R3 PANSTARRS: Ein Komet im Orion

In einem Sternenfeld mit vielen hellen Sternen schimmern rote Nebel und ein Komet. Vorne ragen schneebedeckte Berge auf. Der Komet links oben hat einen Schweif, der nach rechts oben zieht. Dort trifft er auf einen hellen Stern.

Bildcredit und Bildrechte: Chester Hall-Fernandez

Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) dürfte vor allem als Orion-Komet in Erinnerung bleiben. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass der Komet gerade dann am spektakulärsten war – was die Sichtbarkeit seines Schweifs angeht – als er vor dem bekannten Sternbild vorbeizog.

Es kommt zwar nur selten vor, aber auch andere helle Kometen haben sich schon in den Orion gewagt. Dazu gehören Lovejoy im Jahr 2015, Hale-Bopp im Jahr 1997 und der Große Komet von 1264. Auf lang belichteten Bildern werden sie deutlich sichtbar.

Dieses Bild wurde letzte Woche von der Craigieburn-Bergkette in Neuseeland aus aufgenommen. Im Hintergrund des Bildes stehen der Orionnebel und die Barnardschleife. Der Schweif des Kometen trifft den hellen Stern Saiph. Er ist der sechsthellste Stern im Sternbild Orion.

C/2025 R3 (PANSTARRS) wird langsam schwächer. Dabei bewegt er sich weiter nach Süden und tritt in den nächsten Tagen in das Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Komet R3 PANSTARRS und Orion

Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht mit einem langen Schweif durch ein Sternfeld. Der Schweif reicht von unten nach links oben. Links neben dem Kometen leuchtet der helle Stern Rigel. Rechts über dem Kometen schimmert der rot-weiße Orionnebel.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Noch nie hatte Orion so ein Schwert. Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht nun aus dem inneren Sonnensystem ab. Dabei bietet er ein wahres Spektakel, wenn man ihn lange mit einer Kamera belichtet. Gerade sieht man ihn beim Sternbild des Jägers Orion. Rechts oben schimmert der ferne Orionnebel.

Komet R3 PANSTARRS hat nun zwei getrennte Schweife. Ein kurzer Staubschweif zeigt zum oberen Bildrand und ein langer, sehr welliger Ionenschweif zieht nach links oben. Der Ionenschweif zeigt von der Sonne fort. Er leuchtet blau, weil die Sonne das Kohlenmonoxid darin anregt (ionisiert). Große Teilchen im Staubschweif widerstehen dem Strahlungsdruck, der sie von der Sonne forttreibt. Daher sie folgen dem Kometen kurze Zeit auf seiner Bahn. Der Staubschweif glänzt, weil er Sonnenlicht reflektiert.

Dieses Bild wurde vor ein paar Tagen auf der französischen Insel Reunion fotografiert. Sie liegt im südlichen Indischen Ozean.

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Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) hinter Spuren von Satelliten

Über einem Horizont, auf dem ein rot beleuchteter Mast steht, ziehen Satelliten und Flugzeuge kreuz und quer helle Striche. Der Komet schimmert mittendrin, doch hinter den Spuren ist er kaum erkennbar. Rechts über der grünlichen Koma ragt sein schmaler Schweif leicht nach rechts.
Bildcredit und Bildrechte: Uli Fehr

Findet ihr den Kometen in diesem Netz aus Spuren von Satelliten? Mittendrin versteckt sich der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS). Er besucht gerade das innere Sonnensystem.

Während Satelliten um die Erde kreisen, ziehen sie im Bild lange Streifen. Dafür sorgt die lange Belichtungszeit der Kamera. Hier waren es über 10 Minuten. Mit dem bloßen Auge sehen wir Satelliten als Lichtpunkte, die im Sonnenlicht glänzen. Sie ziehen langsam über den Nachthimmel. Kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang sehen wir sie besonders gut.

Dieses Foto entstand vor zwei Wochen in Bayern in Deutschland, kurz bevor Sonne aufging. Derzeit sehen wir den Kometen C/2025 R3 (PANSTARRS) aus einem anderen Grund nur schwer: Der Winkel zwischen ihm und der Sonne ist sehr klein.

