Arp 273: Hubble zeigt kämpfende Galaxien

Die rechte obere Galaxie wirkt wie ein stark gewundener Strudel, links darunter ist eine lang gezogene S-förmige Galaxie.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Rudy Pohl

Beschreibung: Was geschieht mit diesen Spiralgalaxien? Die Details sind zwar unklar, doch mit Sicherheit findet hier ein gewaltiger Kampf statt.

Die obere Galaxie trägt die Bezeichnung UGC 1810, gemeinsam mit ihren Kollisionspartnern ist sie als Arp 273 bekannt. Die Gesamtform von UGC 1810 – insbesondere ihr blauer äußerer Ring – ist wahrscheinlich das Ergebnis ungezähmter gewaltiger gravitativer Wechselwirkungen. Die blaue Farbe des äußeren Ringes oben stammt von massereichen, heißen, blauen Sternen, die erst in den letzten wenigen Millionen Jahren entstanden sind. Der innere Teil der oberen Galaxie, die ihrerseits eine ältere Spiralgalaxie ist, erscheint röter und von kühlem, faserförmigem Staub durchzogen.

Die wenigen hellen Einzelsterne liegen weit im Vordergrund und stehen in keinem Zusammenhang mit den kollidierenden Galaxien. Im Hintergrund sind mehrere, weit entfernte Galaxien sind zu sehen. Arp 273 liegt etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Andromeda. Ziemlich wahrscheinlich wird UGC 1810 im Laufe der nächsten Milliarden Jahre ihre galaktischen Begleiterinnen verschlingen und eine klassische Spiralform annehmen.

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Andromeda vor der Bildbearbeitung


Dieses Bild der Andromedagalaxie zeigt viele Mängel, die durch Flugzeuge, Satelliten und kosmische Strahlung entstehen.

Bildcredit und Bildrechte: Kees Scherer

Wie sieht die Andromedagalaxie wirklich aus? Dieses Bild zeigt die nächste galaktische Nachbarin der Milchstraße. So sieht sie aus, wenn man sie mit einer Digitalkamera hinter dem hektischen Himmel der Erde fotografiert. Bei langer Belichtungszeit weist es die üblichen Mängel auf. Das Bild entstand aus 223 gestapelten Aufnahmen. Sie wurden letztes Jahr in einer Sternwarte fotografiert, die in Portugal in einem Garten steht. Jede Aufnahme ist 300 Sekunden belichtet.

Einige Mängel im Bild sind offensichtlich. Flugzeuge ziehen helle Spuren. Die langen Streifen stammen von Satelliten. Manche Störungen entstehen durch kosmische Strahlung mit kurzer Wellenlänge. Dann gibt es noch fehlerhafte Pixel. Diese Mängel wurden nicht mit einem Grafikprogramm entfernt. Stattdessen reduzierte man sie stark mit mehreren Softwarepaketen. Zu diesen Programmen zählen Astro Pixel Processor, DeepSkyStacker und PixInsight.

Die ganze Arbeit soll keine Täuschung durch eine digitale Fantasie sein, die wenig mit dem echten Abbild der Andromedagalaxie M31 zu tun hat. Stattdessen soll sie soll irdische Artefakte minimieren, die nichts mit der fernen Galaxie zu tun haben. Das Ziel ist, das echte Aussehen von M31 besser zu zeigen.

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Die Andromeda-Galaxie M31

Die große Andromeda-Galaxie liegt schräg im Bild. Sie ist farbig abgebildet. Man erkennt ihre leichte Krümmung. Unten ist die kleine Begleitgalaxie M101, darüber liegt M32. Der Hintergrund ist von Sternen gesprenkelt, die teils von roten Nebeln umgeben sind.
Bildcredit und Bildrechte: Amir H. Abolfath (TWAN)

Wie weit seht ihr? Das fernste Objekt, das man leicht mit bloßem Auge erkennen kann, ist M31, die riesige Andromeda-Galaxie. Sie ist mehr als zwei Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Andromeda. Ohne Teleskop wirkt die Spiralgalaxie wie eine blasse, nebelige Wolke. Das Bild ist ein Mosaik. Es entstand digital mit Teleskop und wurde sechs Stunden belichtet. Um den hellen, gelblichen Kern winden sich dunkle Staubbahnen, blaue Spiralarme und rote Emissionsnebel.

