Merkur trifft die Venussichel

Die sichelförmige Venus und der innerste Planet Merkur teilen sich ein Teleskopsichtfeld in Civitavecchia in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Meniero

Beschreibung: Was man hier zwischen den Zweigen eines Eukalyptusbaumes sieht, ist kein heller Stern neben einem Sichelmond. Es sind die Venus in einer Sichelphase und Merkur. Nach Sonnenuntergang teilten sich die beiden inneren Planeten am 22. Mai dieses Teleskopsichtfeld nahe am westlichen Horizont, das in Italien auf einem Balkon in Civitavecchia beobachtet wurde.

Die Venus, das sehr helle Himmelslicht, sinkt in der Abenddämmerung immer tiefer. Ihre scheinbare Größe wächst, und ihre Sichel wird dünner, während sie sich der unteren Konjunktion nähert. Am 3. Juni steht sie zwischen Erde und Sonne.

Der Merkur befindet sich in einer volleren Phase und steigt am westlichen Himmel höher. Am 4. Juni erreicht er seine größte Winkeldistanz von der Sonne. Durch diese besonders enge Begegnung mit der gleißenden Venus war Merkur, der normalerweise am Himmel in der hellen Dämmerung leicht übersehen wird, vom Planeten Erde aus leichter zu finden.

Galerie: bei APOD eingereichte Bilder der Venus-Merkur-Konjunktion 2020
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Die Internationale Raumstation spiegeln

Die Internationale Raumstation ISS zieht über den klaren Abendhimmel mit Orion, Venus und den Plejaden über einer Wasserstelle in Wulfsahl bei Gusborn in Norddeutschland.

Bildcredit und Bildrechte: Helmut Schnieder

Beschreibung: Die Internationale Raumstation war noch in Sonnenlicht getaucht, als sie am 25. März kurz nach Sonnenuntergang am Abendhimmel einen Bogen über einer Wasserstelle im norddeutschen Wulfsahl bei Gusborn zog. Links neben der hellen Leuchtspur der Raumstation steht das vertraute Sternbild Orion, rechts daneben die Venus als gleißender Abendstern über dem westlichen Horizont.

Die Szene wurde mit einer Kamera auf Stativ in einer Serie von fünf Aufnahmen festgehalten. Woran erkennt man das? Die kurze Zeitverzögerung zwischen dem Ende einer Aufnahme und dem Beginn der nächsten hinterlässt kleine Lücken in der hellen Spur der ISS.

Sehen Sie genau hin, dann erkennen Sie auch, dass der Himmel, der scheinbar über dem Horizont steht, eigentlich eine Reflexion ist. Das Ergebnisbild wurde senkrecht gespiegelt, und die Nachthimmelslandschaft wurde im spiegelglatten Wasser des kleinen Sees fotografiert.

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Phasen der Venus

Galileo Galilei beobachtete mit seinem Teleskop, dass der Planet Venus ähnliche Phasenformen annimmt wie der Mond.

Bildcredit und Bildrechte: Richard Addis

Beschreibung: So wie der Mond Phasen durchläuft, nimmt auch die sichtbare sonnenbeleuchtete Halbkugel der Venus zu und ab. Dieser Zusammenschnitt aus Hinterhof-Teleskopbildern zeigt die stetige Veränderung der Venus während ihres aktuellen Auftritts als Abendstern, bei dem der innere Planet größer wird und zu einer Sichel schrumpft. Die Bilder  wurden 2020 fotografiert, und zwar – von unten nach oben – am 27. Februar, am 20. März, am 14. und am 24. April sowie am 8. und am 14. Mai.

Während die Venus auf ihrer Bahn zwischen Erde und Sonne dahinglitt, wurde sie in dieser Zeit größer, weil sie dem Planeten Erde näher kam. Ihre Sichel wurde jedoch schmäler, weil sie sich unserer Sichtlinie zur Sonne näherte. Am 3. Juni kommt die Venus der Linie zwischen Erde und Sonne am nächsten, doch sie zieht – von uns aus gesehen – ungefähr 1/2 Grad nördlich über der Sonne vorbei und erreicht (wertfrei) eine innere Konjunktion. Bald danach leuchtet die Venus in der Morgendämmerung als Morgenstern hell über dem östlichen Horizont des Planeten Erde.

