Feuerkugel über Kap San Blas

Über den Sternenhimmel an einem Strand mit toten Baumstämmen zischt ein heller Streifen. Wenn man mit der Maus über das Bild fährt, kommt die Rauchspur zutage, die der helle Meteor hinterlassen hat.

Bildcredit und Bildrechte: Jason Rice

Hast du schon einmal eine Feuerkugel gesehen? In der Astronomie ist eine Feuerkugel ein sehr heller Meteor, der mindestens so hell wie die Venus und möglicherweise sogar heller als der Vollmond erscheint. Feuerkugeln sind selten. Wenn man eine sieht, erinnert man sich wahrscheinlich ein Leben lang daran.

Physikalisch gesehen ist eine Feuerkugel ein kleiner Gesteinsbrocken, der von einem Asteroiden oder Kometen stammt. Während er durch die Erdatmosphäre rast, hinterlässt er typischerweise eine Spur aus Gas und Staub, die verblasst. Es ist unwahrscheinlich, dass ein großer Einschlag am Boden stattfand, denn ein Großteil des Gesteins ist wahrscheinlich verdampft, als es in viele kleine Stücke zerbrach.

Das gezeigte Bild wurde letzte Woche an einem „Treibholzstrand“ in Cape San Blas, Florida, USA, aufgenommen.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

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Doppelte Explosion einer Supernova

Zwischen lose verteilten Sternen leuchtet ein Ring. Er ist außen orange-braun und glatt, innen blau und wolkig.

Bildcredit: ESO, P. Das et al.; Hintergrundsterne (NASA/Hubble): K. Noll et al.

Können Supernovae zweimal explodieren? Ja, wenn die erste Explosion wie ein Sprengzünder für die zweite wirkt. Dies ist eine der gängigen Hypothesen zur Entstehung des Supernova-Überrests SNR 0509-67.5.

In diesem Doppelsternsystem führt die Gravitation dazu, dass der größere und „fluffigere“ Stern Masse an seinen kleineren, dichteren Begleiter abgibt. Dieser ist ein Weißer Zwerg. Schlussendlich wird die Temperatur an der Oberfläche des Weißen Zwergs so hoch, dass er explodiert und eine Stoßwelle erzeugt, die sich sowohl nach außen als auch nach innen ausbreitet. Das löst eine vollständige Typ-Ia-Supernova nahe dem Zentrum aus.

Aktuelle Aufnahmen des Systems SNR 0509-67.5, wie dieses Bild des Very Large Telescope in Chile, zeigen zwei Hüllen, deren Radien und Zusammensetzungen zu der Hypothese der doppelten Explosion passen.

Das System SNR 0509-67.5 ist auch bekannt für zwei weitere ungelöste Rätsel: Warum wurde seine helle Supernova vor 400 Jahren nicht beobachtet? Und warum ist heute kein sichtbarer Begleitstern mehr vorhanden?

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Die Plejaden in Rot und Blau

Die Sterne der Plejaden sind in einen dichten, blauen Reflexionsnebel gehüllt. Außen herum sind dunkle, auberginefarbene Wolken verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Ogetay Kayali (Michigan Tech U.) Text: Ogetay Kayali (Michigan Tech U.)

Wenn du schon einmal auf den Himmel geschaut und eine Gruppe von Sternen gesehen hast, die etwa so groß wie der Vollmond ist, dann hast du wahrscheinlich die Plejaden (M45) gesehen. Sie sind vielleicht der bekannteste Sternhaufen am Himmel, denn seine hellsten Sterne sind sogar aus lichtverschmutzten Städten sichtbar. Doch mit bloßem Auge kann man unter dunklem Himmel auch den Nebel erkennen, also das Gas und den Staub, der sie umgibt.

Teleskope jedoch zeigen noch mehr. Die hellen blauen Sterne der Plejaden, auch bekannt als die Sieben Schwestern, beleuchten den umliegenden Staub, der dadurch diffus blau erscheint und nur bei langen Belichtungszeiten sichtbar ist. Aber das ist noch nicht alles. Kosmischer Staub scheint sich wie Arme nach oben zu strecken. Und die gesamte Struktur ist von einem rötlichen Schimmer umgeben, der vom häufigsten Element im Universum stammt: Wasserstoff.

