Der Weg der Artemis II

Video Credit: NASA, GSFC, Artemis II, SVS

Warum landet Artemis II nicht auf dem Mond? Der Hauptgrund dafür ist, dass Artemis II in erster Linie eine Testmission ist. Sie dient dazu, künftige Artemis-Missionen, bei denen Menschen auf dem Mond landen sollen, besser vorzubereiten. Auch bevor die NASA-Mission Apollo 11 auf dem Mond landete, waren schon Apollo 8 und Apollo 10 als Tests zunächst in die Nähe des Mondes geflogen.

Das animierte Video zeigt die Flugbahn von Artemis II. Das Raumschiff umkreist sowohl die Erde als auch den Mond. Etwa 10 Tage nach dem Start kehrt es zur Erde zurück. Die Mission Artemis II bringt erstmals seit den Apollo-Missionen vor 50 Jahren Menschen aus der Magnetosphäre der Erde hinaus. Im Video werden die Teilchen des Sonnenwinds als Streifen dargestellt. Die Magnetosphäre der Erde, die darauf reagiert, flackert grün.

Die Magnetosphäre der Erde spielt eine wichtige Rolle. Sie lenkt sehr energetische Teilchen ab, die von der Sonne kommen. Diese Teilchen lassen malerische Polarlichter entstehen, die man auf der Erdoberfläche sieht.

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Klaue und Blase als Nebel

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Richard Whitehead; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Welche unerwarteten Dinge könnt ihr sehen, wenn ihr an den Nachthimmel blickt? Das heutige Bild gleicht einem abstrakten Gemälde. Auf einer kosmischen Leinwand scheinen sich sich große Farbflecken zufällig zu verteilen. Trotz des abstrakten Charakters des Bildes erkennt das menschliche Auge darin bekannte Muster wieder, zum Beispiel eine große Klaue, die nach einer schwebenden Blase greift.

Hinter diesen sich scheinbar zufällig ergebenden Strukturen verbergen sich physikalische Gesetze, die die Wechselwirkung von Licht und Materie bestimmen. Die Nebelgebiete „Klaue“ (Sh2-157) und „Blase“ (NGC 7635) leuchten in Farben, die hier in Gelb und Blau wiedergegeben werden und auf das Vorhandensein von Wasserstoff und Sauerstoff hindeuten. Der Wasserstoff und der Sauerstoff wurden durch das intensive Licht von Sternen ionisiert, deren Masse ein Vielfaches der Sonnenmasse beträgt.

Das Bild zeigt sowohl das Chaos als auch die Struktur astronomischer Prozesse und verdeutlicht, dass ein gemeinsamer Nenner zwischen Kunst und Wissenschaft darin besteht, nach dem Unerwarteten zu suchen.

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Nachricht von der Erde

Die Botschaft wurde 1974 zum Kugelsternhaufen M13 gesendet. Sie besteht aus Nullen und Einsen. Damit die einzelnen Elemente besser erkennbar sind, wurden sie eingefärbt.
Bildcredit: Frank Drake et al., Arecibo-Observatorium; Lizenz: Arne Nordmann (Wikimedia)

Was wollen uns diese Erdlinge damit sagen? Diese Botschaft wurde 1974 von der Erde zum Kugelsternhaufen M13 geschickt. Damals wurde eine Erweiterung des AreciboObservatoriums eingeweiht. Zu diesem Anlass sandte man eine Folge von Nullen und Einsen, aus denen sich die Grafik ergibt. Arecibo war damals das größte einzelne Radioteleskop der Welt.

Dieser Versuch der außerirdischen Kommunikation war eher zeremoniell. Die Menschheit sendet unabsichtlich und permanent Radio- und Fernsehsignale ins All. Selbst wenn jemand diese Botschaft empfängt: M13 ist so weit entfernt, dass wir fast 50.000 Jahre auf eine Antwort warten müssten.

Die Nachricht ist als Arecibo-Botschaft bekannt. Sie enthält einige einfache Fakten über die Menschheit und ihr Wissen: Von links nach rechts sind das die Zahlen von eins bis zehn, Atome wie Wasserstoff und Kohlenstoff, einige interessante Moleküle, die DNA und ein Mensch mit Beschreibung. Am Ende folgen Fakten über unser Sonnensystem und das Teleskop, das die Botschaft sendete.

Auch heute gibt es noch mehrere Programme, die nach außerirdischer Intelligenz suchen.

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Tagundnachtgleiche an der Pyramide des Kukulcán

Bildcredit und Bildrechte: Robert Fedez

Um zu sehen, wie die gefiederte Schlange die Maya-Pyramide herabgleitet, braucht man perfekte zeitliche Planung. Dazu muss man Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán in den Tagen um die Tagundnachtgleiche besuchen. Am späten Nachmittag bilden die Schatten der Pyramide dann Dreiecke. Diese verschmelzen zu der berühmten Illusion einer Schlange, die sich windet.

Die beeindruckende Stufenpyramide ist auch als Pyramide des Kukulcán bekannt. Sie ist 30 Meter hoch. An der Basis ist sie 55 Meter breit. Das Bauwerk wurde zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert von der präkolumbianischen Zivilisation errichtet. Es besteht aus einer Reihe quadratischer Terrassen und kann als Kalender genutzt werden. Die Anlage ist für ihre astronomischen Ausrichtungen bekannt.

