Der geisterhafte Schleiernebel

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Bildcredit und Bildrechte: Anis Abdul

Beschreibung: Diese Überreste aus erschüttertem leuchtendem Gas sind eine geisterhafte Fratze in kosmischen Dimensionen. Sie spuken am Himmel des Planeten Erde im Sternbild Schwan (Cygnus) und bilden den Schleiernebel. Dieser Nebel ist ein großer Supernovaüberrest – eine sich ausdehnende Wolke, die bei der Todesexplosion eines massereichen Sterns entstand. Das Licht der ursprünglichen Supernovaexplosion erreichte die Erde wahrscheinlich vor mehr als 5000 Jahren.

Der Schleiernebel ist auch als Cygnus-Schleife bekannt. Am Himmel ist er fast 3 Grad breit, das sind etwa 6 Vollmonddurchmesser. Somit ist er in seiner geschätzten Entfernung von 1500 Lichtjahren mehr als 70 Lichtjahre breit. Der Schleiernebel ist so groß, dass seine helleren Teile als einzelne Nebel erkennbar sind, etwa der Hexenbesen (NGC 6960) rechts unter der Mitte. Links oben befindet sich der Geist von IC 1340. Wir wünschen einen fröhlichen Allerheiligen-Vorabend!

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Der Pelikannebel in Gas, Staub und Sternen

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Bildcredit und Bildrechte:  Yannick Akar

Beschreibung: Der Pelikannebel wird langsam transformiert. IC 5070, so die offizielle Bezeichnung, ist vom größeren Nordamerikanebel durch eine Molekülwolke getrennt, die von dunklem Staub gefüllt ist.

Der Pelikan wird intensiv erforscht, weil er eine besonders aktive Mischung aus Sternbildung und sich entwickelnden Gaswolken ist. Dieses Bild wurde in drei spezifischen Farben erstellt – Licht, das von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff abgestrahlt wird – das kann uns helfen, diese Wechselwirkungen besser zu verstehen. Das Licht der jungen, energiereichen Sterne verwandelt das kalte Gas langsam in heißes. Die vorrückende Grenze zwischen den beiden wird als Ionisierungsfront bezeichnet und ist rechts in hellem Orange sichtbar. Übrig bleiben besonders dichte Tentakel aus kaltem Gas.

In Millionen Jahren kennt man diesen Nebel vielleicht nicht mehr als Pelikan, da das Verhältnis und die Platzierung von Sternen und Gas sicherlich etwas hinterlassen werden, das gänzlich anders aussieht.

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Die Tulpe im Schwan

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Bildcredit und Bildrechte: Robert Eder

Beschreibung: Diese Teleskopansicht umrahmt eine helle Emissionsregion und blickt über ein hübsches Sternfeld in der Ebene unserer Milchstraße im nebelreichen Sternbild Schwan (Cygnus). Die rötlich leuchtende Wolke aus interstellarem Gas und Staub wird landläufig Tulpennebel genannt. Sie ist auch in einem Katalog aus dem Jahr 1959  des Astronomen Stewart Sharpless als Sh2-101 zu finden.

Der komplexe, schöne Nebel ist etwa 8000 Lichtjahre entfernt und 70 Lichtjahre groß, er blüht mitten in diesem Kompositbild. Die Ultraviolettstrahlung junger, energiereicher O-Sterne am Rand der Cygnus-OB3-Assoziation ionisiert die Atome und liefert die Energie für das Emissionsleuchten des Tulpennebels.

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Entlang des westlichen Schleiers

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Bildcredit und Bildrechte: Min Xie

Beschreibung: Diese zart wirkenden Fasern aus erschüttertem leuchtendem Gas sind am Himmel des Planeten Erde im Sternbild Schwan drapiert. Sie bilden den westlichen Teil des Schleiernebels. Der Schleiernebel ist ein großer Supernovaüberrest – eine expandierende Wolke, die bei der Zerstörungsexplosion eines massereichen Sterns entstand. Das Licht der ursprünglichen Supernovaexplosion erreichte die Erde wahrscheinlich vor mehr als 5000 Jahren.

Die interstellaren Stoßwellen wurden bei dem vernichtenden Ereignis ausgesprengt, sie pflügen durch den Weltraum, fegen interstellare Materie auf und regen sie an. Die leuchtenden Fasern gleichen eher langen Wellen in einem Tuch, das fast genau von der Seite sichtbar ist, und sind erstaunlich gut in atomaren Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blaue-grün) aufgeteilt.

Der Schleiernebel ist auch als Cygnus-Schleife bekannt, er umfasst derzeit fast 3 Grad oder etwa 6 Vollmonddurchmesser. Das entspricht mehr als 70 Lichtjahren in seiner geschätzten Entfernung von 1500 Lichtjahren. Dieses Teleskopbild des westlichen Teils zeigt etwa die Hälfte seines Ausmaßes. Hellere Teile des westlichen Schleiers sind als eigene Nebel anerkannt, darunter der Hexenbesen (NGC 6960) am oberen Bildrand sowie Pickerings Dreieck (NGC 6979) links unten.