Dieses Bild besteht aus fast 25 Stunden Belichtungszeit. Es wurde im vergangenen Jahr vom Starfront Observatory in Texas, USA, aufgenommen.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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Messier 109

Eine Spiralgalaxie mit gelbem Balken und gewundenen blauen Spiralarmen schwebt mitten im Bild zwischen kleineren Galaxien und losen Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Eder

Die große, schöne Balkenspiralgalaxie Messier 109 ist der 109. Eintrag im berühmten Katalog heller Nebel und Sternhaufen von Charles Messier. Sie liegt direkt unter dem Kasten des Großen Wagens im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major).

Der helle Stern Gamma Ursae Majoris heißt Phecda. Er sorgt für das helle Leuchten in der rechten oberen Ecke im Teleskopbild. Der markante zentrale Balken von M109 verleiht der Galaxie das Aussehen des griechischen Buchstabens Theta (θ). Er wird in der Mathematik häufig als Symbol für einen Winkel verwendet.

M109 nimmt am Himmel der Erde nur einen sehr kleinen Winkel ein, nämlich etwa 7 Bogenminuten. Das sind 0,12 Grad. Doch dieser Winkel entspricht in der geschätzten Entfernung von 60 Millionen Lichtjahren einem enormen Durchmesser von etwa 120.000 Lichtjahren.

M109 ist auch als NGC 3992 bekannt. Sie ist das hellste Mitglied des Ursa-Major-Galaxienhaufens, der mittlerweile anerkannt wurde. Die hellen Sterne mit spitzen Strahlen liegen im Vordergrund. Dazu kommen drei kleine, verschwommene, bläuliche Galaxien. Von oben nach unten sind sie als UGC 6969, UGC 6940 und UGC 6923 katalogisiert. Sie sind möglicherweise Satellitengalaxien der größeren Balkenspiralgalaxie Messier 109.

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Kontur der Raumstation vor dem Mond

Die Internationale Raumstation zieht über den Mond, der nicht ganz beleuchtet ist. Links sind der Krater Tycho und ein dunkles Mondmeer. Helle Strahlen ziehen über die ganze sichtbare Mondoberfläche. Auf der ISS sind Träger und Solarpaneele erkennbar.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Holland

Was ist der ungewöhnliche Fleck auf dem Mond? Es ist die Internationale Raumstation (ISS). Sie kreist um die Erde. Mit präziser zeitlicher Planung wurde die Raumstation im Jahr 2019 vor dem nicht ganz beleuchteten zunehmenden Mond fotografiert.

Das Bild entstand in Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien. Es wurde nur 1/667-stel Sekunde belichtet. Im Vergleich dazu dauerte ganze Transit der ISS vor der Mondscheibe nur etwa eine halbe Sekunde. Wenn man die ungewöhnlich scharfe Silhouette der ISS genau ansieht, erkennt man die Umrisse der Solarpaneele und Träger.

Links unten ist der helle Krater Tycho. Man erkennt auch das vergleichsweise raue, helle Gelände der sogenannten Hochländer und die glatteren, dunkel gefärbten Bereiche, die als Maria bezeichnet werden. Mit Apps, die man herunterladen kann, könnt iher herausfinden, wann ihr die Internationale Raumstation in eurer Gegend sehen könnt.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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NGC 6302: Der Schmetterlingsnebel

Der Schmetterlingsnebel NGC 6302 explodiert scheinbar in zwei Richtungen. Er ist hier von einem Sternenfeld umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby

Die leuchtenden Sternhaufen und Nebel am Nachthimmel der Erde erhalten oft die Namen von Blumen oder Insekten. NGC 6302 bildet mit seiner beeindruckenden Spannweite von rund drei Lichtjahren keine Ausnahme.

