Schatten eines Marsroboters

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Bildcredit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Beschreibung: Was ist, wenn Sie Ihren Schatten auf dem Mars sehen, und er ist nicht menschlich? Dann sind Sie vielleicht der Rover Opportunity auf dem Mars. Opportunity erforschte 2004 bis 2018 den Roten Planeten, fand Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickte atemberaubende Bilder durch das innere Sonnensystem. Auf diesem Bild aus dem Jahr 2004 blickt Opportunity von der Sonne weg in den Krater Endurance und sieht seinen eigenen Schatten. Zwei Räder sind unten links und rechts zu sehen, während der Boden und die Wände des ungewöhnlichen Kraters im Hintergrund sichtbar sind.

Nachdem Opportunity 2018 von einem Staubsturm erwischt wurde, beendete die NASA letzte Woche ihre Versuche, Opportunity zu kontaktieren, und erklärte die bahnbrechende Mission, die ursprünglich für nur 92 Tage geplant war, für vollendet.

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NGC 2359: Thors Helm

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Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: NGC 2359 ist eine helmförmige kosmische Wolke mit flügelähnlichen Fortsätzen, die landläufig Thors Helm genannt wird. Thors Helm ist von heroischer Größe, selbst für eine nordische Gottheit, er ist etwa 30 Lichtjahre groß.

Eigentlich ist der Helm eine interstellare Blase, die entsteht, indem der schnelle Wind eines hellen, massereichen Sterns nahe dem Zentrum der Blase eine Region in der umgebenden Molekülwolke aufbläht. Der Zentralstern ist bekanntlich ein Wolf-Rayet-Stern – ein extrem heißer Riese, der sich vermutlich in einem kurzen Entwicklungsstadium vor einer Supernova befindet. NGC 2359 liegt ungefähr 15.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Großer Hund.

Das bemerkenswert detailreiche Bild ist ein Gemisch an Daten, die mit Breitband- und Schmalbandfiltern gewonnen wurden, um das natürliche Aussehen der Sterne und das Leuchten der faserartigen Strukturen im Nebel abzubilden. Es betont die blaugrüne Farbe der starken Emissionen von Sauerstoffatomen im leuchtenden Gas.

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Opportunity im Tal der Beharrlichkeit

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Kenneth Kremer, Marco Di Lorenzo

Beschreibung: Opportunity erreichte bereits im Juni 2018 das Tal der Beharrlichkeit. Seine Sicht wurde als koloriertes Mosaik aus Bildern rekonstruiert, die mit der Navcam des Mars Exploration Rovers fotografiert wurden. „Tal der Beharrlichkeit“ ist ein passender Name für diesen Ort.

Opportunity wurde für eine 90 Tage dauernde Mission konstruiert, reiste aber nach seiner Landung im Januar 2004 im Krater Eagle mehr als 5000 Sols (Sonnentage auf dem Mars) auf dem Mars. Seine abenteuerliche Forschungsreise umfasste eine Gesamtstrecke von mehr als 45 Kilometern der Marslandschaft und fand hier ein Ende. Am 10. Juni 2018 kam die letzte Übertragung des solarbetriebenen Fahrzeugs, als ein Staubsturm den Roten Planeten einhüllte. Der Sturm legte sich zwar inzwischen, doch alle Versuche, Opportunity im Laufe von acht Monaten zu kontaktieren, waren erfolglos, und seine bahnbrechende Mission endete nach fast 15 Jahren, in denen er die Marsoberfläche erforschte.

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Familienporträt des Sonnensystems

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Bildcredit: Voyager-Projekt, NASA

Beschreibung: Die Raumsonde Voyager 1 blickte am Valentinstag 1990, als sie 6,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt war, ein letztes Mal zurück, um dieses allererste Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das vollständige Porträit ist ein Mosaik aus 60 Einzelbildern, die an einem Aussichtspunkt fotografiert wurden, der 32 Grad über der Ebene der Ekliptik lag.

Die Einzelbilder von Voyagers Weitwinkelkamera tasten links das innere Sonnensystem ab und schaffen eine Verbindung nach rechts zum Gasriesen Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind mit Buchstaben markiert, die Sonne ist der helle Punkt nahe der Mitte des Bilderbogens. Die eingefügten Bildfelder für jeden Planeten stammen von Voyagers Telekamera. Merkur, der zu nahe an der Sonne steht, um ihn aufzuspüren, ist auf diesem Porträit unsichtbar, ebenso der Mars, der leider hinter Sonnenlicht verborgen ist, das ins optische System der Kamera gestreut wurde. Die Postition des kleinen, blassen Pluto, der damals der Sonne näher stand als Neptun, wurde nicht einbezogen.

