Rotierender Mond von LRO


Credit: LRO, Arizona State U., NASA

Beschreibung: Niemand kann derzeit den Mond so rotieren sehen. Das ist wegen der gebundenen Rotation des Erdmondes nicht möglich, er zeigt uns nur eine Seite. Mit moderner Digitaltechnologie jedoch wurde aus den vielen detailreichen Bildern, die vom Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zur Erde geschickt wurden, das oben gezeigte, virtuelle hoch aufgelöste Zeitraffervideo des rotierenden Mondes erstellt, das mit der Standard-Erdsicht des Mondes beginnt. Rasch jedoch rotiert das Mare Orientale knapp unter dem Äquator ins Bild, ein großer Krater mit dunkler Mitte, der von der Erde aus schwierig zu sehen ist. Das Video zeigt einen ganzen Mondmonat in 24 Sekunden und zeigt deutlich, dass die Erdseite des Mondes einen Reichtum an dunklen Mondmeeren aufweist, während auf der abgewandten Seite helles lunares Hochland dominiert. Zwei neue Missionen sollen noch dieses Jahr beginnen den Mond zu erforschen, der erste davon ist der Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer (LADEE) der Nasa. LADEE, der vor etwas mehr als einer Woche startete, beginnt voraussichtlich im Oktober den Mond zu umkreisen und erforscht seine dünne, ungewöhnliche Atmosphäre. In wenigen Monaten startet die chinesische Sonde Chang’e 3; zu dieser Mission gehört auch die weiche Landung eines Roboterrovers.

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Die Messier-Krater in Stereo

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Bildcredit: Apollo 11, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde werden mit dem Namen des Astronomen Charles Messier und seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert in Verbindung gebracht. Sein Name wurde auch diesen beiden großen, interessanten Mondkratern gegeben. Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis hervor und haben eine Abmessung von 15 mal 8 und 16 mal 11 Kilometern. Ihre länglichen Form wird durch eine extrem flachwinkelige Flugbahn von links nach rechts erklärt, der der Einschlagskörper, der die Krater schlug, folgte. Durch den flachen Einschlag entstanden auch zwei helle Materiestrahlen, die außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche verlaufen. Das beeindruckende Stereobild des Kraterpaares, das mit rotblauen Brillen (rot beim linken Auge) betrachtet werden sollte, wurde kürzlich aus den hoch aufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305) erstellt, die bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert wurden.

9.-11. August 2013: Die Burggespräche des Orion
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GRAILs Karte der Mondgravitation

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Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, MIT, GSFC, SVS

Beschreibung: Wie entstand der Mond? Um das herauszufinden, startete die NASA 2011 die Zwillingssonden Gravity Recovery and Interior Laboratory (GRAIL), die den Mond umkreisten und seine Oberflächengravitation so detailreich wie nie zuvor kartierten. Oben ist eine daraus resultierende GRAIL-Gravitationskarte abgebildet, wobei Regionen mit etwas schwächerer Gravitation blau dargestellt sind, und Regionen mit geringfügig stärkerer Gravitation rot dargestellt sind. Analysen der GRAIL-Daten zeigen, dass der Mond eine unerwartet seichte Kruste hat, weniger als zirka 40 Kilometer tief, und seine allgemeine Zusammensetzung ähnlich jener der Erde ist. Obwohl auch andere überraschende Strukturen entdeckt wurden, die weiterhin erforscht werden, stärken die Ergebnisse die Hypothese, dass der Mond großteils nach einer gewaltigen Kollision in den frühen Jahren unseres Sonnensystems vor etwa 4,5 Milliarden Jahren aus Material der Erde gebildet wurde. Nach Abschluss ihrer Mission, als der Treibstoff zur Neige ging, wurden die beiden GRAIL-Satelliten Ebb und Flow mit etwa 6000 Kilometern pro Stunde in einen Mondkrater gestürzt.

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Sonnenaufgang über Tycho

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Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Der Zentralbergkomplex Tychos wirft beim örtlichen Sonnenaufgang über dieser spektakulären Mondlandschaft einen langen, dunklen Schatten. Die dramatische schräge Ansicht wurde am 10. Juni 2011 vom Lunar Reconnaissance Orbiter fotografiert. Unglaublich detailreich sind auf der am höchsten aufgelösten Version mit 1,5 Metern pro Bildpunkt mit Felsbrocken übersäte Hänge und gezackte Schatten zu sehen. Der zerklüftete Komplex ist etwa 15 Kilometer breit und entstand durch Anhebung bei dem gigantischen Einschlag, der vor 100 Millionen Jahren den bekannten Strahlenkrater erzeugte. Der Gipfel seines Zentralberges erhebt sich 2 Kilometer über Tychos Kraterboden.

