Komet G3 ATLAS mit Schweif und Teleskop

Am Horizont ragt der riesige Staubschweif über der Plattform des Paranal-Observatoriums auf. Er breitet sich diagonal über den Himmel aus, der unten orangerot leuchtet und oben in ein dunkles Blau übergeht. Rechts steht ein Hilfsteleskop mit geschlossener Kuppel.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium, TWAN)

Der Komet C/2024 G3 ATLAS legte einen dramatischen Auftritt am Himmel der Erde hin. Der Komet stammt aus der fernen Oortschen Wolke. Er erreichte am 13. Januar sein Perihel (die größte Annäherung an die Sonne). Am 19. Januar wurde der helle Komet hier vom Paranal-Observatorium der ESO in der Atacama-Wüste in Chile aufgenommen.

Mit seinem spektakulären Staubschweif geht der Komet ATLAS in der Dämmerung auf der Südhalbkugel unter. Dabei ist er auch mit bloßem Auge gut sichtbar. Im Vordergrund ist die geschlossene Kuppel eines der berühmten Hilfsteleskope der Sternwarte zu sehen.

Die helle Koma des Kometen, der die Beobachter der südlichen Hemisphäre immer noch begeistert, ist diffus geworden. Offenbar hat sich der eisige Kern nach der Annäherung an die Sonne aufgelöst.

Galerie: Komet ATLAS (G3)

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Die Xuyi-Station und die Feuerkugel

Hinter der Kuppel der Xuyi-Station des Purple-Mountain-Observatoriums (Tsuchinshan) leuchtet eine helle Feuerkugel auf. Das Bild wurde während des Meteorstroms der Perseïden fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: Hao Liu (Stanford-Universität)

Dieser farbenfrohe und helle Feuerball-Meteor wurde an der Xuyi-Station des Purple Mountain (Tsuchinshan)-Observatoriums aufgenommen. Das Foto entstand im Jahr 2020 beim jährlichen Perseïden-Meteorschauer. Die Kuppel im Vordergrund beherbergt das China Near Earth Object Survey Telescope (CNEOST). Es ist das größte Mehrzweck-Schmidt-Teleskop in China. Die Station steht im Kreis Xuyi in der Provinz Jiangsu. Sie wurde 2006 als Erweiterung des chinesischen Purple Mountain Observatory in Betrieb genommen.

Der helle Komet Tsuchinshan-ATLAS (C/2023 A3) verzauberte im Jahr 2024 den Nachthimmel der Erde. Er wurde auf Bildern entdeckt, die am 9. Januar 2023 aufgenommen wurden. Diese Entdeckung wird dem ATLAS-Roboter-Teleskop der NASA am Sutherland-Observatorium in Südafrika zugeschrieben. Andere Kometenentdeckungen stehen ebenfalls mit dem historischen Purple Mountain Observatory in Verbindung. Sie tragen den transliterierten Mandarin-Namen des Observatoriums. Dazu gehören beispielsweise die periodischen Kometen 60/P Tsuchinshan und 62/P Tsuchinshan.

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Undulatus-Wolken über dem Las Campanas Observatorium

Am blauen Himmel verlaufen walzenförmige Wolken, die scheinbar über dem Hügel des Las-Campanas-Observatoriums zusammen.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium, TWAN); h/t: Alice Allen

Was ist mit diesen Wolken los? Scheinbar verlaufen lange, dünne Wolken zum Gipfel eines Hügels und zeigen auf ein weltberühmtes Observatorium. Doch das stimmt nur zum Teil.

Die Wolken werden Undulatus genannt. Sie entstehen, wenn sich periodische wellenförmige Luftströme in der niedrigen Erdatmosphäre zufällig überlagern. Undulatus zählen zu den Asperitaswolken. Sie entstehen an Gipfeln, wenn die Luft kühl genug ist, dass Feuchtigkeit zu undurchsichtigen Wassertröpfchen kondensiert. Die Weitwinkel-Perspektive des Panoramas führt zu der Illusion, dass die Wolken über dem Hügel zusammenlaufen.

