Spitzers Orion

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech

Beschreibung: Nur wenige kosmische Aussichten regen die Fantasie so an wie der Orionnebel, ein riesiges, etwa 1500 Lichtjahre entferntes Sternbildungsgebiet. Dieses Infrarotbild des Weltraumteleskops Spitzer zeigt etwa 40 Lichtjahre dieser Region und wurde aus Daten erstellt, welche die Helligkeit junger Sterne im Nebel erfassen sollten, von denen viele noch von staubigen, Planeten bildenden Scheiben umgeben sind.

Orions junge Sterne sind nur etwa eine Million Jahre alt, das Alter der Sonne beträgt im Vergleich dazu 4,6 Milliarden Jahre. Die heißesten Sterne der Region befinden sich im Trapezhaufen, dieser ist der hellste Haufen nahe der Bildmitte.

Spitzer wurde am 25. August 2003 in eine Umlaufbahn um die Sonne gestartet. Das Kühlmittel des Teleskops – flüssiges Helium – ging im Mai 2009 zur Neige. Das Infrarot-Weltraumteleskop wird jedoch weiter betrieben, das Ende seiner Mission ist für 30. Januar 2020 vorgesehen. Diese Falschfarbenansicht wurde 2010 in zwei Kanälen aufgenommen, die trotz Spitzers wärmerer Betriebstemperatur immer noch für Infrarotlicht empfindlich sind.

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NGC 7129 und NGC 7142

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Bildcredit und Bildrechte: Steve Cannistra (StarryWonders)

Beschreibung: Dieses Weitwinkel-Teleskopbild blickt zum Sternbild Kepheus und auf eine faszinierende visuelle Paarbildung aus dem staubigen Reflexionsnebel NGC 7129 (rechts) und dem offenen Sternhaufen NGC 7142. Die beiden sind am Himmel nur einen halben Grad voneinander getrennt, doch ihre tatsächlichen Entfernungen sind ziemlich unterschiedlich. Der staubige Nebel NGC 7129 im Vordergrund ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt, der offene Haufen NGC 7142 wahrscheinlich mehr als 6000 Lichtjahre.

Allgegenwärtige klumpige Staubwolken im Vordergrund in dieser Region röten das Licht von NGC 7142 und erschweren die astronomische Erforschung des Haufens. Dennoch gilt NGC 7142 als älterer offener Sternhaufen, während die hellen Sterne, die in NGC 7129 eingebettet sind, vielleicht wenige Millionen Jahre jung sind. Die verräterischen rötlichen Sichelformen um NGC 7129 gehen mit energiereichen Strahlen einher, die von neu entstandenen Sternen ausströmen.

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M27 ist kein Komet

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Bildcredit und Bildrechte: Bob Franke

Beschreibung: Auf der Suche nach Kometen am Himmel über dem Frankreich des 18. Jahrhunderts führte der Astronom Charles Messier sorgfältig eine Liste an Dingen, die er fand, und die eindeutig keine Kometen waren. Dieses Objekt ist die Nummer 27 auf seiner inzwischen berühmten Kein-Komet-Liste. Astronomen des 21. Jahrhunderts würden darin einen planetarischen Nebel erkennen, doch es ist auch kein Planet, obwohl er in einem kleinen Teleskop rund und planetenähnlich aussieht.

Messier 27 (M27) ist ein ausgezeichnetes Beispiel eines gasförmigen Emissionsnebels, der entsteht, wenn im Kern eines sonnenähnlichen Sterns der Nuklearbrennstoff zur Neige geht. Der Nebel entsteht, wenn die äußeren Hüllen des Sterns in den Raum ausgestoßen werden. Dabei entsteht ein visuelles Leuchten, indem seine Atome durch das intensive, aber unsichtbare Ultraviolettlicht des sterbenden Sterns angeregt werden.

Die schöne, symmetrische interstellare Gaswolke ist unter dem beliebten Namen Hantelnebel bekannt. Dieser ist größer als 2,5 Lichtjahre und liegt ungefähr 1200 Lichtjahre entfernt im Sternbild Fuchs. Dieses eindrucksvolle Farbkomposit betont Details der gut erforschten Zentralregion sowie blassere, selten abgebildete Strukturen im äußeren Hof des Nebels. Das Bild verwendet Breit- und Schmalbanddaten, die mit Filtern aufgenommen wurden, welche für die Emissionen von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen durchlässig sind.

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Nahaufnahme von Messier 61

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, ESO, Amateurdaten; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler und Roberto Colombari

Beschreibung: Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble, der Europäischen Südsternwarte und kleiner Teleskope auf dem Planeten Erde wurden zu diesem prächtigen Porträt der von oben sichtbaren Spiralgalaxie Messier 61 (M61) kombiniert.

