Die Planeten des Sonnensystems

Alle Planeten und der abnehmende Sichelmond stehen vor Sonnenaufgang in einer Reihe über den östlichen Horizont bei Marina di San Nicola in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Canaveras, Chiara Tronci, Giovanni Esposito, Giuseppe Conzo, Luciana Guariglia (Gruppo Astrofili Palidoro)

Gleichzeitig fotografierte Bilder von vier Kameras wurden zu dieser stimmungsvollen Himmelslandschaft in der Dämmerung kombiniert. Das gemeinsam erstellte Astro-Panorama vom 24. Juni zeigt alle Planeten des Sonnensystems kurz vor Sonnenaufgang.

Der innerste Planet Merkur stand am nebeligen Morgen nahe am Horizont, er war in der Dämmerung links unter der gleißenden Venus gerade noch sichtbar. Der abnehmende Sichelmond und die anderen hellen, mit bloßem Auge sichtbaren Planeten – Mars, Jupiter und Saturn – leuchten nahe der Ekliptik und verteilen sich über das weite Sichtfeld nach rechts oben.

Für die viel blasseren Planeten Uranus und Neptun hätte man ein Fernglas gebraucht, doch auch sie standen am Himmel in der Ekliptik. Im Vordergrund befinden sich Ausgrabungen einer antiken römischen Villa bei Marina di San Nicola in Italien auf dem Planeten Erde.

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Mond bedeckt Venus

Animation: Der Mond bedeckt den Planeten Venus, beobachtet auf der Insel La Réunion im Pazifischen Ozean.

Bildcredit und Bildrechte: Quentin Gineys

Am 27. Mai stand die Venus in der Nähe des abnehmenden Sichelmondes als Morgenstern auf, als der Himmel in der Morgendämmerung schon voller Planeten war. Auf der ganzen Welt war eine Begegnung des zweit- und des dritthellsten Himmelslichtes zu sehen. Doch an Orten auf einem Pfad, der über Südostasien und den Indischen Ozean verlief, wanderte der Mond bei einer Planetenbedeckung tatsächlich vor der Venus vorbei.

Dieses animierte Gif zeigt, wie sich das zu 75 Prozent beleuchtete Venusscheibchen dem sonnenbeleuchteten südwestlichen Mondrand nähert und dahinter zu verschwinden beginnt. Die einzelnen Teleskopbilder der Animation wurden etwa um 4:50 Uhr Ortszeit auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean fotografiert, als Mond und Venus tief am östlichen Horizont standen. Zu diesem Zeitpunkt war die Venus mehr als 180 Millionen Kilometer von der Insel La Réunion entfernt, der Mond dagegen nur etwa 400.000 Kilometer. Ungefähr 50 Minuten später tauchte die Venus wieder hinter dem Mond auf.

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Planeten über einer ägyptischen Pyramide

Planetenparade mit den Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn über einer ägyptischen Stufenpyramide.

Bildcredit und Bildrechte: Osama Fatehi

Die morgendliche Planetenparade geht weiter. Die Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn stehen seit Mitte April am Morgenhimmel in einer Reihe und sind auf der ganzen Welt zu sehen.

Dieses Bild wurde letzten Monat fotografiert, es zeigt die Planeten über der Djoser-Stufenpyramide, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Pyramide befindet sich in der ägyptischen Nekropole Sakkara, sie wurde im 27. Jh. v. Chr. erbaut und ist eine der ältesten Pyramiden, die wir kennen. Das Zwei-Bild-Komposit besteht aus einem Vordergrundbild, das am Abend in der Blauen Stunde aufgenommen wurde, und ein Hintergrundbild vom Morgen danach am selben Ort.

Die morgendliche Planetenlinie verändert sich langsam. Ende des letzten Monats tauschten die Planeten Jupiter und Venus ihre Plätze, und Ende dieses Monats tauschen Jupiter und Mars, wenn sie in einem Abstand von einem Grad aneinander vorbeiziehen. Natürlich ist diese malerische Winkelausrichtung der Planeten ein Zufall. Alle dieser Welten ziehen weiterhin um die Sonne, wie schon seit Milliarden Jahren, lange bevor die antike Pyramide von Djoser errichtet wurde.

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Planetenparade über der Oper von Sydney

Die Planetenparade mit Jupiter, Venus, Mars und Saturn über der Oper von Sydney in Australien.

Bildcredit und Bildrechte: Prasun Agrawal

Beschreibung: Eine einzigartige Planetenparade steht derzeit am Himmel, wenn die Welt erwacht. Kurz vor Sonnenaufgang stehen über weiten Teilen der Erde bekannte Planeten am Osthimmel in einer auffälligen Line. Auf der Nordhalbkugel der Erde erscheint diese Planetenlinie meist fast waagrecht, doch auf der Südhalbkugel verläuft die Line beinahe senkrecht.

