Der Adler und der Schwan

In einem Sternfeld breiten sich rötliche Nebel aus. Die Zentren der größeren Nebel leuchten hell und bläulich. Dort findet Sternbildung statt. Die Nebel sind M16 im Sternbild Schlange und M17 im Sternbild Schütze. Beide wurden von Hubble abgebildet.

Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis

Der Adlernebel und der Schwanennebel breiten sich auf dieser weiten Sternlandschaft aus. Das Bild entstand mit Teleskop, es zeigt eine Region im Sagittarius-Spiralarm, die beim Zentrum unserer Milchstraße liegt. In den kosmischen Wolken liegen hellere Regionen mit aktiver Sternbildung.

Der Adlernebel ist auch als M16 bekannt, er ist oben. M17, der Schwan, steht unten. Sie liegen in einem Spiralarm, der von rötlichen Emissionen und staubigen, dunklen Nebeln durchzogen ist. Das rötliche Leuchten ist typisch für atomaren Wasserstoff.

M17 wird auch Omeganebel genannt. Er ist ungefähr 5500 Lichtjahre entfernt. Die Distanz zu M16 beträgt zirka 6500 Lichtjahre. Die Zentren beider Nebel sind bekannte Motive des Weltraumteleskops Hubble, das Nahaufnahmen von Sternbildungsregionen machte.

Dieses Mosaikbild ist am Himmel ungefähr 3 Grad breit. Mit Schmalband-Daten und hoch aufgelösten Bildern wurden die Zentralregionen von Adler und Schwan verbessert. Die weiten Flügel des Adlernebels breiten sich fast 120 Lichtjahre aus. Der Schwan ist mehr als 30 Lichtjahre breit.

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Die Krone der Sonne

Die Silhouette des Mondes ist von der schimmernden Korona der Sonne umgeben. Am Rand sieht man einige rosarote Protuberanzen. Die Nachtseite des Mondes wird zart von der Erde beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Bei einer totalen Sonnenfinsternis sieht man die weite äußere Atmosphäre der Sonne. Es ist die Korona, sie ist ein beeindruckender Anblick. Mit bloßem Auge sieht man Schlieren und schimmernde Strukturen. Die Bandbreite der Helligkeit beträgt mehr als 10.000 zu 1. Daher ist es bekanntlich schwierig, sie auf einem einzigen Foto aufzunehmen.

Diese Komposition entstand aus Teleskopbildern. Viele unterschiedliche Belichtungszeiten zeigen die Krone der Sonne in all ihrer Pracht. Die Bilder wurden während der totalen Sonnenfinsternis am 21. August bei klarem Himmel über Stanley in Idaho in den Sawtooth Mountains fotografiert. Dann wurden sie digital gestapelt und ausgerichtet.

Am rechten Rand der Sonne ragt eine rosarote Protuberanz auf. Auf der Nachtseite des Neumondes erkennt man sogar kleine Details. Sie werden von Sonnenlicht beleuchtet, das von der voll beleuchteten Erde reflektiert wird.

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Eine totale Sonnenfinsternis über Wyoming

Über dem Green River Lake in Wyoming war die Sonnenfinsternis 2017 gut zu beobachten. Während der Totalität umgibt die Korona den Neumond. Links und rechts daneben strahlen partielle Phasen am klaren Himmel. Hinter dem See vorne ragen Berge auf.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper

Ist der Himmel klar genug für die Finsternis? Diese Frage bewegte viele, die gestern die Sonnenfinsternis sehen wollten. Der Pfad totaler Dunkelheit kreuzte das Festland der USA von Küste zu Küste. Die Finsternis zog von Oregon bis South Carolina. Doch fast in ganz Nordamerika fand eine partielle Finsternis statt. Leider sah man an viele Orte vorwiegend Wolken.

Am Ufer des Green River Lake in Wyoming war das anders. Vor der Totalität bedeckten Wolken die Sonne manchmal fast eine Minute lang. Doch dann zogen die Wolken weit genug fort. So gelang diese Komposit-Bildfolge. Der dunkle Mond deckt die Sonne ab. Außerhalb verteilt sich die Korona der Sonne. Die Bilder daneben zeigen die partiellen Phasen der Sonnenfinsternis vor und nach der Totalität.

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Die Milchstraße über chilenischen Vulkanen

Über dem Rand einer Caldera wölbt sich die Milchstraße. Am Himmel leuchten Antares, der Gum-Nebel, die Große Magellansche Wolke und das Sternbild Kreuz des Südens.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Eduardo Fairbairn

Manchmal imitiert der Himmel die Landschaft. Dieses Bildes entstand im Mai 2017 in der Atacama in Chile. Vorne ist der eingesunkene Rand der Caldera eines erloschenen Vulkans. Oben spiegelt der Bogen der Milchstraße poetisch die Senke darunter. Viele berühmte Objekte sprenkeln die nächtliche Aussicht im Süden.

Ganz links ist das Zentrum der Milchstraße. Auch der helle orangefarbene Stern Antares leuchtet links. Am oberen Rand des Bogens ist das Sternbild Kreuz des Südens. Der rote Gum-Nebel schimmert ganz rechts. Über dem Horizont teilt die Große Magellansche Wolke die beiden fernen Vulkangipfel. Sie ist die größte Begleitgalaxie unserer Milchstraße.