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Apollo 17: Ein Anaglyphenbild aus der Mondumlaufbahn

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Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Holen Sie Ihre rotblauen Brillen und sehen Sie dieses fantastische Anaglyphenbild einer fremden Welt an. Diese Szenerie fotografierte der Apollo-17-Missionskommandant Eugene Cernan am 11. Dezember 1972 einen Umlauf vor dem Abstieg zur Mondlandung. Das Stereobild wurde aus zwei Fotos erstellt (AS17-147-22465, AS17-147-22466), die er an seinem Aussichtspunkt im Mondmodul Challenger fotografierte, als er und Dr. Harrison Schmitt über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal flogen. Die ausgedehnte, sonnenbeleuchtete Oberfläche des Berges, der als Südmassiv bezeichnet wird, erhebt sich in der Nähe der Bildmitte über den dunklen Boden von Taurus-Littrow links daneben. Hinter den Bergen, zum Mondrand hin, liegt das Mare Serenitatis. Die von Ron Evans gesteuerte Kommandokapsel America ist im Vordergrund vor dem Gipfel des Südmassivs in der Umlaufbahn zu sehen.

Heute Nacht:Der Meteorstrom der Geminiden
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Der Adler steigt auf

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Bildcredit: Apollo 11, NASA – Stereobildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen zur Hand und betrachten Sie dieses bemerkenswerte Stereobild in der Mondumlaufbahn. Es wurde aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634) erstellt, die 1969 vom Astronauten Michael Collins während der Apollo-11-Mission gemacht wurden. Das 3-D-Anaglyphenbild zeigt die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre, genannt „Der Adler“, der aufsteigt, um am 21. Juli die Kommandokapsel in der Mondumlaufbahn zu treffen. An Bord der Aufstiegsstufe waren Neil Armstrong und Buzz Aldrin, die ersten Menschen, die die Mondoberfläche betreten haben. Das glatte, dunkle Areal auf der Mondoberfläche ist Mare Smythii, das sich knapp unter dem Äquator am östlichsten Rand der erdzugewandten Mondseite befindet. Hinter dem Mondhorizont schwebt unser schöner Planet Erde.

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Verfinsterter Mond über Wyoming

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Bildcredit und Bildrechte: Mack H. Frost

Beschreibung: Ein untergehender Vollmond sieht selten so aus. Montagmorgen kam dem voll beleuchteten Erdbeermond, kurz bevor er hinter die Absaroka-Bergkette bei Cody (Wyoming, USA) sank, der Erdschatten in die Quere. Eine ähnliche partielle Mondfinsternis bei Monduntergang war fast überall in Nord- und Südamerika zu sehen, während gleichzeitig derselbe partiell verfinsterte Mond in Ostasien sichtbar war. Im Vordergrund ist ein Schneewehengebilde dargestellt, das als Horse’s Head vor einem Nebenfluss des Shoshone River bekannt ist. Mondfinsternisse ereignen sich etwa zweimal pro Jahr, und die nächste – eine Halbschattenfinsternis – findet Ende November statt.

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Eine farbige Seite des Mondes

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Bildcredit: NASA / GSFC / DLR / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Diese farbige topografische Karte zeigt die Rückseite des Mondes – jene Seite, die vom Planeten Erde aus nicht sichtbar ist. Diese Ansicht ist jedoch für den Lunar Reconnaissance Orbiter verfügbar, weil die Weitwinkelkamera der Raumsonde jeden Monat fast die gesamte Mondoberfläche abbildet. Stereo-Überlappungen der Abbildungen erlaubten die Berechnung der topografischen Karte mit einer Abdeckung zwischen 80 Grad nördlicher und südlicher Breite. Die Ergebnisse weisen eine Auflösung von etwa 300 Metern auf der Mondoberfläche und 10 bis 20 Meter Höhengenauigkeit auf. Daten, die näher am Nord- oder Südpol liegen, werden mithilfe des Lunar Orbiter Laser Altimeter gefüllt. Auf dieser Karte repräsentieren Weiß, Rot, Grün und Violett stufenweise tiefere Lagen. Die großen, kreisförmigen Kleckse, die am unteren Bildrand zu violetten Farbtönen tendieren, zeigen das Südpol-Aitken-Becken der Rückseite. Mit einem Durchmesser von etwa 2500 Kilometern und mehr als 12 Kilometern Tiefe ist es eines der größten Einschlagsbecken im Sonnensystem.

