternbild Schiffskiel. In einer Milliarde Jahre hat sich der Staub gelegt oder wurde zerstört. Das Gas ist dann zerstreut oder durch Gravitation kondensiert. Dann bleiben nur die Sterne zurück, aber nicht einmal die hellsten.

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Himmlisches Feuerwerk: In den Sternhaufen Westerlund 2

Credit der Visualisierung: NASA, ESA, Hubble, J. Anderson et al. (STScI); Danksagung an das Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA), A. Nota (ESA/STScI), das Westerlund-2-Wissenschaftsteam und die ESO

Stell dir vor, du könntest direkt in einen Haufen fliegen, in dem Sterne entstehen. Dieses Video zeigt so eine Visualisierung in Zeitraffer. Es entstand aus 3-D-Computermodellen der Region um den Sternhaufen Westerlund 2. Die Modelle entstanden aus Bildern des Weltraumteleskops Hubble in sichtbarem und infrarotem Licht.

Westerlund 2 ist etwa 10 Lichtjahre groß und 20.000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schiffskiel (Carina). Zu Beginn der anschaulichen Animation füllt der größere Nebel Gum 29 das Bild. In der Mitte ist ein junger Haufen aus hellen Sternen. Während ihr euch dem Haufen nähert, zischen Sterne vorbei.

Bald schwenkt das imaginäre Schiff, und ihr fliegt über Säulen aus interstellarem Gas und Staub. Sie sind Lichtjahre lang. Starke Winde und die Strahlung massereicher junger Sterne zerstören alles außer den dichtesten Staubklumpen in der Nähe. In den Schatten der Klumpen bleiben Säulen zurück. Viele davon zeigen zum Zentrum des Haufens.

Zuletzt fliegt ihr zur Oberseite des Sternhaufens. Dort seht ihr Hunderte der massereichsten Sterne, die wir kennen.

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Mystischer Berg aus Staub im Carinanebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA und M. Livio (STScI)

Im Carinanebel kämpfen Sterne gegen Staub an, und am Ende gewinnen die Sterne. Genauer gesagt, das energiereiche Licht und die Winde massereicher, neuer Sterne verdampfen und zerstreuen die staubigen Sternschmieden, in denen sie entstanden sind.

Diese Säulen im Carinanebel kennt man informell als Mystischer Berg. Dunkler Staub bestimmt ihre Erscheinung, obwohl sie großteils aus klarem Wasserstoff bestehen. Staubsäulen wie diese sind eigentlich viel dünner als Luft. Sie erscheinen aber wegen ihres Anteils an undurchsichtigem interstellarem Staub als Berge. Der Anteil ist aber relativ gering.

Das Bild ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Es wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und zeigt einen inneren Bereich von Carina, der etwa drei Lichtjahre breit ist. In wenigen Millionen Jahren kommen die Sterne wahrscheinlich ganz heraus, und der ganze Staubberg verdampft.

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Der prächtige Nebel in Carina

Der Carinanebel ist riesig, er leuchtet rot und orangefarben mitten im Bild. Dahinter sind viele kleine Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Amit Ashok Kamble

Im Nebel NGC 3372 geschehen einige äußerst seltsame Dinge. Er liegt in einem der hellsten Teile der Milchstraße. Man kennt ihn als den großen Nebel in Carina. Er enthält massereiche Sterne und veränderliche Nebel. Einer davon ist der Schlüssellochnebel NGC 3324. Er liegt in der hellen Struktur rechts neben der Bildmitte. Darin befinden sich mehrere massereiche Sterne, und er hat seine Erscheinung verändert.

Das Bild zeigt den ganzen Carinanebel. Er misst mehr als 300 Lichtjahre. Wir finden ihn etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Carina. Eta Carinae ist der energiereichste Stern im Nebel. Er war in den 1830er-Jahren einer der hellsten Sterne am ganzen Himmel. Dann verblasste er drastisch. Vielleicht steht Eta Carinae kurz vor einer Explosion als Supernova. Röntgenbilder liefern Hinweise, dass ein großer Teil des Carinanebels eine wahre Fabrik für Supernovae war.

Vortrag: APOD-Herausgeber am 30. Juni in Prag

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Sternbildungshaufen NGC 3603

Mitten im Bild glitzert ein Haufen aus gleißend hellen Sternen. Sie sind von roten Nebeln umgeben.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI/AURA)-ESA/ Hubble-Arbeitsgemeinschaft; Danksagung: J. Maiz Apellaniz (Inst. Astrofisica Andalucia) et al. und Davide de Martin

NGC 3603 ist etwa 20.000 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Der Nebel ist ein Bewohner des nahen Carina-Spiralarms unserer Milchstraße. NGC 3603 gilt als eine der größten Sternbildungsregionen in der Milchstraße. Der zentrale offene Sternhaufen enthält Tausende Sterne, die massereicher sind als unsere Sonne. Diese Sterne sind wahrscheinlich vor nur einer oder zwei Millionen Jahren bei einem einzigen Ausbruch an Sternbildung entstanden.

