Der Mensch als Raumschiff

Die Illustration zeigt den Oberkörper eines Menschen in bunten Farben, umgeben von bunten, meist kugelförmigen Objekten.

Credit Weltraumbild: NASA, ESA, Hubble und J. Maiz- Apellániz (IAA); Danksagung: D. De Martin; Rechte am Menschenbild: Charis Tsevis; Zusammenstellung: R. J. Nemiroff

Ein Mensch ist ein Raumschiff, das durchs Universum reist. Auch ein Hund ist eines. Wir alle tragen Billionen Mikroorganismen mit uns, während wir durchs Leben gehen. Diese Scharen an Bakterien, Pilzen und Spinnentieren haben eine andere DNS als wir. Kollektiv werden sie als Mikrobiom bezeichnet.

Die Schiffsbesatzung den Zellen des Körpers zahlenmäßig überlegen. Unsere Besatzungsmitglieder bilden Lebensgemeinschaften, helfen Nahrung zu verdauen, greifen bei Gefechten gegen Eindringlinge ein, und manchmal pendeln sie auf einer flüssigen Autobahn von einem Ende des Körpers zum anderen. Vieles von dem, was das Mikrobiom tut, ist jedoch nicht bekannt. Wir sind der Kapitän, und wenn wir nett zur Besatzung sind, hilft das vielleicht, mehr vom lokalen Kosmos zu erforschen.

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Höhepunkte des nördlichen Frühlingshimmels

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Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Beschreibung: Was sehen Sie zu dieser Jahreszeit am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte für die Nordhalbkugel der Erde. Sie ist als Ziffernblatt zu sehen, dessen Mittelpunkt unten liegt, frühe (nördliche) Frühlingsereignisse sind nach links aufgefächert und späte Frühlingsereignisse sind nach rechts projiziert. Relativ erdnahe Objekte sind allgemein näher an der Figur mit Teleskop unten in der Mitte abgebildet – doch fast alles Abgebildete ist ohne Teleskop zu sehen.

Wie zu jeder Jahreszeit sehen die Sternbilder Jahr für Jahr gleich aus, und wie gewöhnlich erreicht der Meteorstrom der Lyriden Mitte April seinen Höhepunkt. Auch die Internationale Raumstation (ISS) ist wie immer von Zeit zu Zeit als heller Fleck zu sehen, der nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Nach der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche nächste Woche sind auf der Nordhalbkugel die Tage länger als die Nacht, diese Ungleichheit steigt, während der Frühling fortschreitet. Außerdem wird Jupiter im Laufe des Frühlings zunehmend früher in der Nacht sichtbar. Gegen Ende des Frühlings gibt es im Monat Mai zwei Vollmonde, der zweite davon wird als Blue Moon bezeichnet.

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Höhepunkte am nördlichen Winterhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Beschreibung: Was sehen Sie um diese Jahreszeit am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte für die Nordhalbkugel der Erde. Man kann sie als Uhr sehen, deren Ziffernblattmitte unten liegt. Frühere Ereignisse am (nördlichen) Winterhimmel sind nach links aufgefächert, spätere nach rechts. Relativ erdnahe Objekte sind allgemein näher an der Zeichenfigur mit Teleskop unten in der Mitte dargestellt, doch fast alles Gezeigte ist ohne Teleskop sichtbar.

Wie zu jeder Jahreszeit erscheinen Jahr für Jahr dieselben Sternbilder, und wie sonst auch erreicht der Meteorstrom der Geminiden Mitte Dezember seinen Höhepunkt. Wie immer ist die Internationale Raumstation ISS gelegentlich als heller Punkt zu sehen, der nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Weniger häufig ist, dass Anfang Januar der Mond fast genau vor mehreren Planeten vorbeizieht.

Ein besonderes Vergnügen in diesem Winter ist Komet 46P/Wirtanen, der bereits hell leuchtet, er zieht Mitte Dezember nur 36 Mondentfernungen an der Erde vorbei und ist möglicherweise mit bloßem Auge gut sichtbar.

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Massereiche Schwarze Löcher auf einer Spiralbahn


Videocredit: NASA’s Goddard Space Flight Center; Musik: In der Halle des Bergkönigs von Edvard Grieg

Beschreibung: Leuchten Schwarze Löcher, wenn sie kollidieren? Wenn sie verschmelzen, strahlen umeinander kreisende Schwarze Löcher mit Sicherheit eine Menge ungewöhnlicher Gravitationswellen ab. Strahlen sie aber schon viel früher Licht ab, wenn sie von Gas umgeben sind?

Um das herauszufinden, entwickelten Astrophysiker eine komplexe Computersimulation. Die Simulation und dieses Ergebnisvideo zeigen sehr detailreich zwei sehr massereiche Schwarze Löcher zusammen mit dem Einfluss von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie auf das umgebende Gas und Licht.

Das Video zeigt das System zuerst von oben, danach von der Seite, dabei sind ungewöhnliche Gravitationslinsenverzerrungen augenfälliger. Rechnerische Ergebnisse lassen vermuten, dass Gravitations- und Magnetkräfte das Gas aufheizen, sodass es sehr energiereiches Licht vom Ultraviolett– bis zum Röntgenbereich abstrahlt. Solche Lichtemissionen ermöglichen der Menschheit vielleicht, Paare sehr massereicher Schwarzer Löcher lange vor ihrem Verschmelzen auf spiralförmigen Bahnen aufzuspüren und zu untersuchen.