Auf seiner Bahn um die Sonne sieht man ihn in den kommenden Wochen am besten auf der Südhalbkugel der Erde. Dann macht er sich auf den Weg in den interstellaren Raum und verblasst. Kein Grund zur Verzweiflung, falls ihr den Kometen im Bild noch nicht entdeckt habt: Schaut einfach etwas genauer direkt über der Mitte hin!

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Komet R3 PanSTARRS über einem Tal im Himalaya

Über einer Kerbe zwischen zwei Hängen, die nach links und rechts aufragen, steigt der Komet PanSTARRS mit seinem langen schmalen Schweif auf. Unten sind die Lichter einer Siedlung.
Bildcredit und Bildrechte: Basudeb Chakrabarti und Samit Saha

Der Komet R3 PanSTARRS zeigt seinen langen Schweif am besten auf Fotos. Der Komet wird nun heller. Diese Woche sieht man ihn am nördlichen Himmel morgens vor der Dämmerung im Osten. Doch mit bloßem Auge erkennt man ihn nur schwer.

Auf lang belichteten Bildern wird sein Ionenschweif sichtbar. Er ist mehrere Grad lang. Das liegt daran, dass wir ihn von der Erde aus fast von der Seite sehen, während er von der Sonne fortströmt. Auf einem Bild, das kürzlich fotografiert wurde, leuchtet der Schweif des Kometen C/2025 R3 (PanSTARRS) zwischen zwei Anhöhen im Himalaya in Indien.

Gestern erreichte der Komet seinen sonnennächsten Punkt. Nächste Woche kommt er der Erde am nächsten. Dann sehen wir vielleicht einen staubigen, buschigen Staubschweif. Allmählich verschwindet der Komet vom nördlichen Himmel. Ende des Monats sieht man ihn nach Sonnenuntergang am südlichen Himmel. Dann wird er blasser und verlässt unser Sonnensystem.

Galerie: Komet R3 PanSTARRS 2026

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Der lange, zarte Schweif des Kometen R3 (PanSTARRS)

Der Komet R3 (PanSTARRS) hat einen langen, zarten Ionenschweif, der von der Sonne wegzeigt. Er zieht diagonal durch das ganze Bild.
Bildcredit und Bildrechte: Haythem Hamdi

Warum hat der Komet R3 (PanSTARRS) so einen zarten Schweif? Der neueste Besucher im inneren Sonnensystem ist der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS). Er stößt bereits eine eindrucksvolle Menge an leuchtendem Gas aus. Sein Schweif beginnt beim Zentralkern, der aus schmutzigem Eis besteht und nicht sichtbar ist. Wahrscheinlich ist er nur ein paar Kilometer groß.

Die Sonne erwärmt den Kern. Daraufhin stößt er eine Wolke aus neutralem Gas aus, das die sogenannte Koma um den Kern bildet. Sie leuchtet hellgrün. Sehr energiereiches Sonnenlicht ionisiert das Gas, und der Sonnenwind drückt es in einen Schweif, der von der Sonne wegzeigt. Er leuchtet hellblau. Der Sonnenwind, der sich ständig ändert, verursacht auch die zarte Struktur im Ionenschweif.

Das Bild wurde vor zwei Tagen auf Rhode Island in den USA aufgenommen. Es zeigt den Ionenschweif des Kometen. Am besten sehen wir den Kometen R3 (PanSTARRS) auf der Nordhalbkugel in den nächsten 10 Tagen, und zwar früh am Morgen. Dann wird er zu einem Objekt für den Südhimmel.