M61 liegt ungefähr 55 Millionen Lichtjahre entfernt im Virgo-Galaxienhaufen und ist auch als NGC 4303 bekannt. Man hält sie für ein Beispiel einer Balkenspiralgalaxie, ähnlich wie unsere Milchstraße. Wie viele Spiralgalaxien besitzt M61 ausladende Spiralarme, kosmische Staubbahnen, rötliche Sternbildungsregionen und junge blaue Sternhaufen. Der helle galaktische Kern ist auf dieser 50.000 Lichtjahre großen Nahaufnahme nach links versetzt.

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Dunkler Staub und bunte Wolken bei Antares

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Bildcredit: David McGarvey

Beschreibung: Warum ist der Himmel in der Nähe von Antares und Rho Ophiuchi so staubhaltig und doch so farbenprächtig? Die Farben stammen von einer Mischung aus Objekten und Prozessen.

Feiner Staub, den Sternenlicht von vorne beleuchtet, bildet blaue Reflexionsnebel. Gasförmige Wolken, deren Atome durch ultraviolettes Sternenlicht angeregt werden, erzeugen rötliche Emissionsnebel. Von hinten beleuchtete Staubwolken blockieren Sternenlicht und erscheinen daher dunkel. Antares, ein roter Überriese und einer der helleren Sterne am Nachthimmel, beleuchtet die gelb-roten Wolken links unten im Bild. Rho Ophiuchi liegt oben in der Mitte des blauen Nebels. Der ferne Kugelsternhaufen M4 ist rechts neben Antares zu sehen.

Diese Sternwolken sind viel farbenprächtiger, als Menschen sie sehen können, sie strahlen Licht im gesamten elektromagnetischen Spektrum ab.

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NGC 2170: Engelnebel-Stillleben

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Lozano de Haro

Beschreibung: Ist das ein Gemälde oder eine Fotografie? Auf diesem klassischen himmlischen Stillleben, das von einem kosmischen Pinsel geschaffen wurde, leuchtet der staubige Nebel NGC 2170 nahe der Bildmitte, er ist auch als Engelnebel bekannt. Neben NGC 2170, der das Licht naher heißer Sterne reflektiert, gibt es weitere bläuliche Reflexionsnebel, eine rote Emissionsregion, vielen dunkle Absorptionsnebel und eine Kulisse aus farbenprächtigen Sternen.

Wie gewöhnliche Haushaltsgeräte, welche die Malerinnen von Stillleben häufig für ihre Motive wählen, sind auch die hier abgebildeten Wolken aus Gas, Staub und heißen Sternen häufig in so einer Umgebung anzutreffen – einer massereichen, Sterne bildenden Molekülwolke im Sternbild Einhorn (Monoceros). Die riesige Molekülwolke Mon R2 ist beeindruckend nahe, schätzungsweise nur ungefähr 2400 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung wäre die Leinwand breiter als 60 Lichtjahre.

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Die Erde verlassen


Videocredit: NASA/JHU Applied Physics Lab/Carnegie Inst. Washington

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man den Planeten Erde verlässt? So ein Ereignis wurde von der Raumsonde MESSENGER visuell detailreich dokumentiert, als sie vor vielen Jahren auf ihrem Weg zum Planeten Merkur zur Erde zurückkehrte und daran vorbeischwang.

Dieses Zeitraffervideo zeigt, wie die Erde rotiert, während sie sich entfernt. Die sonnenbeleuchtete Hälfte der Erde ist so hell, dass man keine Hintergrundsterne sieht. Die Roboter-Raumsonde MESSENGER war im Orbit um Merkur und vollendete die erste vollständige Karte der Oberfläche. Dabei blickte MESSENGER wieder zu seiner Heimatwelt zurück.

MESSENGER ist eines der wenigen Dinge, die auf der Erde gebaut wurden, diese verließen und niemals zurückkehren – am Ende seiner Mission stürzte die Raumsonde auf die Merkuroberfläche.

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Millionen Sterne in Omega Centauri

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Bildcredit und Bildrechte: Michael Miller, Jimmy Walker

Beschreibung: Der Kugelsternhaufen Omega Centauri ist etwa 15.000 Lichtjahre entfernt und auch als NGC 5139 bekannt. In dem Haufen sind ungefähr 10 Millionen Sterne, alle viel älter als die Sonne, in ein Volumen mit einem Durchmesser von 150 Lichtjahren gepackt.