Der Zentralstern des planetarischen Nebels verwandelt sich in einen Weißen Zwerg. Er wird dabei extrem heiß und leuchtet intensiv im ultravioletten Licht. Seine Oberflächentemperatur wird auf etwa 250.000 Grad Celsius geschätzt. Der Zentralstern entzieht sich durch einen Staubring der direkten Sicht. Doch sein energiereiches UV-Licht ionisiert die Atome im Nebel.

Die detailreiche Aufnahme wurde aus Schmalband-Bilddaten erstellt. Darauf erscheinen ionisierter Wasserstoff und doppelt ionisierter Sauerstoff in ihren charakteristischen roten und grünlichen Farbtönen. Sie zeigen ein atemberaubend komplexes Geflecht aus Knoten und Filamenten in den flügelartigen Ausströmungen des Nebels.

NGC 6302 ist ungefähr 4.000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im arachnologisch dazu passenden Sternbild des Skorpions (Scorpius).

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Yogi und Freunde in 3D

Die Anaglyphe zeigt die Marsoberfläche mit dem Mars Pathfinder, dem Rover Sojourner, einer Rampe und Felsen. Mit rot-blauen Brillen wirkt das Bild dreidimensional.

Bildcredit: Mission Mars Pathfinder, JPL, NASA

Diese 3D-Stereoansicht vom Juli 1997 zeigt die Marsoberfläche. Vorne sind eine Rampe der Pathfinder-Landeeinheit, der robotische Rover Sojourner und entleerte Landekissen, hinten ein „Sofa“, Barnacle Bill und der Fels Yogi.

Barnacle Bill ist der Felsen links neben dem Rover Sojourner. Er ist so groß wie eine Katze und mit Solarpaneelen ausgestattet. Yogi ist der große, freundlich wirkende Brocken oben rechts im Bild. Das „Sofa“ ist die kantige Felsformation nahe der Bildmitte am Horizont.

Wenn man das Bild mit einer Rot-Blau-Brille betrachtet (oder einfach eine rote Klarsichtfolie über das linke Auge und eine blaue oder grüne über das rechte hält), bekommt man die eindrucksvolle 3D-Perspektive zu sehen.

Die Stereoaufnahme stammt von der bemerkenswerten Kamera „Imager for Mars Pathfinder“ (IMP). Die IMP verfügte über zwei optische Wege zur Stereoabbildung und Entfernungsbestimmung. Sie war auch mit einer Reihe von Farbfiltern zur spektralen Analyse ausgestattet. Als erstes astronomisches Observatorium auf dem Mars nahm die IMP auch Bilder von der Sonne und von Deimos auf. Deimos ist der kleinere der beiden winzigen Marsmonde.

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Titan: Mond über Saturn

Der Saturnmond Titan füllt dunkel fast das ganze Bild. Dahinter verlaufen Saturns Ringe. Auf Titans Oberfläche erkennt man Wolken und dunkle Gebiete.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaft

Saturns größter Mond Titan läuft wie der Erdmond in einer gebundenen Rotation um seinen Planeten. Dieses Mosaik entstand aus Aufnahmen der Raumsonde Cassini vom Mai 2012. Es zeigt die Seite des Mondes, die stets von dem Gasriesen mit den berühmten Ringen abgewandt ist.

Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem, der eine dichte Atmosphäre hat. Er ist auch der einzige bekannte Himmelskörper außer der Erde, auf dem stabile Flüssigkeitskörper auf der Oberfläche existieren. Es gibt einen Kreislauf aus flüssigem Regen und Verdunstung, ähnlich wie auf der Erde. Cassinis Aufnahme zeigt deutlich die hoch gelegene Dunstschicht von Titans Atmosphäre. Der Mond hat einen Durchmesser von 5000 Kilometern. Er ist über Saturns Ringen und Wolkenoberflächen zu sehen.

Mitten im Bild liegt das dunkle Gebiet namens Shangri-La. Es ist von Dünen durchzogen. Cassini führte die Sonde Huygens mit sich, diese ruht links unter der Bildmitte. Huygens schaffte die bislang fernste Landung eines Raumfahrzeugs von der Erde.

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