Gekrümmter Himmel: Sternspurpanorama

Hinter rot beleuchteten Sternwartekuppeln ragen Strichspuren von Sternen auf.

Credit und Bildrechte: Peter Ward

Beschreibung: Was ist mit dem Himmel passiert? Das Bild zeigt Art Zeitschleife und eine digitale Raumkrümmung. Die Zeitschleife entstand, als das Bild in einer vier Stunden dauernden Belichtung des Nachthimmels auf einem Einzelbild fotografiert wurde. Als Ergebnis sind klare Sternspuren sichtbar. Die Raumkrümmung entsteht, weil ein vollständiges 360-Grad-Panorama waagrecht verkürzt wurde, damit es hier gezeigt werden kann.

Weil sich die Erde dreht, rotieren die Sterne scheinbar sowohl um den Himmelssüdpol links als auch um den Himelsnordpol rechts unter dem Horizont. Das Bild zeigt den Himmel über Mudgee im australischen New South Wales, zusammen mit den Kuppeln zweier großer Teleskope, die rot beleuchtet sind. Wenn ihr auf das Bild klickt, seht ihr ein waagrecht entzerrtes Bild.

Totale Sonnenfinsternis: Zeiten und Sichtbarkeit
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Eine gewundene Meteorspur über Teneriffa

Über dem Teide-Observatorium und der Milchstraße zischt ein Meteor mit gewundener Spur über den Himmel.

Credit und Bildrechte: Juergen Rendtel (AIP Potsdam), IMO

Beschreibung: Ist die Spur dieses Meteos verdreht? Das ist nicht klar. Sehen wir es uns genauer an. Meteore sind normalerweise sandgroße Körner von Kometen, und normalerweise lösen sie sich auf, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Ein schnell dahinziehender Meteor ionisiert Moleküle in der Erdatmosphäre, die abschnittweise aufleuchten, wenn sie ihre Elektronen zurückbekommen.

Gewundene Meteorspuren wurden bereits erwähnt und sogar fotografiert, doch ob dieses Verhalten auf die Bewegung des Meteors selbst und nicht auf die vom Wind vertragene Meteorspur oder den Beobachter zurückzuführen ist, ist umstritten.

Dieser Meteor wurde vor zwei Wochen fotografiert, als er über dem Teide-Observatorium auf der Kanarischen Insel Teneriffa aufblitzte, scheint mehrere Bogenminuten weit zu schwingen, was nach Meinung des erfahrenen Astrofotografen nicht auf die Verschiebung der entstehenden Spur oder die Bewegung der Kameramontierung zurückzuführen war.

Falls das tatsächlich ein Hinweis auf einen gewundenen Meteorpfad ist, ist eine Ursache vielleicht eine merkliche Abweichung der Form des Meteors von der Kugelform, oder seine Zusammensetzung war vielleicht nicht einheitlich, oder er war elektrisch geladen.

Ungleichmäßig zusammengesetzte Meteore können zum Beispiel auf einer Seite stärker verdampfen als auf der anderen. Das würde einen rotierenden Meteor ins Trudeln bringen. Es ist wichtig, Meteore zu verstehen, weil sie vielleicht präbiotische Moleküle auf der Erde gesät haben, welche die Entstehung von Leben erlaubten.

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Laserangriff auf das galaktische Zentrum

Zwischen zwei Teleskoptürmen steigt die Milchstraße mit markanten Staubwolken auf, vom linken Teleskop leuchtet ein Laserstrahl in die Sternwolken.

Credit: Yuri Beletsky (ESO)

Warum schießt hier ein heller Laserstrahl zum Zentrum der Galaxis? Zum Glück ist es nicht der erste Schritt zu einem galaktischen Krieg. Vielmehr messen Astronomys am Very Large Telescope (VLT) in Chile die Unruhe der Erdatmosphäre, die sich ständig verändert.

Der Laser regt Atome in großer Höhe an. Dabei entsteht ein künstlicher Stern. Die Abbildungen der angeregten Atome ändern sich mit der Luftunruhe. So kann man die Unschärfe der Atmosphäre sofort messen. Mit dieser Information wird der beobachtende Teleskopspiegel am VLT leicht deformiert und gleicht die Unschärfe aus. Hier beobachtete das VLT das Zentrum der Galaxis. Daher wurde die atmosphärische Unschärfe in diese Richtung vermessen.

Was die intergalaktische Kriegsführung betrifft, sind im Zentrum unserer Galaxis keine Opfer zu erwarten. Das Licht dieses mächtigen Lasers erscheint dort – zusammen mit dem Licht unserer Sonne (!) – nur wie ein blasser ferner Stern.

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Pyrenäen-Nebenmond

Eine Landschaft mit Bergen und Wolken, darüber ein blauer Himmel mit einigen Wolken, links oben ist ein kleiner regenbogenfarbiger Nebenmond.

Credit und Bildrechte: Patrick Lécureuil

Ein Wolkenmeer umgibt die zerfurchten Berggipfel. Die stimmungsvolle Aussicht stammt vom Pic-du-Midi-Observatorium in den französischen Pyrenäen. Die Langzeitbelichtung wurde am 4. Juni aufgenommen. In der sternklaren Nacht standen die Sternbilder Schütze und Skorpion am Himmel.

Rechts oben leuchtet ein schwacher, farbiger Nebenmond. Ähnlich wie eine Nebensonne (Parhelion) entsteht ein Nebenmond durch Mondlicht, das durch dünne, sechsseitige Eiskristalle in hoch gelegenen Zirruswolken gebrochen wird. Außerhalb des rechten Bildrandes beleuchtet ein heller, fast voller Mond die Szenerie. Die Geometrie der Eiskristalle gibt vor, dass er in einem Winkel von 22 Grad zum Nebenmond steht.

