Vorbeiflug an Jupiter

Eine Abfolge aus 14 Bildern zeigt die Perspektive der Raumsonde Juno auf den Gasriesen Jupiter. Man erkennt wirbelnde Sturmsysteme, weiße Ovale und Wolkenbänder.

Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt, Sean Doran

Die Raumsonde Juno zieht auf einer länglichen Bahn um den größten Gasriesen im Sonnensystem. Das dauert jeweils 53 Tage. Am 19. Mai kam die Sonde wieder bei Jupiter vorbei. Oben ist der Ablauf aus 14 farbverstärkten JunoCam-Bildern senkrecht angeordnet. Er zeigt, wie sich der Blickwinkel der Raumsonde bei ihrem zweistündigen Vorbeiflug rasch ändert.

Die Bilder zeigen Jupiters Nordpolregion, den Äquator und den Bereich am Südpol (untere Bilder). Das Sichtfeld wird enger, das siebte und achte Bild der Serie sind Nahaufnahmen. Sie wurden in Abständen von nur 4 Minuten über Jupiters Äquator fotografiert. Das war kurz vor Perijovium 6 der Raumsonde. Es war die größte Annäherung an Jupiter bei diesem Umlauf. Die letzten Bilder der Serie zeigen weiße ovale Sturmsysteme, Jupiters „Perlenschnur“ und die Südpolregion aus Sicht der abfliegenden Raumsonde.

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Schwarze Löcher mit bekannter Masse

Das Diagramm zeigt Schwarze Löcher, bei denen Gravitationswellen gemessen wurden, als blaue Kreise. Die Massen werden über das Diagramm in Relation zueinander gebracht.

Illustrationscredit: LIGO, NSF, Aurore Simonnet (Sonoma State U.)

GW170104 können wir zum Diagramm Schwarzer Löcher mit bekannter Masse hinzufügen. Die Verschmelzung zweier kleinerer Schwarzer Löcher ist extrem energiereich. Sie passt zur dritten Entdeckung von Gravitationswellen mit dem Laser Interferometer Gravitational-wave Observatory (LIGO).

Das neu entdeckte Schwarze Loch hat etwa 49 Sonnenmassen. Es füllt die Lücke zwischen den Massen der beiden verschmolzenen Schwarzen Löcher, die zuvor mit LIGO entdeckt wurden. GW150914 hatte 62 Sonnenmassen und GW151216 ist 21-mal so schwer wie die Sonne. In allen drei Fällen wurde das Signal in jedem Zwillings-Detektor von LIGO eindeutig als Verschmelzung Schwarzer Löcher erkannt. Ein vierter Fall ist LVT151012. Er ergibt sich aus einem weniger sicheren Nachweis.

Die Entfernung zu GW170104 beträgt ungefähr 3 Milliarden Lichtjahre. Es ist somit weiter entfernt als die aktuell geschätzten Distanzen zu GW150914 und GW151216. Die Wellen in der Raumzeit wurden bei LIGOs aktueller Beobachtungsperiode entdeckt. Diese begann am 30. November 2016 und wird über den Sommer fortgesetzt.

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Schattenaufgang und Sonnenuntergang

Am Horizont über dem malerischen Bergpanorama aus Schweden geht links der Erdschatten auf und rechts geht die Sonne unter.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Eine Straße quert diese atemberaubende 360-Grad-Sicht. Sie kreuzt die abgelegene schwedische Bergregion Jämtland auf der Erde. Das Panorama ist ein 3×8-Mosaik aus Standbildern. Es wurde am 3. Mai mit einer kleinen Drohne in 200 Metern Höhe fotografiert.

Die Sonne geht im Nordwesten unter. Sie taucht die Szene in warmes Licht. Im Südosten steigt der dunkle Schatten der Erde auf. Eine kleine Sonnensäule zeigt die Position der Sonne, die knapp unter dem Horizont steht. Der rosarote Bogen, den man auch Venusgürtel nennt, bildet einen Rand am Erdschatten. Der Himmel ist bemerkenswert klar. In der Mitte steht der Halbmond über den Bergen. Seine halb beleuchtete Scheibe steht zwischen Sonnenuntergang und Schattenaufgang.

Um den unterschiedlich hellen Himmel vom Sonnenuntergang bis zum Erdschatten abzudecken, wurde eine Serie an Aufnahmen kombiniert. Der hohe Gipfel links neben dem Sonnenuntergang ist der Snasahögarna. Er ist etwa 1400 Meter hoch.

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Annäherung an den Blasennebel

Visualisationscredit: NASA, ESA und F. Summers, G. Bacon, Z. Levay und L. Frattare (Viz 3D Team, STScI); Danksagung: T. Rector/University of Alaska Anchorage, H. Schweiker/WIYN und NOAO/AURA/NSF, NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Was sieht man, wenn man sich dem Blasennebel nähert? Diese Blase wurde vom Wind und der Strahlung eines massereichen Sterns geblasen. Sie ist nun sieben Lichtjahre groß. Der heiße Stern darin ist Tausende Male leuchtstärker als unsere Sonne. Er wurde inzwischen aus der Mitte des Nebels verschoben.

Zu Beginn der Visualisierung nähert sich der Blick dem Blasennebel (NGC 7635). Später wandert er um den Nebel herum und nähert sich weiter. Die Bilder, aus denen die Visualisierung in Zeitraffer berechnet wurde, stammen vom Weltraumteleskop Hubble im Orbit und vom WIYN-Teleskop auf dem Kitt Peak im US-Bundesstaat Arizona. Die Visualisierung basiert auf einem 3-D-Computermodell. Sie enthält künstlerische Interpretationen. Die Entfernungen sind stark verkürzt.

