Mondfinsternis am Südpol

Das Bild zeigt den Mond, wie er während der totalen Mondfinsternis am 8. November über der Amundsen-Scott-Südpolstation parallel zum Horizont über den Himmel zog. Darüber leuchtet ein Polarlicht.

Bildcredit und Bildrechte: Aman Chokshi

Am vergangenen 16. Mai glitt der Mond durch den Schatten der Erde und tauchte bei einer totalen Mondfinsternis etwa 1 Stunde und 25 Minuten lang vollständig in den dunklen Kernschatten der Erde.

Diese zusammengesetzte Zeitrafferansicht zeigt die partielle und die totale Phase der Finsternis, als der Mond von der Amundsen-Scott-Südpolstation aus gesehen über den Horizont zog. Dort teilte er sich die kalte, sternklare Südpolnacht mit atemberaubenden Südlichtern und der zentralen Milchstraße. Im Vordergrund seht ihr das BICEP-Array-Teleskop (rechts) und das Südpol-Teleskop im Dunkelsektor-Labor, dem südlichsten Teil der Station.

Obwohl der polare Himmel atemberaubend sein kann, solltet ihr nicht zum Südpol reisen, um die totale Mondfinsternis am 8. November zu beobachten. Diese Finsternis ist nämlich in Asien, Australien, im Pazifik, auf dem amerikanischen Kontinent und in Nordeuropa zu sehen. Es ist eure letzte Gelegenheit bis 2025, eine totale Mondfinsternis zu erleben.

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Nacht auf einem unheimlichen Planeten

Das Bild zeigt Dampfsäulen, die aus Fumarolen in der isländischen Region Hverir srömen, im Hintergrund leuchtet ein grünliches Polarlicht.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Welcher unheimliche Planet ist das? Es ist natürlich der Planet Erde in einer dunklen, stürmischen Nacht 2013 in Hverir, einer geothermisch aktiven Region in der vulkanischen Landschaft im Nordosten von Island.

Geomagnetische Stürme riefen die Polarlichtschau am sternklaren Nachthimmel hervor. Vor dem schaurigen grünlichen Licht tanzten geisterhafte Türme aus Dampf und Gas, die aus Fumarolen strömten. In den nächsten Jahren gibt es wohl mehr Polarlichter, da sich unsere Sonne wieder einem Sonnenmaximum nähert. Daher tanzen vielleicht bald auch in eurer Nachbarschaft geisterhafte Gestalten.

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Polarlicht-Blume in der Milchstraße

Das Bild zeigt ein Polarlicht als Blume, deren Stiel die Milchstraße ist, über einem See in Abisko in Schweden.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Kann der Stamm unserer Milchstraße eine Polarlichtblume austreiben? Nein, nicht wirklich, auch es auf dem heute gezeigten Bild des ganzen Himmels so aussieht. Links reicht die zentrale Ebene unserer Heimatgalaxie vom Horizont bis zur Mitte des Himmels. Rechts entspringt ebenfalls von der Himmelsmitte ein ovales Polarlicht, dieses entsteht jedoch durch hellgrün leuchtenden Sauerstoff.

Die beiden sind physisch nicht miteinander verbunden, denn das Polarlicht in der Erdatmosphäre ist relativ nahe, wobei die höher gelegenen roten Anteile sich einer Höhe von nur etwa 1000 Kilometern befinden. Im Gegensatz dazu beträgt die durchschnittliche Entfernung zu den Sternen und Nebeln in der Milchstraße eher um die 1000 Lichtjahre, sie sind somit 10 Billionen Mal weiter entfernt.

Dieses Bildkomposit wurde Anfang Oktober über einem kleinen See in Abisko in Nordschweden fotografiert. Während unser Sonnenmagnetfeld in den aktiven Teil des 11-jährigen Zyklus übergeht, werden Polarlichter an beiden Polen der Erde sicherlich häufiger auftreten.

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Polarlichter über Nordkanada

Das Bild zeigt prächtige Polarlichter bei Yellowknife im Norden von Kanada, mit Tipis im Vordergrund.

Bildcredit und Bildrechte: Kwon, O Chul (TWAN)

Im Dezember 2014 kam es um dem Höhepunkt des letzten 11-jährigen Zyklus der Sonnenaktivität zu stürmischen Sonnenwinden und Ausbrüchen geladener Teilchen. Das führte zu mehreren lohnenden Nächten mit Polarlichtern.

Dieses Bild zeigt dramatische Polarlichter, die sich am Himmel in der Nähe der Stadt Yellowknife im Norden von Kanada ausbreiten. Die Polarlichter wurden so hell, dass sie nicht nur Begeisterung entfachten, sondern auf einem nur 1,3 Sekunden belichteten Bild leicht sichtbar waren. Ein gleichzeitig gefilmtes Video zeigt die tanzenden Himmelslichter, die sich in Echtzeit entfalteten. Die wenigen Touristen, die wegen der Polarlichter gekommen waren, begannen zu klatschen.

