Der Medusanebel

Leuchtende rötliche Fasern bilden eine mondförmige Form. Blasse Fasern darüber ergänzen die Sichel zu einem ganzen Mond. Der planetarische Nebel im Sternbild Zwillinge heißt Medusanebel.

Credit und Bildrechte: Don Goldman

Fein gesponnene Fasern aus leuchtendem Gas erinnern an den populären Namen dieses Nebels. Er heißt Medusanebel. Diese Medusa ist auch als Abell 21 bekannt. Sie ist ein alter planetarischer Nebel und leuchtet an die 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Zwillinge. Wie der mythologische Namensvetter erlebt der Nebel eine dramatische Transformation.

Die Phase der planetarischen Nebel ist ein Endstadium in der Entwicklung von Sternen mit niedriger Masse. Dazu zählt auch die Sonne. Dabei verwandeln sie sich von einem Roten Riesen in einen heißen weißen Zwerg. Bei diesem Prozess stoßen sie ihre äußeren Hüllen ab. Die Ultraviolettstrahlung des heißen Sterns liefert die Energie für das Leuchten im Nebel.

Das detailreiche Farbbild zeigt den heißen Zentralstern der Medusa. Es ist der kleine blaue Stern in der oberen Hälfte der hellen Form, die an eine Mondsichel erinnert. Blassere Fasern breiten sich links über der sichelförmigen Region aus. Der Medusanebel ist wahrscheinlich breiter als vier Lichtjahre.

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Plejaden und Sternenstaub

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Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Beschreibung: Die reizvollen Plejaden oder Sieben Schwestern, wie der Sternhaufen auch genannt wird, welche durch eine kosmische Staubwolke rasen, die etwa 400 Lichtjahre von uns entfernt ist, sind berühmt für ihre auffallend blauen Reflexionsnebel. Dieses bemerkenswerte Weitwinkel-Bild der Region (3 Grad) zeigt rechts den berühmten Sternhaufen und hebt außerdem weniger bekannte Staub-Reflexionsnebel in der Nähe hervor, die über einen Bereich von mehr als 20 Lichtjahren verteilt sind. In diesem Fall stehen die Schwesternsterne und  die kosmischen Staubwolken in keinem Zusammenhang, sie passieren nur zufällig gerade durch die gleiche Region im All. Doch Astronomen, die mit Infrarot-Detektoren beobachten, fanden kürzlich eine staubhaltige Scheibe, die tatsächlich zu einem jungen Plejadenstern gehört – HD 23514. Diese Scheibe, die HD 23514 umgibt, hat schätzungsweise eine mit der Planetenzone unseres Sonnensystems vergleichbare Größe und besteht wahrscheinlich aus Trümmern eines Prozesses, bei dem sich felsige Planeten gebildet haben.

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Der ausgedehnte Komet Holmes

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Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Beschreibung: Die kugelförmige Koma des Kometen Holmes ist auf einen Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometer angewachsen, was bedeutet, dass die dünne, staubhaltige Wolke sogar größer als die Sonne ist. Diese Menge an Staub und Gas, die das Sonnenlicht streut, kam von dem außergewöhnlich aktiven Kern des Kometen, dessen Durchmesser vor dem Ausbruch Ende Oktober auf lediglich 3,4 Kilometer geschätzt wurde. Auf diesem gut fokussierten Bild, das am 14. November mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop aufgenommen wurde, sind die Sterne durch die äußere Koma hindurch leicht zu erkennen, wohingegen der Kern im Inneren der dichten, hellen Region verborgen liegt. Der helle Bereich der Koma erscheint vom Zentrum versetzt, was die Vermutung erhärtet, dass ein großes Fragment vom Kern wegtrieb und sich auflöste, wobei der spektakuläre Ausbruch des Kometen erzeugt wurde. Natürlich zeigen aktuellere Bilder von Holmes auch den hellen Stern Mirfak (Alpha Persei), der durch die Koma scheint, während der Komet langsam durch das Sternbild Perseus streift.

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Kaguya zeigt einen Erdaufgang über dem Mond

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Credit und Bildrechte: SELENE-Team, JAXA, NHK

Beschreibung: Wie sieht die Erde vom Mond aus betrachtet aus? Eine neue Version dieser Perspektive des Raumfahrtzeitalters wurde kürzlich von der robotischen Sonde Kaguya im Mondorbit aufgenommen. Diese Wissenschaftsmission des Selenological and Engineering Explorer (SELENE) mit dem Spitznamen Kaguya, der vor zwei Monaten in Japan gestartet wurde, soll den Ursprung und die Entwicklung des Mondes untersuchen. Im letzten Monat erreichte Kaguya die Mondumlaufbahn und begann Daten und Bilder zu übermitteln. Dieses Bildfeld stammt von der HDTV-Kamera an Bord von Kaguya. Ein Astronaut, der auf der Mondoberfläche steht, würde niemals einen Erdaufgang beobachten können, da der Mond der Erde immer die gleiche Seite zuwendet. Sowohl dieser als auch der berühmte Erdaufgang, der vor 40 Jahren von der Besatzung von Apollo 8 aufgenommen wurde, geschieht nur für Beobachter in der Mondumlaufbahn.

