
Kann euer Regenbogen das auch? Letzten Monat zogen gerade die letzten Ausläufer des Wirbelsturms Florence über die Küste von New Jersey in den USA. In einer Richtung brach die Sonne durch die Wolken. Doch in der anderen Richtung erschien etwas ziemlich Ungewöhnliches: ein Saal aus Regenbögen. In der nächsten halben Stunde tauchten – zur Freude des Fotografen und seiner Tochter – lebhafte überzählige Regenbögen auf und verschwanden wieder. Dieses Einzelbild zeigt mindestens fünf davon.
Interferenzbögen entstehen nur, wenn alle fallenden Wassertröpfchen fast gleich groß sind und meist kleiner sind als 1 mm. Dann wird das Sonnenlicht im Inneren der Regentröpfchen nicht nur reflektiert, sondern es kommt auch zu Interferenz. Dieses Wellenphänomen ähnelt Wellen auf einem Teich, wenn man einen Stein hineinwirft. Überzählige Regenbögen sind sogar nur durch Wellen erklärbar. Berichte von ihrer Existenz gibt es seit Anfang des 19. Jh. Man hielt sie für frühe Hinweise auf die Wellennatur des Lichtes.