Die kegelförmigen Wohnstätten rechts im Bild sind Tipis. Im Hintergrund leuchtet in der Mitte das Sternbild Orion. Polarlichter nehmen in den nächsten Jahren wohl wieder zu, da sich unsere Sonne wieder einem Aktivitätsmaximum nähert.

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Kleiner Planet Südpol

Das Bild zeigt eine Kleiner-Planet-Projektion der Amundson-Scott-Südpolarstation in der Antarktis mit Polarlichtern.

Bildcredit und Bildrechte: Aman Chokshi

Lichter spielen um den Horizont dieses verschneiten kleinen Planeten, der am sternklaren Nachthimmel schwebt. Natürlich ist es der Planet Erde. Das digital gekrümmte, auf den Nadir zentrierte Panorama wurde am 21. August aufgenommen. Es zeigt fast 360 mal 180 Grad bei der Amundsen-Scott-Südpolstation in der Antarktis.

Der südlichste Forschungsaußenposten liegt oben nahe am Horizont, wo sich nach fast sechs Monaten Dunkelheit die Dämmerung ankündigt. Am unteren Rand befindet sich der zeremonielle Südpol, umgeben von den 12 Flaggen der Erstunterzeichner des Antarktis-Vertrags. Darüber leuchtet eine imposante Südlichtschau.

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SOFIAs Südlichter

Das Stratosphären-Infrarotobservatorium SOFIA zeigt Südlichter über Neuseeland

Bildcredit und Bildrechte: Ian Griffin (Otago Museum)

SOFIA, das Stratosphären-Observatorium für Infrarotastronomie, ist eine Boeing 747SP. Dieses Flugzeug wurde so umgebaut, dass es ein großes Spiegelteleskop in die Stratosphäre bringen kann. Da das Flugzeug auf über 99 Prozent der infrarotundurchlässigen Erdatmosphäre aufsteigen kann, können Forschende von fast überall auf der Erde aus beobachten.

Der Astronom Ian Griffin, Direktor des Otago-Museums in Neuseeland, flog bei einer Wissenschaftsmission tief in das südliche Polarlichtoval und fotografierte am 17. Juli diesen Blick von der nach Süden gerichteten Steuerbordseite des Observatoriums. Der helle Stern Kanopus leuchtet in der südlichen Nacht über Schleiern der Aurora Australis, den Südlichtern. Das Flugzeug befand sich zu dieser Zeit weit südlich von Neuseeland auf etwa 62 Grad südlicher Breite.

Leider wurde SOFIA nach einer Landung in Christchurch durch ein Unwetter beschädigt und musste repariert werden. Der Rest des letzten Einsatzes auf der Südhalbkugel fiel daher aus.

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Ein Polarlicht-Wirbel über Island

Das Bild zeigt ein helles Polarlicht, das im März über Island auftrat. Die Krümmung des Polarlichts lässt es wie einen Wirbel aussehen.

Bildcredit und Bildrechte: Christophe Suarez

Beschreibung: Nein, es bestand keine Gefahr, dass das Fahrzeug von dem großen Himmelswirbel in den Weltraum gesaugt würde, denn der Wirbel war eigentlich ein Polarlicht, und da Polarlichter durch Teilchen entstehen, die aus dem Weltraum auf die Erde treffen, erzeugen sie kein Vakuum. Diese sich schnell entwickelnde Polarlichtschau entstand durch einen koronalen Massenauswurf der Sonne, der nahe genug an der Erde vorbeizog, um die Magnetosphäre der Erde zu kräuseln.

Die oberen roten Teile des Polarlichts treten in einer Höhe von mehr als 250 Kilometern auf, ihr rotes Leuchten entsteht durch Sauerstoffatome in der Atmosphäre, die direkt von eintreffenden Teilchen angeregt werden. Die tiefer liegenden grünen Bereiche des Polarlichts befinden sich in einer Höhe von mehr als 100 Kilometern, ihr grünes Leuchten entsteht Sauerstoffatome in der Atmosphäre, die indirekt angeregt werden, und zwar durch Kollisionen mit zuvor angeregtem molekularem Stickstoff. Unterhalb von 100 Kilometern gibt es wenig atomaren Sauerstoff, daher enden Polarlichter dort abrupt.

Die konzentrischen Zylinder zeigen eine dramatische Polarlicht-Korona von der Seite. Das Bild entstand aus einer einzelnen 3-Sekunden-Belichtung, die Mitte März über dem Mývatn auf Island fotografiert wurde.

April ist weltweiter Monat der Astronomie
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Nordlichter über Nova Scotia

Polarlichter über dem Martinique Beach Provincial Park in Kanada.