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Cygnus-Himmelslandschaft

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Bildcredit und Bildrechte: Alistair Symon

Beschreibung: Diese schöne Himmelslandschaft wurde in Pinselstrichen aus interstellarem Staub und leuchtendem Wasserstoff gemalt. Sie liegt in der Ebene unserer Milchstraße nahe dem nördlichen Rand der großen Teilung im Sternbild Schwan (Cygnus). Das Weitwinkelmosaik entstand mit drei verschiedenen Teleskopen und Bilddaten von etwa 90 Stunden. Es bedeckt am Himmel eindrucksvolle 24 Grad.

Der helle, heiße Überriese Deneb, Alphastern im Schwan, liegt oben in der Mitte. Der Schwan ist voller Sterne und leuchtender Gaswolken und enthält auch den dunklen, undurchsichtigen nördlichen Kohlensacknebel, der von Deneb aus zur Mitte dieser Ansicht verläuft. Das rötliche Leuchten der Sternbildungsregionen Nordamerikanebel (NGC 7000) und dem Pelikannebel (IC 5070) liegt links neben Deneb. Unter der Mitte fällt links der Schleiernebel ins Auge, ein etwa 1400 Lichtjahre entfernter Supernovaüberrest.

In der ganzen kosmischen Szenerie sind noch viele weitere Nebel und Sternhaufen erkennbar. Nördliche Himmelsbeobachter kennen Deneb natürlich auch als Bestandteil zweier Asterismen: Er ist das obere Ende im Kreuz des Nordens sowie eine Ecke im Sommerdreieck.

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Vom Kreuz des Nordens zum Kreuz des Südens

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Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Buer

Beschreibung: Es gibt eine Straße, die das Kreuz des Nordens mit dem Kreuz des Südens verbindet, doch man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um sie zu sehen. Die hier abgebildete Straße ist das zentrale Band unserer Milchstraße; der richtige Ort ist in diesem Fall die dunkle Laguna Cejar in der Salar de Atacama im Norden von Chile; und die richtige Zeit war Anfang Oktober kurz nach Sonnenuntergang.

Viele Himmelswunder wurden fotografiert, etwa der helle Mond im Bogen der Milchstraße; die Venus knapp über dem Mond; Saturn und Merkur, knapp unter dem Mond; ganz links die Begleitgalaxien Große und Kleine Magellansche Wolke; rotes Nachthimmellicht links im Bild am Horizont; und die Lichter kleiner Städte an mehreren Orten am Horizont. Man könnte vermuten, dass die Erstellung dieses Panoramas aus 30 Bildern eine ruhige Erfahrung war, doch hier hätte man Ohrstöpsel gebraucht, um das ständige Kreischen wilder Esel zu ignorieren.

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Cygnus Hülle Supernovaüberrest W63

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Bildcredit und Bildrechte: J-P Metsavainio (Astro Anarchy)

Beschreibung: Der Geist eines längst toten Sterns, der Supernovaüberrest W63, leuchtet wie ein blasser kosmischer Rauchring in der Ebene der Milchstraße im nördlichen Sternbild Schwan (Cygnus). Seine gespenstische Erscheinung ist vor dem reichen Komplex aus interstellaren Wolken und Staub in der Region von einem schaurigen blauen Leuchten umrissen.

Das schöne Bild umfasst am Himmel mehr als vier Vollmonde, es ist ein Teleskopmosaik aus zwölf Bildfeldern, die 100 Stunden Belichtungszeit mit Schmalbandfiltern kombinieren. Es zeigt das charakteristische Licht ionisierter Schwefel-, Wassrstoff- und Sauerstoffatome in roten, grünen und blauen Farbtönen. Der sichtbare Teil der immer noch expandierenden Hülle der Supernova ist mehr als 5000 Lichtjahre entfernt und um die 150 Lichtjahre groß. Bisher wurde keine Quelle mit den Überbleibseln des Originalsterns von W63 in Verbindung gebracht. Das Licht der Supernovaexplosion des Sterns hat die Erde vermutlich vor mehr als 15.000 Jahren erreicht.

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Kokonnebel-Detailfeld

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Bildcredit und Bildrechte: Marcel Drechsler (Mediendesign)

Beschreibung: Im Kokonnebel entsteht ein neuer Sternhaufen. Der kosmische Kokon rechts oben unterbricht außerdem eine lange Spur aus undurchsichtigen interstellaren Staubwolken links daneben.

Der schöne Nebel ist als IC 5146 katalogisiert. Er ist fast 15 Lichtjahre groß und liegt ungefähr 3300 Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Schwan (Cygnus). Wie auch andere Sternbildungsregionen wird sie durch roten, leuchtenden Wasserstoff markiert, der von jungen, heißen Sternen angeregt wird, sowie blaues, vom Staub reflektiertes Sternenlicht am Rand einer fast unsichtbaren Molekülwolke.