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Polarlicht im Hintergrund

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Credit und Bildrechte: Lance McVay

Beschreibung: Manche Polarlichter kann man nur mit der Kamera sehen. Sie werden als sub-visuell bezeichnet und sind zu schwach, um mit bloßem Auge gesehen zu werden. Der Grund dafür ist das menschliche Auge, welches das Licht immer nur für den Bruchteil einer Sekunde sammelt, während ein Kameraverschluss endlos lang offengelassen werden kann. Als er eine ohnehin schon sehr pittoreske Szenerie oberhalb von Juneau in Alaska (USA) fotografierte, fing eine Kamera eine grüne sub-visuelle Aurora nahe dem Horizont ein. Polarlichter werden von energieteichen Teilchen gezündet, die von der Sonne kommen und auf das Magnetfeld stoßen, das die Erde umgibt. Sich daraus ergebende energiegeladene Teilchen wie etwa Elektronen und Protonen regenen nahe den Polen der Erde herab und treffen auf die Luft. Die getroffenen Luftmoleküle verlieren vorübergehend Elektronen, und wenn Sauerstoffmoleküle unter ihnen diese Elektronen zurückgewinnen, strahlen sie grünes Licht ab. Polarlichter sind für eine Vielfalt an Formen und Farben bekannt.

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M 45: Der Sternhaufen der Plejaden

Mitten im Bild ist ein Sternhaufen, dessen Sterne von blauen Reflexionsnebeln umgeben sind.

Credit und Bildrechte: Antonio Fernandez-Sanchez

Beschreibung: Die Plejaden sind der vielleicht berühmteste Sternhaufen am Himmel, sie sind ohne Fernglas sogar mitten in einer lichtverschmutzten Stadt zu sehen. Man kennt sie auch als die Sieben Schwestern oder M45. Der Haufen der Plejaden ist einer der hellsten und uns am nächsten liegenden offenen Sternhaufen.

Die Plejaden enthalten mehr als 3000 Sterne; der Haufen ist etwa 400 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von nur 13 Lichtjahren. Auf diesem Bild sind die blauen Reflexionsnebel sehr gut zu sehen, welche die helleren Haufensterne umgeben. Auch schwach leuchtende Braune Zwerge mit wenig Masse wurden in den Plejaden gefunden.

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Wald und Himmel

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Credit und Bildrechte: Vincent Jacques

Beschreibung: Diese Himmelslandschaft mit dunklen Silhouetten von Kiefern wurde am 11. November in Breil-sur-Roya in Südfrankreich aufgenommen. Auf der abendlichen Szenerie scheint ein Satellit durch die Zweige zu streifen, während der helle, runde, verschwommene Komet Holmes dahinter erscheint, nahe den Sternen der Konstellation Perseus. Mirfak, der Alpha-Stern von Perseus, ist der hellste Stern rechts oberhalb des Kometen. Nächsten Montag (19. November) wird Holmes nahe genug an Mirfak stehen, um den Stern durch die sich ausdehnende Koma dieses bemerkenswerten Kometen zu sehen. Aktuelle Messungen zeigen, dass die Staubkoma einen Durchmesser von etwa 1,4 Millionen Kilometern hat; damit ist sie sogar größer als die Sonne.

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Raketentreibstoff

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Credit und Bildrechte: Dave Kodama

Beschreibung: Dieses großartige Bild des Orion zeigt die jungen Sterne und die kosmischen Wolken aus Wasserstoff und Staub in dieser Konstellation. Diese Aufnahme vom 11. November, für die eine Filmkamera den Sternen nachgeführt wurde, wurde etwa 40 Minuten lang belichtet. Sie enthält den großen Orion-Nebel (nahe der Mitte), eine Kette sehr bekannter Nebel, die zu den drei Gürtelsternen des Orion hinaufführen, und den riesigen halbkreisförmigen Bogen, der als Barnards Loop bekannt ist und am unten rechts neben dem bläulichen Superriesenstern Rigel endet. Durch einen glücklichen Zufall zeichnete das Bild auch eine helle, kometenförmige Wolke auf, die nichts davon wusste, dass sie den Himmel mit den berühmten Sternen und Nebeln des Orion teilte. Diese geheimnisvolle Wolke, die auch von anderen Himmelsbeobachtern gesichtet wurde, entpuppte sich bald als Treibstoffausstoß einer Anbriebsrakete, die dazu verwendet wurde, um einen Satelliten im geostationären Orbit zu platzieren. Die Abgasfahne, die das Sonnenlicht reflektierte, begann an der westlichen Seite (rechts) des Sternfeldes und dehnte sich aus, während sie langsam nach Osten trieb und im Laufe dieser Langzeitbelichtung verblasste, wobei sie diesen keilförmigen Streifen bildete.

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