Als Mars Neptun begegnete

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Mudge

Beschreibung: Am 1. Januar unterstützte Mars Himmelsbeobachter mit Fernglas dabei, einen Eisriesen von ihrer Liste zu streichen. Die Sichtlinie zum hellen Roten Planeten reichte am Nachthimmel des Planeten Erde weniger als 0,02 Grad an den blassen Neptun heran.

Diese Bildfelder entstanden in einem zeitlichen Abstand von nur 3 Stunden zur engsten Begegnung, sie zeigen die Erscheinung des seltsamen Paares am Himmel über Brisbane in Australien.

Die Weitwinkelsicht zeigt den schmalen Neujahrs-Sichelmond am westlichen Horizont und Venus als gleißenden Abendstern. Mars und Neptun sind rechts oben markiert. Die beiden vergrößerten Bildeinschübe wurden mit dem gleichen Teleobjektiv fotografiert, daher zeigen sie die Mars-Neptun-Konjunktion und die scheinbare Größe des Sichelmondes im gleichen Maßstab. Diese Woche hängt Neptun im Westen nahe bei der Venus.

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Monduntergang über dem Hafen von New York

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Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Diese Meeres- und Nachthimmels-Momentaufnahme der Hafenstadt New York zeigt den Monduntergang am 1. Januar. Das warme Licht des etwa 3 Tage alten Neujahrs-Sichelmondes leuchtet durch Dunst und dünne Wolken, die Mondscheibe ist zu etwa 10 Prozent beleuchtet.

Auch die Venus funkelt über dem westlichen Horizont und ist leicht im Dunst des Stadthimmels erkennbar, sie beginnt das Jahr als Abendstern. Wie der Mond weist die Venus vom Planeten Erde aus gesehen zahlreiche Phasen auf. Als das Jahr begann, war die gleißende Scheibe des inneren Planeten auf Teleskopsichten zu etwa 50 Prozent beleuchtet.  Anfang März wird sie eine größere, aber dünnere Sichel.

1Das Willkommensleuchtfeuer im Hafen von New York, die Freiheitsstatue, bildet links die irdische Ecke des nächtlichen Dreiecks.

Ö1-Nachtquartier:Das Jahr in den Sternen“ mit Maria Pflug-Hofmayr
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Milchstraße über Schiffswrack

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Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar (Planetario Ciudad de La Plata)

Beschreibung: Was ist mit diesem Schiff passiert? Es wurde von einem gewaltigen Sturm, der 2002 auf die Küste von Argentinien traf, fortgetragen. Dieses verlassene Schiff wird Naufragio del Chubasco genannt und havarierte nahe der fast verlassenen Stadt Cabo Raso (1 Bewohner).

Das rostende Schiff liefert einen pittoresken, etwas gruseligen Vordergrund für den schönen Himmel oben. Dieser Himmel ist vom großen Bogen unserer Milchstraße gekrönt und zeigt Galaxien, darunter die Große und die Kleine Magellansche Wolke, weiters Sterne wie Kanopus und Atair, Planeten wie Mars und Neptun sowie Nebel wie die Lagune, Carina und den Kohlensack.

Das Mosaik wurde aus mehr als 80 Bildern erstellt, die Anfang September fotografiert wurden. Ein interaktives 360-Grad-Panorama dieses Bildes ist ebenfalls verfügbar. Der waghalsige Astrofotograf berichtet, dass der gruseligste Teil beim Fotografieren dieses Bildes nicht das verlassene Schiff war, sondern die ungewöhnliche Menge schwarzer, haariger Raupen.

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Rückläufiger Mars and Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Die wandernden Planeten Mars und Saturn waren einen Großteil dieses Jahres am Nachthimmel des Planeten Erde auffallend nahe beisammen.

Diese zusammengesetzte Himmelsansicht, eine Aufnahmeserie von Mitte Dezember bis Anfang dieser Woche, zeigt ihre gemeinsame Zeit auch während der Opposition nördlich des hellen Sterns Antares nahe der Zentralwölbung der Milchstraße. Im dazugehörigen Video sieht man Saturns scheinbare Bewegung vorwärts und rückwärts entlang der abgeflachten, kompakten Schleife, während Mars die weitere s-förmige Umkehrbahn im Bild von rechts oben nach links unten zieht. Um die Punkte und Daten zu verbinden, schieben Sie den Mauspfeil über das Bild oder folgen Sie diesem Link.