Dieses zusammengesetzte Bild entstand 2019. Damals rahmten Jupiter und Saturn das diagonale Band unserer Milchstraße. In ein paar Tagen gibt es wieder eine Tagundnachtgleiche – nicht nur am Tempel von Kukulcán, sondern auf der ganzen Erde.

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Der Polarlichtbaum

Hinter der Silhouette eines kahlen Baumes schimmert ein Polarlicht. Es erweckt den Eindruck, als würden grüne Flammen aus dem Baum schlagen. Am Horizont stehen schneebedeckte Berge.
Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace

Können eure Bäume das auch? Vorne im Bild steht ein Baum. Seine dunklen Äste sehen zufällig genauso aus wie das helle Leuchten eines Polarlichts dahinter am Himmel. Die Schönheit des Polarlichts – kombiniert mit der Tatsache, dass es scheinbar den Baum nachahmte – faszinierte den Fotografen so sehr, dass er kurz vergaß, Fotos zu machen.

In der Draufsicht hatte der Baum scheinbar ein Polarlicht anstelle von Blättern. Zum Glück kam der Fotograf wieder zu Sinnen, bevor sich das Polarlicht eine andere Form annahm, und hielt diesen beeindruckenden zufälligen Moment fest.

Polarlichter entstehen in der Regel durch Eruptionen der Sonne. Dabei treffen Elektronen mit sehr viel Energie in einer Höhe von etwa 150 km auf die Atmosphäre der Erde. Diese ungewöhnliche Kombination zwischen Erde und Himmel sah man im März 2017 auf Island.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Der Mond bei einer totalen Mondfinsternis

Bildcredit und Bildrechte: Wang Letian und Zhang Jiajie

Wie verändert sich das Aussehen des Mondes bei einer totalen Mondfinsternis? Hier seht ihr ein Zeitraffervideo. Es wurde digital bearbeitet, sodass der Mond während der fünf Stunden langen Mondfinsternis vom 31. Januar 2018 hell und zentriert bleibt.

Zunächst sieht man den Vollmond, denn nur bei Vollmond kann eine Mondfinsternis stattfinden. Im Hintergrund laufen Sterne durch das Bild, da der Mond während der Finsternis um die Erde kreist. Dann bewegt sich der kreisförmige Schatten der Erde über den Mond. Der hellblaue Farbton am Rand des Schattens hat dieselbe Ursache wie das Himmelsblau auf der Erde. Der tiefrote Farbton im Zentrum des Schattens hat dieselbe Ursache wie die rötliche Färbung der Sonne in der Nähe des Horizonts.

Morgen Nacht sehen Leute in Ostasien, Australien und weiten Teilen Nordamerikas mit etwas Glück eine totale Mondfinsternis mit Blutmond. Der Begriff Blut bezieht sich hier auf die (wahrscheinlich) rötliche Färbung des total verfinsterten Mondes.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

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Freier Flug im Raum

Über der blauen Erde mit weißen Wolken schwebt ein weit entfernter Astronaut im schwarzen All. Es ist Bruce McCandless II mit einer Manned Maneuvering Unit.

Bildcredit: NASA, STS-41B

Wie wäre es wohl, frei im Weltraum zu schweben? Bruce McCandless II durfte das am eigenen Leib erfahren. 1984 driftete er weiter hinaus als sonst jemand zuvor. Bei der Space-Shuttle-Mission 41-B waren McCandless und sein Kollege, der NASA-Astronaut Robert Stewart, die ersten, die so einen unangebundenen Außenbordeinsatz erlebten. McCandless (im Bild) schwebte frei im All. Er war etwa 100 Meter vom Frachtraum einer Raumfähre entfernt und bewegte sich mit einer besatzten Manövereinheit (Manned Maneuvering Unit, MMU).

Der Antrieb der MMU funktionierte, indem er Stickstoff ausstieß. Man setzte damit Satelliten aus oder holte sie ein. Mit einer Masse von über 140 Kilogramm ist eine MMU auf der Erde schwer. Aber wie alles andere auch ist sie schwerelos, wenn sie im Orbit schwebt. Die MMU wurde später durch die SAFER-Rucksack-Antriebseinheit ersetzt.

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Artemis I: Flugtag 13

Links unten ragt die Raumpatrouille Orion ins Bild. Rechts oben steht die blaue Erde hinter dem braunen Mond. Beide sind etwa zu drei Vierteln beleuchtet.

Bildcredit: NASA, Artemis I

Am 13. Flugtag der Mission Artemis I erreichte das Raumschiff Orion seine größte Entfernung zur Erde. Das war am 28. November 2022. Orion war damals auf ihrer fernen retrograden Umlaufbahn mehr als 430.000 Kilometer von der Erde entfernt. Die Distanz zum Mond betrug fast 70.000 Kilometer.

Dieses Standbild stammt aus einem Video vom 13. Flugtag. Es zeigt den Planeten Erde und seinen großen natürlichen Satelliten im selben Sichtfeld. Aus der Sicht des Raumschiffs sind sie fast gleich groß.

Am 26. Flugtag (am 11. Dezember 2022) landete das besatzungslose Raumschiff auf seiner Heimatwelt. Damit endete die historische Mission Artemis I. Die Mission Artemis II bringt vier Astronaut*innen um den Mond und wieder zurück. Sie startet frühestens am 6. Februar.

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