Vor etwa fünf Tagen wurde die Planetenlinie fast senkrecht über der Oper von Sydney in Südaustralien fotografiert. Die Morgenplaneten sind – von oben nach unten – Saturn, Mars, Venus und Jupiter. Ende April schrumpft der Winkelabstand zwischen Venus und Jupiter allmählich auf weniger als 1 Grad, wenn sie ihre Plätze tauschen. Später – Ende Mai – zieht Jupiter in der Nähe des Mars vorbei, wenn diese beiden Planeten ihre Positionen wechseln. Im Juni erweitert sich die Parade kurzzeitig um den Planeten Merkur.

Interessante Einreichungen an APOD: Planetenparade 2022 am Morgen
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Planetenparade über einer Brücke in New York

Planetenparade mit den Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn hinter der  RFK (Triborough) Brücke in New York.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Der Himmel vor Sonnenaufgang ist interessant. Am östlichen Horizont stehen vier Planeten in einer Reihe. Die Planeten sind so hell, dass ihr sie sogar am hellen Himmel einer Stadt seht.

Dieses Bild wurde in New York (USA) fotografiert, im Vordergrund steht die RFK (Triborough) Brücke. Die abgebildeten Planeten sind – von links nach rechts – Jupiter, Venus, Mars und Saturn. Die Planeten stehen in einer Reihe, weil sie alle in derselben Ebene um die Sonne kreisen. Diese Ebene, die sogenannte Ekliptik, entstand in den frühen Tagen unseres Sonnensystems und enthält alle Planeten, auch die Erde.

Die morgendliche Planetenparade dauert den ganzen April und Mai, und im Juni kommt sogar noch Merkur dazu.

Wann leuchtet was am Himmel?

APOD-Volontariat für Programmierung: Discord
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Venus und Mars: Begegnung in der Nacht

Venus und Mars begegnen einander am Abendhimmel.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Kiko Fairbairn

Beschreibung: Wenn zwei Planeten am Nachthimmel aneinander vorbeiziehen, sind sie normalerweise eine Woche oder länger nahe beisammen. Bei dieser Planetenbegegnung zogen Venus und Mars zu Beginn des Monats in einem Winkel von 4 Grad aneinander vorbei.

Dieses Bild wurde ein paar Tage zuvor fotografiert, als die Venus in der Morgendämmerung aufging, während sie Nacht für Nacht langsam höher stieg, während Mars tiefer sank. Das Bild ist ein vierteiliges Mosaik, es wurde in Brasilien in der kleinen Stadt Teresópolis fotografiert. Neben Venus und Mars ist nun auch der weiter entfernte Planet Saturn am Morgenhimmel zu sehen.

Natürlich sind diese Konjunktionen nur Winkelbegegnungen – Venus, Mars und Saturn ziehen weiterhin in sehr unterschiedlichen Bereichen unseres Sonnensystems um die Sonne. Nächste Woche verringert sich der Winkel zwischen Saturn und Mars auf weniger als einen Viertelgrad.

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Venus und dreifach ultraviolette Sonne

Das Solar Dynamics Observatory zeigt die Sonne in 3 Ultraviolettlicht-Wellenlängen bei einem Venustransit.

Bildcredit: NASA/SDO und die Teams von AIA, EVE sowie HMI; Digital-Komposition: Peter L. Dove

Beschreibung: Das war eine sehr ungewöhnliche Art einer Sonnenfinsternis. Normalerweise verfinstert der Mond die Sonne. Doch 2012 war der Planet Venus an der Reihe.

Wie bei einer Verfinsterung der Sonne durch den Mond wurde die Phase der Venus eine immer schmalere Sichel, während die Venus der Sichtlinie zur Sonne immer näher kam. Schließlich war die Ausrichtung perfekt und die Phase der Venus erreichte null. Der dunkle Fleck der Venus kreuzte unseren Heimatstern. Technisch gesehen war das eine ringförmige Venusfinsternis mit einem außergewöhnlich großen Feuerring.

Das Sonnendynamik-Observatorium (SDO) im Erdorbit bildete die Sonne während der Bedeckung in drei Farben des Ultraviolettlichts ab. Die dunkle Region rechts entspricht einem koronalen Loch. Die Venus zog auf ihrer Bahn weiter und erschien einige Stunden später wieder als schmale Sichel. Der nächste Venustransit vor der Sonne findet 2117 statt.

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Vom Sonnenlicht erfasst

Die Sicheln von Mond und Venus am Morgenhimmel des 29. Januar 2022.

Bildcredit und Bildrechte: Name

Beschreibung: Die Venus (links) war am 29. Januar der hellste Planet am Himmel, doch ihr Durchmesser betug weniger als 1/30 der scheinbaren Größe des Mondes. Weil beide Himmelskörper vor der Sonne aufgingen, waren sie beide in einer Sichelphase. Für kurze Zeit waren ihre sichtbaren Scheiben jeweils zu  etwa 12 Prozent beleuchtet, als sie im Südosten über dem Horizont standen.