Halten Sie heute nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont Ausschau nach der Venus, dann sehen Sie auch den flüchtigen innersten Planeten Merkur.

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Ein kosmisches Dreieck

Mond, Venus und der Sternhaufen der Plejaden nach Sonnenuntergang über Saskatchewan in Kanada; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Scott Aspinall

Beschreibung: Es war ein astronomisches Dreierspiel. Ende des letzten Monats ging links kurz nach Sonnenuntergang der Mond unter – er zeigte eine helle Sichelphase. Rechts ging die Venus unter, sie war letzten Monat der hellste Planet am Abendhimmel und ist es auch diesen Monat. Mit einem kleinen Teleskop konnte man sehen, dass die Venus ihre Halbphase erreicht hatte, somit lag – von der Erde aus gesehen – nur die Hälfte des Planeten im direkten Sonnenlicht und war hell beleuchtet.

Hoch oben und viel weiter entfernt war der Sternhaufen der Plejaden. Mond und Venus wandern vor den Hintergrundsternen, doch die Plejaden tun das nicht – weil sie Hintergrundsterne sind. Zu Beginn dieses Monats schien die Venus direkt vor den Plejaden vorbeizuwandern – ein seltenes Ereignis, das nur alle acht Jahre zu beobachten ist.

Dieses Bild des kosmischen Dreiecks entstand aus einer Serie an Aufnahmen, die mit derselben Kamera im Laufe von 70 Minuten in der Nähe von Avonlea in Saskatchewan (Kanada) fotografiert wurden. Die Positionen der Himmelsobjekte wurden berechnet. Das einzig Ungeplante war der Baum im Vordergrund – der Astrofotograf weiß immer noch nicht, zu welcher Baumart er gehört.

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Venus und die Plejaden im April

Die Venus wandert als Abendstern vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbei; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Finazzi

Beschreibung: Anfang April sah man am Himmel auf der ganzen Welt, wie die Venus, unser gleißender Abendstern, vor dem hübschen Sternhaufen der Plejaden vorbeiwanderte.

Dieses Zeitrafferbild folgt dem Pfad des inneren Planeten während der hübschen Konjunktion und zeigt seine tägliche Annäherung an die Sterne der sieben Schwestern. Das Sichtfeld zeigt ein Komposit aus Aufnahmen, die mit einem nachgeführten Teleobjektiv gemacht wurden, es passt aber auch für Himmelsbeobachter mit Fernglas.

Der Sternhaufen und der Planet waren leicht mit bloßem Auge zu sehen. Die gezackte Erscheinung unseres Schwesterplaneten im Bild ist ein Beugungsmuster, das im Objektiv der Kamera entsteht. Alle Bilder wurden in einem Garten in Chiuduno in der Nähe von Bergamo in der Lombardei (Italien) fotografiert, wo zum Glück die Frühlingsnächte klar und das Wetter gut war.

Interessante APOD-Einsendungen: Galerie – Venus zieht vor den Plejaden vorbei
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Stau im Stier

Stau im Stier - Venus und die Internationale Raumstation ISS beim Sternhaufen der Plejaden; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Lionel Majzik

Beschreibung: Kürzlich gab es im Stier einen Stau. Dieser Ausschnitt zeigt das Tierkreissternbild Stier in der ekliptischen Ebene des Sonnensystems am leicht dunstigen Himmel über Tápióbicske in Ungarn.

Am 1. April sah man dort eine eindrucksvolle Anhäufung. Von rechts nach links sauste die Internationale Raumstation durch den unteren Teil dieses Teleskopsichtfeldes. Der innere Planet Venus, der am Himmel des Planeten Erde so weit von der Sonne entfernt ist, wie es nur geht, steht rechts – überbelichtet und gleißend hell – und nähert sich viel langsamer. Links oben stehen die Schwestersterne der Plejaden.

