Totale Mondfinsternis über Tadschikistan

Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace); Musik: Valère Leroy und Sophie Huet (Space-Music)

Was seht ihr, wenn der Vollmond plötzlich verblasst? Das zeigt dieses dramatische Zeitraffervideo, das bei der totalen Mondfinsternis 2011 in Tadschikistan aufgenommen wurde. Bei einer totalen Mondfinsternis wandert die Erde zwischen Mond und die Sonne, dadurch verblasst der Mond dramatisch. Doch der Mond wird niemals ganz dunkel, weil die Erdatmosphäre einen Teil des Lichts bricht.

Zu Beginn des Videos wirkt die Szene wie ein sonnenbeleuchteter Tag, doch in Wirklichkeit ist die Nacht vom Schein des Vollmondes beleuchtet. Während der Mond verfinstert wird und verblasst, kommen die Sterne im Hintergrund zum Vorschein und spiegeln sich in einem See. Am Höhepunkt ist der Himmel um den verfinsterten Mond plötzlich voller Sterne und wird von der Ebene unserer Milchstraße betont. Der Ablauf wird als Nahaufnahme wiederholt. Das letzte Bild zeigt die Position des verfinsterten Mondes bei den Sternbildern Adler und Schwan sowie beim Trifid- und Lagunennebel. Fast zwei Stunden nach Beginn der Finsternis trat der Mond aus dem Erdschatten, und sein heller Glanz beleuchtete den Himmel.

Heute oder morgen, je nach eurer Position relativ zur internationalen Datumsgrenze, findet wieder eine totale Mondfinsternis statt, deren Totalität vorwiegend über Nordostasien und dem Nordwesten von Nordamerika zu sehen ist.

Totale Mondfinsternis im November 2022: Was ihr wissen solltet
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LDN 673: Dunkle Wolken im Adler

Das Bild zeigt den Dunkelnebel LDN 673 im Sternbild Adler, eine Molekülwolke, in der Sterne entstehen.

Bildcredit und Bildrechte: Frank Sackenheim, Josef Poepsel, Stefan Binnewies (Capella-Observatorium-Team)

Der Aquila-Spalt ist Teil einer dunklen Zone, welche die dicht gedrängte Ebene unserer Milchstraße teilt. Diese Zone wölbt sich am Himmel des Planeten Erde nahe dem hellen Stern Atair. Ihre staubigen Molekülwolken zeichnen sich als schaurige Silhouette vor dem zarten Sternenlicht der Milchstraße ab. Sie enthalten wahrscheinlich genug Rohmaterial, um Hunderttausende Sterne zu bilden. Weltraumforschende suchen in den dunklen Wolken nach den verräterischen Anzeichen für die Entstehung von Sternen.

Diese Teleskop-Nahaufnahme blickt zu einer Region im fragmentierten Aquila-Dunkelnebelkomplex, die als LDN 673 bezeichnet wird. Sie breitet sich über ein Sichtfeld aus, das ein bisschen größer ist als der Vollmond. Zu den sichtbaren Hinweisen auf energiereiche Ausströmungen im Zusammenhang mit jungen Sternen gehört der kleine, rötliche Nebel RNO 109 rechts über der Mitte sowie das Herbig-Haro-Objekt HH32 darunter.

Diese dunklen Wolken im Adler wirken schaurig, doch sie sind etwa 600 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung ist das Sichtfeld ungefähr 7 Lichtjahre breit.

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Heller Meteor, Sternenhimmel

Gleißender Meteor der Perseiden zwischen Deneb und Altair im nördlichen Sommerdreieck.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Beschreibung: Dieser helle Perseïd pflügte mit 60 Kilometern pro Sekunde durch die Erdatmosphäre und zog die sternklare Milchstraße entlang. Er wurde am 12. August vor dem dunklen Himmel in Portugal fotografiert und bewegte sich von rechts nach links durchs Bild.