Der helle Stern nahe der Mitte dieses Nebels ist wahrscheinlich nur wenige Hunderttausend Jahre alt und liefert die Energie für das Leuchten des Nebels, während er langsam eine Höhlung im Staub und das Gas der Molekülwolke leer räumt. Diese außergewöhnlich detailreiche Farbansicht des Kokonnebels folgt den reizenden Strukturen in und um das staubhaltige Stern entstehungsgebiet.

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Am westlichen Schleier entlang

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Bildcredit und Bildrechte:  Daten – Steve Milne und Barry Wilson, BearbeitungSteve Milne

Beschreibung: Diese filigran wirkenden Fasern aus erschüttertem leuchtendem Gas sind am irdischen Himmel im Sternbild Schwan drapiert. Sie bilden den westlichen Teil des Schleiernebels. Der Schleiernebel ist ein großer Supernovaüberrest – eine sich ausdehnende Wolke, die bei der Todesexplosion eines massereichen Sterns entstand. Das Licht der ursprünglichen Supernovaexplosion erreichte die Erde wahrscheinlich vor mehr als 5000 Jahren.

Die interstellare Stoßwelle, die bei dem vernichtenden Ereignis hinaussprengte, pflügt durch den Weltraum, dabei fegt sie interstellare Materie auf und regt diese an. Die leuchtenden Fasern gleichen eher langen Wellen in einem Laken, das fast von der Seite sichtbar ist, das Material ist außergewöhnlich gut aufgeteilt in atomaren Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blaugrün).

Der Schleiernebel ist auch als Cygnusschleife bekannt und umfasst inzwischen fast drei Grad oder sechs Vollmonddurchmesser. Das sind in der geschätzten Entfernung von 1500 Lichtjahren mehr als 70 Lichtjahre. Dieses Teleskop-Mosaikbild aus zwei Bildern zeigt den westlichen Teil und umfasst etwa die Hälfte dieser Distanz. Hellere Teile des westlichen Schleiers werden als eigene Nebel wahrgenommen, darunter der Hexenbesennebel (NGC 6960), der sich auf dieser Ansicht oben befindet, sowie Pickerings Dreieck (NGC 6979) links unten.

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Der NGC-6914-Komplex

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Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Beschreibung: Diese farbenprächtige Himmelslandschaft ist eine Kontraststudie, sie zeigt Sterne, Staub und leuchtendes Gas in der Umgebung von NGC 6914.

Der Komplex aus Reflexionsnebeln liegt etwa 6000 Lichtjahre entfernt im hoch fliegenden nördlichen Sternbild Schwan in der Ebene unserer Milchstraße. Undurchsichtige interstellare Staubwolken bilden Silhouetten, rötliche Wasserstoff-Emissionsnebel füllen zusammen mit staubigen blauen Reflexionsnebeln die kosmische Leinwand. Die ultraviolette Strahlung massereicher, heißer junger Sterne in der ausgedehnten Cygnus OB2-Assoziation ionisieren den atomaren Wasserstoff in der Region und erzeugen das charakteristische rote Leuchten, wenn Protonen und Elektronen rekombinieren. Die eingebetteten OB2-Sterne im Schwan liefern auch das blaue Sternenlicht, das von den Staubwolken des Nebels stark reflektiert wird.

Das fast ein Grad weite Teleskopsichtfeld umfasst in der geschätzten Entfernung von NGC 6914 ungefähr 100 Lichtjahre.

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Himmelslandschaft im Zentrum von Cygnus

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Bildcredit und Bildrechte: Mauro Narduzzi (Erfassung) / Roberto Colombari (Bearbeitung)

Beschreibung: Der Überriese Gamma Cygni liegt mitten im Kreuz des Nordens, einer berühmten Sterngruppe im Sternbild Schwan (Cygnus). Im Zentrum dieser prächtigen Himmelslandschaft mit einem Komplex aus Sternen, Staubwolken und leuchtenden Nebeln in der Ebene unserer Milchstraße steht ein heller Stern mit dem Eigennamen Sadr.

Das Sichtfeld umfasst am Himmel beinahe 4 Grad (acht Vollmonde), es enthält den Emissionsnebel IC 1318 und den offenen Sternhaufen NGC 6910. IC 1318 steht links neben Gamma Cygni und hat die Form zweier leuchtender kosmischer Flügel, die von einer langen dunklen Staubbahn geteilt sind. Sein landläufiger Name lautet verständlicherweise Schmetterlingsnebel. Links über Gamma Cygni befinden sich die jungen, noch eng gruppierten Sterne von NGC 6910.

Die Entfernung von Gamma Cygni beträgt ungefähr 1800 Lichtjahre, die Entfernungs­­schätzungen für IC 1318 und NGC 6910 reichen von 2000 bis 5000 Lichtjahre.

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