Doch kein Bestandteil kam bei der engen Begegnung zu Schaden, weil sie einander nicht wirklich nahe war. Die Raumstation, die seit November 2000 ständig besatzt ist, kreist etwa 400 Kilometer über der Oberfläche des Planeten. Die Venus, derzeit der gleißende Abendstern, ist fast 2/3 einer Astronomischen Einheit entfernt. Der Sternhaufen der Plejaden, ein dauerhafter Bewohner des Stiers, ist 400 Lichtjahre entfernt.

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Venus und Plejaden im April

Der Planet Venus zieht als Abendstern vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbei; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Illustrationscredit und Bildrechte: Fred Espenak (Bifrost Astronomical Observatory)

Beschreibung: Die Venus leuchtet derzeit als gleißender Abendstern. Überall auf der Welt beginnt die Venus heute Abend, am Himmel vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbeizuwandern.

Diese digitale Himmelskarte zeigt den Weg des inneren Planeten während der hübschen Begegnung und zeigt ihre Position am Himmel im Laufe der nächsten Tage. Das Sichtfeld eignet sich gut für Himmelsbeobachter mit Fernglas, doch Sternhaufen und Planet sind auch leicht mit bloßem Auge sichtbar.

Vor 8 Jahren zog die Venus – von unserem Planeten aus gesehen – zuletzt vor den Sternen der sieben Schwestern vorbei und wird das in 8 Jahren wieder tun. Tatsächlich entsprechen 13 Umläufe der Venus um die Sonne – 13 Venusjahre – fast genau 8 Jahren auf dem Planeten Erde. Daher ist zu erwarten, dass unser Schwesterplanet alle 8 Jahre an denselben Ort am Himmel zurückkehrt.

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Nachthimmel aus zwei Hemisphären

Nachthimmel aus zwei Hemisphären von La Palma und La Silla mit Milchstraße und Zodiakallicht; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek/ESO, Juan Carlos Casado/IAC (TWAN)

Beschreibung: Die Sonne versteckt sich hinter einem Horizont, der mitten durch diese Ansicht aus den beiden Hemisphären des Nachthimmels der Erde verläuft. Die digital zusammengefügten Mosaike wurden auf einander entsprechenden Breitengraden aufgenommen, ein Mosaik 29 Grad nördlich und das andere 29 Grad südlich des Äquators.

Oben sehen Sie die nördliche Ansicht mit den IAC-Observatorien auf La Palma, die im Februar 2020 aufgenommen wurde. Darunter ist eine gut passende südliche Szene vom La-Silla-Observatorium der ESO, fotografiert im April 2016. Die Milchstraße verläuft fast senkrecht vom Horizont durch diese Projektion. In der unteren Bildhälfte treten ihre dunklen Wolken und hellen Nebel nahe dem Zentrum der Galaxis markant hervor.

In der oberen Hälfte ist die gleißende Venus in Zodiakallicht getaucht. Zodiakallicht ist Sonnenlicht, das von interplanetarem Staub zart gestreut wird, es zeigt die ekliptische Ebene des Sonnensystems als vollständigen Kreis am sternklaren Himmel.

Große Teleskopkuppeln wölben sich am verkehrten Horizont von La Silla, während auf La Palma die aus vielen Spiegeln bestehenden MAGIC-Teleskope über der Mitte aufragen. Wenn Sie diesen Nachthimmel aus zwei Halbkugeln betrachten, finden Sie auch die Andromedagalaxie sowie die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

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Strichspuren des Nordens und des Südens

Strichspuren der Sterne über einer einsamen verschneiten Landschaft im Iran zeigen den Himmelsäquator; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Bildversion.

Bildcredit und Bildrechte: Saeid Parchini

Beschreibung: Was trennt den Norden vom Süden? Das hat mit der Rotation der Erde zu tun. Auf der Erdoberfläche ist der Äquator die Trennlinie, am irdischen Himmel ist es der Himmelsäquator – die Projektion des Äquators an den Himmel.