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Kalaharihimmel

Das Panorama entstand aus lang belichteten Aufnahmen aus der Kalahari in Botswana. Es zeigt unter anderem die Barnardschleife, die Magellanschen Wolken und die Plejaden.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Ihr wacht in der Kalahari auf. Sie liegt in Botswana auf dem afrikanischen Kontinent. Dann geht ihr aus dem Zelt, stellt eure Kamera auf und fotografiert lang belichtete Aufnahmen von Land und Himmel. Was könnt ihr sehen? Viel Staub treibt herum, und zufällig steht da eine Akazie. Daneben erhascht ihr viele Himmelswunder. Sie wurden hier im September 2015 abgebildet.

Einige davon sind das Zentralband unserer Milchstraße, der Sternhaufen der Plejaden, die Barnardschleife und die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Die meisten davon verblassten zwar im Morgenlicht, doch sie wurden bald darauf von einer partiellen Sonnenfinsternis übertroffen.

Vortrag: APOD-Herausgeber am 30. Juni in Prag

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Unter Jupiter

Der Planet Jupiter ist von unten zu sehen. Dort sind die markanten Bänder aus hellen und dunklen Wolken kaum erkennbar. Weiter hinten ist ein orangefarbenes Band mit weißen Ovalen zu sehen.

Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstädt und Seán Doran

Jupiter ist seltsamer, als wir dachten. Die NASA-Raumsonde Juno kreist auf einem stark elliptischen Orbit um Jupiter. Sie vollendete nun ihren sechsten Vorbeiflug. Hier sehen wir Jupiter von unten. Waagrechte Bänder bedecken einen Großteil des Planeten. Doch es überrascht, dass sie hier in Wirbeln und komplexen Mustern verschwinden. Näher am Äquator verläuft eine Linie aus weißen ovalen Wolken.

Aktuelle Ergebnisse von Juno zeigen, dass die Phänomene um Jupiters Wetter bis tief unter die Oberflächen der Wolken reichen können. Außerdem variiert Jupiters Magnetfeld an verschiedenen Orten stark. Juno soll 37 Mal um Jupiter ziehen. Jeder Umlauf dauert etwa sechs Wochen.

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Einsturz in Hebes Chasma auf dem Mars

In einer Senke auf dem Mars steht ein Tafelberg, von dem vorne eine hufeisenförmige Vertiefung abgerutscht ist. Doch das abgerutschte Material verschwand scheinbar.

Bildcredit und Lizenz: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Was passierte bei Hebes Chasma auf dem Mars? Hebes Chasma ist eine Senke. Sie liegt nördlich der riesigen Schlucht Valles Marineris. Die Senke ist nicht mit anderen Strukturen auf der Oberfläche verbunden. Daher ist nicht klar, wohin das Material aus dem Inneren verschwand. In Hebes Chasma befindet sich Hebes Mensa. Das ist 5 Kilometer hoher Tafelberg, bei dem es offenbar einen ungewöhnlichen Teileinsturz gab. Dieser Einsturz ist vielleicht aufschlussreich.

Das Bild stammt von der robotischen ESA-Raumsonde Mars Express. Sie umkreist derzeit den Mars. Wir sehen großartige Details der Schlucht und die ungewöhnliche, hufeisenförmige Einkerbung mitten im Tafelberg. Das Material des Tafelbergs floss anscheinend abwärts. Am unteren Ende sammelte sich eine dunkle Schicht, die aussieht wie Tinte.

Eine aktuelle Hypothese lautet, dass einige der tieferen Schichten in Hebes Chasma aus salzigem Gestein bestehen. Das Salz löste sich in geschmolzenem Eis auf. Diese Ströme aus geschmolzenem Eis flossen durch Löcher in eine Grundwasserschicht ab, die unter der Oberfläche liegen könnte.

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Komet Clark am Rand

Der Komet 71P/Clark wirkt im Vergleich zu den prachtvollen bunten Wolken um Rho Ophiuchi geradezu winzig, doch er bereichert das Bild um eine sehr markante grüne Farbe.

Bildcredit und Bildrechte: Raul Villaverde Fraile

Der Komet 71P/Clark fegt vor kosmischen Wolken durch das malerische Sichtfeld. Das Mosaik entstand aus 2 Bildern, die mit Teleskop aufgenommen wurden, und ist farbverstärkt. Es ist ungefähr 5 Grad groß, das sind 10 Vollmonde nebeneinander. Es zeigt die Position des blassen Kometen in der Nacht von 23. auf 24. Mai.

Der Komet ist 5 Lichtminuten von der Erde entfernt und steht nahe an der Sichtlinie zum hellen Stern Antares und dem Wolkenkomplex um Rho Ophiuchi. Unten in der Mitte ist Antares. Er ist auch als Alpha Scorpii bekannt. Eine staubige kosmische Wolke umgibt ihn, sie reflektiert das gelbliche Licht des kühlen Riesensterns.

Der Kugelsternhaufen M4 leuchtet rechts neben Antares, doch er ist etwa 7000 Lichtjahre entfernt, Antares im Vergleich dazu nur 500 Lichtjahre. Rho Ophiuchi ist etwas näher als Antares. Sein bläuliches Sternenlicht wird oben vom Staub der Molekülwolken reflektiert.

Die kleine Koma und der kurze Schweif des Kometen bilden einen blassen Fleck beim linken Bildrand auf halber Höhe. Die markante grünliche Farbe des Kometen stammt von diatomischen Kohlenstoffmolekülen, die im Sonnenlicht fluoreszieren.

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