Eine bröckelnder, geschichteter Felsturm auf dem Mars

Im Bild ragt ein Felsgebilde auf. Es ist von Hängen aus abgebröckeltem Geröll und Steinen umgeben.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Zusammenstellung und Bearbeitung: Kenneth Kremer, Marco Di Lorenzo

Was ist dieser ungewöhnliche Felsturm auf dem Mars? Der NASA-Rover Curiosity, der über den Mars rollt, stieß auf eine Hügelgruppe. Sie wurde von der NASA als Murray Buttes genannt. Dieses Mosaikbild wurde kürzlich montiert. Es zeigt einen der letzten Hügel, an denen Curiosity auf seinem Weg auf den Mt. Sharp vorbeikam. Er ist auch einer der eindrucksvollsten.

Das Gebilde ist 15 Meter hoch. Es ist von urzeitlichen Schichten aus relativ dichten Sandstein bedeckt. Die Schichten wurden von Wasser abgelagert. Sie sind inzwischen ausgetrocknet, bröckeln und werden vom Wind abgetragen.

In der Ferne sieht man den Rand des Kraters Gale. Curiosity sammelt weiterhin Hinweise, wie der Mars sich von einem Planeten mit nassen Bereichen, der günstig für mikrobielles Leben war, in die trockene, karge, rostige Landschaft von heute verwandelte.

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Das Nest des Adlernebels

Der Adlernebel ist die magentafarbene helle Region in der Mitte mit den berühmten Säulen der Schöpfung, die hier winzig wirken. Der Nebel ist außen von einem weiten Feld an roten Nebeln umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Hendren

Was umgibt den berühmten Adlernebel? Im Inneren des Adlernebels liegen „Eier“ (EGGs). Sie sind verdampfende gasförmige Globulen. Diese Globulen befinden sich meist in gewaltigen Säulen aus Gas und Staub, in denen Sterne entstehen. Dieses Bild zeigt jedoch den eindrucksvollen Bereich um den Adlernebel, und zwar nicht nur die ganze Adlerform, sondern auch das riesige Volumen an leuchtendem Gas und dunklem Staub.

Der Adlernebel ist ein Emissionsnebel. Er ist als M16 katalogisiert und ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt. Mit einem Fernglas sieht man ihn im Sternbild Schlange (Serpens). Das Bild zeigt zirka 80 Lichtjahre um den Nebel. Das kultige Zentrum des Adlernebels war Gegenstand vieler Beobachtungseinsätze von Observatorien am Boden und im Weltraum.

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Erforsche Rosettas Kometen!

Interaktive Animation: sci.esa.int/comet-viewer/

Credit: Science Office, ESA

Was sieht man beim Flug um einen Kometenkern? Seht selbst! Wartet, bis euer hoffentlich WebGL-kompatibler Browser ein detailliertes digitales Modell des Kometen 67P lädt. Dann forscht los!

Mit einer Standard-Maus könnt ihr mit der linken Taste den Kometen drehen. Mit der rechten Taste ihr den Kometen bewegen und mit dem Scrollrad vergrößern oder verkleinern. Die robotische Raumsonde Rosetta der ESA umkreiste den Kometen C67/P Tschurjumow-Gerassimenko ab Mitte 2014. Letzten Freitag wurde sie nach einer unglaublich erfolgreichen Mission wie geplant auf der Oberfläche abgesetzt und abgeschaltet.

Rosetta schaffte viele beachtliche wissenschaftlichen Leistungen. Dank Rosetta verstehen wir nun besser, wie auf Kometenstrahlen entstehen, wenn sich ein Komet der Sonne nähert.

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Polarlicht über dem White-Dome-Geysir

Vorne bricht der White-Dome-Geysir im Yellowstone-Nationalpark aus. Er sprüht eine hohe Dampfschwade aus, die nach links verweht wird. Am Himmel schimmern grüne und rote Polarlichter.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Howell

Manchmal brechen Himmel und Erde zugleich aus. Vor ein paar Jahren gab es unerwartet farbige Polarlichter. Am Horizont schimmerten grüne Polarlichter. Hoch oben breiteten sich prächtige Bänder aus roten Polarlichtern aus. Der helle Mond leuchtete vorne auf die pittoreske Szene. Weit entfernt strahlten vertraute Sterne.

Ein gewissenhafter Astrofotograf fotografierte das Bildmosaik nach genauer Planung. Es entstand im Gebiet des White-Dome-Geysirs im Yellowstone-Nationalpark, der im Westen der USA liegt. Kurz nach Mitternacht brach White Dome aus. Er sprühte einen viele Meter hohen Strom aus Wasser und Dampf in die Luft.

Das Wasser in einem Geysir wird von glühendem Magma in einer Tiefe von mehreren Kilometern zu Dampf erhitzt. Es steigt durch Felsspalten zur Oberfläche auf. Etwa die Hälfte aller bekannten Geysire befinden sich im Yellowstone-Nationalpark. Der geomagnetische Sturm, der diese Polarlichter erzeugte, ist zwar inzwischen vorüber. Doch der White-Dome-Geysir bricht weiterhin alle 30 Minuten aus.

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Rosettas Abschied

Das Bild entstand beim kontrollierten Absturz der Raumsonde Rosetta. Es zeigt die Oberfläche des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko aus einer Höhe von 16 Kilometern.