Seine farbige Spur beginnt in der Nähe von Deneb (Alpha Cygni) und endet bei Altair (Alpha Aquilae), beide sind Sterne des nördlichen Sommerdreiecks. Dieser Perseïd überstrahlte sehr kurze Zeit beide Sterne, die zu den hellsten der irdischen Nacht zählen.

Das ursprünglich grünliche Leuchten der Spur ist typisch für einen hellen Meteor der Perseïden. Die Körnchen aus kosmischem Sand sind aufgefegter Staub des periodischen Kometen Swift-Tuttle, sie wandern schnell genug, um die charakteristische grüne Emission von atomarem Sauerstoff in einer Höhe von etwa 100 Kilometern anzuregen, bevor sie als gleißender Blitz verdampfen.

Interessante APOD-Bildeinreichungen: PerseÏden-Meteore 2021
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NGC 6814: Klassische Spiralgalaxie von Hubble

NGC 6814 ist eine klassische Spiralgalaxie mit einem Schwarzen Loch. Wegen der Aktivität in ihrem Zentrum wird sie als Seyfertgalaxie bezeichnet.

Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble und NASA; Danksagung: Judy Schmidt

Beschreibung: Im Zentrum dieses ruhigen Sternwirbels liegt wahrscheinlich das schreckliche Scheusal eines schwarzen Lochs. Der umgebende Wirbel fegt Milliarden Sterne herum, die hellsten und bläulichsten davon stechen hervor. Wegen der Breite und Schönheit des Anblicks wird der Wirbel als Grand-Design-Spiralgalaxie bezeichnet.

Es gibt Hinweise, dass das zentrale Untier ein sehr massereiches schwarzes Loch mit ungefähr 10 Millionen Sonnenmassen ist. Diese extreme Kreatur verschlingt Sterne und Gas und ist von einem rotierenden Graben aus heißem Plasma umgeben, der Explosionen an Röntgenstrahlen ausstößt. Wegen der gewaltigen Aktivität im Zentrum wird der Sternwirbel als Seyfertgalaxie bezeichnet.

Zusammen sind Schöne und Ungeheuer als NGC 6814 katalogisiert, sie befinden sich seit Milliarden Jahren im Sternbild Adler (Aquila).

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Das Sommerdreieck über der Chinesischen Mauer

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Bildcredit und Bildrechte: Steed Yu und NightChina.net

Beschreibung: Haben Sie schon einmal das Sommerdreieck gesehen? Die hellen Sterne Vega, Deneb und Altair bilden ein großes Dreieck am Himmel, das im nördlichen Frühling morgens und im nördlichen Herbst am Abend am Himmel steht. In den Sommermonaten ist das Dreieck, das aus drei der hellsten Sterne am Himmel besteht, um Mitternacht herum fast im Zenit zu sehen.

Hier ist der Asterismus des Sommerdreiecks zusammen mit dem Bogen des Zentralbandes unserer Milchstraße zu sehen, es wurde diesen Frühling über der Chinesischen Mauer fotografiert. Die Chinesische Mauer ist ein Weltkulturerbe, dieser Teil wurde im 6. Jahrhundert auf dem Yan-Gebirge errichtet. Auf dem Gipfel steht der Wangjinglou-Turm, von dem aus in einer klaren Nacht in der Ferne die Lichter von Peking zu sehen sind.

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Großer Riss nahe dem Zentrum der Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Dieses atemberaubende senkrechte Mosaik aus mehr als 100 Teleskopbildfeldern zeigt etwa 50 Grad des Nachthimmels. Es folgt einem Teil der großen Teilung, dem dunklen Fluss aus Staub und molekularem Gas in der Ebene unserer Milchstraße. Beginnen Sie oben in der Mitte und folgen Sie dem galaktischen Äquator abwärts durch die helleren Sterne der Sternbilder Adler, Schlange (Schwanz) und Schild.