Offene Wissenschaft: Stöbern Sie in 1800+ Codes in der Astrophysics Source Code Library

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Die Dimensionen des Universums – Interaktiv

Link zur Animation: htwins.net/scale2

Animationscredit und -rechte: Cary und Michael Huang

Wie sieht das Universum im kleinen Maßstab aus? Oder im großen? Die Menschheit entdeckt, dass das Universum in jedem Bereich, den sie erforscht, sehr unterschiedlich ist. Zum Beispiel ist, soweit uns bekannt, jedes winzige Proton exakt gleich. Doch jede riesige Galaxie ist anders.

In einer Größenordnung, die Menschen vertraut ist, ist die Oberfläche eines Glastisches eher klein. Für eine Hausstaubmilbe ist sie aber eine unermesslich weite Ebene, die seltsam glatt ist. Vielleicht ist sie von kleinen Zellbrocken übersät. Nicht alle Größenordnungen verstehen wir gut. Zum Beispiel wird erforscht, was mit den winzigen Tröpfchen beim Niesen geschieht. Das hilft vielleicht, die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen.

Diese interaktive Flash-Animation ist eine moderne Version des klassischen Videos Zehn hoch. Es bietet ein neues Fenster zu vielen bekannten Größenordnungen des Universums. Wenn ihr den Balken unten verschiebt, könnt ihr eine Vielfalt an Größenordnungen erkunden. Mit Mausklicks auf einzelne Objekte ruft ihr die Beschreibung auf.

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Höhepunkte des nördlichen Herbsthimmels

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Illustrationscredit und -rechte: Universe2go.com

Beschreibung: Was sehen Sie zu dieser Jahreszeit am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte auf der Nordhalbkugel der Erde. Betrachtet man die Grafik als Ziffernblatt, dessen Zentrum unten liegt, sind frühe (nördliche) Herbsthimmelsereignisse nach links aufgefächert, späte Herbstereignisse sind nach rechts projiziert. Erdnahe Objekte sind näher an der Figur mit Teleskop unten in der Mitte abgebildet, doch fast alles Dargestellte ist ohne Teleskop sichtbar.

Wie zu jeder Jahreszeit treten Jahr für Jahr dieselben Sternbilder auf, und der Meteorstrom der Leoniden erreicht wie gewöhnlich Mitte November seinen Höhepunkt. Auch die Internationale Raumstation (ISS) ist wie gewöhnlich zeitweise als heller Punkt zu sehen, der nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Zu den Planeten, die diesen Herbst nach Sonnenuntergang sichtbar sind, zählen Jupiter und Mars sowie gegen Herbstende Saturn.

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Animation: Perseïden-Meteorstrom

Visualisierungscredit: Ian Webster; Daten: NASA, CAMS, Peter Jenniskens (SETI-Institut)

Woher kommen die Meteore der Perseïden? Es sind vorwiegend kleine Steinsplitter, die vom Kometen Swift-Tuttle abfielen. Diese Stücke folgen weiterhin der Bahn des Kometen. Dabei treiben sie langsam auseinander.

Diese Animation zeigt den ganzen Strom an Meteoroiden, der um unsere Sonne kreist. Jedes Jahr nähert sich die Erde diesem Strom. Dann sehen wir den Meteorstrom der Perseïden. Die Animation zeigt den Kometenschutt hell. Normalerweise ist er klein und dunkel, sodass man ihn praktisch nicht aufspüren kann. Nur ein kleiner Bruchteil dieser Teilchen gelangt in die Erdatmosphäre. Dort wird er aufgeheizt und leuchtet, wenn er zerfällt.

Dieses Wochenende verspricht eine der besten Himmelsnächte, wenn man die Perseïden und weitere aktive Meteorströme beobachten möchte. Denn der Neumond ist nicht nur dunkel, er steht außerdem die meiste Zeit nachts gar nicht am Himmel. Zwar überstrahlt der Neumond nicht die blassen Perseïden, doch er bedeckt teilweise die Sonne. Daher kann man an manchen nördlichen Orten eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.

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Höhepunkte am Sommerhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Beschreibung: Was sehen Sie diesen Sommer am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte für die Nordhalbkugel der Erde. Auf diesem Zifferblatt, dessen Mitte unten liegt, sind frühe Ereignisse am (nördlichen) Sommerhimmel nach links aufgefächert, späte Sommerereignisse sind nach rechts projiziert. Relativ erdnahe Objekte sind näher an der Figur mit Teleskop unten in der Mitte dargestellt – man kann aber fast alles, was hier abgebildet ist, ohne Teleskop sehen.

Wie in jeder Saison erscheinen Jahr für Jahr dieselben Sternbilder, und auch Meteorströme treten jedes Jahr ungefähr am gleichen Tag auf. Die Sterne des Sommerdreiecks beispielsweise sind wie letztes Jahr Wahrzeichen der Nacht, während der Höhepunkt des Perseiden-Meteorstroms wie üblich Mitte August stattfindet.

Zu den Höhepunkten dieses speziellen Sommerhimmels gehört, dass man Jupiter im Juni nach Sonnenuntergang sieht, und die Venus im Juli und August hell am Abendhimmel leuchtet. Saturn und Mars sollten zu dieser Jahreszeit einen Großteil der Nacht sichtbar sein, da Saturn Ende Juni in Gegenrichtung der Sonne steht und Mars Ende Juli die Opposition erreicht. Schließlich findet Ende Juli für jeden, der den Mond sehen kann, eine totale Mondfinsternis statt.

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