Bildcredit und Bildrechte: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

786 Tage lang folgte die Raumsonde Rosetta dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in geringem Abstand, während er die Sonne umkreiste. Am 30. September 2016 kollidierte die Raumsonde kontrolliert mit der Oberfläche des Kometen. Das wurde bestätigt, indem das Signal der Sonde verstummte. Beim finalen Abstieg wurden Bilder aufgenommen, eins davon ist oben zu sehen.

Die hoch aufgelöste Aussicht zeigt die schroffe Landschaft auf dem Kometen. Die Szene ist etwas breiter als 600 Meter. Sie wurde ungefähr 16 Kilometer über der Kometenoberfläche fotografiert. Rosettas Abstieg zum Kometen beendete eine interessante Forschungsmission im Weltraum. Rosetta brachte eine Landesonde zur Oberfläche einer der ursprünglichsten Welten im Sonnensystem. Sie beobachtete aus nächster Nähe, wie sich ein Komet in der Sonnenstrahlung verändert, die immer intensiver wird.

Man traf die Entscheidung, die Mission auf der Kometenoberfläche zu beenden, weil der Komet auf seiner Bahn nun in die dämmrigen Bereiche außerhalb von Jupiter gelangt. Dort könnte man die Raumsonde aus Mangel an Energie nicht mehr bedienen. Außerdem bedachte man, dass sich die Sonne in nächster Zeit der Sichtlinie zwischen Erde und Rosetta nähert. Das hätte die Funkverbindung immer mehr verschlechtert.

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Lynds Dunkelnebel 1251

Braungraue Nebel verdecken teilweise dahinter liegende Sterne. Links ist eine dunkle Wolke. Rötliches Licht im dunklen Nebel verrät, wo Sterne entstehen.

Bildcredit und Bildrechte: Lynn Hilborn

In Lynds Dunkelnebel LDN 1251 entstehen Sterne. Die staubige Molekülwolke ist ungefähr 1000 Lichtjahre entfernt. Sie gehört zu einem Komplex dunkler Nebel in der Kepheus-Flare-Region. Dieser Komplex schwebt über der Ebene unserer Milchstraße. Die undurchsichtigen dunklen Wolken werden im ganzen Spektrum astronomisch erforscht.

Man fand dort energiereiche Erschütterungen und Ausflüsse zusammen mit neu entstandenen Sternen. Manche erkennt man am vielsagenden rötlichen Leuchten der Herbig-Haro-Objekte, die auf diesem scharfen Bild verteilt sind. Hinter dem staubigen Raum verstecken sich ferne Galaxien.

Die detailreiche Ansicht entstand mit einem Teleskop. Sie ist am Himmel etwa so breit wie zwei Vollmonde. Das sind 17 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung von LDN 1251.

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Five-hundred-meter Aperture Spherical radio Telescope

Zwischen bewaldeten Bergen und Hügeln liegt das sphärische riesige Radioteleskop FAST in einer Mulde. Über den blauen Himmel ziehen Wolken, von links hinten beleuchtet die Sonne die Szene.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Das Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope (FAST) ist in eine natürliche Senke eingebaut. Es liegt in der abgelegenen, bergigen Provinz Guizhou im Süden von China. Das Foto zeigt das neue Radioteleskop. Es trägt den Spitznamen Tianyan, das bedeutet „Auge des Himmels“. Das Foto entstand am 25. September kurz vor Beginn der Testphase für den Betrieb. Seine aktive Oberfläche kann sich anpassen und fokussieren.

Die gewaltige Parabolantenne wurde aus 4450 einzelnen dreieckigen Paneelen konstruiert. Die Antenne ist 500 Meter breit. Damit ist FAST das größte verkleidete Radioteleskop auf dem Planeten Erde, das aus nur einem Spiegel besteht.

FAST erforscht das Universum in den Wellenlängen des Radiobereichs. Es sucht nach der Strahlung von Wasserstoff in der Milchstraße und in fernen Galaxien. Außerdem sucht es blasse Pulsare in der Milchstraße und in fernen Galaxien sowie mögliche Radiosignale von Außerirdischen.

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NGC 3576 – der Freiheitsstatuennebel

Unter einer leuchtenden, schleifenförmigen Nebelwolke ragt eine Figur auf, die an die Freiheitsstatue erinnert. Davor sind viele helle und kleine Sterne wie Schneeflocken verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: S. Mazlin, J. Harvey, R. Gilbert und D. Verschatse (SSRO/PROMPT/UNC)

Was passiert im Nebel der Freiheitsstatue? Helle Sterne und interessante Moleküle entstehen und werden freigesetzt. Der komplexe Nebel liegt in der Sternbildungsregion RCW 57. Das Bild zeigt dunkle Knoten aus dichtem interstellarem Staub.

Auch helle Sterne, die wenige Millionen Jahren alt sind, Felder aus leuchtendem Wasserstoff, die von diesen Sternen ionisiert wurden, und Schleifen aus Gas, die von vergehenden Sternen ausgestoßen wurden, sind zu sehen. Man kennt NGC 3576 ist auch als NGC 3582 und NGC 3584. Wenn man NGC 3576 genau untersucht, zeigen sich mindestens 33 massereiche Sterne. Sie befinden sich im letzten Stadium der Entstehung.

Auch komplexe Kohlenstoffmoleküle traten zutage. Sie werden als polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bezeichnet. PAK entstehen vermutlich im abkühlenden Gas von Regionen, in denen Sterne entstehen. Ihre Entstehung in dem Nebel, in dem die Sonne vor fünf Milliarden Jahren entstand, war vielleicht ein wichtiger Schritt bei der Entstehung von Leben auf der Erde.

Das Bild entstand am Cerro Tololo Inter-American Observatory in Chile.

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