Vom Kreuz des Nordens zum Kreuz des Südens

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Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Buer

Beschreibung: Es gibt eine Straße, die das Kreuz des Nordens mit dem Kreuz des Südens verbindet, doch man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um sie zu sehen. Die hier abgebildete Straße ist das zentrale Band unserer Milchstraße; der richtige Ort ist in diesem Fall die dunkle Laguna Cejar in der Salar de Atacama im Norden von Chile; und die richtige Zeit war Anfang Oktober kurz nach Sonnenuntergang.

Viele Himmelswunder wurden fotografiert, etwa der helle Mond im Bogen der Milchstraße; die Venus knapp über dem Mond; Saturn und Merkur, knapp unter dem Mond; ganz links die Begleitgalaxien Große und Kleine Magellansche Wolke; rotes Nachthimmellicht links im Bild am Horizont; und die Lichter kleiner Städte an mehreren Orten am Horizont. Man könnte vermuten, dass die Erstellung dieses Panoramas aus 30 Bildern eine ruhige Erfahrung war, doch hier hätte man Ohrstöpsel gebraucht, um das ständige Kreischen wilder Esel zu ignorieren.

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Der Kernschatten der Erde

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Bildcredit und Bildrechte: Antonio Finazzi

Beschreibung: Der dunkle innere Schatten des Planeten Erde wird als Kernschatten bezeichnet. Er hat die Form eines Kegels, der in den Weltraum hinausragt, und einen kreisförmigen Querschnitt, was man am leichtesten während einer Mondfinsternis erkennt. Am 21. Januar zum Beispiel glitt der Vollmond durch die nördliche Hälfte des Kernschattens der Erde – eine gute Unterhaltung für Mondbeobachter auf einem großen Teil des Planeten.

Während der totalen Phase der Finsternis befand sich der Mond 63 Minuten zur Gänze im Kernschatten. Dieses Kompositbild der Finsternis wurde am klaren, dunklen Himmel über den Hügeln in der Nähe von Chiuduno in Italien fotografiert und aus aufeinanderfolgenden Fotos der totalen (Mitte) und partiellen Phase erstellt, um einen großen Teil des runden Kernschattenrandes zu skizzieren.

Die Mondoberfläche reflektiert Sonnenlicht, das von der Atmosphäre in den Erdschatten gestreut wird, sie erscheint während der Totalität rötlich. Doch nahe dem Kernschattenrand hat der Rand des verfinsterten Mondes einen eindeutig blauen Farbton. Das blaue Finsternis-Mondlicht entsteht, wenn Sonnenstrahlen die hohen Schichten in der oberen Stratosphäre passieren und von Ozon gefärbt werden, das rotes Licht streut und blaues hindurchlässt.

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Mond getroffen

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Krater von urzeitlichen Einschlägen auf dem luftlosen Mond sind seit langer Zeit ein vertrauter Anblick. Doch seit den 1990er Jahren erfassen und untersuchen Beobachter regelmäßig optische Blitze auf der Mondoberfläche. Wahrscheinlich handelt es sich um Explosionen infolge von Meteoroideneinschlägen. Natürlich sind die Blitze auf der hellen, sonnenbeleuchteten Oberfläche schwierig zu beobachten. Doch während der totalen Finsternis am 21. Januar fotografierten viele Fotografen zufällig den Einschlagsblitz eines Meteoroiden auf dem mattroten Mond.

Der Blitz oben wurde beim Untersuchen der Bilder kurz vor Beginn der totalen Finsternisphase entdeckt, er ist im Einschub nahe dem verdunkelten westlichen Rand des Mondes markiert. Der Blitz wurde von den Teleskopen des Moon Impact Detection and Analysis System (MIDAS) in Südspanien aufgenommen, Schätzungen anhand seiner Dauer lassen vermuten, dass die Masse des Einschlagskörpers ungefähr 10 kg betrug, und dass ein etwa 7-10 Meter großer Krater entstand.

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Matterhorn, Mond und Meteor

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Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrées), TWAN

Beschreibung: Manche Freundinnen des Planeten Erde erkennen vielleicht das Matterhorn im Vordergrund dieser Nachthimmelslandschaft. Der 4478 Meter hohe Berg in den Alpen ist in der Alpingeschichte berühmt und steht neben dem total verfinsterten Mond.

Trotz Temperaturen von –22 Grad Celsius wurde die atemberaubende Szene am Morgen des 21. Januar in der Nähe von Zermatt (Schweiz) in den Bergen fotografiert. Mehrere Aufnahmen erfassen das vom Mond reflektierte matte rote Licht, der vollständig in den Erdschatten getaucht ist. Direkt über dem berühmten Alpengipfel, aber ungefähr 600 Lichtjahre entfernt, leuchten die Sterne des offenen Sternhaufens Praesepe, auch bekannt als Messier 44. Als zusätzliche Belohnung für die kalte Finsternis-Nachtwache blitzte ein heller, farbiger Meteor unter dem vorübergehend gedämpften Mond auf, er folgte dem Hörnligrat, der nordöstlichen Kletterroute des Matterhorns.