Auf dem Gipfel steht tatsächlich eine weltberühmte Sternwarte. Es ist das Las-Campanas–Observatorium des Carnegie-Instituts für Wissenschaft. Es steht in der Atacamawüste in Chile. Die beiden weithin sichtbaren Teleskop-Kuppeln sind die Magellan-Teleskope. Sie haben einem Spiegeldurchmesser von je 6,5 Metern.

Der zufällige Anblick war eine Überraschung. Der spontane Fotograf machte Ende September einen Schnappschuss mit dem Smartphone.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Drei Helferlein

Drei Hilfsteleskope der VLT stehen mit geöffneter Kuppel zur Beobachtung bereit. Im Hintergrund leuchtet der Himmel am Horizont rötlich, bis zum Horizont ist er mit Sternen übersät. In der Mitte stehen die Magellanschen Wolken, von links ragt das Sternbild Orion ins Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Trotz ihrer Ähnlichkeit mit R2D2 sind diese drei nicht die Droiden, nach denen Sie suchen. Stattdessen beherbergen diese Kuppelbauten die 1,8-Meter-Hilfsteleskope (engl. Auxiliary Telescopes, kurz ATs) des Paranal-Observatoriums in der chilenischen Atacama-Wüste.

Die ATs sind so konzipiert, dass sie zusammen mit oder auch unabhängig von den vier 8-Meter-Hauptteleskopen des Very Large Telescope zur Interferometrie eingesetzt werden können, eine Technik mit der man extrem hohe Auflösungen erreichen kann.

Es gibt insgesamt vier ATs, die jeweils mit einem Transporter ausgestattet sind, der das Teleskop mitsamt Schutzbau auf einer Schiene bewegen kann, was verschiedene Anordnungen aller Teleskope zueinander ermöglicht. Damit die Anlage als Interferometer funktionieren kann, wird das Licht der einzelnen Teleskops durch ein System von Spiegeln in unterirdischen Tunneln auf einen gemeinsamen Brennpunkt gebracht.

Über den drei ATs sehen wir in diesem Bild die Große und die Kleine Magellansche Wolke, zwei Begleitgalaxien unserer eigenen Milchstraße. Am klaren und ansonsten dunklen Südsternhimmel erstreckt sich das schwach grünliche Nachthimmelsleuchten des Planeten Erde schwach entlang des Horizonts.

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Das ELT und die Milchstraße

Auf einer dunklen Ebene steht das von innen beleuchtete Gerüst des Riesenteleskops ELT, dahinter wölbt sich am dunklen Himmel die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Europäische Südsternwarte ESO – Dank an: Jens Scheidtmann

Auf dieser Webcam-Ansicht mit Blick nach Süden durchzieht die südliche Wintermilchstraße den Sternhimmel. Das Bild entstand am 11. März kurz vor Mitternacht und zeigt den dunklem Nachthimmel über der trockenen zentralchilenischen Atacama-Wüste.

Unterhalb des anmutigen Bogens aus diffusem Sternlicht befinden sich die beiden kleinen Begleitgalaxien der riesigen Milchstraße, die auch als Große und Kleine Magellansche Wolken bezeichnet werden.

Im Vordergrund befindet sich der Gipfel des 3000 Meter hohen Cerro Armazones, auf dem gerade das Extremely Large Telescope (ELT) der Europäischen Südsternwarte errichtet wird. Das ELT wird ein Teleskop der 40-Meter-Klasse und ist daher auf dem besten Wege das größte Teleskop der Welt zu werden.

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Sternwarten-Vollmond

Hinter einem dunklen Berg, auf dem zwei Koppeln und dazwischen ein flaches Gebäude eines Observatoriums stehen, geht am klaren, dunkelblauen Himmel der Vollmond auf.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Der Vollmond im Januar wird in mnchen Gegenden auf der Nordhalbkugel der Erde auch als Wolfsmond bezeichnet. Er ist der erste Vollmond im Jahr.

