Ein Start und eine Landung

Eine startende Rakete zieht eine glühende Leuchtspur. Der Bogen beginnt links unten und zieht auf einer Parabolbahn über den Himmel, bis er am Horizont verschwidet. Sterne ziehen kurze Strichspuren über Cape Canaveral.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Killian / AmericaSpace

An der Atlantikküste von Cape Canaveral auf der Erde entstanden vier Digitalbilder mit gleichem Bildausschnitt. Sie wurden zu dieser nächtlichen Himmelslandschaft kombiniert. Leicht verschobene kurze Strichspuren überziehen den Himmel. Die Belichtungszeit war an den Start einer Falcon-9-Rakete angepasst.

Am 21. September transportierte eine Dragon-X-Kapsel Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation ISS. Nach dem Start leuchtete ein heller Blitz. Danach zog die Feuerspur der ersten Raketenstufe von links nach oben. Nach der Trennung zündete in der Bildmitte die zweite Stufe. Die Rakete stieg in den niedrigen Erdorbit auf. Der Blitz mitten am Horizont zeigt die erneute Zündung und den kontrollierten Abstieg der ersten Stufe. Am Ende folgte eine sanfte Wasserlandung vor der Küste.

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Raketenblitz und Strichspuren

Über einem Wasserbecken verlaufen lange Strichspuren am Himmel. In der Mitte steigt der leuchtende Bogen einer startenden Rakete auf.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Killian / AmericaSpace

Eine Kamera auf einem Stativ blickte nach Osten über das Wendebecken beim Weltraumbahnhof Kennedy. Sie fotografierte am Abend des 23. Jänner während drei Stunden diese Strichspuren als Serie kurz belichteter Aufnahmen. Die Kamera war nur wenige Meilen von der Startrampe 41 am Luftwaffenstützpunkt Cape Canaveral entfernt. Daher fotografierte sie auch den spektakulären Nachtstart einer Atlas-V-Rakete. Diese transportierte den Tracking and Data Relay Satellite TDRS-L (ein Kursverfolgungs- und Datenrelaissatellit) der NASA ins All.

Die scheinbare Bewegung der Sterne führte zu den Strichspuren am Himmel. Sie zeigt die tägliche Rotation des Planeten Erde um seine Achse. Diese Rotation ist auch der Grund dafür, dass der Raketenblitz nach Osten über den Atlantik verläuft. Beim Start nach Osten in Richtung der Erdrotation summiert sich die Rotationsgeschwindigkeit zur Geschwindigkeit der Rakete. Das reduziert die nötige Menge an Treibstoff, um in die Umlaufbahn zu kommen.

Ironischerweise ist TDRS-L für einen geosynchronen Orbit vorgesehen. Er befindet sich etwa 36.000 Kilometer über dem Äquator. Dort sind die Umlaufperiode und die Erdrotation gleich lang. Daher hängt der Satellit regungslos am Himmel des Planeten Erde.

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RBSP-Nachtstart

Hinter dem Turn Basin auf Cape Canaveral steigt eine bogenförmige Leuchtspur zum Himmel auf, sie spiegelt sich vorne im Wasser.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Killian

Dieser anmutige Bogen ist die Leuchtspur vom Start einer Atlas-V-Rakete. Sie startete am frühen Donnerstagmorgen über dem Luftwaffenstützpunkt Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida zum Himmel. In der Centaur-Oberstufe der Rakete befanden sich die Zwillingssonden der Radiation Belt Storm Probes (RBSP) der NASA. Sie sind inzwischen in getrennte Umlaufbahnen im Van-Allen-Strahlungsgürtel der Erde eingetreten.

Die Szenerie spiegelt sich im Turn Basin. Das Bild entstand aus zwei Aufnahmen. Sie wurden fast 5 Kilometer vom Startrampenkomplex 41 entfernt fotografiert. Eine Aufnahme betont das dramatische Spiel aus Startrampenbeleuchtung, Wolken und Himmel. Eine zweite Aufnahme wurde 3 Minuten belichtet. Sie zeigt den Feuerschweif der Rakete.

Die meisten Raumsonden versuchen, die Strahlungsgürtel zu vermeiden, die nach ihrem Entdecker James Van Allen benannt wurden. Hingegen ist die Aufgabe von RBSP, die dynamischen und harten Bedingungen im Van-Allen-Gürtel zu erforschen.

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Der Rover Curiosity startet zum Mars

Der Marsrover Curiosity startet an der Spitze einer Atlas-Trägerrakete von Cape Canaveral.

Bildcredit:  NASA

Nächster Halt: Mars. Letztes Wochenende startete das Mars Science Laboratory mit dem Rover Curiosity. Es brach von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida an der Spitze einer Atlas-V-Trägerrakete zum Roten Planeten auf. Curiosity ist fünfmal so groß wie der Rover Opportunity, der derzeit auf dem Mars in Betrieb ist. Es erinnert an ein seltsames kleines Auto: sechs kleine Räder, ein kopfähnlicher Kameramast, ein Steinbrecher, ein langer Roboterarm und eine Plutoniumbatterie.