Der nahe Sternhaufen NGC 3603 ist vermutlich ein gutes Beispiel eines massereichen Sternhaufens in viel weiter entfernte Galaxien mit Sternbildung. Der Haufen ist von Wolken aus leuchtendem interstellarem Gas und undurchsichtigem Staub umgeben. Diese opaken Wolken werden von der energiereichen Strahlung und Winden der Sterne geformt. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Es ist ungefähr 17 Lichtjahre breit.

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Das Schlüsselloch im Carinanebel

Braune dicht gewebte Staubwolken ballen sich vor einem blau leuchtenden Hintergrund.

Bildcredit: NASA, Hubble-Vermächtnis (AURA/STScI)

Der dunkle Schlüssellochnebel verdankt seinen Namen der ungewöhnlichen Form. Dieses klassische Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Es zeigt das verschlungene Schlüsselloch. Das ist eine kleine Region im größeren Carinanebel. Im Carinanebel sind viele Sterne reich an Masse und Energie. Sie formen mit Winden und Strahlung dramatische dunkle Staubknoten und komplexe Strukturen.

Die Form der linken oberen Staubwolke im Schlüssellochnebel regt die menschliche Phantasie stark an. Sie erinnert an einen Superhelden, der mit erhobenem Arm durch eine Wolke fliegt. Unten hat sie eine gerettete Person im Schlepptau. Die Region ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Sie liegt am Südhimmel des Planeten Erde. Der vergehende Stern Eta Carinae liegt außerhalb des Bildes. Er erzeugte den Schlüssellochnebel. In seinen letzten Jahrhunderten neigt der Stern Eta Carinae zu gewaltigen Ausbrüchen.

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Der prächtige Carinanebel

Der Carinanebel im Bild leuchtet rötlich und besteht aus lebhaften Fasern aus Gaswolken. Links oben leuchtet der helle Stern Eta Carinae. Im Bild sind Sternhaufen verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Peter Ward (Barden Ridge Observatory)

Der große Carinanebel ist auch als NGC 3372 bekannt. Das Juwel am Südhimmel ist größer als 300 Lichtjahre. Es zählt zu den größten Sternbildungsregionen in unserer Galaxis. Wie der kleinere, nördlichere Orionnebel ist auch der Carinanebel mit bloßem Auge leicht sichtbar. Doch er ist 7500 Lichtjahre entfernt. Das ist etwa die 5-fache Distanz zum Nebel im Orion.

Diese prächtige Nahaufnahme entstand mit Teleskop. Sie zeigt beachtliche Details der leuchtenden Fasern aus interstellarem Gas und dunklem kosmischem Staub im Zentrum. Das Sichtfeld ist mehr als 50 Lichtjahre breit. Im Carinanebel sind junge Sterne mit extrem viel Masse verteilt. Dazu gehören die Sterne im offenen Sternhaufen Trumpler 14, er leuchtet unter der Mitte.

Der veränderliche Stern Eta Carinae ist der hellste Stern im Bild. Er ist immer noch rätselhaft. Eta Carinae hat weit über 100 Sonnenmassen. Er leuchtet über dem staubigen Schlüssellochnebel NGC 3324. Vielleicht steht er an der Kippe zu einer Supernovaexplosion. Röntgenbilder zeigen, dass der Carinanebel einst eine wahre Supernovafabrik war.

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Die Wolken des Carinanebels

Der Carinanebel ist hier in Falschfarben abgebildet. Wasserstoff wurde grün gefärbt, Licht von Schwefel- und Sauerstoffatomen ist rot und blau gefärbt. Zwischen den leuchtenden Gaswolken sind viele dunkle Nebel verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: John Ebersole

Welche Gestalten lauern im dunstigen Carinanebel? Die dunklen, unheilvollen Figuren sind Molekülwolken. Sie bestehen aus Knoten aus molekularem Gas und Staub, die so dicht sind, dass man nicht hindurch sieht. Doch diese Wolken sind meist dünner als die Lufthülle der Erde.

Dieses detailreiche Bild zeigt den Kern des Carinanebels. In diesem Teil fallen dunkle und farbige Wolken aus Gas und Staub besonders auf. Das Bild wurde letzten Monat am Siding-Spring-Observatorium in Australien fotografiert. Der Nebel besteht vorwiegend aus Wasserstoff, der hier grün gefärbt ist. Licht, das von Spuren an Schwefel und Sauerstoff abgestrahlt wird, wurde in Rot und Blau dargestellt.

Der ganze Carinanebel ist als NGC 3372 katalogisiert. Er ist größer als 300 Lichtjahre und etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Wir finden ihn im Sternbild Carina. Eta Carinae ist der energiereichste Stern im Nebel. Er wurde in den 1830er-Jahren zu einem der hellsten Sterne am Himmel. Seither verblasste er drastisch.

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