Messier 2

Eine zur Mitte konzentrierte, kugelförmige Wolke aus unzähligen einzelnen Sternen.
Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble und NASA, G. Piotto et al.

Dieser riesige Sternhaufen ist nach dem Krebsnebel der zweite Eintrag in Charles Messiers Katalog. Der Astronom stellte im 18. Jahrhundert eine berühmte Liste von Himmelsobjekten auf, die keine Kometen sind. M2 ist einer der größten Kugelsternhaufen. Wie wir heute wissen, tummeln sich diese im Halo unserer Milchstraße.

Messier beschrieb M2 ursprünglich als Nebel ohne Sterne. Doch dieses atemberaubende Bild von Hubble zeigt einzelne Sterne im Zentrum des Haufens. Es ist rund 40 Lichtjahre groß. Insgesamt enthält er fast 150.000 Sterne, die sich in einem Durchmesser von rund 175 Lichtjahren befinden.

Der uralte Bewohner der Milchstraße befindet sich im Sternbild Wassermann und ist rund 55.000 Lichtjahre entfernt. Er trägt die Katalogbezeichnung NGC 7089 und ist 13 Milliarden Jahre alt. Kürzlich stellte sich heraus, dass zu Messier 2 ein ausgedehnter Strom aus Sternen gehört. Dieser ist ein Hinweis auf eine Störung durch Gezeitenkräfte in der Vergangenheit.

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Das Nebelreich von WR 134

Mitten in orange-roten Nebelschwaden leuchtet ein fragmentarischer runder blauer Nebel um den Wolf-Rayet-Stern 134.
Bildcredit und Bildrechte: Luigi Morrone

Der kosmische Schnappschuss zeigt ein Gebiet im Sternbild Schwan. Der Ausschnitt ist am Himmel doppelt so groß wie der Vollmond. Das Foto entstand mit Schmalbandfiltern. Es betont die Grenze des ringförmigen Nebels aus ionisiertem Wasserstoff und Sauerstoff.

In den weiten interstellaren Wolken liegen komplexe, gebogene Strukturen. Es ist Material, das der Sternenwind des Wolf-Rayet-Sterns WR 134 formte. WR 134 ist der hellste Stern mitten im Bild. Er ist ungefähr 6000 Lichtjahre von uns entfernt. Das bedeutet, dass der Bildausschnitt etwa 100 Lichtjahre breit ist.

Wolf-Rayet-Sterne verströmen besonders starke Sternwinde. Sie stoßen ihre äußersten Hüllen komplett ab. Wenn ihr Material für Kernfusion aufgebraucht ist, enden diese Sterne mit spektakulären Supernova-Explosionen. Ihre Sternwinde und das Material, das sie bei der finalen Supernova ausstoßen, reichern das Gas zwischen den Sternen mit schweren Elementen an. Dieses Gas bildet neue Generationen von Sternen.

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Kollision von Galaxienhaufen

Vor dem dunklen Hintergrund schimmern Galaxien als verschwommene weiße Punkte. Eine leuchtend blaue Spirale breitet sich von der Mitte her aus.

Bildcredit: Röntgen: NASA/CXC/CfA/C. Watson et al.; Optisch: PanSTARRS; Bildbearbeitung: NASA/CXC/SAO/N. Wolk und P. Edmonds; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese prächtige Spiralstruktur leuchtet im Röntgenlicht. Sie ist ungefähr 20-mal so groß wie unsere Galaxie. Die Struktur ist Teil des Galaxienhaufens Abell 2029 und befindet sich in einer Entfernung von einer Milliarde Lichtjahren.

Galaxienhaufen sind die größten Strukturen im Universum, die durch Gravitation gebunden sind. So besteht auch Abell 2029 aus Tausenden von Galaxien. Sie sind in eine große Wolke aus heißem Gas eingebettet – sowie Dunkler Materie, die eine Masse von insgesamt mehreren Billionen Sonnenmassen hat. Sie ist für die meiste Masse verantwortlich. (Übrigens: Die Galaxien sieht man, wenn man den Mauszeiger über das Bild schiebt oder diesem Link folgt!)