Curiositys Landung auf dem Mars ist für nächsten August geplant, dann beginnt eine zweijährige Mission mit der Erforschung des Kraters Gale. Das Ziel ist, herauszufinden, ob es auf dem Mars jemals Leben gegeben haben könnte und ob Menschen eines fernen Tages den planetaren Nachbarn der Erde besuchen könnten.

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Zurückrollen von GRAILs Rakete

Rechts steht eine beleuchtete Rakete, links zeigen orangerote Streifen, wo der Wartungsturm von der Rakete zurückgerollt wurde.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Beschreibung: Dieses Zeitraffer-Foto wurde spätabends fotografiert. Es zeigt das Zurückrollen des beleuchteten mobilen Wartungsturms am Startkomplex 17 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral, das 20 Minuten dauerte.

Im Inneren der 13 Stockwerke hohen startbereiten Delta-2-Rakete sind die Zwillingssonden sicher verstaut. Das Duo reist im Rahmen der NASA-Mission Gravity Recovery and Interior Laboratory mission (GRAIL) zum Mond. Dort wird es in präziser Formation fliegen, um das Gravitationsfeld des Mondes zu vermessen.

Die Szenerie wurde vor dem ersten Startversuch aufgenommen. Dieser Versuch wurde am 8. September wegen Höhenwinden abgebrochen. Ein neues Startfenster für GRAIL beginnt heute, am 10. September. GRAILs Start ist der letzte, der am Komplex 17 durchgeführt werden soll. Es ist der älteste noch aktive Startkomplex auf Cape Canaveral und ist seit 1957 in Betrieb.

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Atlantis-Reflexion

Eine Raumfähre steht an der Startrampe, der Himmel ist dunkel und bewölkt, der Boden regennass.

Bildcredit: NASA, Bill Ingalls

Beschreibung: Der Spaceshuttle-Orbiter Atlantis verließ den Planeten Erde am Freitag, dem 8. Juli. Atlantis brach mit Mission STS-135 ein letztes Mal zur Internationalen Raumstation ISS auf. Der historische Start war der letzte in der 30jährigen Geschichte des NASA-Spaceshuttle-Programms. Dieses begann mit dem Start des ersten wiederverwendbaren Raumfahrzeugs am 12. April 1981.

Das ruhige Bild vor dem Start vom 7. Juli zeigt Atlantis nach dem Rollback der drehbaren RSS-Wartungsbühne am frühen Abend am vertrauten Ort der Startrampe 39A am Kennedy-Raumfahrtzentrum. Zu den historischen Reisen der Atlantis in die Umlaufbahn zählen eine Wartungsmission zum Weltraumteleskop Hubble, das Aussetzen von Magellan, Galileo und des Gammastrahlen-Observatoriums Compton sowie sieben Flüge zur russischen Raumstation Mir.

Atlantis dockt voraussichtlich am Sonntag noch einmal an die Internationale Raumstation an. Sie hat inzwischen ihre 33. und letzte Reise in die Umlaufbahn angetreten.

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Letzter Rollout einer NASA-Raumfähre

In der Nacht wird die Raumfähre Atlantis zur Startrampe ausgerollt, sie befindet sich links auf dem Raupenfahrzeug, von rechts leuchten Scheinwerfer zur Raumfähre.

Credit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Beschreibung: Bei letzten Ausfahrt dieser Art wurde diesen Monat die NASA-Raumfähre Atlantis fotografiert, als sie sich langsam auf die Startrampe 39A zubewegte. Dort ist für Juli ein Start zur Internationalen Raumstation vorgesehen.

Die Mission mit der Bezeichnung STS-135 ist die 135. und letzte Mission einer NASA-Raumfähre. Atlantis und ihre vier Personen der Besatzung transportieren das Mehrzweck-Logistikmodul Raffaello. Damit werden Schlüsselkomponenten und Versorgungsgüter zur ISS gebracht.

Oben rollt der große Shuttle-Raupenschlepper den mächtigen Orbiter mit weniger als einem Kilometer pro Stunde die fünf Kilometer lange Straße entlang. Mehr als 15.000 Zuseher waren beim historischen Rollout dabei, einige von ihnen sind rechts zu sehen.

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Eine letzte Landung der Raumfähre Endeavour

Die Raumfähre Endeavour landet nachts, von links leuchten Scheinwerfer auf den Spaceshuttle, der Rest des Bildes ist dunkel.

Credit: NASA, Bill Ingalls

Beschreibung: Die Raumfähre Endeavour kam nach Hause, um zu bleiben. Bei einer der seltenen Nachtlandungen rollte Endeavour letzte Woche auf die Landebahn in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Sie beendete eine 16-Tage-Mission mit Besuch der Internationalen Raumstation ISS.

Der Spaceshuttle Endeavour flog 25 Flüge, seit er 1992 erstmals von der NASA eingesetzt wurde. Die Raumfähre verbrachte insgesamt 299 Tage im All. Die nächste Mission der Endeavour ist stationär. Sie führt ins California Science Center. Als Endeavour landete, wurde bereits die Raumfähre Atlantis hinausgerollt. Es ist die Vorbereitung auf die allerletzte Mission der Raumfähren. Diese Shuttlemission ist derzeit für den 8. Juli geplant.

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