NGC 4565: hochkante Galaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Christoph Kaltseis, CEDIC

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie NGC 4565 ist vom Planeten Erde aus hochkant zu sehen. Sie ist wegen ihres schmalen Profils auch als Nadelgalaxie bekannt. Die helle NGC 4565 im blassen, aber gepflegten Sternbild Haar der Berenike ist eine Station bei vielen Teleskopreisen am Nordhimmel.

Dieses scharfe Farbbild zeigt den gewölbten Zentralkern der Galaxie, der von undurchsichtigen Staubbahnen durchschnitten wird, welche die dünne galaktische Ebene von NGC 4565 einschnüren. Das hübsche Sichtfeld enthält auch eine Auswahl weiterer Hintergrundgalaxien, rechts oben liegt die benachbarten Galaxie NGC 4562. NGC 4565 selbst ist ungefähr 40 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren. Sie ist mit kleinen Teleskopen leicht erkennbar, daher betrachten Himmelsfreunde NGC 4565 als markantes Himmelskunstwerk, das Messier übersah.

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Reflexionen auf vdB 9

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Bildcredit und Bildrechte: Guenter Kerschhuber

Beschreibung: Mitten in einem gut komponierten himmlischen Stillleben liegt der hübsche blaue vdB 9. Er ist das 9. Objekt in Sidney van den Berghs Katalog der Reflexionsnebel aus dem Jahr 1966. Es teilt sich dieses Teleskopsichtfeld, das ungefähr doppelt so groß ist wie ein Vollmond am Himmel, mit Sternen und dunklen, undurchsichtigen Staubwolken im nördlichen Sternbild Kassiopeia.

Der kosmische Staub reflektiert bevorzugt das blaue Sternenlicht des eingebetteten heißen Sterns SU Cassiopeiae, was vdB 9 den charakteristischen bläulichen Farbton eines klassischen Reflexionsnebels verleiht. SU Cas ist ein veränderlicher Stern der Gruppe der Cepheiden. Sogar dann, wenn er am hellsten leuchtet, ist er etwas zu blass, um ihn mit bloßem Auge zu sehen. Cepheiden spielen immer noch eine wichtige Rolle bei der Bestimmung von Entfernungen in unserer Galaxie und außerhalb.

In der gut bekannten Entfernung des Sterns von 1540 Lichtjahren wäre diese kosmische Leinwand ungefähr 24 Lichtjahre groß.

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Der verlorene Stern Eta Carinae

Aus einem hellen Zentrum explodieren zwei Blasen, sie liegen einander gegenüber und sind von einem dunklen Netz überzogen. Außen herum ist ein roter Nebel.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Eta Carinae könnte jederzeit explodieren. Doch niemand weiß, wann. Vielleicht passiert es nächstes Jahr oder erst in einer Million Jahren. Eta Carinae hat etwa 100 Sonnenmassen. Damit ist er ein ausgezeichneter Kandidat für eine Supernova. Historische Quellen zeigen, dass der Stern vor etwa 170 Jahren ungewöhnlich hell wurde. Dabei wurde er einer der hellsten Sterne am südlichen Himmel.

Eta Carinae liegt im Schlüssellochnebel. Er ist der einzige Stern, der vermutlich natürliches Laserlicht abstrahlt. Dieses Bild zeigt Details im ungewöhnlichen Nebel um den gefährlichen Stern. Aus dem Zentrum ragen helle, vielfarbige Streifen, die Lichtkreuze bilden. Sie werden vom Teleskop verursacht.

Der Homunkulusnebel hat zwei getrennte Lappen. Sie liegen einander gegenüber. Diese Keulen umschließen die heiße Region im Zentrum. Ein paar strahlenförmige Schlieren in Rot laufen sternförmig nach rechts. Die Lappen sind mit rätselhaften Spuren von Gas und Staub gefüllt. Sie absorbieren das blaue und das ultraviolette Licht, das in der Mitte abgestrahlt wird.

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Komet Iwamoto vor der Spiralgalaxie NGC 2903


Videocredit und -rechte: Norbert Span

Beschreibung: Es passiert nicht jede Nacht, dass ein Komet an einer Galaxie vorbeizieht. Letzten Donnerstag wanderte jedoch der mit Fernglas beobachtbare Komet C/2018 Y1 (Iwamoto) beinahe vor einer Spiralgalaxie vorbei, die annähernd die gleiche Helligkeit hatte: NGC 2903.

Komet Iwamoto wurde Ende des letzten Jahres entdeckt und umrundet die Sonne auf einer langen Ellipse. Zuletzt besuchte er das innere Sonnensystem im Mittelalter, etwa um das Jahr 648. Der Komet erreichte seinen sonnennächsten Punkt – zwischen Erde und Mars – am 6. Februar, und den erdnächsten Punkt vor wenigen Tagen am 13. Februar.