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Der Helixnebel in Wasserstoff und Sauerstoff

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Bildcredit und Bildrechte: Andrew Campbell

Beschreibung: Starrt der Helixnebel Sie an? Nein, nicht in einem biologischen Sinn, aber er sieht einem Auge ziemlich ähnlich. Der Helixnebel heißt so, weil er so aussieht, als würde man die Achse einer Spirale entlangblicken. Inzwischen ist bekannt, dass er eine überraschend komplexe Geometrie hat, unter anderem mit sternförmigen Fasern und ausgedehnten äußeren Schlingen.

Der Helixnebel (alias NGC 7293) ist einer der hellsten und nächstliegenden planetarischen Nebel – das ist eine Gaswolke, die am Lebensende eines sonnenähnlichen Sterns gebildet wird. Der verbleibende zentrale Sternkern, dessen Schicksal es ist, als weißer Zwergstern zu enden, strahlt so energiereiches Licht ab, dass dieses das zuvor abgestoßene Gas zum Leuchten bringt.

Dieses Bild wurde in Licht aufgenommen, das von Sauerstoff (blau dargestellt) und Wasserstoff (rot) abgestrahlt wird. Es kombiniert Fotos mit einer Gesamtbelichtungszeit von 74 Stunden, die im Laufe von drei Monaten mit einem kleinen Teleskop in einem Hinterhof in der Vorstadt von Melbourne (Australien) aufgenommen wurden. Eine Nahaufnahme vom inneren Rand des Helixnebels zeigt komplexe Gasknoten, deren Ursprung unbekannt ist.

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Flugzeug überquert Sichelmond

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Bildcredit und Bildrechte: Olivier Staiger (Binounistan.com)

Beschreibung: Nein, das ist keine gute Möglichkeit, um zum Mond zu gelangen. Was man hier sieht, ist eine zufällige Überlagerung eines Flugzeugs mit dem Mond. Der Kondensstreifen wäre normalerweise weiß, doch die große Menge Luft in Richtung der untergehenden Sonne streut bevorzugt blaues Licht, was dem reflektierenden Streifen eine hellrote Farbe verleiht.

In weiter Ferne hinter dem Flugzeug steht ein Sichelmond, der ebenfalls leicht gerötet ist. Dieses Bild wurde vor einem Monat kurz nach Sonnenuntergang in Valais in der Schweiz fotografiert, zu dieser Zeit befanden sowohl die Flugzeuge als auch ihre Kondensstreifen am Himmel noch im Sonnenlicht. Leider endete die spontane Himmelsschau innerhalb von Minuten. Das Flugzeug überquerte den Mond und verließ das Sichtfeld. Der Mond ging unter. Der Kondensstreifen wurde dunkel und löste sich dann auf.

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Neue Daten: Ultima Thule ist überraschend flach

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Illustrationscredit: NASA, JHU’s APL, SwRI

Beschreibung: Ultima Thule ist nicht das Objekt, für das es die Menschheit letzten Monat gehalten hat. Als die Roboter-Raumsonde New Horizons Anfang Januar an dem fernen Asteroiden Ultima Thule (offiziell 2014 MU69) vorbeisauste, zeigten frühe Bilder zwei runde Lappen. Als man diese auf einfachstem Weg in ein 3D-Modell umrechnete, hielt man sie für annähernd kugelförmig.

Analysen der neuen zurückgeschickten Bilder – darunter vieler, die kurz nach der größten Annäherung aufgenommen wurden – zeigen jedoch, wie bedeckte Sterne früher als erwartet wieder auftauchen. Die einzige mögliche Erklärung ist, dass dieses 30 Kilometer lange Kuipergürtelobjekt eine andere dreidimensionale Form hat, als man noch vor wenigen Wochen dachte. Wie insbesondere diese Illustration zeigt, scheint es nun, dass der größere Lappen – Ultima – eher einem flaumigen Pfannkuchen gleicht als einer Kugel, der kleinere Lappen – Thule – sieht wie eine verbeulte Walnuss aus. Die gestrichelten blauen Linien zeigen die verbleibende Unsicherheit betreffend der Umrisse.

Die neue Forminformation lässt vermuten, dass Gravitation, die massereichere Körper zu Kugeln formt, beim Anlegen der Lappen von Ultima Thule vielleicht eine geringere Rolle spielte, als man zuvor dachte. Die Raumsonde New Horizons flog weiter zu Ultima Thule, nachdem sie Mitte 2015 Pluto passiert hatte. Immer noch werden neue Daten und Bilder empfangen.

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Enthüllte Venus

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Bildcredit: Venus (links): NASA, JPL, Magellan-Projekt; Erde (rechts): NASA, Apollo 17

Beschreibung: Wie sieht die Venus unter ihren dicken Wolken aus? Diese Wolken verbergen die Oberfläche des Planeten sogar vor den mächtigsten Teleskopaugen der Astronomen auf der Erde. Doch in den frühen 1990er Jahren lüftete die Raumsonde Magellan der NASA in einer Umlaufbahn um die Venus den Schleier der Venusoberfläche mit Radarbeobachtungen und erstellte eindrucksvoll hoch aufgelöste Bilder der Planetenoberfläche.

