Milchstraße und Zodiakallicht über Chile

Der Himmel über La Serena in Chile: Zodiakallicht, die Große Magellansche Wolke und die Milchstraße. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Roman Ponča (ht: Masaryk U.)

Beschreibung: Was ist dieses Lichtband, das den Boden mit der Milchstraße verbindet? Es ist Zodiakallicht – ein Strom aus Staub, der im inneren Sonnensystem um die Sonne kreist. Man sieht es am besten kurz vor Sonnenaufgang – da wird es als falsche Dämmerung bezeichnet -, oder kurz nach Sonnenuntergang. Der Ursprung des Zodiakalstaubs wird noch erforscht, doch man vermutet, dass er von Asteroidenkollisionen und Kometenschweifen stammt.

Dieses Weitwinkelbild zeigt das zentrale Band unserer Galaxis, der Milchstraße, die sich oben wölbt, die Große Magellansche Wolke (GMW), eine Begleitgalaxie unserer Milchstraße, leuchtet ganz links oben. Das Bild ist eine Kombination aus mehr als 30 Aufnahmen, die letzten Juli in der Nähe von La Serena in den chilenischen Bergen aufgenommen wurden. Die nächsten zwei Monate kann das Zodiakallicht am nördlichen Himmel nach Sonnenuntergang ziemlich markant wirken.

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Panorama vom Pic du Midi

Die Milchstraße mit Plejaden, Hyaden und dem Sternbild Orion über dem Observatorium auf dem Pic du Midi; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Patrick Lécureuil

Beschreibung: Dieses Panorama zeigt eine surreale Nachthimmelslandschaft, es wurde aus 12 Fotos zusammengefügt und blickt zum Winterabendhimmel im Westen über dem Observatorium auf dem Pic du Midi in den Pyrenäen auf dem Planeten Erde.

Im schroffen Vordergrund stehen Teleskopkuppeln und ein hoher Kommunikationsturm. Rechts treffen die Lichter der etwa 35 Kilometer entfernten Stadt Tarbes in Frankreich auf das ausgewiesene Lichtschutzgebiet, die weiter entfernten irdischen Lichter links stammen von Städten in Spanien.

Die Sterne und Nebel der nördlichen Wintermilchstraße wölben sich oben am Himmel. Die Sternhaufen der Plejaden und Hyaden, die Himmelsbeobachter auf dem Planeten Erde gut kennen, hängen noch nahe der Mitte über dem westlichen Horizont. Mitte Februar wurden die vertrauten Sterne im Sternbild Orion (links) fotografiert, dazu gehört der nicht mehr abgedunkelte Stern Beteigeuze.

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Raketenstart am Südhimmel

Start einer Electron-Trägerrakete auf der Halbinsel Mahia der neuseeländischen Nordinsel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Brendan Gully

Beschreibung: Am 6. Dezember wurde bei Sonnenuntergang auf einem rotierenden Planeten eine Electron-Rakete von Rocket Lab gestartet. Sie brach von der Halbinsel Mahia auf der neuseeländischen Nordinsel mit mehreren kleinen Satelliten an Bord zur Mission „Running Out of Fingers“ in den niedrigen Erdorbit auf.

Die feurige Spur des eleganten Startbogens der Electron verläuft auf dieser südlichen Meeres- und Himmelslandschaft nach Süden. Da die untergehende Sonne in der Höhe der Raketenbahn noch scheint, reflektieren die treibenden Dampf- und Abgasschwaden der Rakete das Sonnenlicht, obwohl der Himmel schon dunkel wird.

Aus dem Blickwinkel der Kamera, die auf einem Stativ befestigt war, liegt der Scheitelpunkt des Raketenbogens ungefähr beim Himmelssüdpol, doch kein heller Stern markiert diesen Ort am Abendhimmel der Südhalbkugel. Dennoch ist die Mitte der Strichspur-Bögen auf diesem Zeitraffer-Bildkomposit leicht erkennbar.

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Nachthimmel aus zwei Hemisphären

Nachthimmel aus zwei Hemisphären von La Palma und La Silla mit Milchstraße und Zodiakallicht; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek/ESO, Juan Carlos Casado/IAC (TWAN)

Beschreibung: Die Sonne versteckt sich hinter einem Horizont, der mitten durch diese Ansicht aus den beiden Hemisphären des Nachthimmels der Erde verläuft. Die digital zusammengefügten Mosaike wurden auf einander entsprechenden Breitengraden aufgenommen, ein Mosaik 29 Grad nördlich und das andere 29 Grad südlich des Äquators.

Oben sehen Sie die nördliche Ansicht mit den IAC-Observatorien auf La Palma, die im Februar 2020 aufgenommen wurde. Darunter ist eine gut passende südliche Szene vom La-Silla-Observatorium der ESO, fotografiert im April 2016. Die Milchstraße verläuft fast senkrecht vom Horizont durch diese Projektion. In der unteren Bildhälfte treten ihre dunklen Wolken und hellen Nebel nahe dem Zentrum der Galaxis markant hervor.