Die von der Sonne ähnlich beleuchteten Sicheln wurden auf zwei Einzelbildern fotografiert. Die beiden Bilder wurden mit unterschiedlichen Vergrößerungen aufgenommen und sind zusammengesetzte Video-Einzelbilder, die mit einem kleinen Teleskop gefilmt wurden. Die Venus zeigt Phasen wie der Mond, wenn der innere Planet in einem Zeitraum von 584 Tagen vom Abendhimmel zum Morgenhimmel und wieder zurück wechselt. Der Mond durchläuft seinen Phasenzyklus – eine volle Lunation – in etwa 29,5 Tagen.

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Die letzten Tage der Venus als Abendstern

Die Venus geht am 1. Januar hinter einer Kathedrale in Veszprém (Ungarn) unter.

Bildcredit und Bildrechte: Tamás Ladányi (TWAN)

Beschreibung: Das ist kein junger Sichelmond, der nach Sonnenuntergang hinter zwei Türmen einer Kathedrale posiert. Es ist die Venus in einer Sichelphase. Auf dieser Aufnahmeserie, die am 1. Januar in Veszprém (Ungarn) mit Kamera und Teleobjektiv entstand, war sie etwa 40 Millionen Kilometer entfernt und zu 2 Prozent vom Sonnenlicht beleuchtet, als sie im Westen unterging.

Die strahlende Himmelsbake verblasste in der Abenddämmerung, denn ihre Tage als Abendstern gehen Anfang 2022 zu Ende. Doch ihr scheinbarer Durchmesser wird größer und ist auf Teleskopansichten eine immer dünnere Sichel.

Der innere Planet ist auf dem Weg zu einer unteren Konjunktion (nicht wertend gemeint), sie steht am 9. Januar zwischen Erde und Sonne und geht im Glanz der Sonne unter. Doch bald danach erscheint im Osten eine Sichelvenus. Mitte des Monats geht sie als gleißender Morgenstern kurz vor der Sonne im Osten auf.

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Planetenanordnung über Italien

Venus, Saturn, Jupiter, Mond und Uranus am Abendhimmel bei San Fermo in Bergamo.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Finazzi

Beschreibung: Es ist kein Zufall, dass Planeten in einer Reihe stehen. Es liegt daran, dass alle Planeten fast genau in einer gemeinsamen Ebene der Ekliptik um die Sonne kreisen. Wenn man sie von innerhalb dieser Ebene aus betrachtet, was Erdbewohnerinnen und -bewohner tun dürften, liegen alle Planeten in einem schmalen Band.

Es ist jedoch Zufall, wenn drei der hellsten Planeten fast in derselben Richtung erscheinen. Ein solches Zusammentreffen wurde zu Beginn des Monats fotografiert. Die oben gezeigten Planeten in einer Linie sind (von rechts nach links) Venus, Saturn und Jupiter, das Bild entstand kurz nach Sonnenuntergang in den Hügeln von San Fermo in Bergamo (Italien). Die Anordnung wird vom Erdmond und dem weiter entfernten Uranus ergänzt.

Wolkenbänder ziehen in Richtung Sonnenuntergang Streifen am Himmel. Komet Leonard wird bereits blasser, doch diese Planetenanordnung bleibt – ohne den Mond – noch den Rest des Monats bestehen.

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Mond im Erdschein über Sizilien

Mondsichel mit Erdschein über Palazzolo Acreide auf Sizilien in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Beschreibung: Warum können wir die ganze Vorderseite des Mondes sehen? Wenn nämlich der Mond eine Sichelphase zeigt, ist nur ein Teil des Mondes direkt von der Sonne beleuchtet.

Die Antwort lautet: Erdschein, auch bekannt als Erdlicht oder Da-Vinci-Licht. Es entsteht, weil der Rest der Mondseite, die zur Erde zeigt, schwach von Sonnenlicht beleuchtet wird, das zuerst von der Erde reflektiert wurde. Da die Erde – vom Mond aus gesehen – nahe ihrer vollen Phase ist, wenn man den Mond von der Erde aus als schmale Sichel sieht – ist der Erdschein dann fast am hellsten.

Dieses kombinierte HDR-Bild aus aufeinanderfolgenden Aufnahmen, die zu Beginn des Monats fotografiert wurden, zeigt den Aufgang des Erdschein-Mondes, der langsam am Planeten Venus vorbeizog, dem hellsten Lichtpunkt nahe der Bildmitte. Knapp über der Venus leuchtet der Stern Dschubba, katalogisiert als Delta Scorpii, der rote Stern ganz links ist Antares.

Die Himmelsschau ist hinter stimmungsvollen Wolken zu sehen. Im Vordergrund leuchten die Lichter von Palazzolo Acreide, einer Stadt mit antiken historischen Wurzeln auf der italienischen Insel Sizilien.

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