Bildcredit und Bildrechte: Jason Dain

Beschreibung: Dieses fast unwirkliche Nordlicht wurde in den frühen Morgenstunden des 31. März bei klarem Himmel auf dem 44. nördlichen Breitengrad des Planeten Erde fotografiert.

Die fünf Sekunden belichtete Szene zeigt den Blick vom Martinique Beach Provincial Park in Nova Scotia (Kanada) nach Norden. Die Sterne des W-förmigen Sternbildes Kassiopeia leuchten hoch über dem Horizont durch den roten Farbschleier des hoch gelegenen Polarlichts.

Die Polarlichtaktivität wurde erwartet, nachdem Sonnenbeobachtungssonden zuvor Hinweise auf stürmisches Weltraumwetter geliefert hatten. Der vorhergesagte geomagnetische Sturm wurde ausgelöst, als die produktive aktive Sonnenregion 2975 einen koronalen Massenauswurf ausschleuderte, der die Magnetosphäre unseres Planeten traf.

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Ein gewaltiges Polarlicht über einem schwedischen Wald

Gewaltiges Polarlicht über einem Wald mit Blick auf Östersund in Schweden.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Was leuchtet da am Himmel? Ein Polarlicht. Zu Beginn dieses Monats kam es auf unserer Sonne zu einem großen koronalen Massenauswurf, der eine Wolke schneller Elektronen, Protonen und Ionen zur Erde schleuderte. Ein Teil dieser Wolke traf die Magnetosphäre der Erde, was dank einer plötzlichen Lücke in einigen hohen nördlichen Breiten zu spektakulären Polarlichtern führte.

Hier seht ihr eine besonders fotogene Polarlichtkorona, die über einem Wald in Schweden an einem malerischen Aussichtspunkt mit Blick über Östersund fotografiert wurde. Manche erkennen in diesem schimmernden grünen Leuchten des rekombinierenden atmosphärischen Sauerstoffs einen großen Wal. Gerne könnt mitteilen, was ihr darin erkennt.

Die ungewöhnlich ruhige Sonne der vergangenen Jahre ist nun vorbei. Während sich unsere Sonne in ihrem 11-jährigen magnetischen Zyklus einem Sonnenmaximum nähert, sehen bald mehr dramatische Polarlichter wie dieses.

Offene Wissenschaft: Stöbere in mehr als 2700 Codes in der Quellcode-Bibliothek für Astrophysik
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Polarlicht über dem White-Dome-Geysir

Polarlichter über dem White-Dome-Geysir im Yellowstone-Nationalpark.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Howell

Beschreibung: Manchmal brechen Himmel und Erde aus. Vor wenigen Jahren brachen unerwartet farbenprächtige Polarlichter aus, mit grünen Polarlichtern nahe am Horizont, und hoch oben blühten gleißend rote Polarlichtbänder. Ein heller Mond beleuchtete den Vordergrund der malerischen Szene, während in weiter Ferne vertraute Sterne glitzerten.

Ein gewissenhafter Astrofotograf schoss dieses gut geplante Bildmosaik auf dem Gelände des White-Dome-Geysirs im Yellowstone-Nationalpark im Westen der USA. Tatsächlich brach kurz nach Mitternacht der White Dome aus und sprühte eine viele Meter hohe Fontäne aus Wasser und Dampf in die Luft.

Das Wasser eines Geysirs wird mehrere Kilometer unter der Oberfläche von glühend heißem Magma zu Dampf erhitzt und steigt durch Felsspalten zur Oberfläche auf. Etwa die Hälfte aller bekannten Geysire befinden sich im Yellowstone-Nationalpark. Der geomagnetische Sturm, der die Polarlichter verursachte, ebbte innerhalb eines Tages ab, doch die Eruptionen des White-Dome-Geysirs treten weiterhin etwa alle 30 Minuten auf.

Wien, 26. Februar 2022, 18h: Führung im Sterngarten Mauer mit APOD-Übersetzerin
Wien, Ladenkonzept Nähe Votivkirche: Kostenlose Kalender (leichte Mängel)

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Polarlicht im Mondschein

Polarlicht und Mondlicht über einem zugefrorenen See in der Nähe von Stockholm in Schweden.

Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Beschreibung: Das Eis sang, als Licht des hellen Dreiviertelmondes etwa 20km nördlich von Stockholm in Schweden auf dem Planeten Erde Schatten auf diesen gefrorenen See warf.

Auf dieser heiteren nächtlichen Himmelslandschaft, die am 10. Februar fotografiert wurde, tanzten schimmernde Polarlichtschleier am Abendhimmel. Ein kleiner geomagnetischer Sturm löste in dieser nördlichen Nacht Polarlichtschauspiele aus. Das stürmische Weltraumwetter war das Ergebnis eines koronalen Massenauswurfs, der Tage zuvor aus einer Sonnenprotuberanz austrat und die Magnetosphäre unseres Planeten streifte.

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