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Zeitraffer: Eine totale Sonnenfinsternis

Bildcredit und Bildrechte: Colin Legg

Habt ihr schon einmal eine totale Sonnenfinsternis gesehen? Dieses Zeitraffervideo zeigt so eine Finsternis dramatisch detailreich. Die Finsternis war 2012 in Australien zu sehen. Zu Beginn des Videos nimmt man eine leichte Abdunklung der Sonne und der Umgebung auf der Erde kaum wahr. Während der Mond wandert und fast die ganze Sonne bedeckt, zieht von links die Dunkelheit heran. Dort ist der vollständig abgedeckte Teil der Sonne.

Während der Totalität ragt nur die helle Sonnenkorona über den Mondrand hinaus, und ihr seid von Dunkelheit umgeben. Doch der weit entfernte Horizont ist noch hell, weil er nicht im dunkelsten Teil des Schattens liegt. Der Schattenkegel der Erde bildet die Dunkelheit. Zur Mitte der Totalität erreicht er den Horizont unter der verfinsterten Sonne. Dieser Schattenkorridor reicht bis zum Mond. Am Ende der totalen Phase der Sonnenfinsternis kehrt sich der Prozess um. Das passiert meist nach ein paar Minuten. Der Mondschatten zieht dann auf der anderen Seite ab.

Die Sonnenfinsternis morgen Nachmittag sieht man in ganz Nordamerika, zumindest als partielle Finsternis. Man kann sie bei geselligen Treffen erleben. Einige werden in örtlichen Bibliotheken organisiert.

Finsternis: NASA-Infosite

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Totale Sonnenfinsternis 1979

Die schwarze Silhouette des Neumondes ist vom strahlenden Kranz der Korona umgeben. Einige rosarote Protuberanzen ragen über den Mondrand.

Bildcredit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College)

Dieser Schnappschuss entstand mit Teleskop. Er zeigt die totale Sonnenfinsternis am 26. Februar 1979. Sie strahlt am kalten, klaren Himmel über Riverton im kanadischen Manitoba auf der Erde. Der Neumond ist eine Silhouette, die von der Sonnenkorona umgeben ist.

Die Finsternis fand vor achtunddreißig Jahren statt. Es war die letzte totale Sonnenfinsternis, die man in den Vereinigten Staaten sah. Der schmale Pfad der Totalität verlief im Nordwesten in den Staaten Washington, Oregon, Idaho, Montana und North Dakota. Danach kreuzte er Saskatchewan, Manitoba, Ontario und Quebec. Das sind Provinzen in Kanada.

Am 21. August 2017 kreuzt eine totale Sonnenfinsternis die USA, von einer Küste bis zur anderen. Als Nächstes findet am 14. Oktober 2023 auf dem Kontinent Amerika eine ringförmige Sonnenfinsternis statt. Ihre Route verläuft vom Norden Kaliforniens bis nach Florida. Die nächste totale Sonnenfinsternis, die den Kontinent der USA berührt, zieht am 8. April 2024 durch 13 Staaten in den USA, von Texas bis Maine.

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Perseïden über den Pyrenäen

Über den Berggipfeln in den Pyrenäen steigt schräg die Milchstraße auf. Am Himmel blitzen Leuchtspuren von Meteoren der Perseïden. Im Tal ziehen Nebelfetzen.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Graffand

Diese nächtliche Landschaft in den Bergen liegt im französischen Nationalpark Pyrenäen. Es war der 12. August, etwa zum Höhepunkt des Meteorstroms der Perseïden, den wir alle Jahre sehen. Das Panorama entstand aus mehreren Aufnahmen. Etwa eine Stunde, nachdem die Bilder fotografiert wurden, ging der abnehmende Mond am Gebirgspass Col d’Aubisque auf.

In der Mitte liegt ein nebeliges Tal. Im Süden leuchten die Lichter der Skistation Gourette. Einzelbilder nahmen in der Stunde danach in dieser Nacht einige lange helle Perseïden auf. Sie wurden an den Sternen im Hintergrund und an der Milchstraße ausgerichtet.

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NGC 2442: Galaxie im Fliegenden Fisch

Die Galaxie NGC 2442 liegt schräg im Bild. Links ist der gelbliche Kern, nach rechts verläuft ein Spiralarm mit bauschigen blauen Sternbildungsregionen.

Bildcredit und Bildrechte: Bearbeitung – Robert Gendler, Roberto Colombari; Daten – Hubble-Vermächtnisarchive, Europäische Südsternwarte ESO

Die verzerrte Galaxie NGC 2442 liegt im südlichen Sternbild Fliegender Fisch (Piscis Volans). Sie ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Die beiden Spiralarme der Galaxie beginnen beim ausgeprägten Zentralbalken. Sie wirken auf Weitwinkelbildern hakenförmig.

Diese Nahaufnahme ist ein Mosaik. Es entstand aus Daten des Weltraumteleskops Hubble und der Europäischen Südsternwarte ESO. Das Bild zeigt die Struktur der Galaxie äußerst detailreich. Der Kern leuchtet im gelblichen Licht einer älteren Sternpopulation. Er ist von undurchsichtigen Staubbahnen, jungen blauen Sternhaufen und rötlichen Sternbildungsregionen umgeben.

Die scharfen Bilddaten zeigen auch fernere Galaxien im Hintergrund. Man sieht sie direkt durch die Nebel und Sternhaufen in NGC 2442. In der geschätzten Entfernung von NGC 2442 ist das Bild etwa 75.000 Lichtjahre breit.

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