Obwohl es so aussieht, laufen Mars und Saturn auf ihrer Bahn nicht in die verkehrte Richtung. Ihre scheinbare rückläufige Bewegung vor dem Sternenhintergrund spiegelt die Bahnbewegung der Erde selbst. Eine rückläufige Bewegung ist immer dann zu beobachten, wenn die Erde Planeten überholt, deren Bahn weiter von der Sonne entfernt ist, weil die Erde sich auf ihrer engeren Bahn schneller bewegt.

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Mond und Merkur über Las Campanas

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Letzten Donnerstag war der Blick vom 2,5 Kilometer hohen Gipfel des Cerro Las Campanas in den abgelegenen chilenischen Anden Richtung Sonnenuntergang staunenswert. Der helle, verblassende Merkur stand sehr nahe beim zwei Tage alten Mond. Die sonnenbeleuchtete Mondsichel und die erdbeleuchtete Mondnacht wurden auf dieser atemberaubenden Gebirgslandschaft mit dem flüchtigen innersten Planeten fotografiert. Unter der Konjunktion von Mond und Merkur hängt eine enge Begegnung der gleißenden Venus und des hellen Sterns Regulus über dem farbenprächtigen westlichen Horizont am Himmel. Natürlich kam der prächtige Himmel über Las Campanas nicht unerwartet. Die Region ist der Standort der Magellan-Zwillingsteleskope des Las Campanas Observatoriums, und der Gipfel ist die Baustelle des künftigen Giant Magellan Telescope.

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Betrachte das Universum

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Bildcredit und Bildrechte: A. Garrett Evans; Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Kann man auf einen Felsen klettern und das Universum entdecken? Ja. Obwohl es viele Aufzeichnungen gibt, können Sie für sich Sterne, Planeten und die Ebene unserer Milchstraße orten. Alles, was Sie brauchen, ist ein dunkler, klarer Himmel – der Felsen ist optional. Wenn Sie eine Kamera haben, können Sie außerdem blasse Nebel, Galaxien und lange Fasern aus interstellarem Staub abbilden.

Wenn Sie digitale Bilder bearbeiten, können Sie blasse Strukturen herausarbeiten, wissenschaftliche Farben aufzeigen sowie Vordergrund- und Hintergrundbilder verschmelzen.

Ein fleißiger Astrofotograf erstellte mit all diesen Möglichkeiten dieses Bild. Alle Einzelbilder wurden Anfang letzten Monats in einer Nacht in Abständen von wenigen Metern fotografiert. Das malerische Umfeld war Sand Beach in Stonington (Maine, USA), die Kamera war nach Süden über die Penobscot Bay gerichtet.

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Den Himmel über Argentinien enträtseln

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Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar; Danksagung: Planetario Ciudad de La Plata / CASLEO-Observatorium

Beschreibung: Finden Sie den Kometen? Genau, ein scharfes Auge findet Tausende Sterne, zig Sternbilder, vier Planeten, drei Galaxien und das Zentralband unserer Galaxis – sie alle sind am Himmel dieses spektakulären 180-Grad-Panoramas.

Wenn Sie wissen, wonach Sie suchen müssen, erkennen Sie ein durchdringendes grünes Nachthimmellicht, eine irdische Wolke, den Südhimmelspol und sogar einen fernen Sternhaufen. Doch sie alle sind leichter zu finden als der Komet 252P/LINEAR. Dieses Bild wurde Anfang April im Nationalpark El Leoncito in Argentinien fotografiert und zeigt auch die Kuppel des Jorge-Sahade-Teleskops auf dem Hügel rechts.

Haben Sie den Kometen schon gefunden? Falls ja, gut für Sie (es ist der grüne Fleck links), doch wirklich schwierig zu finden ist die Kleine Magellansche Wolke.

