Henize 70: Eine Superblase in der GMW

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Bildcredit und Bildrechte: Josep M. Drudis

Beschreibung: Massereiche Sterne beeinflussen ihre galaktische Umgebung tiefgreifend. Indem sie interstellare Wolken aus Gas und Staub aufwühlen und durchmischen, hinterlassen diese Sterne – vor allem jene mit mehr als zig Sonnenmassen – ihre Markierung in der Zusammensetzung und an den Orten künftiger Sterngenerationen.

Spektakuläre Hinweise darauf befinden sich in diesem Nebel, Henize 70, auch bekannt als N70 und DEM301, der sich in unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke (GMW) befindet. Henize 70 ist eine leuchtstarke, etwa 300 Lichtjahre große Superblase aus interstellarem Gas, die von den Winden heißer, massereicher Sterne und Supernovaexplosionen aufgeblasen wird. Ihr Inneres ist mit dünnem, heißem Gas gefüllt, das sich ausdehnt. Weil Superblasen sich in einer ganzen Galaxie ausdehnen können, bieten sie der Menschheit eine Möglichkeit, die Verbindung zwischen den Lebenszyklen von Sternen und der Entwicklung von Galaxien zu erforschen.

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Fächer aus Nachthimmellicht vom See zum Himmel

Aus einem See steigt scheinbar ein grünes Muster, das bis zum Bogen der Milchstraße reicht. Eine überlagerte Version zeigt die Sternbilder.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane; überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Der Himmel sieht wie ein riesiger Fächer aus – aber warum? Der Grund dafür ist Nachthimmellicht. Das grüne Leuchten wurde 2015 in der Nähe des Bryce Canyon in Utah in den USA fotografiert. Es stieg scheinbar aus einem See durch den Bogen unserer Milchstraße auf. Das ungewöhnliche Muster entstand durch Dichtewellen in der Atmosphäre. Das sind Wellen mit wechselndem Luftdruck. Sie können mit der Höhe zunehmen, wenn die Luft ausdünnt. Hier trat das Phänomen in einer Höhe von etwa 90 Kilometern auf.

Die Energie für Polarlichter stammt von Kollisionen mit energiereichen, geladenen Teilchen. Sie treten in hohen Breiten auf. Nachthimmellicht ist ein anderes Phänomen, es entsteht durch Chemolumineszenz. Dabei erzeugt eine chemische Reaktion das Licht. Nachthimmellicht beobachten wir häufig nahe am Horizont. Es ist der Grund, warum der Nachthimmel niemals ganz dunkel wird.

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LDN 1622: Dunkler Nebel im Orion

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Bildcredit und Bildrechte: Tapio Lahtinen

Beschreibung: Diese kosmische Szene zeigt die Silhouette eines faszinierenden Dunkelnebels. Lynds‘ Dunkelnebel (LDN) 1622 hebt sich vom blassen Hintergrund aus leuchtendem Wasserstoff ab und ist nur auf lang belichteten Teleskopaufnahmen der Region leicht zu erkennen.

LDN 1622 liegt am Himmel nahe der Ebene unserer Galaxis, in der Nähe der Barnardschleife, einer großen Wolke, die den reichhaltigen Komplex aus Emissionsnebeln umgibt, die in Orions Gürtel und Schwert zu finden sind. Doch der undurchsichtige Staub von LDN 1622 ist wahrscheinlich viel näher als Orions berühmtere Nebel, vielleicht nur 500 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung wäre dieses 1 Grad weite Sichtfeld weniger als 10 Lichtjahre breit. Seine unheilvolle Erscheinung verleiht dieser dunklen Weite den gängigen Namen Butzemann-Nebel.

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Zwillingsgalaxien in Virgo

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Bildcredit und Bildrechte:  CHART32 Team, Bearbeitung: Johannes Schedler

Beschreibung: Das Spiralgalaxienpaar NGC 4567 und NGC 4568 teilt diese scharfe kosmische Aussicht mit der einsamen elliptischen Galaxie NGC 4564. Sie alle gehören zum großen Virgo-Galaxienhaufen. Das augenfällige Spiralpaar mit den klassischen Spiralarmen, Staubbahnen und Sternhaufen ist auch als Schmetterlingsgalaxien bekannt.

Die Galaxienzwillinge, die sehr nahe beisammenstehen, scheinen durch die Gezeitenkräfte nicht allzu verzerrt zu sein. Ihre riesigen Molekülwolken hingegen kollidieren bekanntlich und schüren wahrscheinlich die Entstehung massereicher Sternhaufen. Die Galaxienzwillinge sind ungefähr 52 Millionen Lichtjahre entfernt, ihre hellen Kerne sind vermutlich etwa 20.000 Lichtjahre voneinander entfernt. Die gezackten Vordergrundsterne liegen natürlich in unserer Milchstraße.

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