Unten nahe der Mitte der Milchstraße befindet sich der Schütze. Auf dem Weg begegnen Sie vielen undurchsichtigen, Hunderte Lichtjahre entfernten Dunkelnebeln, die von Bändern des Sternenlichtes in der Milchstraße flankiert werden, und dem verräterischen rötlichen Leuchten von Sternbildungsregionen. Zu den namhaften Messierobjekten zählen Adler- (M16) und Omeganebel (M17), die Sagittarius-Sternwolke (M24), der schöne Trifid (M20) und die tiefe Lagune (M8).

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Das Sommerdreieck über Katonien

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Finden Sie das Sommerdreieck? Es ist nicht schwierig, zu dieser Jahreszeit an nördlich gelegenen Orten das berühmte Dreieck aus Sternen zu finden. Blicken Sie einfach nach Sonnenuntergang nach oben, dann sehen Sie drei der hellsten Sterne am Himmel, die ein fast gleichschenkeliges Dreieck bilden.

Vergleichen Sie dann diese Sterne mit Himmelsbildern wie dem oben gezeigten, oder halten Sie ein Smartphone mit einer guten Himmelsbeschriftungs-Applikation hoch. Die drei Sterne, welche die Scheitel des Sommerdreiecks bilden, sind Wega, Deneb und Altair. Oben ist eine 360-Grad-Projektion des ganzen Himmels zu sehen, die nicht nur das Sommerdreieck einrahmt, sondern den ganzen großen Bogen unserer Galaxis, der Milchstraße.

Das Bild wurde letzte Woche an einem kleinen Fluss fotografiert, der die historische Stadt Sant Llorenç de la Muga in Katalonien im Nordosten Spaniens einkreist.

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Sternklare Nacht über Alamut

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Credit: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Das Streiflicht eines Meteors und der Bogen der Milchstraße hängen in dieser sternklaren Szenerie über dem imposanten Berg der Festung von Alamut. Die Alamut-Festung mitten im Elburs-Gebirge des Iran wurde im 9. Jahrhundert in den Fels gebaut.

Der Name bedeutet Adlerhorst. Alamut, die Heimat der legendären Attentäter, welche die Protagonisten des Abenteuerfilms Prinz von Persien sind, war historisch gesehen ein Zentrum für Bibliotheken und Bildung. Eine Zeitlang war sie der Wohnsitz des bedeutenden persischen Gelehrten und Astronomen des 13. Jahrhunderts Nasir al-Din al-Tusi.

Um die Sterne am Nachthimmel zu erkennen, die Tusi natürlich kannte, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild. Zu den Glanzlichtern gehören die hellen weißen Sterne Deneb (im Schwan), Wega und Altair, Nebel nahe dem galaktischen Zentrum und die dunklen, undurchsichtigen Staubwolken der Milchstraße, die auch als die große Teilung bekannt sind. Die Lichter rechts unten stammen von kleinen Dörfern und der Hauptstadt Tehran, die mehr als 100 Kilometer entfernt im Südwesten liegt.

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Sommernacht in Astronomy Town

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese stimmungsvolle Ansicht zeigt den Nachthimmel im Spätsommer über den sanft geschwungenen grünen Hügeln des Planeten Erde. Sie wurde nahe dem ländlichen Dorf Saadat Shahr in der Provinz Fars im Süden des Iran aufgenommen.

Saadat Shahr ist auch als Astronomy Town bekannt, da die Einwohner eine bemerkenswerte Leidenschaft für Himmelsbeobachtung bewiesen haben. Passenderweise findet sich nahe der Bildmitte dieser Himmelsansicht über Astronomy Town ein hübscher Teil der Milchstraße.

Die drei hellsten Sterne gehören zum Sommerdreiecks – Deneb im Schwan (oben), Altair im Adler (links) und Wega in der Leier (rechts). In der Landschaft im Vordergrund, die von den Lichtern der Astronomy Town beleuchtet wird, stehen eine Art wilder Pistazienbäume, die typisch für diese Region sind. Um die Sterne und Sternbilder zu erkennen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild.

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