Galerie: Komet R3 im Jahr 2026

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Der Komet R3 (PanSTARRS) wird heller

Am sternenübersäten Himmel über dunklen Berggipfeln steht ein Komet mit einem grünlichen Kopf und einem langen, geraden, weißen Schweif, der nach rechts oben weist.
Bildcredit und Bildrechte: José Rodrigues

Komet R3 wird zunehmend heller. Bleibt er bestehen? Der Komet mit der vollständigen Bezeichnung C/2025 R3 (PanSTARRS) wurde seit seiner Entdeckung im letzten Jahr langsam heller. Zudem ist sein Ionenschweif gewachsen. Diesen Monat zeigt sich der zerbröselnde Berg aus schmutzigem Eis am schönsten, denn er erreicht seine geringsten Abstände zur Sonne (am 19. April) und zur Erde (am 25. April).

Dieses Bild zeigt R3 mit seinem Schweif, der sich über mehr als 10 Grad erstreckt. Es entstand vor zwei Nächten in Sitten in der Schweiz. Links seht ihr einen großen Berg mit dem Namen Bietschhorn. Den Kometen R3 könnt ihr Mitte April vor Sonnenaufgang beobachten. Wie sich die Helligkeit von Kometen in der Zukunft entwickelt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Aber R3 ist bereits so hell, dass er leicht zu fotografieren ist. Vielleicht wird er sogar mit freiem Auge sichtbar.

Auch das physische Schicksal von Komet R3 ist ungewiss. Wie zuvor Komet A1 (MAPS) in diesem Monat wird er nah an der Sonne vorbeifliegen. Dabei könnte er – wie Komet A1 – zerfallen. Oder er übersteht die Begegnung und verlässt das Sonnensystem.

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Das Ende des Kometen C/2026 A1 (MAPS)

Video Credit: Brian Day, SOHO, SDO, JHelioviewer; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Während die Besatzung der Mission Artemis II diese Woche zum Mond reiste, erreichte der Komet C/2026 A1 (MAPS) am Montag seinen sonnennächsten Punkt. Dabei kam er der Sonne näher als die halbe Distanz zwischen Erde und Mond. Der Komet überstand das nicht. Dieses Video entstand aus 40 Stunden Datenmaterial. Es zeigt, wie der Komet direkt in die Sonne stürzt wie eine Motte ins Licht.

Damit man einen Kometen so nah an unserem hellen Stern beobachten kann, braucht man einen Koronografen. Das ist ein Instrument, das die Sonnenscheibe abdeckt. Damit kann man die Korona untersuchen.

Das Video kombiniert – von außen nach innen – Aufnahmen von Koronografen mit Weitwinkelobjektiv (blau) und Teleobjektiv (rot). Die beiden Instrumente sind an Bord des Sonnen- und Heliosphären-Observatoriums SOHO. Die Aufnahmen des Solar Dynamics Observatory SDO sind innen schwarz dargestellt. Der Komet nähert sich der Sonne, zieht sich in die Länge und verschwindet hinter der Abdeckscheibe der Koronografen. Danach taucht er als Trümmerwolke wieder auf, die sich kurz darauf auflöst.

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Die Schweife des Kometen Wierzchoś

Links unten ist der blaugrüne Kopf des Kometen Wierzchoś. Seine Schweife reichen diagonal nach rechts oben. Der längere Schweif zielt knapp an der Galaxie NGC 300 im Hintergrund vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: José J. Chambó; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Einige Kometen besuchen unser Sonnensystem regelmäßig. Andere kommen nur einmal vorbei – und kehren nie wieder zurück. Den Kometen C/2024 E1 (Wierzchoś), der gerade durch das innere Sonnensystem fliegt, sehen wir nie wieder. Seine hyperbolische Bahn zeigt: Er wird wahrscheinlich zu einem interstellaren Reisenden.

Heute ist der Komet Wierzchoś der Erde besonders nah – etwa so weit entfernt wie die Sonne. Das Foto aus Chile wurde 30 Minuten lang belichtet. Es zeigt den Kometen mit einem 5 Grad langen Ionenschweif und drei kürzeren Staubschweifen. Das grüne Leuchten der Koma entsteht, weil Sonnenlicht Dikohlenstoff-Moleküle (C2) zerlegt. Dieser Effekt hält aber nicht lange genug an, um auch die Schweife zu färben.

Ganz rechts im Bild ist eine weit entfernte Spiralgalaxie zu sehen: NGC 300.

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