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Orion über den österreichischen Alpen

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Bildcredit und Bildrechte: Lukáš Veselý

Beschreibung: Erkennen Sie dieses Sternbild? Hinter den Eiszapfen steht neben den Bergen Orion, eine der am besten erkennbaren Sterngruppen am Himmel und ein Wahrzeichen, das der Menschheit seit mehr als 30.000 Jahren vertraut ist. Orion sah während der letzten 50.000 Jahre ziemlich gleich aus und sollte auch weiterhin noch mehrere Tausend Jahre so aussehen.

Orion ist ein wiederkehrendes Zeichen (heutiger) Winter auf der Nordhalbkugel der Erde und des Sommers im Süden und leuchtet in dieser Zeit ziemlich markant am Himmel. Kürzlich wurde Orion in den österreichischen Alpen auf einem Komposit aus sieben Aufnahmen abgebildet, die mit einer einzigen Kamera an einem Ort in einer Nacht fotografiert wurden. Unter Orions Drei-Sterne-Gürtel steht der Orionnebel, die vier hellen Sterne, welche den Gürtel umgeben, heißen – im Uhrzeigersinn ab links oben – Beteigeuze, Bellatrix, Rigel und Saiph.

Neu: Instagram-seite zeigt Bilder, die kürzlich an APOD geschickt wurden

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Mondfinsternis über dem Kölner Dom

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Junius

Beschreibung: Warum sollte ein heller Vollmond plötzlich dunkel werden? Weil er in den Erdschatten eingetreten ist. Das geschah in der Nacht auf Montag bei einer totalen Mondfinsternis. Manche nannten sie Super- (weil die Winkelgröße des Mondes zumindest etwas größer war als sonst) Blut- (weil der verfinsterte Mond durch das in der Erdatmosphäre gestreute Sonnenlicht ungewöhnlich rot erschien) Wolfs- (weil der Januarvollmond manchmal Wolfsmond genannt wird – nach dem Mythos, dass Wölfe gerne den Mond anheulen) Mondfinsternis.

Das Schattenspiel war auf der ganzen Erdhälfte, die gerade zum Mond zeigte, sichtbar, und wurde auf zahlreichen atemberaubenden Bildern festgehalten. Diese bemerkenswerte Bildfolge wurde über dem Kölner Dom fotografiert, einer UNESCO-Welterbestätte in Köln (Deutschland). Der Ablauf der Mondfinsternis wurde aus 68 verschiedenen Aufnahmen zusammengesetzt, die im Laufe von mehr als drei Stunden bei eisiger Kälte fotografiert wurden, und die später digital kombiniert und bearbeitet wurden, um einen Radfahrer und einen Fußgänger zu entfernen.
Die nächste totale Mondfinsternis findet 2021 statt.
Galerie der totalen Mondfinsternis

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Landesonde InSight fotografiert sich auf dem Mars

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech

Beschreibung: So sieht die Landesonde InSight der NASA auf dem Mars aus. Mir ihren Solarpaneelen ist InSight etwa so groß wie ein Kleintransporter. InSight landete im November erfolgreich auf dem Mars. Sein Hauptziel ist die Erfassung der seismischen Aktivität.

Dieses Selbstporträt wurde aus mehreren Bildern erstellt, die der Sondenarm zu unterschiedlichen Zeiten von verschiedenen Teilen der Landesonde InSight fotografierte. SEIS, der Seismograph mit der orangefarbenen Kuppel, der letzten Monat in der Bildmitte zu sehen war, wurde nun auf die Marsoberfläche gesetzt. Mit diesem Selbstporträt setzt Mars InSight eine lange Tradition robotischer Raumsonden fort, die sich auf dem Mars fotografieren und diese Bilder schicken, darunter Viking, Sojourner, Pathfinder, Spirit, Opportunity, Phoenix und Curiosity.

Die Daten von Mars InSight sollen der Menschheit völlig neue Einblicke verschaffen, unter anderem in das Innere des Mars, einen Bereich, der vermutlich nicht nur Hinweise auf seine eigene Entstehung bietet, sondern auch auf die der Erde.

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Video einer totalen Mondfinsternis


Videocredit und -rechte: Jun Ho Oh (KAIST, HuboLab), Kwon O Chul (TWAN), Jeong ByoungJun (RainbowAstro)

Beschreibung: Heute Nacht wird der helle Vollmond rot. Der Mond ist heute Nacht besonders hell, weil er seine voll beleuchtete Phase erreicht, wenn er auf seiner elliptischen Bahn der Erde relativ nahe kommt. Anhand einiger Messungen von Größe und Helligkeit wird der heutige Vollmond als Supermond bezeichnet, doch das „Super“ ist wohl übertrieben, weil er nur wenige Prozent größer und heller ist als der durchschnittliche Vollmond.

Wie auch immer, jedenfalls verblasst unser Mond zu einem schwachen Rot, weil auch eine totale Mondfinsternis stattfindet – dabei taucht der Mond vollständig in den Erdschatten ein. Die matte rote Farbe entsteht, weil blaues Sonnenlicht von der Erdatmosphäre stärker gestreut wird. Ein Januar-Vollmond wie der von heute Nacht wird in manchen Kulturen als Wolfsmond bezeichnet. Die heutige totale Supermondfinsternis dauert länger als eine Stunde und ist in Nord– und Südamerika am besten nach Sonnenuntergang sichtbar. Dieses Zeitraffervideo zeigt die letzte totale Mondfinsternis, diese fand im Juli 2018 statt. Die nächste totale Mondfinsternis ereignet sich erst im Mai 2021.

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