Orion und Plejaden in einer staubigen Umgebung

Das Bild zeigt viele sehr bekannte Himmelsobjekte, die man hier aber kaum erkennt, weil so viele Details abgebildet wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Fernández

Wie gut kennt ihr den Nachthimmel? Erkennt ihr auf einem sehr detailreichen Bild berühmte Objekte am Himmel? Hier ist ein Test: Die lang belichtete Aufnahme ist voller Filamente aus Staub und Gas. Sie sind normalerweise sehr blass. Findet ihr hier einige bekannte Wahrzeichen des Nachthimmels?

Das Bild zeigt den Sternhaufen der Plejaden, die Barnardschleife, den Orion-Nebel, Aldebaran, Beteigeuze, den Hexenkopfnebel, die Eridanus-Schleife und den Kalifornien-Nebel. Hier ist eine beschriftete Version, die beim Erkennen hilft.

Die Übung und das Erkennen vertrauter Sternbilder bei sehr dunklem Himmel sind aus einem ähnlichen Grund schwierig: Das Bildwerk des Nachthimmels hat eine extrem hohe verborgene Komplexität. Das Komposit zeigt einen Teil davon. Es ist ein 16-stündige Belichtung des Himmels bei dunklem Himmel über Granada in Spanien.

3. März: Totale Mondfinsternis (Verlauf in AT und DE)

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Der Schatten eines Marsroboters

Der Schatten des Marsrovers Opportunity fällt auf den Boden des Kraters Endurance auf dem Mars. Unten ragen seine Räder ins Bild. Um den Schatten der Kamera, die das Bild fotografierte, erkennt man den Oppositionseffekt.

Bildcredit: NASA, JPL, Mars Exploration Rover Mission (MER)

Wenn man auf dem Mars seinen Schatten sieht, und er ist nicht menschlich – dann stammt er vielleicht vom Rover Opportunity auf dem Mars. Opportunity erkundete den Roten Planeten von 2004 bis 2018. Dabei fand er Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickte atemberaubende Bilder durchs innere Sonnensystem.

Dieses Bild zeigt Opportunity im Jahr 2004. Er blickte in Gegenrichtung der Sonne zum Krater Endurance und sah seinen Schatten. Unten ragen links und rechts zwei Räder ins Bild. Hinter dem Boden des ungewöhnlichen Kraters ragen seine Wände auf.

2018 geriet der Rover in einen Staubsturm. Im Jahr 2019 beendete die NASA alle Versuche, Opportunity zu kontaktieren. Damit erklärte sie die bahnbrechende Mission, die ursprünglich für nur 92 Tage geplant war, für vollendet.

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Wiedersehen mit Miranda

Der Uranusmond Miranda ist von rauem Gelände überzogen, das viele Krater aufweist. Darunter liegen viele Gräben und Rillen.

Bildcredit: NASA, JPL, Voyager 2; Bearbeitung und Lizenz: Flickr: zelario12; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie sieht Miranda wirklich aus? Kürzlich wurden alte Bilder der NASA-Raumsonde Voyager 2 überarbeitet und kombiniert. So entstand dieses Bild, das den 500 Kilometer großen Uranusmond zeigt.

Ende der 1980er-Jahre flog die Raumsonde Voyager 2 an Uranus vorbei und kam dem Mond sehr nahe. Miranda ist von Kratern übersät, brüchig und hat ungewöhnliche Rillen. Benannt wurde er nach einer Figur in Shakespeares Stück „Der Sturm„. Nun entwickeln Planetenforschende anhand alter Daten und klarer Bilder neue Theorien, wie die Strukturen auf Mirandas rauer Oberfläche entstanden sind.

Eine führende Hypothese vermutet, dass es unter Mirandas eisiger Oberfläche einen weiten Ozean aus flüssigem Wasser gibt, der nun langsam zufriert. Dank der Erkenntnisse von Voyager 2 gilt Miranda nun als interessanter Ort für die Suche nach Wasser im Sonnensystem. Vielleicht gibt es dort sogar mikrobielles Leben. Damit steht Miranda nun in einer Reihe mit Europa, Titan und anderen eisigen Monden.

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Die aktive Region 4366 kreuzt die Sonne

Rechts neben der Mitte schmückt eine riesige Region mit dunklen Sonnenflecken die Sonne, während sie untergeht. Am Himmel sind orange gefärbte Wolken. Vor der Sonne sind kleine Silhouetten von Bäumen.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Korona

Die ungewöhnlich aktive Sonnenflecken-Region AR 4366 kreuzt die Sonne. Sie ist viel größer als die Erde. In den letzten zehn Tagen warf sie bereits mehrere mächtige Sonnenfackeln aus.

Dieses Bild entstand vor 5 Tagen. Darauf markieren große, dunkle Sonnenflecken rechts die Region. Die Sonne steht über einem Hügel in Zacatecas in Mexiko. AR 4366 ist bereits ein Kandidat für die aktivste Sonnenregion im ganzen 11-jährigen Sonnenzyklus.

Aktive Regionen auf der Sonne gehen häufig mit erhöhter Polarlichtaktivität auf der Erde einher. AR 4366 erreicht nun den Rand der Sonne und zeigt bald von der Erde weg. Das tut sie auch die ganze nächste Woche. Doch wir wissen nicht, ob die Aktive Region lang genug bestehen bleibt, während die Sonne rotiert, um in etwa zwei Wochen auf der anderen Seite wieder aufzutauchen.