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Reise um die Welt mit 80 Teleskopen

Die Illustration zeigt eine blaue Erdkugel, die von dicht gedrängten riesigen Teleskopen der Erde umgeben ist.

Illustrationscredit und Bildrechte: ESO / 100 Stunden Astronomie

Beschreibung: Möchten Sie auf eine aßergewöhnliche Reise gehen? Das können Sie heute, indem Sie mit 80 Teleskopen um die Welt beobachten. Diese 24-Stunden-Internetübertragung wurde von der Europäischen Südsternwarte für das Internationale Jahr der Astronomie als Meilensteinprojekt von „100 Stunden Astronomie“ organisiert. Wie auf diesem astronomischen Komposit angedeutet, folgt die Übertragung Nacht und Tag um den Globus, um einige der modernsten Observatorien auf der Erde und im Weltraum, die das Universum im sichtbaren Licht und jenseits davon erforschen, zu besuchen. Das Gemini Nord-Teleskop (Hawaii, USA) und die großen Sternwarten auf dem Gipfel des vulkanischen Mauna Kea sind als erste Stationen des Programms vorgesehen, das am 3. April um 09:00 UT beginnt. Weitere auf der Liste sind unter anderem der Swift-Satellit und das Fermi-Gammastrahlenteleskop, das Himalayan Chandra Telescope (Hanle, Indien) sowie das 10-Meter-Südpol-Teleskop und das IceCube Neutrino Telescope (Südpol, Antarktis).

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Sternspuren in der Haute Provence

Diagonal verlaufen Strichspuren von Sternen durchs Bild, links unten ist die geöffnete, innen rot beleuchtete Kuppel einer Sternwarte zu sehen, rechts sind die Äste von Bäumen.

Credit und Bildrechte: Alexandre Santerne / OHP-CNRS

Montiert eure Kamera auf einem Stativ, dann könnt ihr die zierlichen Spuren der Sterne fotografieren, die sie ziehen, während die Erde um ihre Achse rotiert. Die dramatische Aufnahme ist 5 Stunden belichtet. Sie entstand am 24. Februar am Observatoire de Haute-Provence (OHP) im Südosten von Frankreich.

Das Bild entstand aus 300 Aufnahmen, die nacheinander je eine Minute belichtet wurden. Die Sterne ziehen nahe beim Himmelsäquator in der Projektion fast gerade Linien. Dagegen kreisen sie nördlich und südlich des Äquators scheinbar um die Himmelspole im Norden und im Süden.

Unten stehen links und rechts Kuppeln mit den OHP-Teleskopen. Der gleißende Planet Venus hinterlässt rechts unten den kurzen, hellen Streifen. Bei der rechten Kuppel enden die Spuren des Sternbilds Orion. Sirius, der Alpha-Stern im Großen Hund, zieht den hellen Bogen über der linken Kuppel. Der Astronom Alexandre Santerne beleuchtete während der Aufnahme auch kurz eine Eiche, die vorne steht.

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Zodiakallicht versus Milchstraße

Hinter Teleskopkuppeln steigt am sternklaren Himmel links Zodiakallicht auf, rechts wölbt sich die Milchstraße.

Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC

Zwei Ebenen am irdischen Himmel wetteifern hier um Aufmerksamkeit. Die Weitwinkel-Ansicht wurde am 23. Jänner aufgenommen. Links steigt Zodiakallicht vom Horizont in den Nachthimmel auf. Es ist Sonnenlicht, das von Staub in der ekliptischen Ebene gestreut wird. Der Gegenspieler rechts besteht aus blassen Sternen, Staubwolken und Nebeln in der Ebene unserer Milchstraße. Beide Himmelsbänder wölben sich über den Kuppeln und Türmen des Teide-Observatoriums auf der Insel Teneriffa.

Am makellosen, dunklen Himmel über den Kanarischen Inseln leuchten auch die gleißende Venus links unten und die weit entfernte Andromeda-Galaxie nahe der Bildmitte. Ganz oben steht der hübsche Sternhaufen der Plejaden. Leute mit Erfahrung erkennen auch M33, den Kaliforniennebel, IC1805 sowie den Doppelsternhaufen im Perseus. (Braucht ihr Hilfe? Schiebt einfach den Mauspfeil über das Bild.)

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Der 60-Zoll-Spiegel

Ein Fernrohr mit blauem Gitertubus ist auf drei Himmelslichter gerichtet, die hinter einem Kuppelspalt sichtbar sind.

Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (TWAN), mit Unterstützung von Mike Simmons (AWB)

Beschreibung: In der Nacht des 13. Dezember 1908, heute vor 100 Jahren, wurde der 1,54-Meter-Spiegel des Mount-Wilson-Observatoriums erstmals an den Sternen getestet. Es wurde das erste erfolgreiche große Spiegelteleskop. Der 1,54-Meter-Spiegel wies ein skalierbares Design auf, das einen Spiegel statt einer großen und aufwändiger zu wartenden Linse verwendete um schwaches Sternlicht zu sammeln, und wurde so zum Großvater aller sogar größeren modernen Teleskope. Nunmehr berühmte Astronomen, darunter Harlow Shapley und Edwin Hubble, konnten den 1,54-Meter-Spiegel nutzen um eine neue Richtung der Erforschung von Sternen, weit entfernten Galaxien und dem Aufbau des Universums einzuschlagen. Das historische Teleskop, das ein Jahrhundert nach seinem „first light“ immer noch zum Himmel blickt, ist hier zu sehen, wie es zum am besten erkennbaren himmlischen Ereignis des Jahres 2008 weist, der auffallenden Konjunktion von Mond, Venus und Jupiter.

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