In dieser gut geplanten Erde-Mond-Landschaft sehen wir ihn über dem Las-Campanas-Observatorium aufgehen. Die beiden 6,5-Meter-Magellan-Teleskope des Observatoriums im Vordergrund wirken dabei vor dem Mond wie zwei astronomische Augen.

Dieser besondere Moment wurde mit einem Teleobjektiv aus einer Entfernung von etwa 15 Kilometern zur Sternwarte über die zerklüftete Landschaft der chilenischen Atacamawüste hinweg eingefangen. Die Mondoberfläche war zu diesem Zeitpunkt allerdings etwa 400.000 Kilometer entfernt.

Der erste Vollmond nach dem Mond-Neujahr, dem Beginn vieler asiatischer Kalender, wird allerdings erst am 24. Februar aufgehen. Er wird auch als Schneemond bezeichnet.

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Pic du Pléiades

Über dem Gipfel leuchtet am Nachthimmel der Sternhaufen der Plejaden. Ein Meteor zischt in der Mitte hindurch. Auf dem Pic du Midi steht ein bekanntes Observatorium.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Graffand

Am 19. November standen die Plejaden vor der Morgendämmerung über den französischen Pyrenäen. Der Himmel war noch dunkel. Als er heller wurde, gelang es dem Fotografen ein einzigartiger, 3 Sekunden belichteter Schnappschuss. Die Strichspur einer hellen Sternschnuppe durchbohrt scheinbar das Herz des Sternhaufens.

Aus Sicht der Kamera leuchteten Sternhaufen und Meteor direkt über dem Observatorium auf dem Gipfel des Pic du Midi de Bigorre. Für einen Sternhaufen sind die Plejaden vergleichsweise nahe. Die Sternschnuppe war ein Staubkorn, das in der Erdatmosphäre verglühte. Sie verfehlte die dicht gedrängte Ansammlung junger Sterne um etwa 400 Lichtjahre.

Das Bild ist Teil eines Zeitraffers des Nachthimmels. Kamera und Teleobjektiv wurden für die Aufnahme einer Zeitrafferserie des Nachthimmels auf einem Stativ montiert. Die Aufnahme entstand an den Hängen des Col du Tourmalet. Dieser Pass ist etwa 5 Kilometer vom Pic du Midi entfernt. Er wird bei der Tour de France mit Rädern befahren.

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Strichspuren über dem alten Observatorium von Peking

Hinter einer Armillarsphäre und der hell beleuchteten Stadt sind am Himmel die Strichspuren von Sternen erkennbar.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Zum Observatorium in Peking in China gelangt man mit der U-Bahn. Doch Teleskope findet man dort nicht. Schon im 15. Jahrhundert stellten Astronomen am Ort des alten Observatoriums von Peking Messgeräte auf. Damit vermaßen und verfolgten sie die genauen Positionen von Sternen und Planeten, die man mit bloßem Auge am Himmel sieht.

Einige der kunstvollen astronomischen Instrumente sind heute noch erhalten. Auf der Plattform für Sternbeobachtung sieht man auch heute noch Sterne. Allerdings heben sich nur noch die hellsten davon vor den Lichtern der Städte ab.

Das Bild entstand aus einer Serie von Einzelaufnahmen. Sie entstanden mit einer Kamera auf einem Stativ. Due Aufnahmen wurden überlagert. So werden die Sterne zu bogenförmigen Strichspuren. Doch der hellste Bogen stammt vom Mond. Seine breite Spur verläuft hinter der Armillrsphäre aus Messing am alten Observatorium.

Dieses Bild des alten Observatoriums in Peking entstand im September 2023. Vergleicht es mit einer Aufnahme aus dem Jahr 1895!

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