Tscherenkow-Teleskop bei Sonnenuntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Sarah Brands (Universität Amsterdam)

Beschreibung: Am 10. Oktober reflektierte ein neues Teleskop das Licht der untergehenden Sonne. Dieser Schnappschuss zeigt das Observatorium auf dem Roque del Los Muchachos auf der Kanarischen Insel La Palma. Sein segmentierter Spiegel stellt das Bild des schönen Abendhimmels auf den Kopf, oben sind der dunkle Horizont und unten die Farben des Sonnenuntergangs.

Die Spiegelsegmente haben einen Durchmesser von 23 Metern und sind in die offene Struktur des Large Scale Telescope 1 montiert, die als erste Komponente der Tscherenkow-Teleskopanordnung (Cherenkov Telescope Array, CTA) eingeweiht wurde.

Die meisten bodengebundenen Teleskope sind durch die Atmosphäre beeinträchtigt, die Licht weichzeichnet, streut und absorbiert. Doch Tscherenkowteleskope sind so konzipiert, dass sie sehr energiereiche Gammastrahlen aufspüren. Sie brauchen sogar die Atmosphäre für ihre Funktion. Wenn Gammastrahlen auf die obere Atmosphäre treffen, erzeugen sie Luftschauer aus energiereichen Teilchen. Eine große, schnelle Kamera im üblichen Brennpunkt fotografiert die kurzen Blitze im sichtbaren Licht, dem so genannten Tscherenkowlicht, das von den Luftschauerteilchen erzeugt wird. Die Blitze sind ein Hinweis auf den Zeitpunkt der eintreffenden Gammastrahlen sowie ihre Richtung und Energie.

Insgesamt sind für CTA mehr als 100 Tscherenkowteleskope auf der Nord- und Südhalbkugel des Planeten Erde geplant.

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M15: Dichter Kugelsternhaufen

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Bildcredit und Bildrechte: Bernhard Hubl (CEDIC)

Beschreibung: Messier 15 ist ein unermessliches Gewimmel von mehr als 100.000 Sternen. Er ist ein 13 Milliarden Jahre altes Relikt der frühen Entstehungsjahre unserer Galaxis und einer von ungefähr 170 Kugelsternhaufen, die immer noch im Halo unserer Milchstraße wandern.

M15 liegt in der Mitte in dieser scharfen Teleskopansicht, er ist ungefähr 35.000 Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Pegasus, weit hinter den gezackten Vordergrundsternen. Sein Durchmesser beträgt zirka 200 Lichtjahre. Doch mehr als die Hälfte seiner Sterne sind in einem Raum von 10 Lichtjahre gedrängt, somit herrscht dort eine der höchsten Sterndichten, die wir kennen. Mit Hubble durchgeführte Messungen der zunehmenden Geschwindigkeiten der Zentralsterne von M15 sind ein Hinweis, dass ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum des dichten Kugelsternhaufens M15 haust.

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Hubble zeigt Jupiter in Ultraviolett

Bänder laufen um den Riesenplaneten Jupiter, doch sie sind - anders als sonst - rosa und hellblau gefärbt. Links unten sind zwei dunkle Ovale, es sind der Rote Fleck und ein weißes Oval. Die Bänder der Wirbelstürme verlaufen diagonal im Bild. Links oben steht der Mond Ganymed vor Jupiter.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Jupiter sieht in UV-Licht anders aus. Das Weltraumteleskop Hubble bildet regelmäßig den ganzen Gasriesen ab. Dabei untersucht man die Bewegungen von Jupiters Wolken. Die Bilder helfen der robotischen NASA-Raumsonde Juno, den planetaren Zusammenhang mit den kleinen Bildausschnitten, die sie sieht, zu erkennen. Die Farben, die man bei Jupiter überwacht, reichen über das sichtbare Licht hinaus bis ins ultraviolette und infrarote Licht.

Das Bild entstand 2017 im nahen Ultraviolettlicht. Jupiter wirkt darauf anders als sonst, weil der Anteil an Sonnenlicht, das reflektiert wird, durch unterschiedlich hohe und breite Wolken zu verschiedenen Helligkeiten führt. Im nahen UV-Licht sind Jupiters Pole und sein großer Roter Fleck dunkel. Rechts ist ein kleines Oval, das in sichtbarem Licht weiß ist. Auch dieses ist recht dunkel. Weiter rechts sind Stürme auf einer Perlenschnur gereiht. In nahem UV-Licht sind sie am hellsten. Hier sind sie in rosaroten Falschfarben dargestellt. Links oben ist Ganymed, Jupiters größter Mond.

Juno zieht weiterhin in langen Schleifen in je 53 Tage pro Umlauf um Jupiter. Hubble erholt sich im Erdorbit vom Verlust eines Gyroskops, das der Stabilisierung diente.

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M16: In und um den Adlernebel

Das Bild ist von Staubwolken gefüllt, außen sind sie dunkel und bräunlich, rechts oben ist eine hellblaue Öffnung, die von orangefarbenen Wolken umgeben ist. Das Bild ist von Fasern umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew Klinger

Beschreibung: Aus der Ferne betrachtet sieht das Ganze wie ein Adler aus. Ein genauerer Blick auf den Adlernebel zeigt jedoch, dass die helle Region eigentlich ein Fenster ins Zentrum einer größeren dunklen Staubhülle ist.