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Galaxie und Planeten hinter Langlebigen Kiefern

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Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Beschreibung: Was ist älter als diese urzeitlichen Bäume? Niemand, den Sie kennen – doch fast alles im Hintergrund dieses Bildes. Die Bäume sind eindrucksvoll alt – wie jeder Teil im Wald der Langlebigen Kiefern im Osten von Kalifornien (USA). Dort befinden sich viele der ältesten Bäume, die wir kennen, manche sind ganze 5000 Jahre alt. Die hellen Himmelskörper Saturn (links) und Mars hängen scheinbar im Geäst, sind jedoch viel weiter entfernt. Diese Planeten entstanden viel früher, zusammen mit der Erde und dem jungen Sonnensystem – vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren. Von links oben läuft die älteste Struktur im Bild diagonal abwärts: das Zentralband unserer Milchstraße, die vor ungefähr 9 Milliarden Jahren entstand. Dieses Bild wurde aus mehreren Aufnahmen erstellt, die alle am gleichen Ort fotografiert wurden – doch erst vor wenigen Wochen.

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Drei Planeten vom Pic du Midi

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Bildcredit und Bildrechte: JL. Dauvergne, E. Kraaikamp, F. Colas / S2P / IMCCE / OMP

Beschreibung: Haben Sie kürzlich gute Planeten gesehen? Alle drei Planeten, die jetzt hell am Nachthimmel leuchten, sind auf diesen Bildfeldern dargestellt, sie wurden kürzlich mit dem 1-Meter-Teleskop am Pic-du-Midi-Observatorium in den französischen Pyrenäen fotografiert. Mars ist fast in Opposition, er erreichte am 30. Mai die größte Erdnähe und bietet derzeit die besten Fototermine der letzten 10 Jahre. Das scharfe Bild zeigt Wolken über dem Nordpol des Roten Planeten (oben) und hohe Vulkane am rechten Rand. Saturn erreicht heute Nacht seine Opposition, seine hellen Ringe und Lücken sind auf diesem Teleskopporträt deutlich erkennbar. Jupiter steht derzeit in der Abenddämmerung am höchsten und stellt in dieser Szenerie seine um den Planeten laufenden Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck zur Schau. Natürlich sind nach Ankunft der solarbetriebenen Raumsonde Juno und JunoCam im Juli Nahaufnahmen des Gasregenten zu erwarten.

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Saturn und Mars besuchen die Wolken der Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Carlos Eduardo Fairbairn; Überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Planeten, Sterne, Nebel und eine Galaxie – dieses eindrucksvolle Bild zeigt sie alle. Am nächsten sind die beiden Planeten Mars (rechts) und Saturn (Mitte), die beiden hellen orangefarbenen Flecken in der oberen Hälfte des Bildes.

Rechts sind die bunten Rho-Ophiuchi-Sternwolken mit dem hellen, orangefarbenen Stern Antares unter dem Mars aufgereiht. Diese interstellaren Wolken enthalten sowohl rote Emissionsnebel als auch blaue Reflexionsnebel. Rechts oben im Bild befindet sich der blaue Pferdekopf-Reflexionsnebel. Links unten sind viele dunkle Absorptionsnebel, die vom zentralen Band unserer Milchstraße ausgehen.

Dieses detailreiche Kompositbild wurde aus mehreren Langzeitbelichtungen erstellt, die letzten Monat in Brasilien fotografiert wurden. Man braucht zwar ein Teleskop für die Nebel, doch Saturn und Mars sind diesen Monat nach Sonnenuntergang mit bloßem Auge im Osten sichtbar.

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Planeten des Morgens

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Der Horizont des Planeten Erde breitet sich über diesem aktuellen Gruppenbild des Sonnensystems aus, das auf der Südhalbkugel am Las-Campanas-Observatorium entstand. Es wurde in der Morgendämmerung fotografiert und zeigt die Ekliptik mit einer Aufreihung, die Frühaufstehern im November vertraut ist. Im Osten stehen die Planeten Venus, Mars und Jupiter sowie Regulus, der Alphastern im Sternbild Löwe.

Natürlich sind die Planeten in das zarte Leuchten des Zodiakallichtes gehüllt, das sich an dem dunklen Orten in einem Winkel über dem Horizont erhebt. Es ist kein Zufall, dass sowohl Zodiakallicht – manche kennen es als falsche Dämmerung – als auch die Planeten in der Ekliptik liegen. Alle Planeten des Sonnensystems, das aus einer verflachten protoplanetaren Scheibe hervorging, kreisen nahe der ekliptischen Ebene, während der Staub in der Ebene das Sonnenlicht streut – die Quelle des zarten Zodiakallichtes.

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