Heute beeindruckt das Wissen, dass es viele ferne Galaxien wie M31 gibt, sogar Leute, die nur ab und zu den Himmel beobachten. Diese grundlegende Idee diskutierte man in der Astronomie vor erst 100 Jahren. Sind diese „Spiralnebel“ nur ferne Gaswolken in unserer Milchstraße? Oder sind sie echte „Inseluniversen“? Damit meinte man ferne Galaxien aus Sternen, die man mit der Milchstraße vergleichen kann.

Diese Frage erörterte man 1920 bei der berühmten Shapley-Curtis-Debatte. Später löste man sie durch Beobachtungen, die zeigten, dass Andromeda eine Galaxie wie unsere Milchstraße ist. Dieses Fazit machte das ganze Universum viel gewaltiger, als viele sich je hätten vorstellen können.

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M31: Die Andromedagalaxie

Die prachtvolle Spiralgalaxie M31 im Sternbild Andromeda liegt diagonal im Bild. Rechts darunter ist M32.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Gendler

Beschreibung: Welche große Galaxie kommt unserer Milchstraße am nächsten? Andromeda. Unsere Galaxis sieht Andromeda wahrscheinlich sogar sehr ähnlich. Die beiden Galaxien sind die mächtigsten in der Lokalen Gruppe. Das diffuse Licht von Andromeda stammt von den Hunderten Milliarden Sternen, aus denen sie besteht. Die wenigen Einzelsterne, die das Bild von Andromeda umgeben, liegen in unserer Galaxis und sind viel näher als die Objekte im Hintergrund.

Andromeda wird häufig als M31 bezeichnet, weil sie das 31. Objekt auf Messiers Liste diffuser Himmelsobjekte ist. M31 ist so weit entfernt, dass Licht ungefähr zwei Millionen Jahre braucht, um von dort zu uns zu gelangen. M31 ist zwar ohne optische Hilfsmittel sichtbar, doch dieses Bild von M31 ist ein digitales Mosaik aus 20 Bildern, die mit einem kleinen Teleskop fotografiert wurden. Vieles an M31 ist unbekannt, zum Beispiel, wie lange es genau dauert, bis sie mit unserer Galaxis kollidiert.

Im Universum herumspringen: APOD-Zufallsgenerator

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Die Wolken von Andromeda

Mitten im Bild leuchtet die Andromedagalaxie M31 ungewöhnlich farbig. Außen herum sind rot leuchtende Nebel verteilt, die aber über unserer Milchstraße schweben.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel López / IAC

Was sind diese roten Wolken um die Andromedagalaxie? M31 wird häufig von der Erde aus fotografiert. Sie ist die am nächsten gelegene große Spiralgalaxie und ein vertrauter Anblick. Aus ihrem hellen, gelblichen Kern laufen Spiralarme, die von dunklen Staubbahnen und Wolken heller, blauer Sterne gesäumt sind.

Das farbige Porträt zeigt die Universumsinsel. Es ist ein Mosaik aus Bildern, die mit Breit- und Schmalbandfiltern fotografiert wurden. Ein Merkmal ist unvertraut und fällt auf: Im weiten Sichtfeld sind blasse, rötliche Wolken aus ionisiertem Wasserstoff verteilt. Die Wolken aus leuchtende Wasserstoff sind relativ nahe. Sie liegen in unserer Milchstraße und gehören wahrscheinlich zu den weit verbreiteten, interstellaren Zirruswolken aus Staub, die Hunderte Lichtjahre über unserer galaktischen Ebene schweben.

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NGC 891 versus Abell 347

Mitten im Bild leuchtet der gezackte gelbliche Stern HD 14771 im Sternbild Andromeda. Rechts oben ist eine Spiralgalaxie fast genau von der Kante zu sehen. Im Rest des Bildes sind Spiralgalaxien und Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Laszlo Bagi

In diesem Teleskopsichtfeld liegen ferne Galaxien hinter gezackten Sternen der Milchstraße im Vordergrund. Die Szenerie ist auf den gelblichen Stern HD 14771 zentriert. Sie zeigt etwa 1 Grad des Himmels im nördlichen Sternbild Andromeda.