In der oberen Hälfte ist die gleißende Venus in Zodiakallicht getaucht. Zodiakallicht ist Sonnenlicht, das von interplanetarem Staub zart gestreut wird, es zeigt die ekliptische Ebene des Sonnensystems als vollständigen Kreis am sternklaren Himmel.

Große Teleskopkuppeln wölben sich am verkehrten Horizont von La Silla, während auf La Palma die aus vielen Spiegeln bestehenden MAGIC-Teleskope über der Mitte aufragen. Wenn Sie diesen Nachthimmel aus zwei Halbkugeln betrachten, finden Sie auch die Andromedagalaxie sowie die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

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Orion über dem böhmischen Mittelgebirge

Siehe Beschreibung. Orion und die Sterne Sirius, Aldebaran, Beteigeuze und Rigel über dem böhmischen Mittelgebirge; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Vojtěch Bauer

Beschreibung: Kennen Sie dieses Sternbild? Hinter dem böhmischen Mittelgebirge in Tschechien steht Orion, eine der am leichtesten erkennbaren Sterngruppen am Himmel und ein Kultobjekt, das der Menschheit seit mehr als 30.000 Jahren vertraut ist.

Orion sah während der letzten 50.000 Jahre ziemlich gleich aus und sollte auch noch viele Tausende Jahre gleich aussehen. Der markante Orion steht zu dieser Jahreszeit bei Sonnenuntergang hoch am Himmel und ist ein wiederkehrendes Zeichen für den (heutigen) Winter auf der Nordhalbkugel der Erde und des Sommers im Süden.

Dieses Bild ist eine Komposition aus mehr als dreißig Aufnahmen, die letzten Monat in einer einzigen Nacht am selben Ort aufgenommen wurden. Links unter Orions drei Gürtelsternen befindet sich der Orionnebel. Vier der hellsten Sterne um den Gürtel sind – im Uhrzeigersinn – Sirius (ganz links, blau), Beteigeuze (oben, orange, ungewöhnlich blass), Aldebaran (ganz rechts) und Rigel (darunter). In den nächsten Wochen geht Orion immer früher unter.

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Strichspuren des Nordens und des Südens

Strichspuren der Sterne über einer einsamen verschneiten Landschaft im Iran zeigen den Himmelsäquator; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Bildversion.

Bildcredit und Bildrechte: Saeid Parchini

Beschreibung: Was trennt den Norden vom Süden? Das hat mit der Rotation der Erde zu tun. Auf der Erdoberfläche ist der Äquator die Trennlinie, am irdischen Himmel ist es der Himmelsäquator – die Projektion des Äquators an den Himmel.

Wahrscheinlich können Sie den Äquator der Erde um Sie herum nicht sehen, aber jeder kann bei klarem Nachthimmel den Himmelsäquator finden, indem er die Bewegung der Sterne beobachtet. Suchen Sie einfach nach der Trennlinie zwischen Sternen, deren Bögen nach Norden ziehen, und jenen, deren Bögen Richtung Süden verlaufen. Wenn Sie am irdischen Äquator stehen, würde der Himmelsäquator genau über Ihnen auf- und absteigen. Allgemein gilt: Der Winkel zwischen dem Himmelsäquator und dem Vertikalpunkt zeigt Ihre geografische Breite.

Dieses Bild kombiniert 325 Fotos, die in einem Zeitraum von 162 Minuten alle 30 Sekunden aufgenommen wurden. Kurz nach Sonnenuntergang beleuchtete Anfang des Monats das Mondlicht eine verschneite, wüstenartige Gegend im Nordwesten des Iran. Der helle Streifen hinter dem einsamen Baum ist der Planet Venus, der gerade untergeht.

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Sonnenuntergangs-Nachtshimmel über dem Grand Canyon

Siehe Beschreibung. Sonnenuntergang und Milchstraße im Grand Canyon; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Q. Fugate

Beschreibung: Der Anblick der rot leuchtenden Berggipfel vom Inneren des Grand Canyon aus war einer der schönsten Sonnenuntergänge im bisherigen Leben dieses Amateurfotografen. Später wirkte er sogar noch faszinierender, als er ihn digital mit einer Aufnahme des Nachthimmels kombinierte, die eine Stunde später er am selben Ort mit derselben Kamera fotografiert hatte.

Die beiden Bilder entstanden letzten August am 220-Mile-Camp des Colorado River in Colorado (USA). Die Gipfel sind rot, weil sie von einem wie gewöhnlich roten Sonnenuntergang beleuchtet wurden. Später neigte sich hoch oben das Band der Milchstraße mitsamt seinen Sternen, Nebeln und dunklen Staubwolken abwärts. Links neben der Milchstraße leuchtet der Planet Saturn, rechts daneben der hellere Jupiter.

Jupiter und Saturn sind zwar derzeit schwierig zu sehen, dafür strahlt die Venus in den nächsten zwei Monaten bei klarem Himmel gleich nach Sonnenuntergang ziemlich hell im Westen.