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Weitwinkelaufnahme der Spiralgalaxie NGC 1512

Diese Spiralgalaxie wirkt etwas zottig und hat drei Ringe. Der innerste ist kaum erkennbar, der mittlere verbindet die Enden des zentralen Balkens, und der äußere wirkt etwas zottig. Außen herum verlaufen unregelmäßige, blau gesprenkelte Spiralarme.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Stern

Die meisten Galaxien haben keine Ringe. Warum hat diese Galaxie gleich drei? Zunächst läuft ein Ring nahe um das Zentrum von NGC 1512: Er ist der Kernring. Auf diesem Weitwinkelbild ist er kaum zu sehen. In diesem Ring strahlen neu entstandene Sterne.

Danach folgt ein rötlicher und blauer Ring aus Sternen und Staub. Man nennt ihn kontraintuitiv den „inneren Ring„. Er verbindet die Enden eines diffusen Zentralbalkens aus Sternen, der waagrecht über die Galaxie verläuft. Am weitesten außen ist eine zottige Struktur. Man könnte sie für einen spiralartigen äußeren Ring halten. Er ist von Haufen heller blauer Sterne übersät.

Man nimmt an, dass all diese Ringstrukturen durch die gravitativen Asymmetrien in NGC 1512 in einem langwierigen Prozess beeinflusst werden, den man als säkulare Evolution bezeichnet. Dieses Bild entstand letzten Monat mit einem Teleskop von Deep Sky Chile in Chile.

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NGC 2442: Galaxie im Fliegenden Fisch

Im Bild windet sich eine hakenförmige Galaxie mit sehr ausgeprägten Sternbildungsregionen. Außen herum sind Sterne und kleine Galaxien verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby

Die verzerrte Galaxie NGC 2442 liegt im südlichen Sternbild Fliegender Fisch (Piscis Volans). Sie ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Die beiden Spiralarme der Galaxie gehen von einem sehr markanten zentralen Balken aus. Sie verleihen ihr eine Erscheinung, die an einen Haken erinnert.

Das farbige Bild wurde mit Teleskop fotografiert und zeigt viele Details. Um die Galaxie herum sind Sterne verteilt, die im Vordergrund liegen. Das Bild zeigt auch die undurchsichtigen Staubbahnen in der fernen Galaxie. Junge, blaue Sternhaufen und rötliche Regionen mit Sternbildung umgeben einen Kern. Darin leuchtet eine ältere gelbliche Population an Sternen. Die Regionen mit Sternbildung konzentrieren sich anscheinend stärker in dem Spiralarm, der nach rechts oben herausgezogen ist.

Die verzerrte Struktur entstand wahrscheinlich durch eine enge Begegnung vor langer Zeit mit einer kleineren Galaxie, die liegt links oben außerhalb des Bildes liegt. In der Distanz von NGC 2442 ist dieses Teleskop-Sichtfeld breiter als 200.000 Lichtjahre.

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Juno zeigt Jupiters Wolken in hoher Auflösung

Am südlichen Ende von Jupiter zerfallen die typischen Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen, zu einem Gewirr komplexer Wirbel. Dazwischen sind auch weiße Ovale verteilt.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Thomas Thomopoulos

Wie komplex ist Jupiter? Die Jupiter-Mission Juno der NASA zeigt nach und nach, dass der jovianische Gigant komplexer ist als erwartet. Sie fand heraus, dass Jupiters Magnetfeld ganz anders ist als das einfache Dipolfeld der Erde. Es hat mehrere Pole, die zu einem komplexen Netzwerk verknotet sind. Es ist im Norden viel stärker verworren als im Süden. Außerdem zeigen Junos Radio-Messungen, dass Jupiters Atmosphäre Struktur besitzt, die weit unter die obere Wolkendecke reicht – Hunderte Kilometer in die Tiefe.

Jupiters neu entdeckte Komplexität ist auch in den südlichen Wolken augenfällig. Das zeigt dieses Bild vom letzten Monat. Die Textur und Farben wurden verstärkt. Hier zerfallen Zonen und Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen und am Äquator sehr markant sind, zu einem komplexen Gewirr aus stürmischen Wirbeln. Diese sind so groß wie Kontinente.

Juno zieht weiterhin ihre schleifenförmigen elliptischen Bahnen. Sie saust jeden Monat nahe am riesigen Planeten vorbei. Bei jedem Umlauf erforscht sie einen leicht verschobenen Sektor.

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Andromeda und Koboldblitze über Australien

Hinter einem Affenbrotbaum tobt ein Gewitter, man sieht sein Leuchten hinter einer Wolke am Horizont. Rechts über dem Baum zuckt ein riesiger Roter Kobold, links daneben leuchtet die Andromedagalaxie M31. Der Himmel darüber ist sternklar.

Bildcredit und Bildrechte: JJ Rao

Was passiert über diesem Baum? Zwei Dinge im Bild sind ganz verschieden. Links ist die Andromedagalaxie. Sie ist älter als die Menschheit und bleibt noch Milliarden Jahre bestehen. Andromeda (M31) ist ähnlich groß wie unsere Galaxis, die Milchstraße, und hat auch eine ähnliche Form.

Rechts ist ein Roter Kobold. Das ist eine Art von Blitzen, die nur den Bruchteil einer Sekunde existieren. Sie treten über mächtigen Gewittern auf. Erst vor 35 Jahren erkannte man Rote Kobolde als echtes Phänomen in der Atmosphäre.

Der Baum in der Mitte ist eine Art Affenbrotbaum (Adansonia gregorii). Er kann bis zu tausend Jahre alt werden. Natürliche Vorkommen der Adansonia gregorii sind Australien und Afrika. Sie können große Mengen Wasser speichern, nämlich bis zu 100.000 Liter. Dieses Bild entstand letzten Monat in der Nähe von Derby in Westaustralien.

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