Omega Centauri ist der größte und hellste von etwa 200 bekannten Kugelsternhaufen, die den Hof unserer Galaxis durchstreifen. Die meisten Sternhaufen bestehen aus Sternen von gleichem Alter und gleicher Zusammensetzung, doch der rätselhafte Omega Cen weist unterschiedliche Sternpopulationen auf sowie eine Bandbreite an Altersgruppen und chemischen Zusammensetzungen. Omega Cen könnte der verbliebene Kern einer kleinen Galaxie sein, die mit der Milchstraße verschmolzen ist.

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NGC 1499: Der Kaliforniennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Sara Wager

Beschreibung: Diese kosmische Wolke, die durch den Orion-Arm der Milchstraßen-Spiralgalaxie treibt, spiegelt zufällig den Umriss von Kalifornien an der Westküste der Vereinigten Staaten wider. Unsere Sonne liegt ebenfalls im Orion-Arm der Milchstraße und ist nur etwa 1500 Lichtjahre vom Kaliforniennebel entfernt.

Dieser klassische Emissionsnebel ist ungefähr 100 Lichtjahre lang und auch als NGC 1499 bekannt. Der Kaliforniennebel leuchtet im verräterischen rötlichen Licht, das charakteristisch ist für Wasserstoffatome, die mit verloren gegangenen Elektronen rekombinieren. Die Elektronen wurden von energiereichem Sternenlicht ionisiert und weggerissen. Sehr wahrscheinlich liefert der helle, heiße, bläuliche Stern Xi Persei rechts neben dem Nebel das energiereiche Sternenlicht, das einen Großteil des Nebelgases ionisiert.

Der Nebel ist ein beliebtes Ziel für Astrofotografen. Das detailreiche Bild des Kaliforniennebels ist ein Mosaik aus 6 Teleskopbildern, das ein Weitwinkelfeld abdeckt. Der Nebel liegt im Sternbild Perseus, nicht weit von den Plejaden entfernt.

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Die nahe Spiralgalaxie NGC 4945

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Die große Spiralgalaxie NGC 4945 in der Mitte dieses kosmischen Galaxienporträts ist fast genau von der Kante sichtbar. Sie ist sogar fast gleich groß wie unsere Galaxis, die Milchstraße.

Auf diesem scharfen, farbigen Teleskopbild treten die staubige Scheibe von NGC 4945, junge blaue Sternhaufen und rosarote Sternbildungsregionen markant hervor. NGC 4945 liegt etwa 13 Millionen Lichtjahre entfernt im ausgedehnten südlichen Sternbild Zentaur. Sie ist nur etwa sechsmal weiter entfernt als die Andromedagalaxie, jene große Spiralgalaxie, die der Milchstraße am nächsten liegt.

Obwohl der Zentralbereich dieser Galaxie für optische Teleskope großteils vor direkter Sicht verborgen ist, liefern Röntgen- und Infrarotbeobachtungen Hinweise auf ein beträchtliches Ausmaß an sehr energiereicher Strahlung und Sternbildung im Kern von NGC 4945. Der undurchsichtige, aber aktive Kern macht dieses prächtige Inseluniversum zu einer Seyfertgalaxie und enthält ein zentrales, sehr massereiches Schwarzes Loch.

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Der Orion, den man fast sehen kann

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Bildcredit und Bildrechte: John Gleason und Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Erkennen Sie dieses Sternbild? Dies ist zwar eine der bekanntesten Sternengruppen am Himmel, allerdings ein vollerer Orion als der, den man sieht – ein Orion, der sich nur bei Langzeitbelichtung mit Digitalkamera und Nachbearbeitung zeigt.

Der kühle Rote Riese Beteigeuze – der hellste Stern links unten – hat hier einen markanten Orange-Ton. Orion besitzt viele heiße, blaue Sterne. Der Überriese Rigel rechts oben bildet das Gegengewicht zu Beteigeuze und Bellatrix links oben. In Orions Gürtel stehen drei Sterne in einer Reihe, sie alle sind ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und in den gut untersuchten interstellaren Wolken des Sternbildes entstanden. Rechts neben Orions Gürtel leuchtet ein heller, verschwommener Fleck, der vielleicht ebenfalls vertraut ist – das Sternbildungsgebiet des Orionnebels.

Die mit bloßem Auge kaum sichtbare Barnardschleife ist hier ziemlich markant – ein riesiger, gasförmiger Emissionsnebel um Orionnebel und -gürtel, der vor mehr als 100 Jahren von E. E. Barnard, einem Pionier der Astrofotografie, entdeckt wurde.

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