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Hammer und Feder auf dem Mond


Bildcredit: Apollo 15-Besatzung, NASA

Beschreibung: Wenn Sie einen Hammer und eine Feder gleichzeitig fallen lassen, was erreicht zuerst den Boden? Auf der Erde der Hammer. Ist der Grund dafür aber nur der Luftwiderstand? Wissenschaftler stellten noch vor Galileo Überlegungen dazu an, führten einfache Experimente durch und meinten, dass ohne Luftwiderstand alle Objekte gleich fallen würden. Galileo testete dieses Prinzip und bemerkte, dass zwei schwere Bälle mit unterschiedlicher Masse den Boden gleichzeitig erreichten; viele Historiker bezweifeln jedoch, dass er dieses Experiment im Schiefen Turm von Pisa in Italien durchführte, wie der Volksmund berichtet. Ein gut geeigneter Ort ohne Luftwiderstand, an dem man dieses Äquivalenzprinzip testen könnte, ist der Erdmond, daher ließ 1971 der Apollo-15-Astronaut David Scott gleichzeitig einen Hammer und eine Feder auf den Mondboden fallen. Und tatsächlich, genau wie Wissenschaftler wie Galileo und Einstein prophezeiten, erreichten sie gleichzeitig den Mondboden. Das demonstrierte Äquivalenzprinzip besagt, dass die Beschleunigung, die ein Objekt durch die Gravitation erfährt, nicht von Masse, Dichte, Zusammensetzung, Farbe, Form oder Ähnlichem abhängt. Das Äquivalenzprinzip ist in der heutigen Physik so wichtig, dass seine Tiefe und Reichweite auch heute noch erörtert und untersucht werden.

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Apollo-17-Landeplatz: Ein schärferer Blick

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Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Diese Ansicht des Landeplatzes von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal ist die am höchsten aufgelöste, die jemals im Weltraum entstand. Sie wurde letzten Monat vom Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) erfasst. Die hoch aufgelösten Bilddaten wurden aufgenommen, als die Umlaufbahn des LRO angepasst wurde, um eine Annäherung auf nur zirka 22 Kilometer zu erreichen, während er einige Apollo-Landeplätze passierte. Diese Höhe ist nur ungefähr doppelt so hoch wie die eines Verkehrsflugzeugs auf der Erde. Auf diesem Bild sind die zurückgelassene Abstiegsstufe der Mondlandefähre Challenger (Einschub) und der Mondrover (LRV) auf seinem endgültigen Parkplatz beschriftet sowie das Apollo Lunar Surface Experiments Package (ALSEP), das zurückgelassen wurde, um die Umwelt und das Innere des Mondes zu überwachen. Deutliche, doppelte Spuren des Mondrovers und die Fußspuren der Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt – den letzten Menschen, welche die Mondoberfläche betraten -, sind an der Landestelle von Apollo 17 ebenfalls leicht erkennbar.

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Finsternis über der Akropolis

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Bildcredit und Bildrechte: Elias Politis

Beschreibung: Die totale Phase der Finsternis vom 15. Juni dauerte eindrucksvolle 100 Minuten. Dieses Komposit aus einer regelmäßigen Abfolge digitaler Kameraaufnahmen zeigt ihre gesamte Dauer und folgt der dunklen Mondscheibe, während diese einen Bogen über der Akropolis in Athen (Griechenland) zieht.

Auch der griechische Astronom Aristarch beobachtete etwa im Jahr 270 v. Chr. die Dauer von Mondfinsternissen, jedoch ohne den Vorteil digitaler Uhren und Kameras. Dennoch entwarf er mithilfe der Geometrie einen einfachen und eindrucksvoll genauen Weg, um anhand der Dauer einer Finsternis die Entfernung des Mondes in der Größenordnung des Erdradius abzuleiten. Ein griechischer Astronom jüngerer Zeit, Elias Politis, nannte diese Finsternisdauerstudie und das dazugehörige Youtube-Zeitraffervideo „Acropoclipse“.

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