Durch dieses Fenster sieht man in eine hell erleuchtete Werkstätte, in der ein ganzer offener Sternhaufen entsteht. In der Höhlung bleiben riesige Säulen und runde Globulen aus dunklem Staub und kaltem molekularem Gas zurück, in denen immer noch Sterne entstehen. Schon sind mehrere junge, helle blaue Sterne sichtbar, deren Licht und Winde die übrig bleibenden Fasern und Wände aus Gas und Staub verbrennen und zurückstoßen.

Der Adler-Emissionsnebel wird als M16 bezeichnet, er ist ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt, umfasst etwa 20 Lichtjahre und ist mit einem Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens) zu sehen. Dieses Bild wurde aus Aufnahmen mit mehr als 25 Stunden Gesamtbelichtung erstellt und kombiniert drei spezifische Farben, die von Schwefel (rot gefärbt), Wasserstoff (gelb) und Sauerstoff (blau) abgestrahlt werden.

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Orion in Rot und Blau

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Bildcredit und Bildrechte: David Lindemann

Beschreibung: Wann wurde der Orion so prächtig? Diese farbenfrohe Wiedergabe eines Teils des Sternbildes Orion stammt von rotem Licht, das von Wasserstoff und Schwefel (SII) abgestrahlt wird, sowie blaugrünem Licht, das von Sauerstoff (OIII) stammt. Die Farbtöne dieses Bildes wurden digital neu zugeordnet, um auf die Elemente zu verweisen, von denen sie stammen – aber auch, um sie für das menschliche Auge interessant zu gestalten.

Das atemberaubende Komposit wurde sorgfältig durch Montage Hunderter Bilder erstellt, deren Aufnahme fast 200 Stunden dauerte. Die hier abgebildete Barnardschleife ist am unteren Bildrand ausgebreitet und bettet scheinbar interstellare Gebilde ein, unter anderem den verschlungenen Orionnebel rechts neben der Mitte. Auch der Flammennebel ist schnell zu finden, doch um die winzige Einkerbung des dunklen Pferdekopfnebels zu erkennen, muss man genau hinsehen.

Was Orions Pracht anbelangt, ist eine der plausibelsten Erklärungen zum Ursprung der Barnardschleife eine Supernovaexplosion, die sich vor ungefähr zwei Millionen Jahren ereignete.

Den Himmel teilen: offene API der NASA für APOD
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Himmelsbeobachter am Strand

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Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Beschreibung: Kona, ein junger Boxer, liebt es in den Wellen zu planschen, am liebsten am Strand von Solana Beach in der Nähe von San Diego auf dem Planeten Erde. Doch hier blieb er bei einer Abendtollerei am 7. Oktober kurz stehen. Zusammen mit zwei Freunden schaut er auf diesem Schnappschuss zum Himmel, geblendet vom Flug einer Falcon 9-Rakete. Die Aussicht am Meer zeigt die sonnenbeleuchteten Abgasschwaden der Schubdüsen der Raketenunterstufe, als sie zum Luftwaffenstützpunkt Vandenberg zurückkehrte, ihrem mehr als 320 Kilometer nördlich gelegenen Startplatz.

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Der Falcon 9-Nebel

Ein blauer verschlungener Nebel bleibt vom Start einer Rakete zurück, oben in der Mitte leuchtet eine weitere V-förmige Abgasspur.

Bildcredit und Bildrechte: Brian Haidet

Beschreibung: Dies ist nicht das neueste Bild des Weltraumteleskops Hubble eines fernen planetarischen Nebels. Die beleuchtete Wolke aus Gas und Staub beeindruckte am 7. Oktober sogar zufällige Himmelsbeobachter an der Westküste der USA.

Das Bild wurde knapp fünf Kilometer nördlich vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg fotografiert, es zeigt die Schwaden und Abgase der ersten und zweiten Stufe einer SpaceX-Falcon 9-Rakete, die am südlichen Abendhimmel über Kalifornien aufsteigt. Der rötliche Rauch, der in der abklingenden Dämmerung rechts im Vordergrund treibt, stammt vom Raketenaufstieg. Die sich ausdehnenden faserartigen blau-orangen Schwaden stammen von der Trennung der ersten und zweiten Stufe und dem Rückkehrbrennen der ersten Stufe, die in sehr großer Höhe noch vom Sonnenlicht beleuchtet wird.

Der helle Punkt unten in der Mitte ist die zweite Stufe, die fast genau von der Kamera fortfliegt und auf Umlaufgeschwindigkeit beschleunigt. Die Pulse der Schubdüsen bilden die verkehrte V-Form oben, während sie die wiederverwendbare Unterstufe der Falcon 9 zum Landeplatz zurückbringen.

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Start und Landung an der Westküste

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Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Beschreibung: Der Start einer SpaceX-Falcon 9-Rakete blendete am 7. Oktober nach Sonnenuntergang die Beobachter an der Westküste der USA. Die Falcon 9 stieg von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien (Planet Erde) auf, ihre Unterstufe kehrte weniger als 8 Minuten nach dem Start zu einer Landezone zurück, die etwa 400 Meter von der Startrampe entfernt war.

Start und Landung (links) der ersten Stufe wurden auf diesem Bild festgehalten. Es ist eine Montage aus zwei Aufnahmen, die mit einer vom Schall aktivierten stationären Kamera auf einem nahen Hügel fotografiert wurden. Die Falcon 9-Rakete lieferte ihre Nutzlast, einen erdumkreisenden Satelliten in den niedrigen Erdorbit. Der Satellit wurde von Argentiniens nationaler Weltraumagentur entwickelt.

Natürlich war die Unterstufe der Falcon 9 schon einmal geflogen. Nach einem Start am 25. Juli von Vandenberg wurde sie nach der Landung auf dem autonomen Drohnenschiff Just Read the Instructions geborgen.

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