Die hell leuchtende Spirale im Bild ist das heiße Gas im Galaxienhaufen. Es besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium. Seine Temperatur beträgt mehrere Millionen Grad Celsius. Diese Struktur wurde kürzlich untersucht. Dazu wertete man Röntgen-Daten des NASA-Teleskops Chandra aus. Es zeigte sich, dass Abell 2029 vor etwa 4 Milliarden Jahren mit einem kleinen Galaxienhaufen kollidierte. Diese Kollision beeinflusste das Schwerefeld, sodass sich das Gas im Haufen hin und her bewegte. So entstand die spiralförmige Struktur.

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Der dunkle Wolf-Nebel

Vor einer rot leuchtenden Wolke zeichnet sich eine dunkle Form ab, die an einen Wolf erinnert. Solche dunklen Wolken sind Orte, an denen neue Sterne entstehen.
Bildcredit und Bildrechte: William Vrbasso; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Ein dunkler Wolf liegt im Gum. Nein, das ist kein Rätsel! Das heutige Bild zeigt den dunklen Wolf-Nebel, der auch Sandqvist–Lindroos 17 heißt. Er ist eine gruselige Staubwolke im Nebel Gum 55 (RCW 113), der im Sternbild Skorpion liegt.

Staub ist für uns eine Plage. Doch er spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, eine Umgebung zu schaffen, in der Sterne entstehen können. Der dunkle Wolf absorbiert das intensive ultraviolette und sichtbare Licht, das die jungen Sterne in Gum 55 abstrahlen. Später gibt er es in Form von längeren, vorwiegend infraroten Wellenlängen wieder ab. Das verhindert, dass Licht mit höherer Energie das Gas in der Region erwärmt.

Wenn eine Region aus Gas kühl genug ist, nimmt die Schwerkraft überhand. Das führt dazu, dass Gas zu einem Stern kollabiert. Nicht nur verhält sich Staub wie ein interstellarer Thermostat, er ist auch der Ort, an dem einzelne Wasserstoffatome molekularen Wasserstoff bilden. Diese Moleküle aus Wasserstoff sind die Bausteine der Sterne. Der scheinbar sinistre dunkle Wolf ist also ein Bote einer künftigen kosmische Existenz.

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NGC 2170: Der Engelnebel

Der Nebel im Bild erinnert an einen Engel. Er besteht aus Gas und Staub, das teils selbst leuchtet, teils dunkel ist oder das Licht von Sternen reflektiert.
Bildcredit und Bildrechte: Jason Marriott

Ist das ein Gemälde oder ein Foto? Diese himmlische abstrakte Kunst ist wie mit einem kosmischen Pinsel gemalt. Der staubige Nebel ist als NGC 2170 katalogisiert. Man nennt ihn auch Engelnebel. Er leuchtet rechts über der Bildmitte und reflektiert das Licht der heißen Sterne in der Nähe. Bläuliche Reflexionsnebel, rötliche Emissonsregionen, dunkle Absorptionsnebel und ein Hintergrund aus bunten Sternen begleitet NGC 2170.

Abstrakte Maler wählen oft gewöhnliche Gegenstände im Haushalt. Auch Wolken aus Gas, Staub und heißen Sternen wie in dieser Szenerie kommen zusammen vor. Sie gehören zu einer riesigen Wolke mit Sternbildung im Sternbild des Einhorns (Monoceros). Die gigantische Molekülwolke Mon R2 ist nur etwa 2400 Lichtjahre von uns entfernt. In dieser Distanz wäre die Leinwand über 60 Lichtjahre groß.

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NGC 3169 ergründen

Das Galaxienpaar NGC 3169 und NGC 3166 wechselwirkt miteinander durch Gravitation.
Bildcredit und Bildrechte: Simone Curzi und das ShaRA-Team

Die Spiralgalaxie NGC 3169 (links) wirkt, als würde sie sich wie ein kosmisches Garnknäuel entwirren. Sie ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt südlich des hellen Sterns Regulus im lichtschwachen Sternbild Sextant.