Dieses Zeitraffervideo wurde letzte Woche in der Schweiz fotografiert, es komprimiert fast drei Stunden auf etwa zehn Sekunden. Zu dieser Zeit war Komet Iwamoto etwa 10 Lichtminuten entfernt und stellte eine grüne Koma zur Schau, während die Spiralgalaxie NGC 2903 ungefähr 30 Millionen Lichtjahre entfernt blieb. Zwei Satelliten zischen nach einem Drittel des Videos diagonal durch das Bildfeld. Normalerweise werden jedes Jahr einige wenige Kometen so hell wie Komet Iwamoto.

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Drachenpolarlicht über Island

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Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang und Wang Zheng

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Drachen am Himmel gesehen? Es gibt zwar keine echten fliegenden Drachen, doch am Himmel über Island entwickelte sich zu Beginn dieses Monats ein riesiges drachenförmiges Polarlicht. Dieses Polarlicht entstand durch ein Loch in der Korona der Sonne, das einen Sonnenwind aus geladenen Teilchen ausstieß, der über das wechselhafte interplanetare Magnetfeld zur Magnetosphäre der Erde gelangte. Einige dieser Teilchen trafen auf die Erdatmosphäre und regten die Atome an, die daraufhin Licht abstrahlten: Polarlicht.

Die kultig Schau war so spannend, dass die Mutter des Fotografen hinauslief, um sie zu sehen, und im Vordergrund fotografiert wurde. Bisher erschienen im Februar auf der Sonne keine Sonnenflecken, daher kamen die Tage der malerischen Polarlichtaktivität dieses Monats etwas überraschend.

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Schatten eines Marsroboters

Der Marsrover Opportunity blickt in Gegenrichtung der Sonne und sieht seinen Schatten. Hinten ist der Rand des Kraters Endurance, vorne sieht man zwei Räder des Rovers.

Bildcredit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Was ist, wenn man seinen Schatten auf dem Mars sieht, und er ist nicht menschlich? So geht es dem Rover Opportunity auf dem Mars. Opportunity erforschte 2004 bis 2018 den Roten Planeten. Er fand Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickte atemberaubende Bilder durchs innere Sonnensystem.

Dieses Bild entstand 2004. Darauf blickt Opportunity von der Sonne weg in den Krater Endurance und sieht seinen Schatten. Unten sind zwei Räder, der Boden und die Wände des Kraters ragen hinten auf.

2018 wurde Opportunity von einem Staubsturm erwischt. Letzte Woche beendete die NASA ihre Versuche, Opportunity zu kontaktieren, und erklärte die bahnbrechende Mission für beendet. Ursprünglich war sie für nur 92 Tage geplant.

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NGC 2359: Thors Helm

Im Bild leuchtet eine türkisfarbene Wolke mit hellen Schlieren. Rundherum breiten sich türkise Nebelschleier aus. Das ganze Gebilde erinnert an einen Helm mit flügelartigen Fortsätzen.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: NGC 2359 ist eine helmförmige kosmische Wolke mit flügelähnlichen Fortsätzen, die landläufig Thors Helm genannt wird. Thors Helm ist von heroischer Größe, selbst für eine nordische Gottheit, er ist etwa 30 Lichtjahre groß.

Eigentlich ist der Helm eine interstellare Blase, die entsteht, indem der schnelle Wind eines hellen, massereichen Sterns nahe dem Zentrum der Blase eine Region in der umgebenden Molekülwolke aufbläht. Der Zentralstern ist bekanntlich ein Wolf-Rayet-Stern – ein extrem heißer Riese, der sich vermutlich in einem kurzen Entwicklungsstadium vor einer Supernova befindet. NGC 2359 liegt ungefähr 15.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Großer Hund.

Das bemerkenswert detailreiche Bild ist ein Gemisch an Daten, die mit Breitband- und Schmalbandfiltern gewonnen wurden, um das natürliche Aussehen der Sterne und das Leuchten der faserartigen Strukturen im Nebel abzubilden. Es betont die blaugrüne Farbe der starken Emissionen von Sauerstoffatomen im leuchtenden Gas.

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Opportunity im Tal der Beharrlichkeit

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Kenneth Kremer, Marco Di Lorenzo

Beschreibung: Opportunity erreichte bereits im Juni 2018 das Tal der Beharrlichkeit. Seine Sicht wurde als koloriertes Mosaik aus Bildern rekonstruiert, die mit der Navcam des Mars Exploration Rovers fotografiert wurden. „Tal der Beharrlichkeit“ ist ein passender Name für diesen Ort.

Opportunity wurde für eine 90 Tage dauernde Mission konstruiert, reiste aber nach seiner Landung im Januar 2004 im Krater Eagle mehr als 5000 Sols (Sonnentage auf dem Mars) auf dem Mars. Seine abenteuerliche Forschungsreise umfasste eine Gesamtstrecke von mehr als 45 Kilometern der Marslandschaft und fand hier ein Ende. Am 10. Juni 2018 kam die letzte Übertragung des solarbetriebenen Fahrzeugs, als ein Staubsturm den Roten Planeten einhüllte. Der Sturm legte sich zwar inzwischen, doch alle Versuche, Opportunity im Laufe von acht Monaten zu kontaktieren, waren erfolglos, und seine bahnbrechende Mission endete nach fast 15 Jahren, in denen er die Marsoberfläche erforschte.

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