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Milchstraße über dem Yellowstone

Siehe Beschreibung. Die Milchstraße über Silex Spring im Yellowstone-Nationalpark; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Lori Jacobs

Beschreibung: Die Milchstraße entstand nicht aus einem verdampfenden Teich. Dieses Becken mit leuchtend blauem Wasser ist ungefähr 10 Meter groß, es ist als Silex Spring bekannt und liegt im Yellowstone-Nationalpark in Wyoming in den USA. Von der Quelle steigt Dampf auf, der von einer Magmakammer tief darunter aufgeheizt wird, sie wird als Yellowstone-Hotspot bezeichnet.

Unabhängig davon erhebt sich in weiter Ferne das zentrale Band unserer Milchstraße nach hoch oben, dieses Band wird von Milliarden Sternen beleuchtet. Das Bild ist ein Panorama aus drei Aufnahmen, die letzten Oktober fotografiert wurden. Falls der Yellowstone-Hotspot einen neuen Supervulkanausbruch verursacht – wie vor 640.000 Jahren -, wäre ein großer Teil Nordamerikas davon betroffen.

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Quadrantidenmeteore im Orion

Siehe Beschreibung. Orion und Meteore der Quadrantiden am Winterhimmel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Warum verlaufen diese Meteorspuren fast parallel? Weil sie alle vom selben Weltraumfelsbrocken abgestoßen wurden und daher zu einer gemeinsamen Richtung am Himmel zurückführen: dem Radianten des Meteorstroms der Quadrantiden. Diese Richtung liegt im veralteten Sternbild Mauerquadrant (Quadrans Muralis), daher der Name Quadrantiden, doch als die Internationale Astronomische Union 1922 ihre Liste der neuzeitlichen Sternbilder formulierte, schaffte es dieses Sternbild nicht auf die Liste.

Obwohl die Meteore nun vom anerkannten Sternbild Bärenhüter (Bootes) ausströmen, blieb der alte Name erhalten. Unabhängig von der Bezeichnung wandert die Erde jeden Januar durch einen Staubstrom, und Stücke dieses Staubs leuchten als Meteore auf, wenn sie in der Erdatmosphäre verglühen.

Dieses Bildkomposit wurde am 4. Januar fotografiert, im Vordergrund liegt eine malerisch verschneite slowakische Landschaft, und ein detailreich fotografierter Himmel zeigt das markante Sternbild Orion im Hintergrund. Der rote Stern Beteigeuze erscheint ungewöhnlich matt – sein Verblassen wird seit Monaten von Astronomen verfolgt.

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Eine sternklare Nacht auf Island

Siehe Beschreibung. Polarlichter über dem Jökulsárlón auf Island. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Stephane Vetter (Nuits sacrees)

Beschreibung: In manchen Nächten bietet der Himmel die beste Schau der Stadt. Das war auch in dieser Nacht der Fall. Zusätzlich gewann ein Kompositbild des Himmels einen internationalen Wettbewerb für Landschafts-Astrofotografie.

Dieses Siegerbild wurde 2011 über dem Jökulsárlón fotografiert, dem größten Gletscherrandsee auf Island. Der Fotograf kombinierte sechs Aufnahmen, um nicht nur zwei grüne Polarlichtringe festzuhalten, sondern auch ihre Reflexionen im ruhigen See. Weit im Hintergrund leuchteten am Himmel das Band unserer Milchstraße und die Andromedagalaxie.

Ein mächtiger koronaler Massenauswurf der Sonne bewirkte, dass Polarlichter bis ins relativ weit südlich liegende Wisconsin (USA) auftraten. Wenn die Sonne ihre aktuell niedrige Oberflächenaktivität hinter sich lässt und in wenigen Jahren ein Sonnenaktivitätsmaximum erreicht, sind viel mehr atemberaubende Bilder von Polarlichtern zu erwarten.

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Quadrantiden über der Großen Mauer

Siehe Beschreibung. Meteore der Quadrantiden am Nachthimmel über der Chinesischen Mauer; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Cheng Luo

Beschreibung: Der Meteorstrom der Quadrantiden ist nach einem vergessenen Sternbild benannt. Für Himmelsbeobachter auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde ist das ein jährliches Ereignis. Der Radiant am Himmel liegt im alten, astronomisch veralteten Sternbild Quadrans Muralis, nicht weit vom Großen Wagen entfernt und an der Grenze der heutigen Sternbilder Bärenhüter und Drache.

Der Radiant liegt rechts oben außerhalb des Bildes. Die Meteore der Quadrantiden streifen durch diese Nachthimmelslandschaft, die aus digitalen Einzelbildern zusammengesetzt wurde, welche in den Stunden um den Höhepunkt des Stroms am 4. Januar 2013 fotografiert wurden. Der abnehmende Halbmond beleuchtet eine zerklüftete Landschaft und einen Abschnitt der Chinesischen Mauer in der Provinz Hebei in China.

2003 wurde ein Asteroid als mögliche Quelle für den Staubstrom erkannt, aus dem die Quadrantiden entstehen. Wie gewöhnlich wird 2020 der kurze Höhepunkt des Stroms in der Nacht von 3. auf 4. Januar erwartet. Meteorliebhaberinnen in Nordamerika dürfen sich auf ein schönes Schauspiel freuen, um bei mondlosem Himmel vor der Morgendämmerung das neue Jahr zu feiern.

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