Die Gezeiten zerren an den eng gewundenen Spiralarmen. So entstehen die weit geschwungenen Schweife. Denn NGC 3169 und ihre Nachbarin NGC 3166 wechselwirken miteinander durch Gravitation. Auf lange Sicht verschmelzen sie zu einer einzigen Galaxie. So ein Schicksal ist im lokalen Universum sogar bei hellen Galaxien üblich. Das farbige Gruppenfoto zeigt lang gezogene Sternbögen. Sie sind klare Zeichen für eine Wechselwirkung durch Gravitation.

Der Bildausschnitt im Teleskop ist etwa 20 Bogenminuten breit. Bei der geschätzten Entfernung der Gruppe entspricht dies einer Breite von etwa 400.000 Lichtjahren. Rechts im Bild leuchtet zudem die kleinere, bläuliche Galaxie NGC 3165. NGC 3169 leuchtet nicht nur im sichtbaren Licht. Sie strahlt im ganzen Spektrum, von Radiowellen bis hin zu Röntgenstrahlen. In ihrem aktiven galaktischen Kern (AGN) lauert ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

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NGC 1300, eine Balkenspiralgalaxie

Die Galaxie NGC 1300 füllt das ganze Bild. Wir sehen sie frontal von oben, wie hat eine ovale Form. In der Mitte läuft ein breiter gelber Balken mit einer kleinen Spirale in der Mitte, der von rötlich-braunen Fasern überzogen ist. Außen winden sich zwei markante blaue Spiralarme, die rosa gesprenkelt sind.
Bildcredit: NASA ESA, Hubble-Kulturerbe

Mitten durch diese Spiralgalaxie geht ein Balken. In seinem Zentrum ist eine kleinere Spirale, die ein sehr massereiches Schwarzes Loch enthält. Das alles spielt sich in einer Balkenspirale ab, die als NGC 1300 katalogisiert ist. Sie ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild des Flusses Eridanus.

Das Komposit der schönen Sterninsel entstand aus Hubble-Aufnahmen. Es ist eines der detailreichsten Bilder, die das Weltraumteleskop je von einer ganzen Galaxie machte. NGC 1300 ist mehr als 100.000 Lichtjahre breit. Das Hubble-Bild zeigt viele Details im breiten Zentralbalken der Galaxie und in den Spiralarmen. Wie der riesige Balken entstanden ist, wie er seine Form behält und wie er die Entstehung von Sternen beeinflusst, bleibt wird weiterhin erforscht.

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Polarlichter verzaubern den Himmel

Über der Erde winden sich ströme aus leuchtend grünem Polarlicht. Nach oben steigen grüne und rote Spitzen auf. Die Erde darunter ist zart beleuchtet. Der orangefarbene Rand über der Erde stammt von Luftleuchten.
Bildcredit: Jack Fischer, Expedition 52, NASA

Wie Salsa Verde auf einem Burrito überzieht ein grünes Polarlicht den Himmel. Das Bild entstand am 25. Juni 2017 auf der Internationalen Raumstation ISS. Die Station kreist ca. 400 km über der Erde. Dort befindet sie sich im oberen Bereich der Polarlichter.

Polarlichter leuchten in den typischen Farben, wenn Moleküle und Atome, die mit geringer Dichte verteilt sind, in extremer Höhe angeregt werden. Das Leuchten von atomarem Sauerstoff bestimmt das Bild. Tiefer unten leuchtet der Sauerstoff faszinierend grün. Rötliche Streifen, die man seltener sieht, steigen über dem Horizont der Raumstation auf.

Die Aufnahme entstand, als die Raumstation über einen Punkt südöstlich von Australien flog. Die Sterne rechts über dem Horizont gehören zum Sternbild Canis Major, Orions großem Hund. Sirius ist der hellste Stern im Großen Hund. Er strahlt knapp über dem Horizont der Erde.

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