Rechts oben liegt die große Spiralgalaxie NGC 891. Sie ist 100.000 Lichtjahre groß und fast exakt von der Seite zu sehen. NGC 891 ist ungefähr 30 Millionen Lichtjahre entfernt. Mit ihrer abgeflachten dünnen galaktischen Scheibe sieht sie unserer Milchstraße sehr ähnlich. Ihre Scheibe und die zentrale Wölbung sind in der Mitte von dunklen, undurchsichtigen Staubwolken durchschnitten. Links unten sind Mitglieder des Galaxienhaufens Abell 347 verteilt.

Abell 347 ist fast 240 Millionen Lichtjahre entfernt. Auf dem scharfen Bild sehen wir seine großen Galaxien. Sie haben ähnliche Maße wie NGC 891, sind aber fast 8-mal weiter entfernt. Daher ist die scheinbare Größe der Galaxien in Abell 347 nur etwa ein Achtel von NGC 891.

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Mirachs Geist

Mitten im Bild leuchtet ein heller Stern mit vielen Zacken, links darüber befindet sich ein verschwommener Fleck, der sich als Galaxie entpuppt.

Bildcredit und Bildrechte: Kent Wood

Wenn man Mirachs Geist mit anderen Gespenstern vergleicht, wirkt er nicht besonders gruselig. Mirachs Geist ist eine blasse, verschwommene Galaxie. Man kennt sie gut. Zufällig liegt sie fast genau in unserer Sichtlinie zum hellen Stern Mirach. Er ist etwa 200 Lichtjahre entfernt.

Mirach liegt mitten in diesem Sternfeld. Man nennt ihn auch Beta Andromedae. Mirach ist ein roter Riesenstern, der kühler ist als die Sonne. Doch er ist viel größer und daher insgesamt heller als unser Heimatstern. Auf den meisten Teleskopansichten verbergen Blendlicht und Lichtkreuze Dinge in der Nähe von Mirach. Daher wirkt die blasse, verschwommene Galaxie wie eine geisterhafte innere Reflexion des sehr hellen Sternenlichts.

Dieses scharfe Bild zeigt Mirachs Geist links über Mirach. Er ist eine Galaxie, die als NGC 404 katalogisiert ist. Ihre Entfernung beträgt ungefähr 10 Millionen Lichtjahre.

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UGC 1810: Hubble zeigt eine wechselwirkende Galaxie

Die Spiralgalaxie UGC 1810 hat eine sehr ungewöhnliche Form. In der Mitte verlaufen markante gelbe Spiralarme, außen ist eine ausschweifende blau leuchtende ringförmige Struktur mit vielen heißen jungen Sternen.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Domingo Pestana

Was passiert mit dieser Spiralgalaxie? Die Details sind zwar unklar, doch es handelt sich hier sicherlich um ein Gefecht mit ihrer kleineren galaktischen Nachbarin, das noch andauert. Die Galaxie wird als UGC 1810 bezeichnet. Zusammen mit ihrer Kontrahentin ist sie als Arp 273 bekannt.

Die äußere Form von UGC 1810 – vor allem ihr blauer äußerer Ring – ist wahrscheinlich das Ergebnis wilder, gewaltiger Wechselwirkungen durch Gravitation. Die blaue Farbe des Ringes stammt von massereichen, blauen, heißen Sternen. Sie sind erst in den letzten Millionen Jahren entstanden. Die innere Galaxie erscheint älter und röter. Sie ist von kühlen Fäden aus fasrigem Staub durchzogen.

Vorne leuchten ein paar helle Sterne. Sie stehen in keinem Zusammenhang mit UGC 1810. Mehrere Galaxien liegen weit dahinter. Arp 273 ist etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt im Sternbild Andromeda. Ziemlich wahrscheinlich verschlingt UGC 1810 in wenigen Milliarden Jahren ihre Galaxienpartnerin und nimmt eine klassische Spiralform an.

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