Wahrscheinlich können Sie den Äquator der Erde um Sie herum nicht sehen, aber jeder kann bei klarem Nachthimmel den Himmelsäquator finden, indem er die Bewegung der Sterne beobachtet. Suchen Sie einfach nach der Trennlinie zwischen Sternen, deren Bögen nach Norden ziehen, und jenen, deren Bögen Richtung Süden verlaufen. Wenn Sie am irdischen Äquator stehen, würde der Himmelsäquator genau über Ihnen auf- und absteigen. Allgemein gilt: Der Winkel zwischen dem Himmelsäquator und dem Vertikalpunkt zeigt Ihre geografische Breite.

Dieses Bild kombiniert 325 Fotos, die in einem Zeitraum von 162 Minuten alle 30 Sekunden aufgenommen wurden. Kurz nach Sonnenuntergang beleuchtete Anfang des Monats das Mondlicht eine verschneite, wüstenartige Gegend im Nordwesten des Iran. Der helle Streifen hinter dem einsamen Baum ist der Planet Venus, der gerade untergeht.

Fast ein Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
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Hinweis auf einen aktiven Vulkan auf der Venus

Siehe Beschreibung. Vulkanismus auf dem Planeten Venus; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, ESA, Venus Express: VIRTIS, USRA, LPI

Beschreibung: Sind die Vulkane auf der Venus noch aktiv? Wir kennen mehr Vulkane auf der Venus als auf der Erde, aber wann zum letzten Mal Vulkane auf der Venus ausgebrochen sind, ist nicht genau bekannt. Kürzlich wurde jedoch ein Hinweis auf sehr aktuellen Vulkanismus auf der Venus entdeckt, und zwar hier auf der Erde. Laborergebnisse zeigten, dass Infrarot-Bilder von Oberflächenlava in der dichten Venusatmosphäre im Laufe weniger Monate abklingen würden. Diese Abschwächung ist auf Bildern der ESA-Sonde Venus Express nicht zu beobachten.

Venus Express trat 2006 in eine Umlaufbahn um die Venus ein und hatte bis 2014 Kontakt mit der Erde. Daher ist das Infrarotleuchten (hier in Falschfarbenrot dargestellt), das Venus Express von Idunn Mons aufnahm, und das auf einem Bild der NASA-Sonde Magellan zu sehen ist, ein Hinweis, dass dieser Vulkan vor sehr kurzer Zeit ausgebrochen ist und heute immer noch aktiv ist. Der Vulkanismus auf der Venus könnte auch Erkenntnisse zum Vulkanismus auf der Erde und anderswo in unserem Sonnensystem liefern.

Neu: APOD ist nun auf Türkisch (Türkei) verfügbar
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Venus and Jupiter am Horizont

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Was sind die beiden hellen Objekte am Horizont? Venus und Jupiter. Die beiden hellsten Planeten am Nachthimmel zogen – was die Winkeldistanz betrifft – vor zwei Tagen sehr nahe aneinander vorbei. Im Weltraum waren sie jedoch so weit voneinander entfernt wie sonst auch, da Jupiter (rechts) die Sonne ungefähr siebenmal weiter draußen umrundet als die Venus.

Das Planetenpaar wurde vor zwei Tagen fotografiert, der malerische Himmel bei Sonnenuntergang befindet sich in Llers in der spanischen Region Katalonien zwischen einem Baum und der Tochter des Astrofotografen.

Die beiden Planeten leuchten in den nächsten Tagen weiterhin markant am Abendhimmel im Westen, in der Nähe sind auch eine zunehmende Mondsichel und der blassere Saturn zu sehen. Ende November sinkt Jupiter mit jeder Nacht bei Sonnenuntergang tiefer zum Horizont, während die Venus höher steigt. Die nächste Jupiter-Venus-Konjunktion findet Anfang 2021 statt.

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