Die Farben dieses Bildes, das computergestützt aus Magellan-Radardaten erstellt wurde, basieren auf Farbbildern der Venusoberfläche, die von den sowjetischen Landesonden Venera 13 und 14 übermittelt wurden. Das helle Gebiet, das etwa in der Mitte verläuft, ist das größte Hochlandgebiet der Venus, bekannt als Aphrodite Terra. Die Venus auf der linken Seite ist etwa gleich groß wie unsere Erde, die zum Vergleich rechts abgebildet ist.

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Komet Iwamoto und die Sombrerogalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Ian Griffin (Otago Museum)

Beschreibung: Komet Iwamoto (C/2018 Y1, in diesem Teleskopsichtfeld links oben) stellt eine hübsche grünliche Koma zur Schau. Das Bild wurde am 4. Februar am Mount John Observatory der Universität Canterbury fotografiert. Die insgesamt 30 Minuten belichtete Aufnahme zeigt, wie der Komet schnell über einen Hintergrund aus Sternen und fernen Galaxien im Sternbild Virgo zieht.

Die lange Belichtungszeit und Iwamotos schnelle Bewegung im Verhältnis zu den Sternen und Galaxien führt zu dem auffälligen, verschwommenen Streifen, der die helle innere Koma des Kometen darstellt. Die streifenförmige Koma verleiht dem Kometen eine auffallende Ähnlichkeit mit Messier 104 rechts unten, die landläufig als Sombrerogalaxie bekannt ist.

Der Komet ist ein Besucher des inneren Sonnensystems und ungefähr 4 Lichtminuten entfernt, während die majestätische Messier 104, eine Spiralgalaxie, die wir von der Kante sehen, 30 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Iwamoto ist der erste Fernglaskomet des Jahres 2019, er erreicht seine größte Erdnähe am 12. Februar. Die stark elliptische Bahn dieses Kometen um die Sonne reicht über den Kuipergürtel hinaus, seine Umlaufzeit beträgt schätzungsweise 1371 Jahre. Somit sollte er im Jahr 3390 ins innere Sonnensystem zurückkehren.

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Mond, vier Planeten und Emu

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Eine lichtstarke Milchstraße fällt auf dieser detailreichen Nachthimmelslandschaft zum Horizont, sie beginnt beim oberen Bildrand mit den Sternen im Kreuz des Südens und dem dunklen Kohlensacknebel. Auf diesem Bild, das in der Dunkelheit vor der Dämmerung des 2. Februar in Victoria (Australien, Planet Erde) fotografiert wurde, leuchtet der 26 Tage alte abnehmende Sichelmond noch hell am Horizont.

Die zweit- und dritthellsten Himmelslichter sind Venus und Jupiter im unteren Teil der Zentralwölbung der Milchstraße. Saturn liegt fast in einer Linie mit den hellen Planeten und dem Mond, er ist der Nadelstich aus Licht, der rechts unter dem Licht des Mondes gerade so sichtbar ist. Australiens erste Astronomen sahen in der länglichen gewölbten Form der vertrauten Milchstraße einen großen himmlischen Emu. Der Mond und die Planeten wirken in der sternklaren Nacht beinahe wie die Eier des Emus.

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Fuchsfell, Einhorn und Weihnachtsbaum

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Bildcredit und Bildrechte: Stanislav Volskiy, Chilescope Team

Beschreibung: Wolken aus leuchtendem Wasserstoff füllen diese bunte Himmelslandschaft im blassen, fantastischen Sternbild Einhorn (Monoceros). Der komplexe Wirrwarr aus kosmischem Gas und Staub ist eine Sternbildungsregion, die als NGC 2264 katalogisiert ist. Ihre Entfernung beträgt ungefähr 2700 Lichtjahre. Darin mischen sich rötliche Emissionsnebel, die durch energiereiches Licht neu geborener Sterne angeregt werden, mit dunklen interstellaren Staubwolken. Wo die sonst undurchsichtigen Staubwolken nahe bei heißen, jungen Sternen liegen, reflektieren sie auch Sternenlicht und bilden blaue Reflexionsnebel.

Das Teleskopbild umfasst ungefähr ein 3/4 Grad oder fast 1,5 Vollmonde, in der Entfernung von NGC 2264 umfasst es 40 Lichtjahre. Seine Auswahl kosmischer Charaktere umfasst den Fuchsfellnebel, dessen staubiger verschlungener Pelz oben liegt, den hellen veränderlichen Stern S Monocerotis, der in den bläulichen Dunst nahe der Mitte eingebettet ist, sowie den Kegelnebel, der von rechts ins Bild zeigt.

Die Sterne von NGC 2264 sind auch als Weihnachtsbaum-Sternhaufen bekannt. Die dreieckige Baumform liegt hier auf der Seite. Sie wird von helleren Sternen umrissen, ihre Spitze liegt beim Kegelnebel. Die breitere Basis des Baums liegt in der Nähe von S Monocerotis.

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